Bewertung der DSL-Informationen

Quarz

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Guten Abend :)

ich hab mich eben aufgrund eines kurzen Ausfalls der Internetverbindung spontan dazu entschieden mich hier anzumelden.

Vor einigen Wochen wurde mein Anschluss (VDSL50) auf vectoring umgestellt. Ich hab mich aus zwei Gründen gefreut: die Möglichkeit auf 100 mbit/s zu gehen und die gesunkene Latenzzeit.

Den Tarifwechsel zu 100 mbit/s habe ich bereits beauftragt, dieser wird Ende der kommenden Woche erfolgen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich die Werte in der Fritzbox seit dem eben erfolgten Ausfall verändert haben: Der Wert des Impulsstörungsschutzes hat sich meiner Meinung nach deutlich erhöht.

Empfangsrichtung: 27 <> Senderichtung: 30

Den vorherigen Wert habe ich leider nicht dokumentiert.

Würde mir jemand ein wenig weiterhelfen und die Daten auf den Screenshots bewerten? Kann man aus denen ableiten, wie die Bandbreite mit dem 100 mbit/s Tarif ausfallen wird?

https://i.imgur.com/Et7l02l.jpg

https://i.imgur.com/lSvEdtA.jpg

https://i.imgur.com/FGZuNAD.jpg


Vielen Dank im Voraus schon mal und noch einen schönen Abend!

//edit by stoney: Bitte Bilder über die Forenfunktion 'Datei hochladen' einbinden. Danke
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Empfangsrichtung: 27 <> Senderichtung: 30

Den vorherigen Wert habe ich leider nicht dokumentiert.
Spielt auch keine Rolle. Alles im normalen Bereich.

Würde mir jemand ein wenig weiterhelfen und die Daten auf den Screenshots bewerten? Kann man aus denen ableiten, wie die Bandbreite mit dem 100 mbit/s Tarif ausfallen wird?
Ja, und zwar was den Bruttosync betrifft genauso wie jetzt (siehe Zeile "Aktuelle Datenrate" für Bruttosync), denn es kommt ja bereits das VVDSL100-Profil zum Einsatz. Auf VDSL50-Niveau wirst du derzeit nur im Breitband-PoP des Netzbetreiber (künstlich) begrenzt.

Für die zu erwartenden Nettowerte kannst du beispielsweise meinkontes.de zur Hilfe nehmen (auch wenn da bei der VDSL-Berechnung imo einen kleiner Fehler vorhanden ist):
http://meinkontes.de/

Beachte:
Beim Downstream ist als Bruttowert teilweise (leider) immer noch ca. 103MBit/s als Maximum anzunehmen auch wenn das Modem im Downstream mit mehr als 103MBit/s (beispielsweise 109MBit/s) synchronisiert!
 
Du sprichst von einer gesunkenen Latenzzeit bei VDSL mit Vectoring.
Wie hoch ist deine Latenzzeit zu Google über das LAN-Kabel?
 
Google hat viele Server... Außerdem wird die RTT unter anderem primär durch die Distanz (Standort Anschluss und Ziel) beeinflusst. Angaben dazu sind also eigentlich nur vergleichbar wenn man (auch) den Weg kennt.

Aber ansonsten ist der vom TE beobachtete Effekt nicht ungewöhnlich. Das liegt aber nicht an Vectoring sondern daran, dass die Telekom mit dem verwendeten VVDSL100-Profil sowohl im Downstream als auch im Upstream auf das neuere Fehlerkorrekturverfahren G.INP setzt und damit auf Low-Interleaving verzichtet (vgl. dazu die Zeile "Latenz" wo nun "fast" steht, bei VDSL ohne Vectoring setzt die Telekom dort auf Low-Interleaving mit Werten von beispielsweise 8+4 oder 8+8ms).

Man kann also davon ausgehen, dass die RTT mit Vectoring und G.INP im DS und US generell um ca. 12-16ms sinkt.

Aber es ist zu beachten, dass die Telekom teilweise auch noch VVDSL-Profile einsetzt wo G.INP nur im Downstream verwendet wird und im Upstream weiterhin Low-Inerterleaving (beispielsweise beim VVDSL50-Profil). Allerdings mit einer Interleavingtiefe von in der Regel nur 1-4ms, man hat dadurch also auch schon einen Gewinn bei der RTT von ca. 8-12ms.
 
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Kann ich das beeinflussen, ob G.INP geschalten wird oder nicht?
Der Nachteil von G.INP ist, dass ein Teil der Bandbreite reserviert wird, richtig?
 
Kann ich das beeinflussen, ob G.INP geschalten wird oder nicht?
Jein. Praktisch: Nein.

Der Nachteil von G.INP ist, dass ein Teil der Bandbreite reserviert wird, richtig?
Nein, das ist kein Nachteil von G.INP. Für G.INP wird keine Bandbreite reserviert.


--- Zusammengeführt ---


G.INP ist eine Fehlerkorrektur bei Vectoring und kann zu einem Messfehler führen.
Eigentlich nein.

Auf diesen (alten) Artikel würde ich nicht verlinken, dieser ist schlicht falsch (beziehungsweise enthält viele Fehler die wohl eher auf Gerüchten basierten die sich mittlerweile als falsch erwiesen haben). Vermutlich hat damals der zuständige Pressesprecher der Telekom da ein paar Dinge missverstanden.

Ein Messfehler wie behauptet ist es jedenfalls nicht sondern schlicht ein anders oder auch falsch konfiguriertes BNG-Profil welches nicht zum DSLAM-Profil passt.
 
Wie schon gesagt, das, was damals behautet wurde, dass das ein Messfehler sei, ist falsch.
 
Also den Umstand, dass bei abgeschaltetem G.INP im Upload die Latenz von nichtssagendem "fast",eingestellt auf ein paar ms (4 oder 6?), die mögliche Uploadrate von ~33xxx auf >40xxxx hochging - zumindest das, was die FB(hier [email protected]) anzeigte- kann ich bestätigen. Da die Telekom in den ersten Wochen nach Vectoringaufschaltung allesmögliche durchprobiert, geht das oftmals unter. So ganz unerheblich ist die Betrachtung des eigenen Leitungsbündel sicherlich auch nicht, wobei es eher unmöglich ist, Hardware/Tarife usw. der Beteiligten (Nachbarn) selbst zu Eruieren (Allein die Telekom oder sonstiger Vorleister, der den DSLAM betreibt, kennt das Leitungsbündel bis zum APL u.U. bis zur 1ten TAE-Dose indoor/inhouse) und ob sie Probleme haben.
LG
 
Also den Umstand, dass bei abgeschaltetem G.INP im Upload die Latenz von nichtssagendem "fast",eingestellt auf ein paar ms (4 oder 6?), die mögliche Uploadrate von ~33xxx auf >40xxxx hochging - zumindest das, was die FB(hier [email protected]) anzeigte- kann ich bestätigen.

Nutz nur leider nichts denn das von dir beobachtete hat nichts mit G.INP im US zu tun sondern unter anderem damit, dass die Telekom beim neuen VVDSL100-Profil (gegenüber dem alten VVDSL100-Profil ohne G.INP im US) auch den Target-SNR im US von 6dB auf 9dB angehoben hatte (und vielleicht ist auch noch die max. Sendeleistung im US gesenkt worden was sich zusätzlich vielleicht auch noch auf einige Anschlüsse auswirkt). Das ist zumindest die primäre Ursache für den niedrigeren Sync im US mit dem neuere VDSL100 Profil und nicht direkt G.INP.
 
gegenüber dem alten VVDSL100-Profil ohne G.INP im US
Naja! Vectoring kam wohl Flächendeckend seit 2017 "in Mode". Hier am lokalen DSLAM-Outdoorkasten kam ich erst Feb/März 2018 in den Vectoring-Genuss, nach Jahren von Infineon-VDSL und seit Jan 2017 Broadcom! Und dann möchtest Du mir erklären, dass seit Feb2018 hier -für mich NEU- schon veraltete Profile geschaltet/getestet werden?
Im reinem DSL-Bereich sind die sturen Schaltungsregeln aufgrund "Aktenlage/Leitungslänge" seitens der Telekom "berühmt-berüchtigt".
Umgekehrt kommt eine Überprüfungssoftware als DLM (den Begriff hast Du hier im Forum als Dynamic-Line-Management propagiert) zum Einsatz, was wohl -so ich das richtig verstanden habe- selbständig auf einem Leitungsbündel diverse Einstellungen variiert, um das Optimum herauszufinden.
Inwiefern "Dauernörgler wg. ein paar MB" dabei Einfluss haben ... k.A. Ich verfolge dazu e.g. Dolde und sein Gejammere.
LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Und dann möchtest Du mir erklären, dass seit Feb2018 hier -für mich NEU- schon veraltete Profile geschaltet/getestet werden?
Ja. Wenn du vorher ein VVDSL100-Profil ohne G.INP im US hattest dann war genau das der Fall. Aber nicht nur für dich sondern auch für andere Anschlüsse! Übrigens, Vectoring wurde bundesweit bei neuen Ausbaugebieten auch schon weit vor 2017 ausgerollt.

BTW:
Ja, dieses neuere VVDSL100-Profil mit G.INP im US und 9dB Target-SNR im US ist noch nicht sehr alt auch wenn es (vereinzelt) schon 2017 zum Einsatz kam.
 
Nach etwas Kramen fand ich screenshots vom 21-3-2018 und 5-3-2018 jeweils noch am Broadcom 177.140 der aktualisiert wurde auf 177.191 dieser Tage. Ich kann nur erkennen, dass bei abgeschalteten G.INP die Leitungskapazität hier im UP um rd. 20% ansteigt?
Hier wird nicht mehr als 50/10 MBit/s als Tarif benötigt (1&1) weshalb mich persönlich ausschliesslich die Stabilität interessiert. Ob nun rd. 3,5 Monate als "alt" zu bezeichnen sind, liegt im Auge des Betrachters. Btw wurde der Trägersatz B43c wohl speziell für höhere UP-Raten konzipiert, falls ein Kunde statt 100/20 einen 100/40er Tarif wünscht. Das letzte Bild vom aktuellen Status von heute ([email protected] seither "untouched")
LG
 

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Zuletzt bearbeitet:
Ich kann nur erkennen, dass bei abgeschalteten G.INP die Leitungskapazität hier im UP um rd. 20% ansteigt?
Ja, unter anderem bedingt durch den geänderten Target-SNR, aber nicht durch G.INP.

Btw wurde der Trägersatz B43c wohl speziell für höhere UP-Raten konzipiert,
Nein.

Hier wird nicht mehr als 50/10 MBit/s als Tarif benötigt (1&1) weshalb mich persönlich ausschliesslich die Stabilität interessiert.
So (mit VVDSL50er Profil ohne G.INP und 6dB Target-SNR im US) kannst du natürlich den geänderten Target-SNR zumindest nicht direkt erkennen da dies ja nur im "Extremfall" (Fullsync) direkt bei den DSL-Details (SNR) erkennbar wird. So kannst du ihn jedenfalls nur anhand von anderen Werteänderungen erahnen.

Ob nun rd. 3,5 Monate als "alt" zu bezeichnen sind, liegt im Auge des Betrachters.
Wie du das DSLAM-Profilalter letztlich betrachtest ist mir genau genommen egal. Es ist halt so wie es ist.
 
In einem anderen Forum wurde mal beschrieben, dass Trägersatz die mit einem „c“ enden bei Störungen geschaltet werden. Bei mir war anfangs B43 geschalten und nach wöchentlichen neu Synchronisationen wurde automatisch B43c geschalten. Werden Trägersätze die mit c enden bei Störungen geschaltet?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Über dieses "c" habe ich mir auch schon öfters mal Gedanken gemacht, allerdings nie weiter verfolgt.

Allerdings jetzt wo Du den Bezug auf Störung (Syncverlust) bringst... ich werde mal beobachten.
 
In einem anderen Forum wurde mal beschrieben, dass Trägersatz die mit einem „c“ enden bei Störungen geschaltet werden.
Wie schon von @KunterBunter erwähnt auch falsch. Einfach beschrieben sind die Trägersätze nur für den ersten Kontakt zur Gegenstelle (COE) relevant (Handshake, dass ist das was noch vor der dem eigentlichen "Training" stattfindet) und die Trägersätze regeln dabei unter anderem wie beziehungsweise in welchen Frequenzbereichen und mit welcher Sendeleistung dieser erste Kontakt erfolgen soll. Im Falle von B43c weicht man im Vergleich zu B43 für diesen ersten Kontakt im DS auf einen höheren Frequenzbereich aus um bei FTTC beispielsweise andere Anschlüsse aus dem HVt. durch den Handshake nicht zu stören.

Dazu werden vom CPE ständig abwechselnde Trägersätze ausprobiert beim Handshake und wenn das CPE einen Trägersatz erwischt, der auch vom COE (DSLAM) unterstützt wird (in der Regel sind das mehrere), findet mit diesem Trägersatz der Handshake statt. Wenn also nicht gleich beim "ersten Rutsch" der Handshake beginnen kann (weil beispielsweise der DSLAM gerade neu startet und das CPE ständig versucht eine DSL-Verbindung aufzubauen) bestimmt quasi der Zufall welcher Trägersatz verwendet wird, es ist halt dann der Trägersatz welches das CPE gerade ausprobiert wenn der DSLAM wieder bereit ist (und dieser vom DSLAM auch unterstützt wird).
 
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