[Frage] be.IP Plus an 1000 Mbit/s Kabelanschluss möglich bzw. sinnvoll?

Dopan8

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Hallo,
ich betreibe seit ca. 3 Jahren eine be.IP Plus an hinter einem Kabel-Modem (Vodafone) im Bridge-Modus mit 200Mbit/s.
An der be.IP Plus hängen 5 Systemtelefone, 1 analoges Fax und ein analoges DECT-Telefon, außerdem gibt es 2 VPN-IPsec's. Telefon wird über VOIP-Anbieter realisiert.
Die Einrichtung am Anfang war etwas kompliziert, mittlerweile läuft alles erfreulich stabil.
Jetzt gibt es bei Vodafone Kabel das Aktions-Angebot eines Speed-Upgrades auf 1000 Mbit/s zum gleichen Preis.
Hierbei würde aber der Kabel-Router getauscht werden (auf ein DOCSIS 3.1 Gerät).

Ich wollte mal fragen, ob jemand bereits die be.IP Plus an einem 1000 Mbit/s Kabelanschluss betreibt.
Dabei würde mich interessieren, wie die Download-Rate hinter der be.IP Plus aussieht, ich vermute mal, der Durchsatz wird sich um ca. die Hälfte reduzieren?

Momentan bin ich wegen des Vertrags-Upgrades unsicher, hier meine pro und contras:
pro:
- 5x mehr Speed zum gleichen Preis
- zukunftsträchtiges DOCSIS 3.1 (vielleicht werden in den nächsten Jahren sowieso alle Kabel-Router ausgetauscht)

contra:
- never change a running system
- aktuelle Downloadrate (200 Mbit/s) reicht für Anwendungen derzeit aus
- bei Umstellung vielleicht einige Tage Ausfall durch Neu-Konfiguration

Ich freu mich auf Anmerkungen, Erfahrungen und Rückmeldungen,
Dopan8
 

weißnix_

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Ich wollte mal fragen, ob jemand bereits die be.IP Plus an einem 1000 Mbit/s Kabelanschluss betreibt.
Dabei würde mich interessieren, wie die Download-Rate hinter der be.IP Plus aussieht, ich vermute mal, der Durchsatz wird sich um ca. die Hälfte reduzieren?
OT:
Warum die Hälfte?
 

Dopan8

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Vollzitat von darüber entfernt by stoney
Naja, war eine Überlegung, Bintec wird sicher unter Laborbedingungen getestet haben. Und die Segmentauslastung im Kabel-Internet darf man auch nicht vergessen, zählt man beides zusammen, kommt vielleicht nicht mehr als die Hälfte raus. Die Überlegung zielt ja auch etwas in die Zukunft, vielleicht haben wir auch bald Downloadraten jenseits von 1 GBit/s im Kabel-Internet (wird ja schon mit GigaHFC-Technik experimentiert).
Aber bitte zum Thema zurück: Meine Frage nach möglichen Überlegungen, Empfehlungen und Erfahrungen anderer Nutzer am 1 GBit/s Kabel-Internet-Anschluss.
 
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weißnix_

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Da wirst Du wohl eine dedizierte Lösung mit Routing-Durchsatz > 1GB/s machen müssen. In Consumer-Geräten würde ich das nicht erwarten.
Beachte auch den Switching-Durchsatz evtl nachgeschalteter Switches und die Verkabelungsstruktur /-bandbreite.

Die be.ip ist jedenfalls nur mit 876 MBit/s getestet (Vermutlich UDP-Durchsatz). Gehst Du von Flaschenhälsen schon auf dem Kabelinternet aus (shared medium) reicht es. Ansonsten musst Du die be.ip zur Telefonanlage degradieren. Der Routing-Durchsatz dürfte sich bei aktivierter Firewall noch weiter reduzieren. Bintec hat da sicher Vorannahmen getroffen, denn die be.ip hat ja intern nur ein 100MBit/s-Modem.

Hab mal nach Routing-Performance gegoogelt und auch hier einen Treffer
 
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NDiIPP

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Meiner be.IP plus geht bei etwas über 300Mb/s die Puste aus:

(Im Upstream begrenzt der Internetanschluss.)

Einerseits ist das allerdings in Verbindung mit PPPoE, am Kabelanschluss würde PPPoE entfallen und der (NAT)-Durchsatz könnte u.U. noch etwas höher liegen, aber andererseits ist die Config quasi noch "bulk", u.a. ohne konfiguriertes Traffic-Shapping. Denn damit ist meiner Erinnerung nach die Bandbreite mit der be.IP noch (wesentlich) weiter eingebrochen (<200Mb/s).

Aber das würde mich nicht davon abhalten, bei den derzeitig vorliegenden Konditionen auf den Gigabit-Tarif umzustellen. Die Konditionen sind ja (noch) relativ attraktiv.
 
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weißnix_

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Geht gleiches Setup bei deaktivierter Firewall, um deren Einfluss abzuschätzen?
Bestätigt somit, was ich oben schon geargwöhnt habe: Taugt nur noch als TA am Gigabit-Anschluss.
 

NDiIPP

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Upps, dachte ich hätte den Beitrag schon abgeschickt. Merke erst jetzt beim "Tab-Aufräumen", dass das noch nicht der Fall war. ;)

Geht gleiches Setup bei deaktivierter Firewall, um deren Einfluss abzuschätzen?
Werde ich bei Gelegenheit noch einmal probieren.
 
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Dopan8

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Taugt nur noch als TA am Gigabit-Anschluss.
Ich hab auch noch mal viel im Netz gesucht, aber nichts weiter dazu gefunden. Da hast du wahrscheinlich recht: Es bleibt dann wirklich nur die Variante:
- Kabel-Router (z.B. Fritzbox 6591) als primären Router nutzen (kein Bridgemodus)
- bei der be.IP Plus: Firewall- und Routerfunktionen deaktivieren, nur noch als reine Telefonanlage nutzen

Statt IP-sec VPN muss man sich dann wohl mit MyFritz VPN beschäftigen...
Ob das alles so reibungslos funktioniert?:rolleyes:
 

KunterBunter

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Ist denn ein "MyFritz VPN" etwa kein IP-sec VPN, wenn man es ohne MyFritz benutzt?
Es funktioniert auf jeden Fall nicht weniger reibungslos.
 

bishop2k

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Statt IP-sec VPN muss man sich dann wohl mit MyFritz VPN beschäftigen...
Ob das alles so reibungslos funktioniert?:rolleyes:
Du kannst auch die be.ip als VPN Server hinter der Fritte nehmen.
Die Config ist jedoch alles andere als Trivial ...
VPNdurchsatz allerdings höher und stärkeres IPSec.

Je nach Kabelvertrag kann die 6591 auch als Modem genutzt werden.
Wir haben dahinter einen Unifi USG Pro. Für Zuhause evtl. bisschen laut...
 

Tom Bombadil

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Wir haben dahinter einen Unifi USG Pro.
Genau diese Config haben wir bei unseren 3 Leitungen auch am Laufen:
- 1xKDG-Kabel (Fritz 6490) und 1xT-DSL (Fritz 7490) gehen in ein USG Pro,
- 1xT-DSL (Digibox Premium) geht in ein 'normales' USG.

Die USG's sind 'Exposed Hosts' und handhaben neben Exchange-Transport, Webserver usw auch das VPN. Vorteil: Kein extra Client notwendig, geht mit Windows-integriertem VPN.

Man darf aber nicht vergessen, dass die Bandbreite der USG's bei aktiviertem IPS/IDS (Intrusion Protection/Detection System) mit DPI (Deep Packet Inspection) wieder begrenzt ist, ein GBit-Anschluss bringt dann also nix. Und ohne IPS/IDS macht die Sache für mich nicht wirklich Sinn. Offizielle Limits waren glaub ich 85 Mbps beim USG und 250 Mbps beim USG Pro, sieh auch z.B. hier.

Für Zuhause evtl. bisschen laut...
Ein 'normales' USG sollte aber zumindest von der Lautstärke her auch für zu Hause geeignet sein ...

/tom
 

fibco

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Du kannst auch die be.ip als VPN Server hinter der Fritte nehmen.
Die Config ist jedoch alles andere als Trivial ...
Könntest Du die auf der be.ip erforderlichen Schritte grob umreißen, bitte?
(habe 'ne be.ip plus hier herum liegen, aber von deren Konzept leider keine Ahnung :-(
 

bishop2k

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Was ich dir wärmstens empfehlen kann, sind die Tuts von Christoph:

Der hat richtig Plan.
An dieser Stelle nochmal ein fettes Dankeschön Christoph!

Die Lernkurve war für mich zumindest relativ steil.
Wenn man die Box jedoch mal "verstanden" hat ist es ein extrem flexibles und zuverlässiges System für richtig kleines Geld.
Nutzen wir als 19" Modem Statt Draytek und man hat die Zusatzfunktionen/Schnittstellen, braucht also keinen
extra BRI/FXS Gateway, TAPI inklu, Vlanfähig usw.

Bis alles mal so läuft wie gewünscht geht Zeit ins Land.
Für Produktivumgebung unbedingt vorher alles intensiv Testen und (auch viele Eigenheiten) lernen...

Modem ist efm35-60
Default Wlan ist vss7-10
Gelbe Ports per Standard Bridge 0
"Konfiguration Speichern" oben rechts...

Have Phun :)
 

fibco

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Dank! Das macht Lust, die be.ip endlich mal aus dem Schrank zu nehmen (wenn ausgeschlafen).