[Frage] DECT an mehreren Fritzboxen benutzen

Powerline bleibt bei DSL eine Notlösung.
Nicht nur da - die Dinger macht aus dem gesamten Stromnetz im Haus eine gigantische Antenne und verseucht alles mit ihrer HF-Strahlung.
Das ist nur eine Notlösung, wenn weder Glasfaser, LAN-Kabel, 2-Draht-VDSL-Paare noch WLAN machbar sind.
Mit Softwareanpassungen kann man nur an den Symptomen herum doktern, nicht aber am Problem an sich.
 
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Offenbar gibt es doch schon eine LAN-Verbindung. In #1 schreibt er von einem AP. Und wenn sich sogar die DECT-Bereiche nur knapp überlappen kann es praktisch keine WLAN-Verbindung geben...
 
Ab Zähler und der verbauten Messeinrichtung dort wird es für die HF-Strahung deutlich schwerer, was diese Hürde da noch überwindet, ist sehr wenig und i.d.R. tief im stark dämpfenden Erdreich und somit ziemlich irrelevant.
Im Haus bzw direkt an den Außenwänden strahlt es zwar auch doch diese Strahlung nimmt recht zügig ab - wie im Haus auch. Doch drinnen bewegt man sich von einer Antenne zur nächsten. Man ist umgeben von der Verkabelung. Du kannst dir die Verzweigungen und Verästelungen der Kabel vorstellen, wie einen Baum und Du kletterst in diesem Baum herum.
 
Powerline bleibt bei DSL eine Notlösung.
Powerline ist grundsätzlich eine Notlösung, nicht nur bei DSL. Wobei so gesehen WLAN eigentlich auch… :D

Nun ja, die einen wollen zwingend ECO-DECT nutzen/aktivieren (um zu versuchen auch den letzten, nahezu bedeutungslosen, "Elektrosmog" zu vermeiden) und andere wiederum nutzen PLCs (und "verstrahlen" damit ihre Umgebung). :confused:

Beiden Gruppen ist wohl letztlich nicht (mehr) wirklich zu helfen…
 
Letzendes "verstrahlt" jede Funk-"Lösung" wie Mobilfunk, WLAN, ZigBee, Thread, Babyfone, Funk-Mäuse/Tastaturen, Mikrowelle etc. mehr oder weniger die Umgebung. Man muss sich da nicht immer auf Powerline als alleinigen Prügelknaben konzentrieren.
 
Naja, die Leute, die bewusst aus Strahlungsgründen ECO-Dect einsetzen, versuchen i.d.R. auch andere Funkquellen zu vermeiden, wenn sie als solche erkennbar sind. Dann hast Du noch Funk-Emitter aufgelistet, die wirklich vernachlässigbar schwach sind. Doch genau das ist bei Powerline nicht der Fall. Diese Dinger sind nicht als Sender deklariert, senden ("nur" als Nebenwirkung) aber mit Gewalt in einem ungeschirmten Medium und durch die Struktur der Antenne ist es noch eine ganz andere Situation, wenn Du dann egal wo in der Wohnung/Haus - Dich immer(!) in der Nähe einer Antenne befindest..
 
Bei den Superlativen sollte man sich bei Powerline vielleicht doch mal etwas zurückhalten. Dessen Sendeleistung muss sich zwingend entlang eines Stromkabels aufteilen und kann damit nicht an jeder Stelle wie eine Fritzbox oder ein Repeater in 1m Entfernung strahlen.

Damit will ich natürlich nicht das Störpotential kleinreden, was Powerline auf die ultraempfindlichen Kurzwellen-Antennen-/Funksysteme eines Funkamateurs haben kann.
 
Dessen Sendeleistung muss sich zwingend entlang eines Stromkabels aufteilen und kann damit nicht an jeder Stelle wie eine Fritzbox oder ein Repeater in 1m Entfernung strahlen
Das stimmt im Grunde genommen. Als Pferdefuß kommt hier aber dazu, dass es Unmengen an Stromleitungen in den eigenen 4 Wänden gibt. Die Strahlung hört ja nicht an der Steckdose auf sondern geht in jede Stehlampe, jeden Mixer, jedes Kabel, was dort angeschlossen ist bis zu den Netzteilen weiter.
Welche Störung das in anderen HF-Geräten auslöst ist auch nur eine Folge deren Leitungen und Geräte, die irgendwo in der Nähe der Stromleitungen sind.
Das sollte man nicht auf Kurzwellenamateurfunk beschränken und das Problem damit für den Otto-Normalo beiseite wischen. Es betrifft alles an HF-Techniken, wie auch der recht relevante VDSL von weiter vorne.
Der Aspekt DECT-ECO ist ja nur der menschliche Faktor der den Widerspruch aufzeigt. Das aber nur, weil Powerline fälschlicherweise nicht als Sendeeinrichtung gesehen wird.
 
OT

Hallo, habt Ihr schon mal als Alternative über ein reines wifi Telefon nachgedacht?
Die Gedanken habe ich gerade.
Ist das evtl. die besserere Alternative, wenn sowieso ein Repeater Mesh wifi Netzwerk vorliegt?
Als Anfang könnte man die Fritz!App Fon mit einem alten Smartphone nutzen.

Beispiel:
>> https://www.yealink.com/de/product-detail/yealink-ax83h-business-wi-fi-handset

Yealink AX83H Wi-Fi-Mobilteil
•Dual-Band Wi-Fi 6 mit nahtlosem 802.11k/v/r Roaming
•HD-Voice und intelligente Geräuschfilterung
•Drahtlose Headset-Verbindung über Bluetooth 5.0
•2,4 Zoll 240 x 320 TFT-Farbbildschirm
•4 SIP-Konten, 5-Wege-Konferenz
MESH (hatte Tonnen Probleme damit)
Das habe ich gesehen.
Wann waren die Probleme?
Gibt es dazu einen Thread?
Mit dem Fritz! wifi Mesh habe ich keine Probleme.
Die Einrichtung war etwas schwieriger, wenn man nicht ganz neu aufbaut.
Das funktioniert mit FW 8.20 und FW 8.03.

Von Fritz! möchte ich gerne unabhängiger werden. https://www.ip-phone-forum.de/threa...ter-fritz-box-7590-7690-fritz-os-8-20.325051/
 
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Hallo, habt Ihr schon mal als Alternative über ein reines wifi Telefon nachgedacht?
Ja, diese Idee wird immer wieder vorgebracht.
Ein WiFi-Phone hat gewisse Nachteile:
* es teilt sich mit allen anderen Nutzern des verwendeten Frequenzbandes genau dieses. Für DECT ist das Frequenzband exklusiv reserviert, hier darf es keinen anderen Nutzer geben.¹ QoS ist bei WiFi nicht so richtig möglich (siehe ¹)
* ein WiFi-Phone hat einen höheren Energiebedarf


¹)
WiFi funktioniert in zwei Frequenzbändern (2.4 GHz und 5/6 GHz), die nicht exklusiv für die Datenverbindung per Funk freigegeben wurde. Es wurde für alle, sich an die Sendebedingungen haltenden Funkgerät freigegeben. so sind Video-Brücken und Kinderüberwachungsanlagen ein häufiger Nutzer. Auch Video-Übertragung per Funk (nicht nur WiFi-Kameras, sonder nauch mit eigenem Protokollstack) nutzen diese Frequenzen. Und da ist ein 'friedliches Zusammenspiel' der verschiedenen Nutzer, die eben nicht nur WiFi-Protokolle nutzen, schwierig.

es ist machbar, doch sollte man bedenken, dass es Störer geben kann.
 
Ein eigenes Netz im Shared Medium Luft ist auch von der Auslastung der anderen WLANs abhängig.
Und nur für Telefonie ein eigenes WLAN? Dann doch lieber das exakt für Telefonie konzipierte DECT.
Deren Vorteile: Die Reichweite ist größer, kein Jitter, kein Delay, quasi.Echtzeit-Mechanismen, nutzt nur einen sehr schmalen Zeit-Slot eins schmalen Kanals, kein riesiger Verwaltungsheader, benötigt weniger Energie für die Handhelds...
Die Vorteile von WLAN-Mobilteilen: Es nutzt das schon vorhandene WLAN. Ende. Und bei Dir passt noch nicht einmal das, wenn Du für die paar Knochen ein eigenes Netz aufbauen möchtest.
 
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Ok ... danke für all die Posts. War sehr ausschlussreich!

Ich habe jetzt einmal den Rat befolgt, und Mesh ür das gesamte Netzwerk eingeschaltet. Das wären FB7530AX Basis, FB7490 AP, 1 FPL 1000E (speist Powerline) und 3 FPL 1260E. Entgegen meinen ersten Erfahrungen vor einige Jahren klappt alles bis jetzt sehr gut. Besserer Durchsatz, alles stabil, und ... DECT funktioniert!

Zusammenfassung der Posts:

  1. Ich nehme an man kann eine FB nicht als DECT Repeater benutzen?
  2. Muss man DECT an Basis und AP identisch kongigurieren = alle Einstellungen händisch von Basis auf AP übertragen? M.a.W. kann man die DECT Konfiguration nicht zentral an einer Stelle (Basis) verwalten?
  3. Bei ankommenden Anrufen klingelt das Telefon nur wenn das C4 mit der Basis verbunden ist. Wenn mit dem AP passiert nichts, obwohl ausgehende Anrufe dort aber klappen.
  4. Kann DECT eigentlich von der Basis auf den AP switchen wenn man die registrierte Funkzelle verläßt?
  5. Wie kann man die interne Rufnummer eines Gerätes ändern (z.B. **610)?
  1. FB7490 kann nicht als DECT Repeater fungieren. Andere FBs können/konnten das wohl.
  2. Mit Mesh kann man sich das Kopieren der DECT Einstellungen sparen. Telefonbuch wird übertragen, Rufnummern auch. Alarme sind hingegen getrennt auf beiden FBs. Das Telefon muss man auch separat auf beiden FBs registrieren. Die DECT Konfiguration ist somit (fast) vollständig zentral auf dem Mesh Master eingerichtet. Wirklich genauso wie ich es wollte!
  3. Eingehende und ausgehende Anrufe funktionieren jetzt einwandfrei, egal an welcher DECT Station das Telefon angemeldet ist.
  4. Roaming zwischen den DECT Stationen funktioniert nicht, was aber anscheinend am Telefon (C4) liegt.
  5. Die interne Rufnummer kann man nicht ändern, aber mittels abmelden/anmelden auf die nächst freie Nummer "zwingen".
Bin mir bewusst, dass Powerline eine Notlösung ist. LAN technisch habe ich aus der bestehenden Räumlichkeiten alles erschlossen, was möglich ist. Für den Rest muss Powerline und WLAN herhalten, egal ob Antenne oder "mir nicht mehr zu helfen ist".

WLAN Telefon habe ich nicht in Betracht gezogen da ich zuerst einmal das gesamte Potenzial der vorhandenen Fritzboxen/Powerline ausreizen wollte bevor ich mir neue Hardware zulege.

ADSL/VDSL ist kein Thema da ich Glasfaser habe.

Habe jetzt auch alle FPLs 1260E auf FOS 8.20 gebracht.

Danke nochmal für die Posts!
 
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War ja nur eine Klarstellung. Beides zusammen gibts halt nicht...
 
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