Automatische Amtholung bei ISDN-Geräten an Fritzbox ausschalten?

nmr

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Hallo,

bei den analogen Nebenstellen der Fritzbox kann ich die automatische Amtsholung ausschalten, d.h. muss dann vor externen Verbindungen eine "0" wählen. Bei ISDN scheint dies nicht zu gehen. Oder irre ich mich? Mir wäre es wichtig, da ich in einigen ISDN-Telefonen sehr umfangreiche Telefonbücher gespeichert habe, die aber noch von der alten Telefonanlage alle mit einer führenden Amt-Null einprogrammiert sind. Das alles zu ändern, wäre ein grosse Aufwand. Daher wäre ich sehr froh, wenn ich einfach die Amtsholung umprogrammieren könnte.
 

Telefonmännchen

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...da ich in einigen ISDN-Telefonen sehr umfangreiche Telefonbücher gespeichert habe, die aber noch von der alten Telefonanlage alle mit einer führenden Amt-Null einprogrammiert sind.
Das ist mit Abstand die merkwürdigste Begründung, die ich bei der Nachfrage nach der Abschaltung bisher gelesen habe.

Aber im Ernst:
Diese Abschaltung ist so nicht vorgesehen und auch nicht so einfach nachzurüsten. Die FritzBox ist eben keine TK-Analge sondern im Ursprung ein VoIP-Adapter, der nach und nach um zusätzliche Schnittstellen und Möglichkeiten erweitert wurde. Dabei wurde auf bestehendem aufgebaut, was schon allein am kruden Rufnummernplan für die internen Rufnummern ersichtlich ist.

Es gibt allerdings einen Workaround, um die Vorwahl der "0" zu erreichen (als MSN 999999 einrichten), allerdings verzichtet man dabei auf einen Großteil der durch ISDN möglichen Features und muss mit negativen Nebeneffekten leben, denn gehend telefoniert man so grundsätzlich mit der zum Anschluss gehörenden Hauptnummer. Eine Auswahl einer anderen zum Anschluss gehörenden MSN ist nicht möglich. Die Zuweisung zu benutzenden VoIP-Accounts (wenn man das denn benutzt) ist auch nicht möglich. Es sei denn man wählt den Account manuell aus, muss dann aber die "0" wieder weglassen usw.usf.

Der sauberste Weg ist, die Telefonbücher entsprechend zu editieren, was so wohl nicht das große Problem sein sollte, da die Bedienschritte bei allen Einträgen immer gleich sind.

Gruß Telefonmännchen
 

nmr

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Hallo Telefonmännchen,

auch wenn die Begründung für Dich vielleicht nicht einleuchtend oder nachvollziehbar sein mag, hast Du mir mit der MSN 999999 weitergeholfen. Danke dafür. Das löst mein Problem vorerst, bis ich die Telefonbücher entsprechend angepasst habe. Bei mehreren hundert Einträgen dauert es einige Zeit, auch wenn es immer die gleichen Schritte sind.

Die nicht-automatische Amtsholung mag im privaten Bereich vielleicht nicht so verbreitet gewesen sein, ich kannte es nie anders, da frühere Telefonanlagen entweder die Erdtaste (nur bei analogen Tel.) oder die 0 (bei ISDN-Apparaten mit S0) verlangt haben. So sind die Telefonbücher in den Apparaten gewissermassen ein "Kind ihrer Zeit". Daran siehst Du auch, dass die Telefone bereits älteren Datums sind, ich sie aber nicht ad hoc ersetzen kann und will. Durch den Ausfall der alten Telefonanlage (Telenorma) war Handlungsbedarf und wegen der inzwischen geringen Zahl an Apparaten mit Schnur wollte ich nicht extra eine neue Telefonanlage kaufen, jedenfalls nicht innert weniger Tage.

Die DECT-Mobilteile greifen aber bereits direkt auf das interne Telefonbuch der Fritzbox zu. Das ist in diesem Fall viel Wert und funktioniert sehr gut.
 

Telefonmännchen

IPPF-Promi
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Schön wenn es erst mal läuft.

Ich stimme Dir zu, dass im privaten Umfeld das Vorwählen der "0" mehr als überflüssig ist. Im geschäftlichen Umfeld trifft man das schon häufig an. Erst recht bei großen Installationen, die dann aber meist auch mehr internen Kommunikationsbedarf haben. Im privaten Umfeld werden doch fast ausschließlich externe Gespräche geführt (außer die Kinder/Partner zum Essen zu rufen o.ä. oder der Betrieb einer TFE), bei denen man dann auf das Vorwählen bestens verzichten kann und stattdessen bei den seltenen internen Gesprächen die ** oder die R-Taste zu benutzen.

Im geschäftlichen Umfeld sind aber unterschiedlichen Mitarbeitern/Abteilungen/Funktionen auch meist unterschiedliche externe Rufnummern zugeordnet. Und genau da spuckt die Variante mit der 999999 mächtig in die Suppe. Darum sollte man damit auch sehr zurückhaltend sein und das nicht als Dauerlösung für ein anderes Defizit (der verwendeten Geräte) verstehen. Als temporäre Lösung ist das wohl geeignet.

Gruß Telefonmännchen
 
M

mikrogigant

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Ich stimme Dir zu, dass im privaten Umfeld das Vorwählen der "0" mehr als überflüssig ist.
Nein. Auch im privaten Umfeld gibt es häufig genug die Situation, dass am internen S0 der Fritzbox eine TK-Anlage angeschlossen ist. Das trifft besonders auf die Fritzbox-Derivate zu, die als IAD für NGN-Anschlüssen geliefert werden.

Und mit genau dieser Konstellation hat man nun ein Problem. Mit automatischer Amtsholung muss man, um beispielsweise einen Internanruf zu einer Nebenstelle an der Fritzbox zu tätigen oder eine Nummer aus dem Fritzbox-Telefonbuch zu wählen, zunächst die Unteranlage in den Keypad-Mode schalten, damit sie die nachfolgenden Sternchen auch an die Fritzbox weitergibt. Danach wählt man 2 Sternchen und zum Schluss die Nebenstellen-Nummer oder Kurzwahl (wobei man von letzterer nach dieser Sternchen-Rauten-Orgie eigentlich nicht mehr wirklich sprechen kann). Ohne automatische Amtsholung wählt man dagegen einfach die Nebenstellen-Nummer bzw. Kurzwahl ohne die Sternchen. Dadurch entfällt gleichzeitig die Notwendigkeit zum Umschalten in den Keypad-Mode.

Über ein weiteres, damit zusammenhängendes Manko habe ich mich erst letztens geärgert: die Fritzbox überträgt bei automatischer Amtsholung andere Ziffernfolgen an die angerufene Nebenstelle als die, die man wählen müsste, um zurückzurufen. Sie rechnet nämlich nicht damit, dass das Endgerät zum Zurückrufen in den Keypad Mode versetzt werden muss (das kann sie ja auch gar nicht wissen) und lässt folglich die dafür nötigen Ziffern weg. Konsequenz: man kann die Rückruffunktion nicht nutzen und kann obendrein beim Versuch, das zu tun, in eine böse Falle tappen. Genau das ist mir letztens passiert: ich wollte ein Interngespräch zur 1. SIP-Nebenstelle (Rufnummer **620) führen. Kurz zuvor wurde ich von dieser Nebenstelle aus angerufen. Dabei wurde die Nummer **620 übertragen und in der Anrufliste gespeichert. Der Einfachheit halber wollte ich die Nummer aus der Anrufliste zurückrufen, habe dabei aber vergessen, dass mein Telefon an einer Unteranlage hängt und ich daher der **620 noch den Code zum Umschalten in den Keypad-Mode hätte voranstellen müssen (in meinem Fall *#**620). Folge: durch den Rückruf an die **620 habe ich nicht die gewünschte Nebenstelle angerufen, sondern einen Telefonbuch-Eintrag in der Unteranlage mit der Kurzwahl 62. Der wiederum ist meiner über 80jährigen Tante zugewiesen. So kam es, dass ich, anstatt ein Interngespräch zu führen, durch mein Versehen mitten in der Nacht die alte Dame aus dem Bett klingelte. Ich finde sowas zum K*tzen. Sicher war ich größtenteils selbst schuld an dem Schlamassel, aber mit manueller Amtsholung wäre das definitiv nicht passiert. Da wäre bei einem Anruf von der SIP-Nebenstelle die 620 ohne Sternchen übertragen worden und zwecks Rückruf hätte auch genau diese Nummer wieder gewählt werden müssen, und zwar ohne Sternchen und ohne Keypad-Code. Bevor ich's vergesse: das dämliche Verhalten der Fritzbox zwingt mich auch dazu, Telefonbucheinträge für Nebenstellen immer doppelt anzulegen. Einmal als '**xx' (xx=Nebenstellen-Nummer), damit bei einem eingehenden Anruf (bei dem diese Nummer übertragen wird) der richtige Name im Display steht. Und ein weiteres Mal mit Keypad-Code als '*#**xx', denn nur damit kann ich die betreffende Nebenstelle zurückrufen. Was für ein Krampf, und alles nur deswegen, weil man die automatische Amtsholung nicht abschalten kann :mad:

Ich möchte daher bitte nie wieder lesen müssen "die manuelle Amtsholung am internen S0 der Fritzbox braucht kein Schwein".

Grüßle

Der Mikrogigant
 
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Telefonmännchen

IPPF-Promi
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Nein. Auch im privaten Umfeld gibt es häufig genug die Situation, dass am internen S0 der Fritzbox eine TK-Anlage angeschlossen ist.
Nein, nicht häufig, sondern "es kommt gelegentlich vor", wenn die von der FritzBox angebotenen Schnittstellen nicht ausreichen, die bisherige Anlage wegen besonderer Funktionen und Schnittstellen erhalten bleiben soll oder es eben etwas mehr Nebenstellen sein sollen. Deshalb ist aber die Benutzung einer Amtsholungs-0 noch lange kein Muss. Es geht definitiv ohne.
Das trifft besonders auf die Fritzbox-Derivate zu, die als IAD für NGN-Anschlüssen geliefert werden.
Ich wage arg zu bezweifeln, dass viele Leute FritzBoxen kaskadieren, zumal die FritzBox keine TK-Anlage ist und sie kann/will es aus mehreren Gründen nicht sein. Über die Hintergründe haben wir uns schon mehrmals ausgestauscht... Nicht alles was mehrere Schnittstellen besitzt und internen Gespräche zulässt ist eine TK-Anlage (Beispiel: ISDN-Terminaladapter). Und die NGN-Anschlüsse sind das Paradebeispiel für meinen Standpunkt, dass FritzBoxen VoIP-Adapter sind, denn dafür wurden sie ursprünglich gebaut. Weil aber ein paar Anbieter sich das DSL-Endkundengeschäft nicht entgehen lassen wollten, musste eine Amtsschnittstelle her, denn sonst hätte man nicht die Telefonkunden der Konkurrenz für sein DSL-Produkt mit abgehender VoIP-Telefonie gewinnen können (eingehenden Gespräche kamen zu diesem Zeitpunkt immer noch über die schon vorher vorhandene Amtsleitung, außer die netzinternen natürlich).
Und mit genau dieser Konstellation hat man nun ein Problem.
Ja, weil die FritzBox eben ein VoIP-Adapter für mehrere Geräte mit zusätzlichem Amtsanschluss ist. Die Anschlüsse der Geräte sind standardisiert und daher kompatibel und in gewissem Umfang auch für die gewünschten Features funktional, aber so ist das eben nicht vorgesehen, denn die nachfolgend bemängelten Features funktionieren mit richtigen TK-Anlagen problemlos und nur mit der FritzBox als nachgeschaltetes Gerät nicht, weil es nicht vorgesehen ist und darum auch nicht berücksichtigt wurde. Auch größere TKs haben mit einer Unteranlage so manchmal Probleme.
...Sicher war ich größtenteils selbst schuld an dem Schlamassel,...
Ja, weil Du Geräte in einer Kombination benutzt, die dafür nicht vorgesehen sind (ich merke gerade, ich wiederhole mich). Ein derartiger Mischbetrieb fordert Fehlbedienungen geradezu heraus.
das dämliche Verhalten der Fritzbox zwingt mich auch dazu, Telefonbucheinträge für Nebenstellen immer doppelt anzulegen.
Könntest Du Dir alles sparen, wenn Du die Geräte wie vorgesehen benutzt, in Deinem Fall eine TK mit ausreichend Schnittstellen der FritzBox nachschaltest und die komplette Telefonie darüber abwickelst. Vorausgesetzt diese nachgeschaltete TK unterstützt für ISDN-Geräte die Wahl von * und #, dann kannst Du auch mit dieser auf Telefonbucheinträge der FritzBox per Kurzwahl zugreifen. Weiter vorausgesetzt, die TK stellt die notwendige Anzahl der Nebenstellen bereit, die benötigt werden, dann hast Du einen einheitlichen nachvollziehbaren Rufplan, bei dem es auch bei der internen Rufnummerübermittlung zu keinen Überschneidungen und Rückrufmacken kommt.
Ich möchte daher bitte nie wieder lesen müssen "die manuelle Amtsholung am internen S0 der Fritzbox braucht kein Schwein".
Erstens pflege ich mich nicht so auszudrücken (zumindest nicht schriftlich und solange ich Herr meiner Sinne bin), zweitens herrscht in Deutschland/Internet/Forum Meinungsfreiheit (zumindest ist mir nichts Gegenteiliges bekannt, solange es nicht gegen Recht und Gesetz verstößt) und nicht zuletzt bin ich alt genug, mir nicht von irgendwelchen Leuten, die mich nicht kennen/die ich nicht kenne den Mund verbieten zu lassen. Wenn Dir meine Meinung nicht passt, dann ignoriere sie. Das steht Dir frei. Es gibt sogar eine Forenfunktion dafür.

Unabhängig davon ist die Amtsholung im Privatumfeld unüblich. Mir geht es lediglich darum darauf hinzuweisen, dass nicht-technikaffine Nutzer sich Konstrukte aufbauen, mit deren Nebenwirkungen sie dann anschließend zu kämpfen haben, weil die das eben nicht vorher überblicken können. Und wie Du beispielhaft so schön beschrieben hast, benutzerfreundlich und für Außenstehende nachvollziehbar ist Deine Lösung nicht, auch wenn sie funktioniert und Du bzw. Deine Angehörigen damit klarkommen. An meiner Stelle möchte ich nicht gezwungen sein,jedes mal meine Besucher, die nur mal kurz telefonieren wollen, in die komplizierte Bedienung eines ähnlichen Konstrukts einweisen zu müssen.

Ich kenne das Amtsholungsprocedere durchaus und kann das durchaus nachvollziehen, denn an einem anderen Standort bin ich auch TK und Amtsholungsgeschädigt und bräuchte die TK eigentlich gar nicht mehr (nur noch eine Wohneinheit und somit eigentlich der Standardfall für eine FritzBox). Darum würde ich sie auch gern stillegen, weil sie nicht mal CLIP durchlässt. Aber sie hat eben die funktionalste Anbindung der vorhandenen TFE (Siedle) und einen nachvollziehbaren einfachen Rufnummernplan aber die vorhandenen (ehemals auch nicht gerade billigen) Systemtelefone wären ohne sie funktionslos. Und jegliche sanfte Änderung bringt nur Funktionseinschränkungen oder kostet zu viel Geld bei relativ wenig Nutzen (Wegfall der "0" und Funktion von CLIP). Die alleinstehende Bewohnerin fortgeschrittenen Alters kommt mit dem status quo bestens klar, vermisst kein CLIP und möchte auf die telefonische Anbindung der TFE keinesfalls verzichten. Mit der Bedienung eines Konstruktes ähnlich Deinem wäre sie aber hoffnungslos überfordert. Diesbezüglich verfolge ich das Prinzip KISS (keep it stupid and simple) und ein Bedienkonzept, was sich selbst erklärt oder üblich ist.

Gruß Telefonmännchen
 

Andre

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Das Problem mit der spontanen Amtsholung bei nachgeschalteten FBF kann man auch lösen, wenn man an der "Hauptbox" nur DECT und "IP-Telefone" nutzt. Analoge und ISDN-Anschlüsse allenfalls für Türsprechstellen.
In den nachgeschalteten Boxen kann man die spontane Amtsholung für alle Nebenstellen abschalten, indem man die Vorwahl (über telnet) auf "**" setzt. Als Nachteil hat man, dass man Ortsnetznummern immer mit Vorwahl (wie vom Handy gewohnt) wählen muss.
Durch diesen Trick wird immer in den internen Modus der Hauptbox geschaltet, *#** erübrigt sich, sofern man nicht ein oder zweistellige Ziele der Hauptanlage erreichen möchte (erst ab drei Stellen wählt die FBF nach draußen...)
Man benötigt auch keine Extranull zur Amtsholung - die Null der Vorwahl führt automatisch dazu, dass die "Ortsvorwahl" "**" nicht gesetzt wird.
Nachteil, wie geschrieben, dass man halt auch im Ortsnetz die Vorwahl wählen muss. Das Problem mit der übermittelten Nummer wird allerdings meiner Erinnerung nach nicht gelöst.
 
M

mikrogigant

Guest
Das Problem mit der spontanen Amtsholung bei nachgeschalteten FBF kann man auch lösen, wenn man an der "Hauptbox" nur DECT und "IP-Telefone" nutzt.
Auch bei DECT- und IP-Nebenstellen lässt sich die automatische Amtsholung nicht abschalten.

In den nachgeschalteten Boxen kann man die spontane Amtsholung für alle Nebenstellen abschalten, indem man die Vorwahl (über telnet) auf "**" setzt.
Ich werde ganz bestimmt nicht mehrere Fritzboxen kaskadieren. Im Gegenteil: mein derzeit genutzter Speedfritz dürfte auf absehbare Zeit das letzte AVM-Gerät gewesen sein, das ich gekauft habe. Die Strategie von AVM, die Boxen mit immer mehr Features vollzustopfen, anstatt zuerst die Unzulänglichkeiten bei bereits vorhandenen Features zu beseitigen, gefällt mir ganz und gar nicht. Ich bin auch gerne bereit, für ein Gerät, das zu 100% so funktioniert wie ich das will, mehr auszugeben als für eine Fritzbox. Und ja, das Gerät ist für einen Privathaushalt bestimmt.

@Telefonmännchen: du hast soeben "die manuelle Amtsholung am internen S0 der Fritzbox braucht kein Schwein" sehr umständlich ausgedrückt. Daher möchte ich mit dir über dieses Thema nicht mehr diskutieren.

Grüßle

Der Mikrogigant
 

Andre

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Auch bei DECT- und IP-Nebenstellen lässt sich die automatische Amtsholung nicht abschalten.
Sag ich ja gar nicht. Sondern das das Problem, das sich aus der fehlenden Abschaltmöglichkeit ergibt, nämlich dass interne Gespräche bei kaskadierten Boxen kompliziert zu wählen sind, lässt sich anders lösen. Für den Unterfall der von Dir beschriebenen Situation, dass die nachgeschaltete "Telefonanlage" selber eine FBF ist. Und bei IP-Nebenstellen, die eine FBF sind, kann die spontane Amtsholung durch die Ortsvorwahl "**" erreichen, denn dann wählt die untergeordnete Box bei allen Zielen (die mind dreistellig sind und nicht mit 0 beginnen) das ** automatisch vorweg.

Dieses Szenario kaskadierter Boxen ist gar nicht so selten, insbesondere wenn die Hauptbox ein IAD ist.
 
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mikrogigant

Guest
Nachteil, wie geschrieben, dass man halt auch im Ortsnetz die Vorwahl wählen muss. Das Problem mit der übermittelten Nummer wird allerdings meiner Erinnerung nach nicht gelöst.
Der erste Nachteil ist zwar lästig, aber immerhin sorgt er dafür, dass keine Sternchen mehr gewählt werden müssen und man nachgeschaltete Geräte folglich nicht in den Keypad-Mode umschalten muss. Der zweite Nachteil ist nur lästig und wird auch nicht durch einen Vorteil kompensiert.

Falls ich jemals einen Anschluss mit IAD besitzen sollte, werde ich jedenfalls niemals eine Fritzbox hinter das IAD schalten. Dann hätte ich es nämlich mit einer Kaskade aus 3 Geräten zu tun: dem IAD, der Fritzbox und einer ISDN-Telefonanlage, die leider notwendig ist, weil die Fritzbox für meine Zwecke nicht genug analoge Ports bietet. Falls sich das IAD nicht durch den Speedfritz ersetzen lässt, werde ich selbigen verkaufen und eine "richtige" Telefonanlage an das IAD anschließen. Dann hat die liebe Seele Ruh'.

Alternativ könnte ich natürlich die Telefonanlage weglassen und stattdessen ISDN-, DECT- oder SIP-Telefone an der FB anmelden. Da ich aber noch keine dafür geeigneten Telefone besitze, erfordert das die Anschaffung neuer Geräte. Außerdem habe ich mit dem Fritzbox-DECT schlechte Erfahrungen gemacht. Da kann ich auch gleich eine "richtige" Telefonanlage kaufen und die vorhandenen Telefone weiterbenutzen.

Grüßle

Der Mikrogigant
 
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Andre

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Ich werde sicher weiter begeistert FBF kaufen - allerdings gebrauchte, maximal 7170 (für Sonderfälle die 7240).

Eine richtige Telefonanlage ist wirklich was anderes, aber aktuelle professionelle Anlagen sind relativ teuer. Anders sieht das bei gebrauchten Anlagen ohne VoIP aus.
Momentan rüste ich eine Auerswald Commander Basic pro (also 19-Zoll Gehäuse) in Vollausstattung mit 8 ISDN, 16 Analog und 2 TFE-Lines um.
Fritzboxen mit internem S0 (vorzugsweise kleine handliche 5012er) stellen dann extern VoIP (von einem Asterisk) zur Verfügung. Um direkt am Asterisk angemeldete IP-Telefone von der Auerswald anzurufen, werde ich deren Kuzwahlfunktionen nutzen, der Asterisk passt diese Nummern dann an. Umgekehrt setzt der Asterisk dann am IP-Telefon gewählte Nebenstellennummern der Auerswald so um, dass die richtigen Telefone klingeln.
Um auch FBFs als weitere "IP-Telefone" am Asterisk verwenden zu können, werde ich den internen Rufnummernplan 4-stellig anlegen.

Die FBFs sind meiner Meinug nach noch immer klasse Geräte - wenn man sie bloß nicht so einsetzt, wie vom Hersteller vorgesehen. Bei einer 7390 kann man viel Schrott aus der Firmware werfen und sie ziemlich gut als kleinen Asteriskserver einsetzen (wobei man die Nebenstellen mit richtigem Nummernplan nutzen kann). Wenn man dann weitere FBF an diesen Asterisk anbindet, kann man schon eine ganze Menge machen. Vor allem Geräte wie die Eumex 300 (immerhin drei impulswahlfähige Nebenstellen, ein ISDN und ein Analogeingang) oder 7170 sind sehr attraktiv zur Anlagenerweiterung und spottbillig. Ein vernünftiges 12V 3,33A-Netzteil und man kann mit einer 7390 und zwei 7170 eine asteriskbasierte Telefonanlage mit 3 ISDN-Eingängen, 3 Analogeingängen, 3 ISDN-Nebenstellen, 8 Analognebenstellen, 1 DECT-Nebenstelle und beliebigen IP-Telefonnebenstellen bauen. Im Prinzip spottbillig, wenn man die 7390 für 50€ Zuzahlung vom Provider bekommen hat und die alten 7170 sonst verstauben würden.

Generell kann ich jedem, der sich über den Rufnummernplan der FBFs ärgert, eigentlich nur empfehlen, einen Asterisk (sei es in einer großen FBF, sei es dediziert) aufzusetzen.


Das ist nämlich der Lösungsansatz, der zu dem Eingangsproblem noch fehlt:
Asterisk auf die FBF (mind 7270 erforderlich) und diesen als Internettelefonieanbieter nutzen. Dann kann man die Rufnummern beliebig manipulieren und auch Dinge wie 0 für Amtsholung umsetzen.
Für den Threadersteller sicher ein sehr umständlicher Weg. Für eine gehobene Privatnutzung aber nicht verkehrt.
 

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