Claranet bemängelt Pauschalkritik an VoIP für Geschäftskunden

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Claranet bemängelt Pauschalkritik an VoIP für Geschäftskunden
Mangelnde Abgrenzung zu VoIP für Privatkunden führt zu Fehleinschätzungen – Einsatz keine Frage des „Ob“, sondern des „Wie“

Frankfurt/Main, 28. August 2007: Noch immer kursieren im Markt Aussagen, dass Voice-over-IP (VoIP) für Geschäftskunden aufgrund mangelnder Sicherheit und Zuverlässigkeit nicht oder nur bedingt geeignet sei. Diese Aussagen sind häufig wenig fundiert. Nicht zuletzt haben die jüngsten Aussagen des Deutschen Verbandes für Post und Telekommunikation (DVPT) für weitere Irritationen gesorgt. Verdeutlicht werden muss die Tatsache, dass sich VoIP-Angebote für die private Nutzung hinsichtlich Sicherheit, Verfügbarkeit, Leistungsumfang und Qualität deutlich von Services für den geschäftlichen Einsatz unterscheiden.

So legen einige Anbieter von VoIP für das Privatkundensegment die von Ihnen verwendeten Protokolle nicht offen. Sicherheitskonzepte und deren Implementierung sind somit nicht überprüfbar, so dass die Gefahr besteht, dass die IT-Infrastruktur angreifbar wird und im schlimmsten Fall komplett ausfällt. Professionelle Lösungen wie die von Claranet nutzen hingegen offene Standards wie das Session Initiation Protocol (SIP). Über eine SIP-Firewall können alle unbekannten Anrufe vom Internet geblockt und nur bekannte Hosts zugelassen werden.

Bei internetbasierten Peer-to-Peer-Nutzungsstrukturen, wie sie im Privatkundenbereich angeboten werden, haben die Nutzer selbst keinen direkten Einfluss auf mögliche Belastungsschwankungen des Webs. Unternehmen hingegen nutzen in der Regel eine eigene Infrastruktur, die garantierte Bandbreiten bereit stellt. Darüber hinaus werden die zu übermittelnden Datenpakete mit so genannten Tags zur Priorisierung versehen. Somit können Sprachdaten entsprechend höher priorisiert und damit vorrangig übermittelt werden.

VoIP-Angebote für Privatkunden verfügen zudem nur über ein eingeschränktes Leistungsportfolio. Ursächlich hierfür ist aber nicht die Basistechnologie VoIP, sondern die Produktpolitik der Anbieter. Der Markt bietet für den geschäftlichen Einsatz umfangreiche Lösungen, die über die gleichen Leistungsmerkmale wie klassische Telekommunikationsanlagen verfügen. Dazu gehören beispielsweise Nummernanzeige oder -unterdrückung auf dem Display (CLIP/CLIR), Free-Busy-Einträge, Anklopfen, Gespräch halten / Rückfrage / Makeln etc.

Anbieter von VoIP für Geschäftskunden garantieren außerdem durch ein Quality-of-Service-Management und umfassendes Regelwerk eine entsprechende Leistungsqualität.

Auf der sicheren Seite sind Unternehmen, die sich für den Einsatz einer hosted IP-PBX entscheiden. Solche dedizerten VoIP-Lösungen werden für jeden Kunden individuell aufgesetzt und auf deren Bedürfnisse abgestimmt. Die Teilnehmervermittlungsanlage steht dabei physikalisch im Rechenzentrum des Internet Service Providers und ist direkt mit dem IP-Netzwerk verbunden. Die Infrastrukturen in den Rechenzentren der Anbieter sind auf Hochverfügbarkeit und Sicherheit ausgelegt, entsprechend zuverlässig kann die ausgelagerte Telefonzentrale betrieben werden. Die gesamte Implementierung, von der Konzeption über die Installation bis hin zu Betrieb, Wartung, Upgrades und Konfigurationsänderungen, übernimmt der Service Provider.

„Die Frage kann also nicht lauten, ob VoIP für Unternehmen geeignet ist, sondern wie Unternehmen VoIP implementieren sollten, um die Vorteile der IP-Telefonie bei gleichzeitig maximaler Sicherheit und Verfügbarkeit nutzen zu können“, so Thilo Rößler, Technical Consultant bei Claranet.

Claranet wird diese Fragestellung im Rahmen der Vo.IP Germany, die vom 30. bis 31. Oktober 2007 in der IHK Frankfurt stattfindet, intensiv thematisieren.

Quelle: Pressemitteilung

Über Claranet GmbH:
Claranet wurde 1996 in Großbritannien gegründet und verfügt heute über Niederlassungen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal sowie den Benelux-Ländern und den USA. Mit seinem umfassenden Lösungsportfolio im Bereich Internet Access, Managed Hosting, Managed Networks und Managed Security ist das Unternehmen zu einem der größten unabhängigen Internet Service Provider für Business-Kunden in Europa aufgestiegen. Claranet bietet europaweit über 300.000 Geschäftskunden Internet Services an. Weitere Informationen stehen unter www.clara.net zur Verfügung.
 
Redaktion schrieb:
So legen einige Anbieter von VoIP für das Privatkundensegment die von Ihnen verwendeten Protokolle nicht offen. Professionelle Lösungen wie die von Claranet nutzen hingegen offene Standards wie das Session Initiation Protocol (SIP).

Unternehmen hingegen nutzen in der Regel eine eigene Infrastruktur, die garantierte Bandbreiten bereit stellt.

VoIP-Angebote für Privatkunden verfügen zudem nur über ein eingeschränktes Leistungsportfolio. Dazu gehören beispielsweise Nummernanzeige oder -unterdrückung auf dem Display (CLIP/CLIR), Free-Busy-Einträge, Anklopfen, Gespräch halten / Rückfrage / Makeln etc.

Wuelle
1. Seit wann gibts anderes VoIP als das mit SIP für Privat? Solange man Skype nicht als VoIP ansieht, gibts doch nur SIP.

2. Soll nicht gerade im Unternehmen VoIP kosten sparen, weil ein Netzwerk für PC und Sprache reicht?

3. sowas ist doch auch alles bei privat-angeboten drin ?!

4. Ist eine Wuelle gefährlich :-) ? Edit von Christoph: Schreibfehler oben korrigiert.
 
mega schrieb:
1. Seit wann gibts anderes VoIP als das mit SIP für Privat? Solange man Skype nicht als VoIP ansieht, gibts doch nur SIP.

Das gab es schon vor SIP, z.B. zahlreiche H.232 Implementierungen sowie proprietäre Protokolle, wenn auch nciht in dem Umfang.

Die Pauschalkritik anlässlich der Skype "Panne" finde ich allerdings auch etwas hergeholt.

jo
 
Ohne mega jetzt unnötig in Schutz nehmen zu wollen: Auch ohne die Panne (die mit keinem Wort erwähnt wurde ;)) würde ich Skype nicht als voip einstufen. Mehr als Messenger mit Telefonoption (die dann über proprietäre Protokolle voip ganz ähnlich ist). Natürlich ist es dann auch "voice over ip", aber das ist Team-Speak auch ;)

Ansonsten finde ich diesen (natürlich nicht ganz uneigennützigen) Vorstoß von Claranet gut und wichtig. In der Tat wird in der Wirtschaft (ob groß oder klein) vielfach davon ausgegangen, dass voip etwas für technikbegeisterte Freaks ist. Diese (wie ich und viele User hier im Forum) erfreuen sich der neuen Möglichkeiten, aber genauso gut ist voip (mit der richtigen Hard- und Software sowie dem erforderlichen Know-How) eine Alternative geworden, die dem herkömmlichen Festnetz in nichs nachsteht. Im Gegenteil: Es bieten sich neue oder wesentlich günstigere Möglichkeiten als bisher.

MfG

Flaschenoeffner
 
Flaschenoeffner schrieb:
Ansonsten finde ich diesen (natürlich nicht ganz uneigennützigen) Vorstoß von Claranet gut und wichtig.
Das ganze ist doch reichlich übertrieben, was da angeführt wird.

Und Punkt 2 doch völlig falsch?
 
mega schrieb:
Und Punkt 2 doch völlig falsch?
Du meinst:
claranet schrieb:
Bei internetbasierten Peer-to-Peer-Nutzungsstrukturen, wie sie im Privatkundenbereich angeboten werden, haben die Nutzer selbst keinen direkten Einfluss auf mögliche Belastungsschwankungen des Webs. Unternehmen hingegen nutzen in der Regel eine eigene Infrastruktur, die garantierte Bandbreiten bereit stellt. Darüber hinaus werden die zu übermittelnden Datenpakete mit so genannten Tags zur Priorisierung versehen. Somit können Sprachdaten entsprechend höher priorisiert und damit vorrangig übermittelt werden.

Ich denke das ist schon richtig, wenn ein Unternehmen mehre Standorte vernetzt, dann kann hier schon eine eigene Infrastrukrur aufgebaut werden, ich glaube es ging nicht so sher darum eine eigene Infrastruktur nur für Telefonie aufzubauen, sondern dass Unternehmen eine eigene Netzinfrastruktur haben, die dann eben auch für VoIP genutzt werden kann.(nach entsprechender Erweiterung ...).
 
@mega: Nicht vergessen dass es sich um WERBUNG handelt (unter dem Deckmäntelchen der Pressemitteilung). Dafür ist es fast schon sachlich :lach:

was ist denn 2? Habe garkeine Nummern verwendet. Ist im Prinzip aber auch egal, es ist ja nur meine Meinung, und keine Faktenaufzählung.

Gruß

Flaschenoeffner

EDIT: OK, wenn es sich auf das Originalposting bezieht (Punkt 2) macht es mehr Sinn, ich würde mich da inhaltlich jedoch florianr anschließen ;)
 
Flaschenoeffner schrieb:
Nicht vergessen dass es sich um WERBUNG handelt (unter dem Deckmäntelchen der Pressemitteilung).
Was laut ReportMAINZ eigentlich nicht zulässig ist.
Im dort gezeigten Fall ging es um das neue Elterngeld, wo die beauftragte Werbeagentur passende Zeitungsartikel und Radio-Beiträge erstellt und an die Zeitungen/Radios geschickt hat. Da die Zeitungen/Radios so schön an Inhalte kommen, ohne was zu tun, haben die das einfach direkt verwendet ohne es als Werbung zu kennzeichnen.

Die Frage ist nur: Ist nicht jede Pressemitteilung die neue Produkte ankündigt ne Werbung?
 
@mega da lag der Fall eben föllig ander, die Texte wurden ja als Redaktioneller Inhalt ausgegeben. Hätten die Medien das 1:1 als Pressmitteilung, mit Wuellenangabe veröffentlich, wäre es kein Problem gewesen. (So wie es hier ist ist es also unbedenklich.)
 
Ich finde auch, nach all den Artikeln, in denen vor Sicherheitslücken gewarnt wird, die vermutlich von den Telefonkonzernen lanciert werden, weil denen das Festnetzgeschäft wegbricht und weil auch der Staat wegen der Vorratsdatenspeicherung ein Interesse dran hat, daß die Kunden beim Festnetz bleiben (nicht alle SIP-Anbieter haben ihren Sitz in der EU), ist das ein Schritt in die richtige Richtung.
Sicher nicht uneigennützig, das war natürlich auch mein erster Gedanke.
 
florianr schrieb:
Hätten die Medien das 1:1 als Pressmitteilung, mit Wuellenangabe veröffentlich, wäre es kein Problem gewesen.
Aha

ok.


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