[Problem] Bandbreitenbeschränkung kaskadierte FritzBox

center92

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Hallo,

ich habe eine Glasfaseranbindung eines örtlichen Internet-Dienstleisters an welchem eine FritzBox 5490 betrieben wird und welche den Zugang zum Internet realsiert.
Einen getrennten Bereich meines Hauses (Gästebereich) versorge ich aktuell über eine kaskadierende FritzBox 7272 mit WLAN da ich eine 100% Trennung der Netzwerke will.

Meine Frage: ist es möglich die zweite Box mit einer Bandbreitenbeschränkung zu betrieben? Beide Boxen haben die aktuellste FW. Ich habe gelesen dass ab Version 6.83 dies vorgehesen ist.

Hat jemand dass schon funktionell bekommen oder geht das nur wenn es sich auch explizit um die Box handelt welche physikalisch auch den Internetzugang realisiert?

Danke schonmal im voraus
center92
 
Warum nicht LAN4 als Gastlan - dort dann die Geschwindigkeit begrenzen.

https://avm.de/service/fritzbox/fri...w/949_LAN-Gastzugang-in-FRITZ-Box-einrichten/

3 Bandbreite des Gastzugangs begrenzen
Alle an der FRITZ!Box angeschlossenen Geräte teilen sich die Bandbreite des Internetzugangs. Bei Bedarf können Sie die im Gastnetz zur Verfügung stehende Bandbreite begrenzen, indem Sie einen Teil der Bandbreite für Geräte im Heimnetz reservieren:

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf "Internet".
  2. Klicken Sie im Menü "Internet" auf "Filter".
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte "Priorisierung".
  4. Aktivieren Sie die Option "Bandbreite für das Heimnetz reservieren" und wählen Sie in der Ausklappliste aus, wie viel Bandbreite reserviert werden soll.
  5. Klicken Sie zum Speichern der Einstellungen auf "Übernehmen".
 
Das geht leider nicht da die 5490 im Keller ist und ein zweites Kabel (für LAN4) baulich nicht möglich ist

an das hätte ich aber auch schon gedacht gehabt
 
Achso, ich dachte es wäre schon ein LAN Kabel vorhanden und Du stellst via 7272 im Routermodus das GästeWLAN zur Verfügung.

PowerlineLösung möglich? dann kannst Du in der 5490 ein allgemeines GastWLAN Betreiben und über die verschiedenen "Ebenen" nutzen - ergo noch bessere Abdeckung für alle
 
Warum muß/soll das eine Bandbreitenbegrenzung sein und nicht einfach eine passende Priorisierung, so daß der kaskadierte Router nur "das, was übrig bleibt" verwenden kann. Wenn Du das eher als "Bandbreitengarantie" für den Gästebereich sehen willst, wäre das etwas anderes.

Ansonsten einfach für die kaskadierte Box alle "Netzwerkanwendungen" in die Queue "low" stecken ... das sollte dazu führen, daß dieses Gerät sich nur mit allen anderen "Hintergrundanwendungen" um die verfügbare/verbleibende Bandbreite streiten kann.

Zwar geht das sicherlich auch alles mit ein paar Änderungen an den Einstellungen in der "ar7.cfg", wenn man zusätzliche QoS-Queues erstellen will und auch an den Werten in "regulation" könnte man vermutlich noch "drehen", wenn die jetzt wirklich funktionieren sollten (ich habe es noch nicht probiert für die 06.90), aber das braucht dann schon sehr genaue Vorstellungen, wie QoS unter Linux im Allgemeinen läuft und was AVM im konkreten Fall noch dazugestrickt hat (z.B. den LLQ-Scheduler). Das ist dann eher die "hohe Schule" und ich würde es erst einmal mit dem anderen Vorschlag versuchen, wenn Du nicht selbst jede Menge Anwendungen hast, die nur in der "low"-Queue landen. Normalweise trifft das nur auf den Verkehr zu, der vom Classifier "webdav" entsprechend markiert wurde.
 
@stoney
leider auch PowerLine nicht möglich da 2 komplett getrennte Stromkreise vorhanden sind

@PeterPawn
Danke für Deine Ausführungen! Ich werde mal die Variante mit der Queue testen - möglicherweise bringt das schon den gewünschten Erfolg!
Ich hätte evtl. noch die Hoffnung wenn man anstatt der 7272 eine 7490 hinhängen würde dass das dann über den "reguläre" Weg realisiert werden könnte!
Leider habe ich das Modell nicht zur Hand!

Sollte einer diesen Post lesen welcher eine 7490 übrig hat wäre ein Test dieser Konstellation sehr hilfreich :)

Danke Euch :)
 
Einen getrennten Bereich meines Hauses (Gästebereich) versorge ich aktuell über eine kaskadierende FritzBox 7272 mit WLAN da ich eine 100% Trennung der Netzwerke will.
Wie willst du denn da verhindern, dass man aus dem Netz des zweiten Routers auf das Netz der Fritzbox 7490 zugreifen kann?
 
Voraussetzungen / Einschränkungen
  • Der Zugriff aus dem Netzwerk des anderen Routers auf Geräte, die an der FRITZ!Box angeschlossen sind, ist nicht möglich.
Daraus folgt umgekehrt:
  • Der Zugriff aus dem Netzwerk des zweiten Routers auf Geräte, die an der ersten FRITZ!Box angeschlossen sind, ist durchaus möglich.
Also keine 100% Trennung der Netze.
 
Einfach die FRITZ!Box 5490 und die 7272 IP-mäßig so konfigurieren, daß innerhalb des mit der Maske (in der 7272) gebildeten Subnetzes keine weiteren Clients liegen. Dann in der 7272 eine zusätzliche lokale Route zum "Rest des Netzes" der 5490 anlegen (das sollte funktionieren, solange die Segmente disjunkt sind), die irgendwo in die Walachei zeigt. So sehr viel anders macht es ja das FRITZ!OS auch nicht ... auch das definiert halt nur zwei getrennte Netze (aber eben /24) und verbietet allerdings zusätzlich (weil es dort den notwendigen "Einfluß" hat) das Routing zwischen ihnen - es reicht aber auch, wenn die Pakete einfach nicht ankommen. Nach "innen" (also vom LAN der 5490 ins LAN der 7272) geht ja wegen NAT ohnehin nichts.
 
ich habe eine Glasfaseranbindung
...
Meine Frage: ist es möglich die zweite Box mit einer Bandbreitenbeschränkung zu betrieben?

IMHO: eine Bandbreitenbeschränkung gibt es nur für Outbound-Traffic, d.h. Upload
und nicht für Download.
 
@PeterPawn
die zweite FritzBox hat eine andere IP-Range als die Erste und auch das Subnet ist different
mir war es nicht möglich aus dem "Gastnetz" irgendwas im "Heimnetz" anzupingen
dies reicht in meinem Fall als Sicherheitsvorkehrung

@Shirocco88
das habe ich nicht gewusst dass es sich bei der Bandbreitenbeschränkung rein um den Outbound handelt - in dem Falle wäre die jetzt vorliegende Lösung ausreichend. Ich war der Meinung dass ich den Dateneingang restriktieren könnte ....
mal sehen wie der Anschluss dann in der Praxis belastet wird (100mbit down / 20 up)
 
@center92:
Dir ist aber schon bewußt, daß @KunterBunter und meine Wenigkeit hier nicht von der LAN-Seite der 7272 schreiben, sondern von der WAN-Seite? Wie funktioniert das denn, wenn die 7272 auf der WAN-Seite gar keine IP-Adresse aus dem Subnetz der 5490 hat? Wie kommen die Daten dann "ins Internet"?

Wenn es Dir hinter einem kaskadierten Router tatsächlich nicht gelungen ist, ein anderes Gerät im LAN der vorgelagerten Stufe anzusprechen, hast Du vermutlich nur bei diesem Test etwas falsch gemacht ... denn theoretisch (und praktisch in vielen anderen Installationen) sollte das problemlos möglich sein - ansonsten würde mich die Begründung für eine gegenteilige Meinung schwer interessieren. Wenn man "dies reicht in meinem Fall als Sicherheitsvorkehrung" betont, hat man sich ja hoffentlich auch mit der Theorie dahinter vertraut gemacht und nicht den eigenen "Fehlschlag" schon als ausreichendes Kriterium für "Sicherheit" angesehen, sofern man nicht tatsächlich ausgewiesener Netzwerk-Spezialist ist (und dann sollte auch diese theoretische Erläuterung, warum das sicher sein muß, kein Problem darstellen).

Außerdem sollte (auch hier war es in der 06.83 leider nur Theorie bei meiner 7490, in der 06.90 habe ich es eben noch nicht getestet und bei der 5490 wäre ja eine 06.84 die aktuellste Version) auch eine Beschränkung des Downloads möglich sein in der AVM-Firmware ... die bereits angesprochene "regulation" hat sich jedenfalls genau das auf die Fahnen geschrieben und will auch im Downstream ein QoS bieten (das ist dann z.B. die "Bandbreitengarantie für das Heimnetz, auch wenn das Gäste-Netz genutzt wird", die irgendwo in den "info.txt"-Dateien nachzulesen ist) - bisher funktioniert(e) das nur nicht - zumindest bei mir - und es ließen sich die notwendigen Einstellungen weder über das GUI noch manuell per "ctlmgr_ctl" oder Lua-Interface oder über die Änderung der "ar7.cfg" so vornehmen, daß die Firmware daraus auch etwas gemacht hätte.
 
Außerdem sollte (auch hier war es in der 06.83 leider nur Theorie bei meiner 7490, in der 06.90 habe ich es eben noch nicht getestet und bei der 5490 wäre ja eine 06.84 die aktuellste Version) auch eine Beschränkung des Downloads möglich sein in der AVM-Firmware ... die bereits angesprochene "regulation" hat sich jedenfalls genau das auf die Fahnen geschrieben und will auch im Downstream ein QoS bieten (das ist dann z.B. die "Bandbreitengarantie für das Heimnetz, auch wenn das Gäste-Netz genutzt wird"

eine Download-Bandbreitenbegrenzung für gewisse IP-Adressen kann durch "Throttling" gemacht werden, d.h. Buffering und zeitversetztes Senden, ggf. wenn Buffer zu klein ist, dann wären künstliche Paket-Drops denkbar; doch wer will das ? das wäre doch Bestrafung für die jeweiligen Endgeräte; eine praktische Nutzung ist mir nur bei "WAN-Emu" bekannt.

jedoch tue mich mit "Bandbreitengarantie für das Heimnetz" für Inbound-Traffic/Download schwer,
eigentlich bestimmt das doch der Sender, Upstream-Router was zur Fritzbox geschickt wird;
wie soll das die Fritzbox garantieren können, wenn man z.B. Gigabit WAN-Anbindung und Endgeräte mit Gigabit LAN-Anbindung hat ?
 
Das funktioniert natürlich nur für Protokolle, die ihrerseits so etwas wie eine Flußsteuerung unterstützen und auf die entsprechenden "packet drops" (oder auch schon auf "early congestion", wenn der Router das unterstützt) durch so eine Limitierung dann ihrerseits mit dem "Abbremsen" von Traffic reagieren.

Ansonsten kann sich der Router natürlich nicht weigern, irgendwelche Daten zu empfangen (die dann natürlich ihrerseits "die Leitung" auch erst eimal belegen, der Router entscheidet ja nicht, was am DSLAM auf die Reise in seine Richtung gehen darf und in welcher Reihenfolge), solange er deren Inhalt noch gar nicht kennt, das ist absolut richtig.

Aber wenn ein TCP-basiertes Protokoll am Ende bei einer "receive window size" angekommen ist, die einem einzelnen Paket entspricht (dazu braucht es nur genug Paketverluste) und nur ein einzelnes unbestätigtes Paket "on the road" erlaubt, dann entscheidet schon die "Geschwindigkeit", mit der diese ACKs verschickt werden, über den erzielbaren Durchsatz in so einer einzelnen Verbindung. Wenn dann der Router ein solches ACK entsprechend verzögert, kann er auch den Traffic in dieser Verbindung entsprechend drosseln.

Wenn da aber irgendjemand "blind" UDP-Pakete eines nach dem anderen sendet, dann funktioniert natürlich so eine Limitierung nicht wirklich ... die Theorie dahinter kann man sich eigentlich bei jedem Artikel zum Thema "traffic shaping on downstream" ansehen, z.B. auch hier beim OpenWRT: https://wiki.openwrt.org/doc/howto/packet.scheduler/packet.scheduler.theory

Aber bei UDP darf der Router auch problemlos Pakete verwerfen ... das befreit zwar die Leitung im Downstream noch nicht wirklich von der Aufgabe, die zuvor zu übertragen, aber es hilft auch bei der Regulierung von bestimmten UDP-basierten Verbindungen (z.B. OpenVPN über UDP), wenn da Pakete nicht weitergeleitet werden.
 
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