D-Link liefert ‚HorstBox Carrier’ für neuen ‚Multiservice’ der EWE TEL GmbH

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D-Link liefert ‚HorstBox Carrier’ für neuen ‚Multiservice’ der EWE TEL GmbH

Eschborn, 12. Juni 2006 — D-Link, führender Anbieter von Netzwerk- und Kommunikationslösungen, stellt der EWE TEL GmbH mit Sitz in Oldenburg im Juni dieses Jahres mehrere Tausend Stück seiner HorstBox Carrier (DVA-G3342SC/DE) zur Verfügung. Hierzu haben beide Unternehmen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. EWE TEL startet zum 1. Juli 2006 einen neuen Dienst „Multibox", der bis Ende des Jahres Geschäfts- und Privatkunden gleichermaßen in 89 Anschlussbereichen mit einem zukunftssicheren und leistungsstarken Service versorgen wird. Dabei können die Kunden auf zahlreiche neue Möglichkeiten zurückgreifen, um bestehende ISDN- und analoge Telefonendgeräte in einem Next Generation Netzwerk (NGN) zu nutzen.

D-Link setzte sich neben einem anderen Hersteller in einem Auswahlverfahren gegen ein großes Mitbewerberfeld aus ganz Europa durch. Ausschlaggebende Entscheidungskriterien für die EWE TEL waren vor allem die existierende technische Voraussetzung für die so genannte ‚Remote Configuration’ sowie eine flexible Architektur. Diesen Anforderungen wurde die HorstBox Carrier in vollem Umfang gerecht.

Der Anwender schließt die HorstBox komfortabel über Plug & Play an. Das Gateway meldet sich anschließend selbständig über das Protokoll TR-069 auf dem EWE TEL Server an und erhält automatisch alle Konfigurationsdaten, etwa für die vollständige Rufnummernvergabe und die Zuordnung sämtlicher Endgeräte. Weiterhin ermöglicht die HorstBox aufgrund ihrer Architektur parallel bis zu acht PVC Kanäle (Permanent Virtual Circuits - Dauerhafte Virtuelle Verbindung). EWE TEL nutzt diese, um Sprache und Daten abzubilden. Dies garantiert die hohe Verfügbarkeit der Dienste, eine sehr hohe Sprachqualität sowie eine gesicherte Managebarkeit des Services.

Next Generation Kommunikation: NGN Netz und HorstBox

Das EWE TEL Netz mit einer Netzlänge von 25.000 km basiert auf einer eigen entwickelten Multiservicetechnologie, vergleichbar mit NGN (Next Generation Network), und ist eines der innovativsten und modernsten im deutschen Telekommunikationsmarkt. Die Technologie ist IP-basiert und löst klassische leitungsvermittelte Telefonnetze ab: Sprach- (SIP) und Datendienste werden auf einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt, so dass sich neue Funktionen und TK-Dienste einfacher und schneller integrieren lassen.

Die HorstBox ist ein VoIP ISDN IAD (Integrated Access Device) und vereint umfassende Modem-, Router- und Telefoniefunktionalitäten in einer Lösung. Die HorstBox bietet Privatanwendern, kleinen und mittleren Unternehmen mit Filialstruktur sowie SOHOs eine moderne und flexible Telekommunikations-anlage (Soft-PBX auf Basis von Asterisk für die IP-Telefonie, den Breitbandzugang zum Internet bzw. Intranet, einen WLAN Access Point und einen 4-Port Switch. Die softwarebasierte TK-Anlage ist dabei kompatibel zu allen gängigen Soft-Switchs. Die HorstBox Familie besteht aus der HorstBox Professional, der HorstBox Carrier sowie einer Consumervariante.

„NGN ist nicht nur in Deutschland die Technologie der Zukunft, die mittelfristig das klassische Telefonnetz ablösen wird“, so Thomas von Baross, Managing Director D-Link Central Europe. „Mit der in Deutschland entwickelten HorstBox Carrier ist es uns gelungen, als erster großer Netzwerkanbieter ein derart innovatives Kombi-Produkt zur Marktreife zu bringen. Dieses bietet großes Marktpotenzial, insbesondere zur Erschließung neuer Internet- und Sprachdienste.“

„Mit unserem Multiservice bieten wir Kunden eine zukunftssichere Serviceplattform“, ist EWE TEL-Geschäftsführer Tomas Eilers überzeugt. „Unser Netz ist schon heute eines der sichersten, leistungsstärksten und modernsten Telekommunikationsnetze in Deutschland. Der Multiservice und die HorstBox eröffnen im Hinblick auf Triple Play und Fixed Mobile Convergence völlig neue Service-Dimensionen.“

Quelle: Pressemitteilung
 
Hallo,

wundert mich, dass die HorstBox trotz Vorankündigung im Januar erst jetzt kommt und dann noch erstmals über einen "kleinen" Provider. D-Link konnte anscheinend keinen der "Großen" von der HorstBox und warscheinlich dem Preis überzeugen.....

Von den Features her ist die HorstBox der FritzBox doch um einiges überlegen. Ich könnte die Features ganz gut brauchen ... :-)
 
Jetzt heißt sie HorstBox Carrier DVA-G3342SC/DE, hier hieß sie noch HorstBox Professional DVA-G3342SB :confused:
 
Ich denke, dass die "kleine" Horstbox von den Features her durchaus vergleichbar mit einer einer FritzBox sein wird und auch Preislich passen wird ;-)
Die Hostbox Professional wird m.E. sehr interessant zum Anbinden von Heimarbeitsplätzen und kleineren Zweigstellen an eine bestehende Software-PBX oder Hosted-PBX sein :-)

-Matthias

Edit 15:15 Uhr:

leo22 schrieb:
Jetzt heißt sie HorstBox Carrier DVA-G3342SC/DE, hier hieß sie noch HorstBox Professional DVA-G3342SB :confused:
Es wird (wie in dem Text steht) mindestends 3 verschiedene Horstboxen gehen :-)

-Matthias
 
Hmm aber die werden ja dan alle nicht an den Endverbraucher direkt verkauft, sondern nur an Carrier - also Anbieter. Oder sehe ich das falsch?

Gruss, micro
 
IRgendwo stand mal, das AVM auch SIP-Nebenstellen ermöglichen will (weils der Fritz!Mini braucht).

Kann die Hortstbox (Consumer-Variante) dann noch was besonderes mehr?
 
Ich hab meine Teststellung leider noch nicht bekommen :-( ... kann deshalb wenig dazu sagen ;)

-Matthias
 
cyberpeter schrieb:
Ich könnte die Features ganz gut brauchen ... :-)
Das "Feature" das Dir Dein Internet-Zugangsanbieter vorgibt welche VoIP-Accounts Du nutzen darfst?

Ich denke/hoffe jene Box wird nahezu unverkäuflich sein, solange diese Funktion enthalten ist!
 
Im Moment testet EWE TEL das neue NGN-Netz mit 7050er Fritzboxen, zum öffentlichen Start am 01.07. wird es dann wohl diese Horst-Boxen geben.

Die Zwangs-Fernkonfiguration passt ganz genau zur EWE TEL-Politik: Genauso wie andere Call by Call-Provider und andere DSL-Provider nicht mit EWE TEL-Anschlüssen genutzt werden können, können nun auch andere VoIP-Provider unterdrückt werden...

Die Pressemitteilung strotzt ja auch nur so vor Euphorie über das neue Netz, ganz im Gegensatz zu den EWE TEL-Technikern: "Hätten wir damit schon öffentlich gestartet, hätte es in einer Katastrophe geendet." (Probleme mit VoIP, Probleme mit DSL, etc.)

Das hoch gelobte NGN ist auch nicht mehr als ADSL2+ mit Zwangs-VoIP, traditionelle leitungsvermittelte analoge und ISDN-Telefonie geht damit einfach nicht mehr. In wie weit das eine bahnbrechende Innovation ist, mag jeder selbst beurteilen... Das, was EWE TEL dann als "ISDN"- oder "Analog"-Anschluss verkauft, ist nur einfaches VoIP, bloß entweder mit mehreren oder nur einer Rufnummer. ISDN-Endgeräte können dann auch nur weitergenutzt werden, WENN sie am internen S0-Bus der HorstBox laufen.

Man sollte sich schon genau überlegen, ob man sich wirklich fest an diesen einen Provider und die Hardware, die er vorgibt, binden möchte...
 
ArneH schrieb:
können nun auch andere VoIP-Provider unterdrückt werden...
Aber doch nur im Horst?
Man kann doch einfach einen Fritz oder was auch immer noch dahinter hängen.

Wobei schon die Sache, dem Kunden nicht klar zu sagen das es kein echtes ISDN oder Analog ist, eine Frecheit ist.
Hat aber Alice? auch schon fertiggebracht.

Unterliegen die nicht der Pflicht einen zuverläßig mit Telefon zu versorgen? Die T-Com darf ja nichtmal komplett Anschlüße abschalten, Notruf muss immer gehen.
 
Ja, man könnte eine andere VoIP-Box dahinter hängen, doch wie viele der Kunden haben davon denn wirklich Ahnung und könnten das konfigurieren? Und wer weiß, vielleicht kommen die auch auf die Idee, diese Server ganz unerreichbar zu machen... Man kann dann nicht einfach bei 1&1 oder sonstwo so einen Account anlegen und mit EWE TEL benutzen. Das große "Argument" von EWE TEL für diese HorstBox ist, dass einfach nur eine Box eingesteckt werden muss, und man auf Splitter, NTBA, Router und TK-Anlage verzichten kann. Und der Kunde freut sich dann tatsächlich, dass er nichts mehr einstellen muss/DARF...

Ich finde es auch ziemlich dreist, für VoIP eine Grundgebühr zu verlangen, die so hoch ist, wie eine normale ISDN-Grundgebühr (+ Telefongebühren!), obwohl es de facto kein ISDN ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man könnte, falls der Provider nicht filtert, zusätzlich eine andere Box dahinter hängen, aber man wird sicher nicht Horst durch Fritz ersetzen können, denn ich tippe darauf, das nicht 'vorgesehen' ist aus Horst-Boxen jene Daten auszulesen die dort vom Provider fernbedient abgelegt wurden.
 
Horst läuft mit Linux und verwendet AFAIK Asterisk für die Telefoniefunktionen. Also muss man nur nen vernünftigen Zugang finden (Telnet von intern?), dann sollte man die Daten eigentlich auslesen können.
 
--Vollzitat von Beitrag #13 (direkt drüber) entfernt. Ghostwalker --

Linux ist zwar ein Frickelsystem, aber SOO unsicher ist es nun auch wieder nicht. Wenn EWE TEL die Box nach außen so abschottet, dass sie keine lokalen Zugriffe auf den Telnet-Server erlaubt, oder entsprechend mit Passwörtern geschützt ist, wird man da nichts machen können.
 
@ArneH:
Bitte keine Vollzitate - vor allem nicht vom Beitrag direkt drüber. Siehe dazu auch die Forumregeln, Punkt 5.11

Ich habe auch nie behauptet, dass es einfach sein würde, an die Daten zu kommen. Ich habe nur gesagt, dass es möglich sein sollte.
 
Redaktion schrieb:
D-Link liefert ‚HorstBox Carrier’ für neuen ‚Multiservice’ der EWE TEL GmbH

Der Anwender schließt die HorstBox komfortabel über Plug & Play an. Das Gateway meldet sich anschließend selbständig über das Protokoll TR-069 auf dem EWE TEL Server an und erhält automatisch alle Konfigurationsdaten, etwa für die vollständige Rufnummernvergabe und die Zuordnung sämtlicher Endgeräte.
Quelle: Pressemitteilung

Für die Masse ist das bestimmt interessant. Der normale Anwender möchte nur telefonieren und keine DSL-Verbindung oder Telefonanlage konfigurieren.
Für viele im Forum ist das aber nicht gerade toll, dass man mit der Box dann an genau den einen Provider gebunden ist. Ausserdem kann dir der Provider vorschreiben, wieviele Telefone du anschliessen darfst. Gegen Aufpreis darf man dann mehr.
TR-069 macht es möglich.
Beim Providerwechsel wirst man die Box zurückgeben, sie ist dann sowieso wertlos.
 
wizard schrieb:
Das "Feature" das Dir Dein Internet-Zugangsanbieter vorgibt welche VoIP-Accounts Du nutzen darfst?
Ich denke/hoffe jene Box wird nahezu unverkäuflich sein, solange diese Funktion enthalten ist!

Mir ging es nicht um die Beschränkungen durch den Provider ... ;-)

Es gibt ja z.B. auch Fritzboxen ohne Branding, oder?
 
cyberpeter schrieb:
Mir ging es nicht um die Beschränkungen durch den Provider ... ;-)

Da jene Box aber vom Hause aus massiv beschnitten ist, wirst Du womöglich keine Zugriffsmöglichkeit bekommen können, oder der Zugriff vielleicht sogar illegal sein.

In mein Kabel-Modem kann ich auch keine Firmware einspielen oder ihre Telefonschnittstelle umprogrammieren, denn DAS ist nur von der HF-Seite her vorgesehen...


cyberpeter schrieb:
Von den Features her ist die HorstBox der FritzBox doch um einiges überlegen. Ich könnte die Features ganz gut brauchen ... :-)

Was kann die HorstBox denn, was dem AVM VoIP-Gateway 5188 fehlt ?

Bei der Fritz!Box 7050 stören mich ansich nur 2 primitive "Bugs" im Bereich 'Parallelruf und Durchwahl', bei der 7170 sind's 3 "Bugs", denn dort funktioniert der Parallelruf m.W. derzeit nicht.
Ich hätte die Einstellmöglichkeiten nun mal gerne so, das man über jene Funktionen die FritzBox auch als Zentrale für ein paar VoIP-Telefone einsetzen kann. Sprich: bei Parallelruf Übermittlung der Nummer des Anrufenden (wenn man das an der FritzBox so einstellt), und eben mehrere Durchwahl-Accounts.
 
Zuletzt bearbeitet:
wizard schrieb:
Was kann die HorstBox denn, was dem AVM VoIP-Gateway 5188 fehlt ?
An der HorstBox kann man auch Analoge Endgeräte anschließen.

Ich finde die Technik eigentlich gut, weil der Kunde es einfacher hat.
Ich war schon so oft bei Kunden, die einfach alles bzw. vieles falsch angeschlossen haben. Bei einem Gerät kann doch kaum was verkehrt gemacht werden.

An dem Preis könnte natürlich noch was gemacht werden, aber EWE TEL wollte eine einfache Preis Struktur. Und die Technik kannn auch nicht mit den normalen VoIP-Anbietern verglichen werden, weil bei NGN eine hohe Qualität der Gespräche Gewährleistet wird. Internet und Sprache werden getrennt.
 
knorken schrieb:
Und die Technik kannn auch nicht mit den normalen VoIP-Anbietern verglichen werden, weil bei NGN eine hohe Qualität der Gespräche Gewährleistet wird. Internet und Sprache werden getrennt.

Dem kann ich absolut nicht zustimmen.

Ich selbst wohne in einem dieser NGN-Gebiete, und habe auch bei dem Testprojekt von EWE TEL mitgemacht (das lief da noch über FritzBoxen mit modifizierter Firmware), und obwohl zwei unterschiedliche DSL-Verbindungen aufgebaut wurden (eben eine für's Surfen und eine für's Telefonieren), ist die Sprachqualität immer eingebrochen, wenn die Internet-Bandbreite ausgelastet wurde. Soetwas ist absolut unbrauchbar. Gäbe es hier einen normalen ISDN-Anschluss mit DSL von der Telekom oder irgendeinem anderen Provider, würde ich keinen Tag länger diesen VoIP-Dreck benutzen.
VoIP ist einfach noch lange nicht ausgereift. Die schlechte Sprachqualität ist schlimmer als zu Analog-Zeiten, und die Zuverlässigkeit ist ebenfalls sehr bescheiden.
 
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