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COLT steigt 2005 in IP-Telefonie ein

Dieses Thema im Forum "Nachrichten" wurde erstellt von Christoph, 23 Dez. 2004.

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  1. Christoph

    Christoph IPPF-Promi

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    COLT untermauert in 2004 Position als zweitgrößter alternativer Festnetzbetreiber
    Weiteres Wachstum durch Einstieg in die Internet-Telefonie

    Frankfurt am Main, 22. Dezember 2004 – In einem wenig dynamischen Wettbewerbsumfeld will die COLT Telecom GmbH, Frankfurt am Main, auch im kommenden Jahr ihren derzeitigen Marktanteil weiter ausbauen. Wie das Unternehmen vor Journalisten in Frankfurt mitteilte, sollen dazu vor allem neue Angebote im Be-reich der Internet-Telefonie sowie der zunehmende Fokus auf kleinere und mittel-ständische Unternehmen beitragen. Zudem appellierte COLT an die Regulierungs-behörde für Telekommunikation und Post (RegTP), für Rechts- und Planungssicherheit im Markt zu sorgen. Diese sei auch nach Inkrafttreten des neuen Telekommunikationsgesetzes bislang nicht ausreichend gegeben.

    Eine neue Studie der Unternehmensberatung Dialog Consult prognostiziert, dass COLT zum Jahresende im deutschen Geschäftskundenmarkt unter den alternativen Anbietern über einen Marktanteil von 14 Prozent verfügen wird: Das Unternehmen ist damit eines der stärksten Konkurrenten des Ex-Monopolisten in diesem Segment. Sogar unter Einbe-ziehung des Privatkundensegments steht COLT gemessen am Umsatz derzeit an dritter Stelle in Deutschland. Damit gehört das europäische Telekommunikationsunternehmen zu den Top-3 Anbietern im deutschen Festnetzmarkt und ist der zweitgrößte alternative Netzbetreiber. Diese Position unterstreicht COLT jetzt auch durch die Mitgliedschaft im Branchenverband BITKOM, dem das Unternehmen vor kurzem beigetreten ist.

    Klicken Sie hier um die Studie aufzurufen.

    Einstieg in die Internet-Telefonie in 2005
    Künftige Wachstumschancen verspricht sich COLT nicht vom Markt, der nach Schätzung des Branchenverbandes VATM auch im kommenden Jahr nur um rund drei Prozent zulegen wird. „Wir werden deshalb dem Ex-Monopolisten weitere Marktanteile abjagen und mit innovativen Diensten neue Geschäftsfelder erschließen“, so Wolfgang Essig, Vorsitzender der Geschäftsführung der COLT Telecom GmbH und Mitglied im obersten Führungsgremium des britischen COLT-Konzerns.

    Ein wichtiger Schritt in Richtung Innovation sei der Einstieg in die Internet-Telefonie. Die Produkteinführung ist in der ersten Jahreshälfte 2005 geplant. Bei den Voice over IP-Angeboten wird COLT mit Siemens kooperieren und sowohl große als auch kleine und mittelständische Unternehmen bedienen. Für Geschäftskunden sei die IP-Telefonie nicht nur interessant, um Kosten zu sparen, sondern vor allem aufgrund neuer Funktionalitäten, die die bisherigen Telefondienste nicht bieten könnten.

    Wachstum durch Servicerufnummern und Ausbau des Lösungsgeschäfts
    Daneben erwartet COLT auch im Geschäft mit Service-Rufnummern weitere Impulse. So werden ab dem ersten Quartal 2005 erstmals bestimmte Service-Rufnummern auch von Anrufern erreichbar sein, die ihren Telefon-Anschluss bei einem der Wettbewerber haben. Bislang konnten bestimmte Auskunftsdienste (118x) sowie die neuen VPN-Rufnummern (0181) und die Service-Rufnummer 0900 nur von Telekom-Kunden angerufen werden. „Die bessere Erreichbarkeit wird zu einer steigenden Akzeptanz dieser Mehrwertdienste führen“, so Essig. Dynamik im Service-Rufnummern Segment wird laut COLT auch dadurch entstehen, dass die 0190er-Nummern bis Ende 2005 endgültig vom Markt genommen und durch die neuen 0900er-Nummern ersetzt werden.

    Service-Rufnummern bleiben auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil im Lösungsgeschäft von COLT, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Neben einem Großauftrag für eine Call Center-Lösung konnte COLT unter anderem ein Projekt für den Entertainmentkonzern Sony erfolgreich abschließen. Gemeinsam mit dem Partner Sun Microsystems realisierte COLT die Musikplattform www.connect-europe.com für das japanische Unternehmen.

    Zugriff auf DSL-Datenautobahnen und Einführung von Verkehrsregeln
    Weitere Wachstumschancen verspricht sich COLT auch durch den verstärkten Fokus auf kleine und mittelständische Unternehmen. Mehr Wettbewerb um diese Kundengruppen sei nach Ansicht von Deutschland-Chef Essig vor allem dann möglich, wenn endlich die DSL-Zugänge der Telekom auch für andere Netzbetreiber zugänglich gemacht werden.
    „Wichtig dabei ist, dass wir diese Datenautobahnen für eigene leistungsfähige Dienste nutzen und auch die Verkehrsregeln selbst gestalten dürfen. Dafür benötigen wir den so genannten Bitstream Access, der in nahezu allen anderen europäischen Ländern bereits seit Jahren gängige Praxis ist“, beschreibt Essig die Forderung seines Unternehmens.

    „Es bringt weder uns, noch den Privat- oder Geschäftskunden in Deutschland einen Mehrwert, mit einem umlackierten, aber im Grunde doch magenta-farbenem Kleinwagen auf Straßen ohne vernünftige Verkehrsregeln zu fahren“, argumentiert der Vorsitzende der Geschäftsführung mit Hinweis auf den derzeit vorhandenen Handelswettbewerb im DSL-Markt. Dieser führe allenfalls zu einer Preisdifferenzierung. „Gerade für den Qualitätsstandort Deutschland muss unser Ziel aber Innovations- und Technologiewettbewerb sein“ unterstreicht Essig. „Dafür brauchen wir sichere und leistungsstarke Qualitätsangebote à la Mercedes oder Porsche und Verkehrsregeln, die für Sicherheit sorgen und die Durchfahrt erleichtern“, so Essig weiter.
    Auch für einen flächendeckenden Durchbruch der Internet-Telefonie für Geschäftskunden brauche Deutschland den Bitstream Access, weil damit höhere Bandbreiten nutzbar sind. „Schon ein Büro ab zehn Mitarbeitern kann mit einem klassischen T-DSL Anschluss mit 2-Megabit keine Internet-Telefonie nutzen“, so Essig.

    Missbrauchsverfahren gegen Liefersperre der Telekom eröffnet
    Ein vereinfachter Zugang zum Endkunden ist nach Meinung von COLT auch vor dem Hintergrund der jüngsten Liefersperre der Telekom zwingend notwendig. So hatte der Ex-Monopolist vor wenigen Wochen den Wettbewerbern keine ISDN-Anschlüsse mehr bereitgestellt. Per einstweiligem Rechtsschutz wurde die Liefersperre zunächst mit einer Frist bis Ende Januar 2005 aufgehoben. Da eine endgültige Entscheidung noch aussteht, hat COLT parallel ein Missbrauchsverfahren bei der Regulierungsbehörde beantragt, das Anfang Dezember eröffnet wurde. COLT rechnet damit, dass die RegTP auf Basis einer formalen Verfügung festlegt, dass die ISDN-Liefersperre des Ex-Monopolisten rechtswidrig ist. Mit einer Entscheidung ist nicht vor Ende Januar zu rechnen.

    Quelle: Pressemitteilung
     
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