Aufgerufenen URLs eines Netzwerkgerätes ermitteln und blocken?

Mr. Brooks

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Hallo,

folgendes Problem: im Schlafzimmer hab ich einen eher billigen Fernseher,der aber schon Internetfunktionen hat und die ich auch nutze, meist die Youtube-App. Leider wird zu Beginn immer die Startseite des OS aufgerufen und dort kommen automatisch startende Videos von anderen Plattformen was die ohnehin schon langsame Bedienung noch behäbiger macht. Weiterhin kommen nervige Updatemeldungen, die ich aber ungern gleich installiere da es schonmal zu Problemen kam und ich den Fernseher eher spontan nutze und da nicht erst auf ein Update warten will. Beides (Autostart von Videos und Updatemeldungen) können nicht unterdrückt werden. Komplett auf Internet soll aber auch nicht verzichtet werden.

Gibt es eine Möglichkeit über die FritzBox herauszubekommen welche URLs der Fernseher abruft und diese gezielt zu blockieren? Meine Idee: Wenn der Fernseher keine Verbindung bekommt zu "woher-auch-immer-die-videos-kommen" und zur Herstellerseite, kann er auch keine Videos abspielen oder Updateinformationen laden.

Ich habe eine 7490 mit aktuellem FritzOS (Autoupdate).

Mr. Brooks
 
Du könntest einen Paketmitschnitt an der zugeordneten Schnittstelle starten und mit Wireshark auswerten oder OpenDNS als DNS einstellen und dort die fraglichen Domains herausfinden oder mal das Gerät nennen - wir googlen das dann für dich. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Meinst du Mitschnitt so wie hier http://praxistipps.chip.de/fritzbox-datenverkehr-mitschneiden_9989 beschrieben? Hab ich schon gemacht, ich weiß aber worauf ich achten muss wenn ich die eth-Datei in Wireshark öffne. Ich habe im FritzBox-Menü die Ethernetschnittstelle loggen lassen da der Fernseher per PowerLAN am LAN-Port der Fritzbox hängt. Wenn ich Wireshark direkt auf dem PC starte werden doch nur die Pakete mitgeschnitten die der PC senden/empfängt?

Was meinst du mit OpenDNS. Den Punkt verstehe ich nicht.
 
Moin

Gib dem Gerät doch mal ein Kindersicherungsprofil mit Whitelist wo nur "DeineRöhre" drinnesteht.
...und vielleicht noch zusätzlich ein "Netzwerkanwendungs-Profil/Filter" welches alle sonstigen Protokolle/Ports dichtmacht.
 
Damit würde ich doch aber ggf. auch Sachen ausschließen die ich brauche. Und für eine Blacklist brauch ich ja wieder die Adressen, oder? Also müsste ich diese zunächst ermitteln.

Ich hab nochmal Internetdaten geloggt und die Datei in Wireshark geladen, ich versteh da aber nur Bahnhof und erkenne kein System.
 
Hallo Mr. Brooks,

hier eine etwas anders gelagerte Möglichkeit:
Ich betreibe auf einem meiner RaspberryPi einen so genannten "pi-hole". Das ist, vereinfacht gesagt, ein lokaler DNS-Server, welcher aus dem Netz mit entsprechenden Blocklisten geladen den im home-Netz ankommenden Traffic von allerlei unerwünschtem Beifang befreit. (Ich hoffe mal, dass diese Ausdrucksweise hier zulässig ist.)
Dabei werden intern mehrere Logfiles geschrieben und auch life angezeigt. Aus diesen Listen werden auch ebenfalls life die geblockten Seiten einschließlich ihrer Häufigkeit zur Anzeige gebracht.

Zuerst alle nicht unbedingt benötigten Gerätschaften ausschalten.
Die Logfiles im pi-hole mit einem Klick löschen und den TV starten. Mit einem Blick auf die Uhr hast du auch noch eine Vergleichszeit, wann die ungewollten Effekte auftreten.
Nun kannst du in der Liste der Ergebnisse (=> timestamp!) die unklaren Ziele mit einem Klick in die Blacklist schreiben und somit blocken.
Erfolge siehst du sofort und wenn du zuviel geblockt hast, bemerkst du es auch und kannst es auch wieder durch einfaches Editieren der Blacklist korrigieren.

Sicherlich ist diese Möglichkeit mit einem kleinen finanziellen Aufwand verbunden, aber der pi-hole rechnet sich bald durch wesentlich entspannteres Surfen und "Gucken".


MfG Peter
 
klingt gut! wird getestet. danke!
 
Erst einen Pi aufzusetzen um eine URL/IP herauszubekommen ist doch etwas übertrieben. Es müsste doch mit Wireshark möglich sein die URL zu ermitteln von der der Fernseher z. b. die Updateinfos bekommt.

Reicht dazu das loggen per Fritzbox wie oben verlinkt aus? Oder muss ich Wireshark schon zum loggen der Daten einsetzen statt nur für die Analyse? Wonach muss ich in Wireshark suchen?
 
Selbstverständlich ist es übertrieben, ..., nur um eine URL/IP herauszubekommen.
Und selbstverständlich kann man das alles auch "nur" mit Programmen mit Wireshark machen. Wenn man weiß, wie es geht ... . (Bspw. gezielte Auswahl der anfordernden IP schon bei der Datenaufnahme oder zumindest spätestens bei der Analyse. Sonst erstickst du in der Datenmenge!)
Der Vorteil der von mir genannten Möglichkeit ist aber, dass man hier mit einem einzigen Klick auf jeweils eine der angezeigten "ominösen" Verbindungen sofort die entsprechende Wirkung sieht und eine unerwünschte Wirkung genau so schnell wieder korrigieren kann.
BTW: wenn du einmal mit pi-hole gesurft hast, willst du ihn nie wieder missen ... .

MfG Peter
 
Hallo,

hat keiner eine Idee wie man die Daten mit Wireshark auslesen kann? Ich möchte eigentlich keine 50 EUR ausgeben nur wegen einem Pi der dann herum liegt.

Hat keiner eine Idee wie ich aus dem geloggten Daten per Wireshark die richtigen IPs herausbekomme?
 
Das Modell ist ein LG UJ6519. Ich habe nur bezweifelt, dass man per Google die IPs herausbekommt. Suchanfragen wie

lg 55uj6519 url update

liefern da kaum brauchbare Ergebnisse.
 
Per LAN und ein Hub hängt dazwischen. Die anderen Geräte am Hub sind alle aus. Es genügt auch nicht nur das zu loggen was am eth0 ankommt. Auch das ist unübersichtlich.

Dein Link ist genau der den ich auch nutze.
 
Probier es mal damit.
Code:
yumenetworks.com
smartclip.net
smartclip.com
llnwd.net
smartshare.lgtvsdp.com
ibis.lgappstv.com
U.U. einmal als http und zusätzlich https.
LG
 
Angabe von http/https kann man sich sparen, nur Hostnamen langt in Blacklist.
 
BTW: wenn du einmal mit pi-hole gesurft hast, willst du ihn nie wieder missen ... .
Peter, danke für die Erwähnung von pi-hole. Hatte ich vor "Ewigkeiten" mal gesehen, aber vergessen...
Nun hab ichs direkt umgesetzt. Kein Pi, weil ich hab eh ein Debian-basiertes NAS (OMV), was 24/7 läuft :cool:
Nu macht das halt noch pi-hole mit.

Und deinen zitierten Satz kann man so unterschreiben :D
 
Ich hab jetzt mal pi-hole eingerichtet. Hier https://www.kuketz-blog.de/pi-hole-schwarzes-loch-fuer-werbung-raspberry-pi-teil1/ steht, dass ein dNS-Server im eigenen Netzwerk nicht geht. Weiter oben steht aber unter Variante 2, dass es geht, wenn man DHCP verwendet. Ist mit Variante 3 Router mit komplett deaktiviertem DHCP gemeint? Ich habe DHCP für die Adresen bis x.x.x.49 deaktiviert und lasse ab x.x.x.50 zuteilen. Alle Geräte haben aber eine statische IP. Wenn ich jetzt in der Fritzbox die IP des PI eintrage geht alles wie bisher. Woher weiß ich jetzt ob auch tatsächlich pi-hole als DNS-Server verwendet wird?
 
Wenn meinst unnötig alles an jedem Gerät manuell zu verwalten, dort den Pi statt FB eintragen, oder als externen DNS den Pi eintragen, dann befragt die FB eben für alles den Pi.

Würdest DHCP verwenden, kannst internen DNS angeben, und alles Geräte würden Pi direkt befragen.
 
Ich versteh Bahnhof bei deiner Schreibweise.

Ich kann den Pi als DNS-Server in jedem Gerät einstellen oder in der Fritzbox. Ich wollte das zweite. Kann die Fritzbox nun einen DNS-Server im eigenen Netzwerk oder nicht? In dem Link stehen die Varianten mit DHCP und manuell. Was muss ich machen wenn DHCP erst ab IP 50 vergibt und alle Geräte eine statische IP haben.

Bei AVM gabs eine Anleitung mit zweitem DNS-Server, den gibts bei mir hier nicht.
 
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