[Frage] Brauche etwas Hilfe bei Technologie- und Herstellerwahl (Erfahrungswerte)

codepoet

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Hallo IPPF-Community!

Ich wende mich an euch, da ich vor einem kleinen Problem stehe ...

Zunächst möchte ich jedoch bereits an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich beim Folgenden um
eine konkrete Problemstellung in einem gewerblichen Umfeld handelt. Sollte also jemand der Meinung
sein, dass etwaige Fragen meinerseits über den "Support", welche die Community zu leisten vermag
oder möchte, hinaus gehen, spricht überhaupt nichts dagegen mich "gewerblich" zu kontaktieren,
anders: Sollte sich jemand als TK-Dienstleister berufen fühlen mir etwas zu helfen, darf der Spaß
auch durchaus etwas kosten. ;) (Kontakt gerne per PM)

Ein paar kurze Sätze zu mir ...

Meine Aufgabe ist die eines technischen Leiters in einem kleinen Marktforschungsunternehmen im
Ruhrgebiet. Ich denke, dass ich nach einigen Jahren der Erfahrung ruhigen Gewissens sagen darf, dass
meine Kenntnisse im IT-(Infrastruktur-)Bereich soweit solide und gut abgehangen sind. ;)

Ebenso verhält es sich zwar im TK-Bereich, jedoch stehe ich hier vor dem Problem, dass meine
"Marktkenntnisse" schlicht etwas eingerostet sind. ;)

Zum Thema ...

Nach Jahren der Nutzung ist unsere TK-Infrastruktur etwas "angestaubt" und soll in wesentlichen
Teilen modernisiert werden (und dank langem Zureden hat sich die Geschäftsführung nun auch ihr OK
gegeben ;) ).

Im konkreten geht es darum die Telefonie eines kleinen Unternehmens mit ca. 20 Mitarbeitern und
einer entsprechenden Anzahl an festen Arbeitsplätzen, sowie einem Telefonstudio mit etwa 35
Arbeitsplätzen neu und vor allem zukunftssicher zu gestalten.

Ebenfalls soll es zukünftig (besonders für Mitarbeiter des Telefonstudios) möglich sein, sich
"irgendwie" aus der Ferne mit der TK-Infrastruktur des Unternhemens verbinden zu können um über
diese dann arbeiten zu können (Telefoninterviews durchführen). Hier muss jedoch sicher gestellt
sein, dass eine Supervision, also in diesem Fall auch das "Mithören" der laufenden Gespräche möglich
ist.

Wir haben bisher sehr erfolgreich zwei gute alte Bosch Integral 3E im Einsatz, welche immer sehr
solide ihren Dienst verrichtet haben. Diese Anlagen arbeiten räumlich getrennt und unabhängig von
einander, was aber zukünftig nicht mehr so sein muss (bzw. sollte). Nun haben diese beiden Anlagen
bei der Geschäftführung allerdings den Stempel "rock-solid", was in jedem Fall erhalten bleiben soll
(muss); anders: Die zukünftige Lösung soll "gut abgehangen" sein und sauber arbeiten. Dies soll
jedoch in keinster Weise FOSS-Lösungen (wie Asterisk und Derivate) ausschliessen, jedoch darf das
Ganze nicht zu sehr in "Bastelei" enden (bitte nicht falsch verstehen); es soll halt wirklich sehr
rund laufen.

Und genau hier kommt ihr ins Spiel! ;) ... Das einzige was ich von euch brauche, wäre vielleicht ein
Deut in die richtige Richtung; dies meint vor allem die Wahl der eingesetzten Technologien und der
entsprechenden Hardwarehersteller. Sicher sind mir die Hersteller-Größen der Szene durchaus
geläufig, jedoch ermangelt es mir vielfach an (Langzeit-)Erfahrungen mit entsprechender Hardware.

Vielleicht kann hier der ein oder andere einspringen und mir seine Erfahrungen mit Hersteller XY und
eingesetzter Hardware schildern?!

Achso, Budget: 8.000 bis max. 10.000 Euro; mehr geht nicht! ;)

Mir ist klar, dass das hier nur ein sehr grober Umriss des Ganzen ist, aber ich denke "vom Gefühl"
her wird klar, wohin es etwa gehen soll. Vor Allem geht's mir ja auch wirklich maßgeblich darum
Erfahrungswerte zu erhalten. ... Ich würd's halt gerne "richtig" machen bzw. nicht auf das falsche
Pferd setzen. Dennoch: Werden mehr Infos benötigt, einfach schreiben!

Ich danke euch schon jetzt!

So long ... codepoet
 
Da wird eventuell nicht viel werden mit dem Deut, da jede Lösung seine Eigenheiten hat. Ausser das Ihr mal von der Ferne zugreifen wollt, gibt es keine konkreten Wünsche. Im wesentlichen Erneuern kann auch bedeuten, die alten Wählscheiben-Telefone zu ersetzen, oder auch einfach mal einen ordentlichen Netzwerk-Switch zum Einsatz zu bringen, welcher für VoIP geeignet ist. Und wenn wir schon mal von Netzwerktechnik sprechen, ist die Verkabelung auch verstaubt. Und beim Zugriff von aussen, stellt sich auch die Frage nach einer ordentlichen Firewall. Und zwei alte Bosch Anlagen kann auch auf eine gewisse Redundanz im System hinweisen. Bei zukunftssicher fällt mir auch gleich mal die Frage nach einer einheitlichen UC-Lösung ein. Also alles in "einem" ...Fax, Email, Telefonie, CRM Programme, Einbindung von Mobiletelefone, Monitoring. Es gibt also viel zu tun fürs Gedanken machen und danach kann man schon mal erste Blicke nach einem Hersteller werfen.
 
Tag zusammen!

@blauerpeti, ...: Natürlich hast du vollkommen Recht und auch mir ist bereits gestern, nach kurzem
Überfliegen meiner Prosa, welche ich da verzapft habe, aufgefallen, dass vermutlich alles etwas zu
wenig konkret war. - Offensichtlich war ich wohl nicht ganz bei der Sache ...

Also, noch mal etwas genauer ...

Anforderungsprofile durch Mitarbeiter

Im Prinzip sind die Anforderungen der Benutzer an das System relativ schnell skizziert: Es gibt im
Wesentlichen zwei Benutzerkreise, zum einen die Mitarbeiter der Verwaltung (+ Leitung des
Telefonstudios), zum anderen die Interviewer.

Die Mitarbeiter der Verwaltung sollen lediglich einigermaßen komfortabel Telefonieren können. Ein
paar "Business"-Funktionen, wie bspw. "Partner-Beeps", Stellvertreterregelung ("Sekretariat"),
Mailboxen, Gruppenbildung, Zustandsanzeigen an Abfrageplätzen, etc. sollten aber in jedem Fall
möglich sein. - On-Top wären noch CTI- und Fax-Server.

Bei den Interviewern sieht das Ganze noch einfacher aus, da wir als Marktforschungsinstitut im
Wesentlichen Out-Bound-Calls haben, also entfällt bspw. komplexeres Schlangenhandling, usw. Hier
sind als wichtigste Kriterien zu benennen: Die abgehende Nummer muss aus dem uns zugewiesenen
Nummernkreis frei wählbar sein ("CLIP -no screening-", etc.) um etwaige Rückrufe an den richtigen
Mitarbeiter zurückkehren zu lassen und es muss durch Heimarbeiter möglich sein sich mit dem System
verbinden zu können (bei VoIP natürlich per Internet, bei "anderen" quasi Callthrough); auch eine
komplette "Offshore"-Lösung wäre hier denkbar. Grundsätzlich muss es jedoch möglich sein in
bestehende Gespräche "hineinhören" zu können. - Was im Bereich des Telefonstudios ebenfalls
unabdingbar ist, ist die Anwesenheit eines CTI-Servers um die Anbindung des Interview-Systems
realisieren zu können (KEIN DIALER; halbautomatische Anwahl) - vielleicht hat auch hier jemand
die ein oder andere Erfahrung.

Anschlüsse, Hardware, etc.

Kurz zusammengefasst, was hier so rumfliegt: 5 x ISDN-Anlagen-Anschluss, 1 x PMX jeweils auf einer
eigenen Bosch Integral 3E (historisch bedingt; keine Redundanz!). Im Bereich Verwaltung sind es dann
etwa 20 Arbeitsplätze, jetzt mit entsprechenden "Bosch-Titten" bestückt. Im Bereich des
Telefonstudios sind es etwa 35 Arbeitsplätze, alle mit einfachen Analog-Telefonen ausgestattet.

Grundsätzlich kann ALLES was die Telefonie betrifft ausgetauscht werden!

Beim Einsatz von VoIP spricht auch nichts gegen Soft-Phones bspw. im Bereich des Telefonstudios
(hier würden mich auch Erfahrungen in einem ähnlichen Szenario interessieren).

An sonstiger Infrastruktur ist natürlich ein Internet-Anschluss (z.Zt. leider nur mit leidigen 3-4
MBit; Unitymedia-Kabelanschluss mit 128/10 MBit inkl. Subnetz ist beauftragt), diverse
ProCurve-Switches (2510G-24 bzw. 48), eine Fortinet-Firewall (div. UTM-Funktionen inkl.
Endpoint-Clients), sowie diverse (teilweise virtualisierte) Server (Win, FreeBSD, Linux) vorhanden.
Achso, Verkabelung: alles GBit. Cat 7 (PiMf; die "orangenen" (werden wohl die meisten kennen)) in
der Etagenverteilung, sowie ein paar Fasern für vertikale Richtung.

Soweit erst mal(?) ... Wenn noch mehr Infos benötigt werden, um mir vielleicht mal einen kleinen
Schubs hin die richtige Richtung zu verpassen, einfach raus damit!

Vielen Dank schon mal an alle, die sich die Mühe gemacht haben sich mein
Pamphlet zu Gemüte zu führen (auch die, die per PM geantwortet haben).

codepoet
 
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