Bundesnetzagentur schafft Klarheit bei VoIP

Redaktion

IPPF-Reporter
Mitglied seit
20 Aug 2004
Beiträge
1,888
Punkte für Reaktionen
0
Punkte
0
Bundesnetzagentur schafft Klarheit bei VoIP
Kurth: "Innovative VoIP-Anwendungen beleben den deutschen Telekommunikationsmarkt"

Voice over IP (VoIP), d. h. Sprachtelefonie über Internet und Datenleitungen, erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit.

„Es zeigt sich, dass ein erhebliches innovatives Potential vorhanden ist, das den Kunden nicht nur Kosteneinsparungen, sondern vor allem auch neue Dienste und die Kombination von Anwendungen eröffnet. Wir wollen die schon vorhandenen Entwicklungen fördern, indem wir allen Marktteilnehmern klare Rahmenbedingungen bei Zweifelsfragen geben“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, heute in Bonn.

Daher hat die Bundesnetzagentur jetzt auf ihrer Homepage Eckpunkte der regulatorischen Behandlung von Voice over IP sowie weitere Dokumente zu diesem Thema veröffentlicht. Damit wird der wachsenden Bedeutung der IP-Telefonie Rechnung getragen.

Die Veröffentlichungen gehen zurück auf die in 2004 durchgeführte Anhörung der Bundesnetzagentur zu VoIP. Mit dieser umfangreichen Anhörung hatte die Bundesnetzagentur frühzeitig die regulatorische Diskussion über eines der derzeit bedeutendsten Themen in der Telekommunikationsbranche aufgegriffen. Mit weiteren Aktivitäten und Veranstaltungen auch auf europäischer Ebene hat die Bundesnetzagentur ihre Analyse der Rolle von VoIP in technischer, ökonomischer und rechtlicher Hinsicht vertieft. Ziel ist es, der Entwicklung von VoIP einen transparent entwickelten und verlässlichen regulatorischen Rahmen zu geben, damit letztlich der Verbraucher über Vor- und Nachteile der Innovation für sich entscheiden kann.

Während zum Zeitpunkt der Anhörung Mitte 2004 nur einige wenige Anbieter von VoIP-Diensten am Markt waren, sind es ein Jahr später bereits knapp 40 Unternehmen, die VoIP-Dienste für den Massenmarkt bereitstellen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche an Großkunden gerichtete Angebote. Dies bestätigt die stark wachsende Bedeutung von VoIP. Die Bundesnetzagentur begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich und sieht darin eine Chance für positive wettbewerbliche Impulse.

Mit den heute veröffentlichten Eckpunkten sollen erste Rahmenbedingungen der regulatorischen Behandlung von VoIP bekannt gegeben werden. Dabei wird der Tatsache Rechnung getragen, dass sich VoIP-Dienste derzeit weiter im Markt entwickeln und noch nicht absehbar ist, inwieweit sich bestehende und heute absehbare Geschäftsmodelle als nachhaltig existenzfähig erweisen werden. Es ist daher aus Sicht der Bundesnetzagentur weder zielführend noch möglich, bereits heute ein abschließendes und umfassendes Regelwerk für VoIP zu erstellen.

In ihren Eckpunkten behandelt die Bundesnetzagentur die zentralen Themen rund um VoIP. Sie verdeutlichen die Intention der Bundesnetzagentur, auf die sich jeweils konkret stellenden Fragen mit praktikablen Lösungen zu reagieren.

So wird z. B. im Bereich der Nummerierung nach der Freigabe der (0)32er-Rufnummern jetzt auch endgültig klargestellt, dass Ortsnetzrufnummern technologieneutral für VoIP-Dienste genutzt werden können. Die im November 2004 veröffentlichten Eckpunkte für Ortsnetzrufnummern werden vollständig umgesetzt. VoIP-Diensteanbieter können zukünftig eigene Rufnummern beantragen, auch wenn sie nicht selbst Anschlussanbieter sind. Einschränkungen im Hinblick auf die nomadische Nutzung wird es im Bereich der Nummerierung nicht geben.

Das wichtige Thema Notruf wird ebenfalls behandelt. Hier fehlen jedoch noch konkrete gesetzliche Vorgaben, so dass die Eckpunkte nur den aktuellen Diskussionsstand repräsentieren können. Aus Sicht der Bundesnetzagentur liegt es im Eigeninteresse der VoIP-Anbieter, möglichst rasch umfassende Notrufmöglichkeiten zu entwickeln und anzubieten. ´

Zum Thema IP-Zusammenschaltung hat die Bundesnetzagentur im August 2005 eine beratende Projektgruppe eingerichtet, die sich aus hochrangigen Telekommunikations-Experten zusammensetzt und bis Mitte 2006 die Grundlagen eines neuen Zusammenschaltungsregimes vorschlagen soll. Der Auftrag dieser Gruppe wurde heute ebenfalls auf der Homepage der Bundesnetzagentur veröffentlicht, um Transparenz und Klarheit bei allen interessierten Unternehmen über das Ziel der Arbeit herzustellen.

Des Weiteren hat die Bundesnetzagentur einen Aktionsplan erstellt, aus dem alle Aktivitäten rund um das Thema VoIP ersichtlich werden. Die Veröffentlichung wird abgerundet durch zwei umfangreiche Auswertungen der zu VoIP durchgeführten Anhörung.

Quelle: Bundesnetzagentur
 
Im Beitag von teltarif.de zu dem Thema gibt es noch einige nützliche Links.

teltarif.de

jo
 
Na endlich, - ich hatte schon die Illusion niemand wollte uns regulieren, - aber wir sind ja in Deutschland... ;)
 
Das sind kleine Schritte, die nicht viel bringen und eine weitere Festigung der Monopolinteressen !!!!

Wann schaffen die Bundesnetzagentur endlich den Zwangsverbund von DSL/Internet und ISDN Telefonanschluss ab.

Erst dann wird sich VOIP als echten Massenmarkt durchsetzen.

Wenn man ca. 20 Euro für einen ISDN Anschluss bezahlen muss, sagen mir fast alle Bekannten wozu dann VOIP. Im Festnetz gibt es auch gute Angebote.
In bestimmten Tarifen muss man Sonntags nicht bezahlen, oder Flatrate es gibt sehr viel auf dem Gebiet.

Wenn der Endkunde wählen kann VOIP oder Festnetz dann ist Wettbewerb.
Bisher ist VOIP interessant für Firmen und Vieltelefonierer ins Ausland.
Selbst für Vieltefonierer ins Ausland ist Callingkartensystem interessanter, für Vieltelefonierer im Inland liegen die Preise der Call by Call Anbieter auf dem gleichen Niveau wie VOIP.

Alle in diesem Portal werden sagen das es so nicht stimmt, aber sie sollen sich mal in den Familien auch in der eigenen umschauen, von denen ein verschwindend geringer Teil VOIP benutzt.

Solange dass nicht geändert wird, wird VOIP steckenbleiben. Noch werden Anschlüsse verkauft meist Computerfreaks, wenn die eingedeckt sind steht es. Die Bevölkerung wird es nicht nutzen, solange sie ISDN und VOIP kaufen müssen.
Mein Kommentar richtet sich nicht gegen VOIP sondern gegen den Schutz der Monopole

Es gibt in Deutschland keine soziale Marktwirtschaft, nicht einmal Marktwirtschaft. Nur Monopolkapitalismus bei denen die jeweiligen Regierungen nur Ausführungsgehilfen sind !!!

Eine Currywurstbude werden sie noch lassen, es sei denn sie steht am Brandenburger Tor und Mac Donalds will den Platz.
 
Wann schaffen die Bundesnetzagentur endlich den Zwangsverbund von DSL/Internet und ISDN Telefonanschluss ab.
Den gibt es doch gar nicht. Es gibt ein Quasi-Fast-Monopol, aber das lautet Internet = DSL. Man kann DSL auch mit einem billigeren analogen Telefonanschluß bekommen.
Wenn der Endkunde wählen kann VOIP oder Festnetz dann ist Wettbewerb.
Der Fehler an dem System ist, daß es in D heißt, Internet = DSL. Um DSL zu realisieren, braucht man eine Telefonleitung. Es ist unwirtschaftlich, diese Leitung nur mit ADSL zu belegen. DSL ist aber so billig, daß sich kaum eine Konkurrenztechnologie entwickeln kann. So absurd es klingt: Der diesjährige Preisrutsch bei DSL ist für die VoIP-Entwicklung nicht förderlich. Kaum jemand interessiert sich für Kabel-Internet, schnurlose Techniken haben nur in DSL-losen Gebieten Chancen und selbst die Sensation einer Daten-Flat über Mobilfunk wird kaum wahrgenommen, immerhin kostet sie 40 Euro.

Glaubst Du wirklich, Du könntest für 16,99 Euro plus 5-10 Euro Flatrate einen reinen DSL-Anschluß bekommen, wenn die Bundesnetzagentur das so bestimmt? (T-)DSL ist eine Zusatzleistung auf einem vorhandenen Telefonanschluß. Im Preis dieses Anschlusses sind die Kosten für die Anschlußleitung schon enthalten. Fällt nun dieser Telefonanschluß weg, muß die T-Com neu kalkulieren. Das könnte dann so aussehen: Für die betriebsfähige Anschlußleitung incl. Wanddose zahlt man etwa 12 Euro monatlich. Auf dieser Leitung kann man dann, sofern technisch möglich, DSL für 17-25 Euro und/oder T-Net für 5-10 Euro oder T-ISDN für 12-20 Euro schalten lassen. Wäre Dir damit geholfen? Es ist dabei zu berücksichtigen, daß der Service und die Entstörzeiten bei den billigen Privat DSL Anschlüssen auf einem Niveau sind, die ein Backup für Notfälle sinnvoll erscheinen lassen.

VoIP ist sinnvoll, wenn man ganz auf eine Telefonleitung verzichten kann. Ansonsten ist es eine sinnvolle Ergänzung zu einem Telefonanschluß, wenn dieser sonst überlastet ist (man kann sich ISDN sparen) und zur Kostensenkung (man kann häufige Gesprächspartner evtl. kostenlos erreichen).

Mit den Monopolen hast Du Recht, aber auf anderer Ebene als von Dir gemeint.
 
erik schrieb:
Der Fehler an dem System ist, daß es in D heißt, Internet = DSL. Um DSL zu realisieren, braucht man eine Telefonleitung.
[...]
Kaum jemand interessiert sich für Kabel-Internet, schnurlose Techniken haben nur in DSL-losen Gebieten Chancen und selbst die Sensation einer Daten-Flat über Mobilfunk wird kaum wahrgenommen, immerhin kostet sie 40 Euro.
[...]
Mit den Monopolen hast Du Recht, aber auf anderer Ebene als von Dir gemeint.

Jein.
Das Problem ist tatsächlich, daß kostengünstige Alternativen zu DSL zu selten verfügbar sind. Kabel-Internet wird nach meinen persönlichen Beobachtungen, dort, wo kostengünstig verfügbar, sehr wohl gegenüber DSL bevorzugt, weil die Einrichtung und Nutzung streßfreier ist. Aber auch Kabel-Internet ist eben meist nur in DSL-überversorgten Ballungsräumen verfügbar...
Bei meinem Anbieter (siehe Sig) stimmen die Flaterate-Preise. Wenn ich dagegen KD als Anbieter hätte, hätte ich wohl DSL.
Die ganzen Computerzeitschriften usw. reden auch nur immer von DSL (und da meist auch von T-DSL und deren Abkömmlingen). Von den Alternativen bestenfalls mal als Sensationen oder kurze Nahricht berichtet. Manchmal werden auch irgendwelche speziellen, unatraktiven oder kaum (weil nur regional) verfügbaren Angebote gepuscht, die Verfügbarkeit bei Kabelinternet ist da ja schon von Straßenzug zu Straßenzug unterschiedlich. Und wenn jemand Internet über Funk anbietet, sind das auch nur kleine Inseln.

Die Sache ist ja, daß echte Alternativangebote ja doch beträchtliche Investitionen in eigene Infrastruktur erfordern, bei denen dann noch regulatorische Hürden umschifft werden müssen, (T-)DSL läuft dagegen auf existierender halbstaatlicher Infrastruktur, dessen Nutzung die Bundes-Netzagentur verwaltet...
 
Ich bevorzuge Kabel-Internet vor T-DSL, aber Kabel(TV,Internet,Telefon) gibts bei uns nicht! Andere Angebote wie Internet über Funk sind in meiner Umgebund auch nicht vorhanden, nichtmal QSC oder Arcor sind verfügbar. Da bleibt mir ja nur T-DSL oder ISDN/Analog.
 
Es ist (leider) genau so wie erik sagt.
Selbst wenn man DSL und Telefonleitung entbündelt (was ich sehr begrüßen würde) würde das nicht bedeuten, dass der DSL-Anschluss dann nur 16,99 + Flatrate kosten würde, sondern die Grundgebühr für de DSL-Anschluss würde dann auf 25-30 Euro steigen.

Das Ergebnis sähe dann so aus:
Telefonanschluss + DSL Anschluss = 34,-
DSL-Anschluss = 25 - 30,- Euro
 
ich1234 schrieb:
Ich bevorzuge Kabel-Internet vor T-DSL, aber Kabel(TV,Internet,Telefon) gibts bei uns nicht! Andere Angebote wie Internet über Funk sind in meiner Umgebund auch nicht vorhanden, nichtmal QSC oder Arcor sind verfügbar. Da bleibt mir ja nur T-DSL oder ISDN/Analog.
Arcor bietet auch nur einen DSL Anschluss zusammen mit einem ISDN/Analog Telefonanschluss an. Aber soweit ich weis bauen die immoment ihr Netz aus. Die haben sehr viele neue Rufnummernblöcke eingekauft im Juni. Weis einer was genaueres zu den Netzen wo Arcor neue Nummern gekauft hat (z.B. 02064 Dinslaken)?
 
@RudatNet: Genau das meinte ich ;) Frage mich nur wann das geschaltet wird.

Edit: Eines der Foren tickt irgendwie mal wieder nicht sauber ;) Das sollte eigentlich da drunter :-D
 
eingekauft im Juni. Weis einer was genaueres zu den Netzen wo Arcor neue Nummern gekauft hat (z.B. 02064 Dinslaken)?

Hehe! :mrgreen:

Code:
"Kurzname","Vorwahl","Ort","RNB","Zuteildatum","Wirkdatum","Befristet bis zugeteilt"
"ARCOR","02064","Dinslaken",480,29.06.2005 00:00:00,20.07.2005 00:00:00,
"ARCOR","02064","Dinslaken",481,29.06.2005 00:00:00,20.07.2005 00:00:00,
"ARCOR","02064","Dinslaken",482,29.06.2005 00:00:00,20.07.2005 00:00:00,

;)

Quelle
 
Ich bevorzuge Kabel-Internet vor T-DSL, aber Kabel(TV,Internet,Telefon) gibts bei uns nicht! Andere Angebote wie Internet über Funk sind in meiner Umgebund auch nicht vorhanden, nichtmal QSC oder Arcor sind verfügbar. Da bleibt mir ja nur T-DSL oder ISDN/Analog.
Genau das meine ich. T-DSL ist so dumping-billig, daß niemand in alternative Techniken investieren kann. Und wenn jemand einen Ort gefunden hat, wo es noch kein DSL gibt aber genügend Interessenten, so kriegt das schnell die T-Com mit und baut selber aus.
Arcor bietet auch nur einen DSL Anschluss zusammen mit einem ISDN/Analog Telefonanschluss an. Aber soweit ich weis bauen die immoment ihr Netz aus. Die haben sehr viele neue Rufnummernblöcke eingekauft im Juni. Weis einer was genaueres zu den Netzen wo Arcor neue Nummern gekauft hat (z.B. 02064 Dinslaken)?
Bei uns hat Arcor schon seit 1997 einen Rufnummernblock (034601-80), ich kenne nicht eine Nummer davon, die geschaltet wäre. Außerdem bietet Arcor nur ISDN mit DSL an, mit Analoganschlüssen läßt sich nichts verdienen, weil die Leitungsmiete soviel kostet wie bei der Telekom ein fertiger Anschluß.
 
Also mal unabhängig von gewissen Einzelschicksalen ( kein DSL, kein Kabel) :D, ich finde auch, das in Deutschland alles ein wenig überreguliert ist.Ein Staat muß sich nicht in alle Belange einmischen, auch wenn so ein Staat das natürlich toll findet.Da könnte noch ein bißchen frischer Wind rein.

Wie in vielen anderen Bereichen auch...!

Ich finde es nur ein wenig lustig, wenn sich alle über die Preise aufregen.Noch vor nicht allzu langer Zeit hat Internet doch noch viel mehr
gekostet.Ich habe mal vor 12 Jahren mit einem Modem angefangen und
fand es bis 2003 völlig normal, 30 Euro für meine T-Online Flatrate zu bezahlen.Heute bezahle ich 5 Euro ( was ein sechstel oder rund 17 Prozent ist), habe aber gleichzeitig eine 8fach höhere Bandbreite ( im Download, im Upload ca. Faktor 5.irgendwas).

Simpel gerechnet ( wie das so meine Art ist ;-) ), bedeutet dies einen Preisverfall von ~ 97 Prozent (!) , zumindest in diesem Teil der Kosten.
Meine Gesamtkosten für ISDN/DSL6000+Flatrate belaufen sich nun auf ca. 70 Prozent dessen, das ich vor einiger Zeit gezahlt habe, obwohl ich eine 8fach höhere Bandbreite im Download habe.

Wo bitte sonst noch hat es in den letzten Jahren einen Preisverfall gegeben und vorallem in dieser Höhe...??? ( mal von Computerzeugs und anderem Tech Spielzeug abgesehen)

Ich finde also, da kann man schon sehr zufrieden mit sein.Diese Preissenkungen machen auch den Weg dafür frei, das Euch der Staat nochmehr Geld aus der Tasche leiert.Beim DSL gespart, also könnt ihr
ruhig ein wenig mehr Ökosteuer etc. bezahlen....*rofl*

Das mit dem DSL Ausbau kann ich wenigstens aus wirtschaftlicher Sicht verstehen, schließlich kostet es ne Menge Geld, neue Leitungen zu vergraben.Für ein 50 Einwohner Dorf mit 50x DSL1000 1000MB inklusive Tarif läßt sich sowas wohl kaum finanzieren.Und nur ums Geld gehts doch dabei.Die Telekom (oder ein anderer Anbieter) lehnt es bestimmt nicht ab,
DSL zu schalten, wenn man die Leitung auf eigene Kosten vergraben läßt.

Der einzige Weg daran vorbei führt eigentlich nur über Funk.Da wird wird demnächst sicher noch einiges kommen ( Wimax etc.).Das man dabei nicht die supergünstigen DSL Preise haben kannn, sollte auch klar sein.Nur was sehr viele kaufen, kann auch günstig sein.Dafür hat man andere Vorteile: man wohnt auf dem Land, hat immer frische Luft und ist in der Natur...ich dagegen muß in der stinkigen und lauten Stadt sitzen und bei 6Mbit Bilder von Pflanzen und Tieren ansehen...*ggg*..war das überzeugend..? :D

Grüße

TWELVE
 
erik schrieb:
Der Fehler an dem System ist, daß es in D heißt, Internet = DSL. Um DSL zu realisieren, braucht man eine Telefonleitung. Es ist unwirtschaftlich, diese Leitung nur mit ADSL zu belegen. DSL ist aber so billig, daß sich kaum eine Konkurrenztechnologie entwickeln kann. So absurd es klingt: Der diesjährige Preisrutsch bei DSL ist für die VoIP-Entwicklung nicht förderlich. Kaum jemand interessiert sich für Kabel-Internet, schnurlose Techniken haben nur in DSL-losen Gebieten Chancen und selbst die Sensation einer Daten-Flat über Mobilfunk wird kaum wahrgenommen, immerhin kostet sie 40 Euro.
Hier sitzen IMHO ein paar Ungereimtheiten drin.

-der Preisrutsch bei DSL-Flatrates ist IMHO weitgehend Zugangstechnologie-neutral, da hier auf den DSL-Anschluss der T-Com zurückgegriffen wird. Hier dürfte lediglich das Sinken der Kosten für Datenvolumen eine Rolle spielen (hinzu kommt, dass früher der durchschnittliche Flatrate User vermutlich deutlich höheres Datenvolumen hatte, da es sich hauptsächlich um Power-User handelte, während es sich langsam auch Otto-Normalo leistet) Bei solchen Betrachtungen sollte man sich allein auf die Zugangstechnik beschränken, was aber den Vergleich von Internet via Kabel etwas schwer macht, da Kabelinternet-Anbieter immer gebündelte Angebote liefern (warum eigentlich dieser Unterschied?)

- Die Telekom hat als Ex-Monopolist die Kupferleitungen quasi als Mitgift mitbekommen, um trotz finanzieller Belastungen, z.B. durch die sehr hohe Anzahl an Beamten, auf dem Markt bestehen zu können (das ist eine politische Frage). Meines Erachtens nutzt die Telekom genau diese Monopolstellung aber auch aus, um ein Maximum an Gewinn herauszuschlagen, wobei hier staatliche Kontrolle gefragt wäre Schliesslich sind die Fixkosten (Festnetzanschluss/DSL) in den letzten Jahren nur gestiegen, und hier ist die Telekom de-facto Monopolist. Auf der Gegenseite haben die Rahmenbedingungen eine Unzahl parasitärer CBC Anbieter gefördert, die fast ohne Investitionen extrem niedrige Gesprächstarife gefördert haben. Fazit: hohe Fixkosten für Festnetzanschluss und DSL (die durch VoIP in den meisten Fällen nicht reduziert werden können), geringe Verbrauchskosten. Und dies macht VoIP recht uninteressant, und den VoIP Anbietern unnötig das Leben schwer. Alleine aufgrund politischer Rahmenentscheidungen.

-Warum soll ein reiner DSL-Anschluss unwirtschaftlich sein, wenn es ein reiner Festnetzanschluss es nicht ist? Beide kosten etwa das Gleiche, und verwenden die selbe Infrastruktur.

-die Kabelanbieter hätten hier eine starke Konkurrenz sein können. Aber dies hat bisher auch nicht geklappt, und liegt IMHO genau wie beim Telefonnetz an regulatorischen Problemen und der Inflexibilität von Ex-Monopolisten, siehe z.B. http://www.teltarif.de/i/tv-kabel.html?page=4
Was soll am Unterhalt eines TV-Kabels teurer sein als bei einer Telefonleitung? Kosten für Kabel hier sind 15 Euro. Alternativ Telefon plus 256/128kbs Flatrate für 25 Euro. Beides für sich genommen sehr konkurrenzfähige Angebote, und zeigen, dass IMHO auch bei den Telefonanschlusspreisen noch Raum drin sein muss. Aber Ish, mein Anbieter, zählt zu den wenigen interessanten Anbietern (Entkopplung Internet via Kabel von Kabelfernsehen, zum Beispiel), und es ist halt Glück, in welcher Region man sitzt.

-WiMax und Co werden kommen. Und das wird den Markt aufmischen, auch da es halt mobile Dienste ermöglicht. UMTS hätte dies leisten können, wenn es nicht so teuer versteigert worden wäre. Es ist aber sicherlich ein Skandal, dass Vorläufer dieses Internet via Funk von der Telekom quasi sabotiert wurde, indem plötzlich wundersamerweise doch DSL von der T-Com in Regionen angeboten wurde, wo vorher angeblich kein DSL möglich war, alleine um keine Konkurrenz entstehen zu lassen. Da eine flächendeckende Breitbandversorgung für den Standort Deutschland essentiell ist, wäre hier mal wieder der Staat gefragt.
 
Dieser Link beweist wohl alle meine Behauptungen.
Die Schlaumeier die an Demokratie glauben, werden sehen das dieses nur für die Dummen gelten. Gestze werden erlassen um den Profit zu erlassen, sie gelten aber nur für das Fussvolk. Wenn das Fussvolk dagegen verstöt wird es teuer. Für Konzerne gelten keine Gesetze und wenn mal welche gegen ihre Interessen gemacht werden, ignorieren sie diese ohne Konsequenzen.
Jedes Kalb sucht sich seinen Metzger selst hat Stoiber gesagt- er hatte Recht.

Wieviel Steuergelder kostet das Bundeskartellamt- ist deswegen der Benzinpreis gesunken - NEIN. Es wird tatsächlich erhöht wenn in China ein Sack Reis umfällt. Wenn der Ölpreis um 20% sinkt fällt der Preis an der Tankstelle um 2%. Wenn er um 20% steigt, wird Benzin um 35% teuerer sauberes Geschäft !!!

Aber hier der Link fürs Stimmvieh
http://www.dslteam.de/news3215.html
 
Die Schlaumeier die an Demokratie glauben, werden sehen das dieses nur für die Dummen gelten. Gestze werden erlassen um den Profit zu erlassen, sie gelten aber nur für das Fussvolk. Wenn das Fussvolk dagegen verstöt wird es teuer. Für Konzerne gelten keine Gesetze und wenn mal welche gegen ihre Interessen gemacht werden, ignorieren sie diese ohne Konsequenzen.
Jedes Kalb sucht sich seinen Metzger selst hat Stoiber gesagt- er hatte Recht.

Naja, eine etwas minimalistische Ansicht der Dinge.Wenn ich Deinen Faden weiterspinne, dann enden wir im Sozialismus, richtig..? Und der hat ja schon bewiesen, das er nicht funktioniert.Und verglichen mit anderen Ländern der westlichen Welt ist die BRD schon als eine Art West-DDR verschrien.Also noch sozialer geht wohl kaum.

Grüße

TWELVE
 
-der Preisrutsch bei DSL-Flatrates ist IMHO weitgehend Zugangstechnologie-neutral, da hier auf den DSL-Anschluss der T-Com zurückgegriffen wird. Hier dürfte lediglich das Sinken der Kosten für Datenvolumen eine Rolle spielen (hinzu kommt, dass früher der durchschnittliche Flatrate User vermutlich deutlich höheres Datenvolumen hatte, da es sich hauptsächlich um Power-User handelte, während es sich langsam auch Otto-Normalo leistet) Bei solchen Betrachtungen sollte man sich allein auf die Zugangstechnik beschränken, was aber den Vergleich von Internet via Kabel etwas schwer macht, da Kabelinternet-Anbieter immer gebündelte Angebote liefern (warum eigentlich dieser Unterschied?)
Für den Endkunden ist doch egal, an wen und für was er sein Geld hinlegen muß, für ihn zählt der Endpreis. Eine Cityflat für unter 5 Euro kann nicht kostendeckend sein, durch den Zwang zum Resaleanschluß sichert sich der Anbieter die Möglichkeit der Quersubventionierung. Und schon kommt deine These in Wanken, daß geringere Traffickosten auch für Konkurrenztechniken gelten würden.
-WiMax und Co werden kommen. Und das wird den Markt aufmischen, auch da es halt mobile Dienste ermöglicht. UMTS hätte dies leisten können, wenn es nicht so teuer versteigert worden wäre. Es ist aber sicherlich ein Skandal, dass Vorläufer dieses Internet via Funk von der Telekom quasi sabotiert wurde, indem plötzlich wundersamerweise doch DSL von der T-Com in Regionen angeboten wurde, wo vorher angeblich kein DSL möglich war, alleine um keine Konkurrenz entstehen zu lassen. Da eine flächendeckende Breitbandversorgung für den Standort Deutschland essentiell ist, wäre hier mal wieder der Staat gefragt.
Ich hatte dazu vorhin einen längeren Beitrag geschrieben, der nach dem Absenden leider verschwunden war, weil der IPPF-Server plötzlich streikte. Nochmal tippe ich das jetzt nicht, nur soviel: Um Wimax-Netze zu speisen, braucht man Kapazitäten der Telekom. Da sich die T-Com auch an der Wimax-Versorgung beteiligen wird, ist es so sicher wie das Amen in der Kirche, daß von dieser Seite keine Impulse "zur Aufmischung des Marktes" kommen werden. Die T-Com wird sich wieder die lukrativen Gebiete sichern und wer dann noch nicht versorgt ist, hat wieder Pech gehabt. Wo DSL heute möglich ist, wird sich bei den derzeitigen Preisen kein Konkurrenzprodukt durchsetzen können, es sei denn, VoIP kommt zu Hilfe und in die Kalkulation kann dann auch die gesparte Telefon-Grundgebühr einbezogen werden. Eine Trennung von Telefon und T-DSL würde auch hier mehr Konkurrenz verhindern, auch wenn sie für VoIP zunächst einen Schub bringt.
 
Kostenlos!

Neueste Beiträge

Statistik des Forums

Themen
248,872
Beiträge
2,303,452
Mitglieder
378,532
Neuestes Mitglied
Nik320