Ausnahmerufnummern und Ortsgespräche

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

zoo

Aktives Mitglied
Mitglied seit
9 Jun 2005
Beiträge
870
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
16
Hallo Leute!

Endlich habe ich am Standort meiner Eltern DSL in Betrieb nehmen können, da die Telekom nun neue Verteilerkästen für VDSL gesetzt hat.

Also habe ich nun am zweiten externen S0 die Fritzbox 5012 angeschlossen und das Ausnahmerouting eingestellt. 02 .. 09 gehen alle per S0-2 über die FBF per VoIP raus. Wir haben hier die Vorwahl 0451.

Wenn ich eine Rufnummer im Ort ohne Vorwahl wähle, dann wählt die Anlage über den S0-1 (T-Com ISDN) raus. Wenn ich die Vorwahl mitwähle, dann wird über S0-2 (FBF) gewählt. Das kann es ja nicht sein!

Muss ich für das eigene Ortsnetz das Vorzugsamt auf S0-2 setzen?
Das hatte ich jedenfalls versucht, aber hat irgendwie nicht geklappt.

Oder ist das ein Firmwarebug? Wieso kann Auerswald denn nicht auch die Ortsnummern über die Ausnahmerufnummerntabelle berücksichtigen?

Und wenn ich eine Rufnummerngasse nicht in der Ausnahmerufnummerntabelle aufnehme, wonach ermittelt die Anlage dann die ausgehende Leitung?

Viele Grüße,
zoo
 

RudatNet

IPPF-Urgestein
Mitglied seit
25 Jan 2005
Beiträge
15,064
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Du solltest deine Denkweise einfach umkehren,
und grundsätzlich die FBF also S0-2 als Vorzugsamt setzen.

Dann erstellst du entsprechende Regeln in deiner TK,
welche Nummern nicht über die FBF gewählt werden sollen bzw. müssen.

Z.B. 01, 11, 19222 ...

Versuch's mal so 'rum! ;)
 

zoo

Aktives Mitglied
Mitglied seit
9 Jun 2005
Beiträge
870
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
16
Ich habe nun festgestellt, dass die Ausnahmerufnummern immer mindestens zweistellig sein müssen. Also muss man den Bereich komplett angeben: 10, 11, 12 ... 97, 98, 99. Einfach 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 geht nicht. Das ist meiner Meinung nach Unsinn.

Vorzugsamt habe ich nun auch eingestellt. Mir ist aber noch nicht klar, wann und wie das Vorzugsamt genau wirkt.

RudatNet: Deinen Vorschlag musste ich nun nicht mehr ausprobieren, da es jetzt funktioniert. Auf diese Idee war ich aber auch schon gekommen.


zoo
 

zoo

Aktives Mitglied
Mitglied seit
9 Jun 2005
Beiträge
870
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
16
Nächste Frage: Welche Regel greift, wenn mehrere Regeln in der Ausnahmerufnummertabelle greifen? Die längere Nummer oder die erste oder die letzte in der Liste?

Bsp: Wahl von 0311
Regel: 03 -> VoIP
Regel: 031 -> Festnetz
Regel: 032 -> Festnetz
Wo geht es raus? (Muss ich die Tage auch mal testen...)
 

RudatNet

IPPF-Urgestein
Mitglied seit
25 Jan 2005
Beiträge
15,064
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
zoo schrieb:
RudatNet: Deinen Vorschlag musste ich nun nicht mehr ausprobieren, da es jetzt funktioniert. Auf diese Idee war ich aber auch schon gekommen.
Wenn du mal überlegst, wäre mein Vorschlag aber einfacher, oder nicht?

Welche Regel greift, wenn mehrere Regeln in der Ausnahmerufnummertabelle greifen? Die längere Nummer oder die erste oder die letzte in der Liste?
Bei der FBF gilt grundsätzlich die Genauere also die "Längere"!
Also bei 0311 greift Regel 031 und nicht 03!
 
G

gandalf94305

Guest
Die Dokumentation von Auerswald ist hierzu etwas verteilt und nicht so durchsichtig.

- Das Routing für Rufnummern, die mit 0+NUMMER gewählt werden, erfolgt prinzipiell so, daß zunächst die VoIP/GSM-Ausnahmeregeln verwendet werden, um zu bestimmen, welches Amt versucht wird (Festnetz, digitaler Gateway, analoger Gateway). Ist dabei eine Alternative besetzt (Kanäle bereits busy), wird die nächste Anwahl versucht. Du kannst max. drei Optionen je Regel spezifizieren.

- Ist ein digitaler/analoger Gateway ausgewählt, so erfolgt normalerweise kein LCR. Die Nummer wird direkt so gewählt. Für digitale Gateways kannst Du jedoch theoretisch auch LCR aktivieren (in der Modulkonfiguration).

- Bei Routing-Regeln müssen die Präfixe mind. zwei Stellen lang sein (steht in der Dokumentation) und der längste Präfix schlägt den kürzeren (im Gegensatz zum LCR, bei dem das nicht funktioniert!).

- Ist ein Festnetz-Port ausgewählt, so wird entsprechend der Modulkonfiguration LCR angewandt oder nicht.

- Gibt es zu einer Rufnummer keine Regel, so wird anhand der Amtsberechtigung, des Vorzugsamts und der aktuellen Kanalbelegung ein Festnetzamt bestimmt, über das der Ruf abgesetzt wird. Bezüglich LCR wieder: wie in der Modulkonfiguration bestimmt.

LCR kann für bestimmte Teilnehmer auch generell in der Teilnehmerkonfiguration abgeschaltet werden, z.B. wenn ein Faxgerät etc. schon von sich aus die richtigen Vorwahlen verwendet.

Für die VoIP-Integration gibt es zwei Wege:

- Vorzugsamt das VoIP-Amt und alle Ämter als gleichberechtigte Festnetzämter verwenden

- Festnetzamt normal und das VoIP-Amt als "digitalen GSM-Gateway" markieren.

Im ersten Fall kann spezifisch für bestimmte Nummern ein Überlaufen auf Festnetz nicht verhindert werden (z.B. teure Anrufe, die per VoIP drastisch günstiger sind). Im zweiten Fall kann man gezielt für bestimmte Präfixe das Fallbackverhalten definieren. Daher ist die zweite Variante zwar etwas konfigurationsintensiver (wegen der Präfixe), jedoch vorteilhafter. Die Präfixe kann man per CSV importieren, d.h. es kostet gerade mal 5 min, ein Excel-Sheet mit den Präfixen zu erstellen und zu importieren ;-) oder aus dem Wiki zu holen. Im Wiki ist auch alles weitere zur Konfiguration beschrieben.

Die zweite Variante erlaubt zudem gezielt die Verwendung eines Flags zur Gesprächseinleitung über Gateways, um z.B. Faxgeräten generell die VoIP-Wege zu verschließen. Das kann man sonst nur über Amtsberechtigungen machen.

Ich habe bei mir eine Konfiguration laufen, in der das Ausnahmerouting komplett ist, d.h. alle Nummernpräfixe abdeckt. Das VoIP-Routing macht meine FBF 5050 - das ISDN-Routing/LCR macht die Auerswald-Anlage. Über eine Fallback-Verbindung zwischen FBF und COMmander Basic (Auerswald-Anlage als Amt für die FBF) kann man Festnetz-Fallbacks realisieren, wenn man das möchte.

Unbeschadet dessen ist natürlich immer die direkte Anwahl von Ämtern per 91 und 92 möglich.

--gandalf.
 

zoo

Aktives Mitglied
Mitglied seit
9 Jun 2005
Beiträge
870
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
16
RudatNet schrieb:
Bei der FBF gilt grundsätzlich die Genauere also die "Längere"!
Also bei 0311 greift Regel 031 und nicht 03!
Ich habe diese Regeln aber nicht in der FBF sondern in der Auerswald eingestellt!

Gandalf94305 schrieb:
- Bei Routing-Regeln müssen die Präfixe mind. zwei Stellen lang sein (steht in der Dokumentation) und der längste Präfix schlägt den kürzeren (im Gegensatz zum LCR, bei dem das nicht funktioniert!).
Prima.
Und Danke für deine ausführliche Antwort.


edit: Ich war wohl noch nicht ganz wach heute Morgen. Denn sonst hätte ich bemerkt, dass die zitierte Antwort von Gandalf94305 was zum Prefix gesagt hat :(


zoo
 
Zuletzt bearbeitet:
G

gandalf94305

Guest
Schon klar, aber siehe oben... in den Auerswald-Anlagen, die VoIP/GSM-Ausnahmerouting unterstützen, ist das auch so :)

--gandalf.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

3CX PBX - GRATIS
Linux / Win / Cloud

Statistik des Forums

Themen
232,832
Beiträge
2,027,219
Mitglieder
350,922
Neuestes Mitglied
ITser