DSL nach Stromausfall?

regex2

Neuer User
Mitglied seit
20 Jan 2017
Beiträge
154
Punkte für Reaktionen
7
Punkte
18
Heute Abend hatte ich einen Stromausfall, der vermutlich mehrere Straßenzüge betroffen hat. Er dauerte zwar gefühlt nur eine Minute, aber danach versuchte meine Fritzbox erstmal vergeblich, eine DSL-Verbindung aufzubauen. Erst nach mehreren Anläufen, in denen sie in die Trainingsphase ging, war DSL nach ca. 10 Minuten wieder synchronisiert.

Kommt es Telekom-seitig zu Engpässen, wenn alle Modems an einem DSLAM oder sogar in einem Stadtteil gleichzeitig versuchen, eine DSL-Verbindung aufzubauen?
 
Das dürfte nicht so sein. Egal ob Aushandlung oder stabiler Betrieb, die Last auf der Linecard ist immer gleich. Und man muss es auf diese eine Linecard herunter brechen denn dahinter ist eine Glasfaserstrecke, die kaum andere Sync-Prozesse des DSL beeinflussen können.
Ich denke eher, die entsprechende Linecard bei dir war einfach noch nicht bereit oder evtl sogar noch länger stromlos.
 
Die Outdoor DSLAMs haben im Regelfall keine unterbrechungsfreie Stromversorgung, teilweise nur eine kleine Pufferbatterie.
Wenn der gesamte Straßenzug betroffen war, dann muss der Outdoor DSLAM auch erst wieder hochfahren.
 
Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, wie groß das Ausmaß war und ob Outdoor-DSLAMs betroffen waren. Wäre zu vermuten, aber sicher weiß ich es nicht.
Mein erster Gedanke war auch, dass der DSLAM noch nicht bereit wäre, aber wenn von dort nichts gekommen wäre, dann hätte die Fritzbox auch nicht in die VDSL2 Trainingsphase 2 gehen dürfen, und das hat sie mehrmals gemacht (sieht man daran, dass die LED dann in einem anderen Rhythmus blinkt), wobei sie die meiste Zeit in der "Erstsynchronisierung" (gleichmäßiges Blinken) war.
 
@regex2 Was steht denn genau nach dem Neustart der Fritz!Box unter "System - Ereignisse"?
 
26.05.26 18:33:24 Internetverbindung wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: XXXXXX, DNS-Server: XXXXXX und XXXXXX, Gateway: XXXXXX, Breitband-PoP: XXXXXX
26.05.26 18:33:20 DSL ist verfügbar (DSL-Synchronisierung besteht mit XXXXXX/XXXXXX kbit/s).
26.05.26 18:30:55 DSL-Synchronisierung beginnt (Training).
26.05.26 18:24:19 DSL-Synchronisierung beginnt (Training).
26.05.26 18:17:25 Radarerkennung (DFS-Wartezeit) durch Kanalbelegung ausgelöst, 5 GHz Band temporär nicht nutzbar.


Erfahrungsgemäß werden nicht alle aufeinanderfolgenden erfolglosen Trainingsversuche ins Log geschrieben oder ausgegeben. Es können also ein paar mehr gewesen sein dazwischen.
 
Moin, es gab eien Zeit da stand ein großer Akku im Telekomkeller... Darum wenn es wirklich wichtig ist mehrere IAD nutzen. Endet eh alles ganz schrecklich weil der Ansatz Murks ist?
 
Kommt es Telekom-seitig zu Engpässen, wenn alle Modems an einem DSLAM oder sogar in einem Stadtteil gleichzeitig versuchen, eine DSL-Verbindung aufzubauen?
Nein, aber der DSLAM an dem du angeschlossen bist hat:
- keine USV
- eine USV die (mittlerweile) zu klein dimensioniert ist
- eine USV mit schlecht gewartetem Akku

In diesen Fällen muss der DSLAM wie hier schon gesagt selbst erstmal komplett hochfahren, bis er wieder betriebsbereit ist.
Um die jetzigen Datenraten auf der Kupferleitung zu ermöglichen, musste die Kupferstrecke immer weiter verkürzt werden. Bei 2 MBit DSL oder gar ISDN waren noch mehrere km möglich, bei VDSL 250 sind es so ca. 300 m. Entsprechend hoch ist die Dichte an Outdoor-DSLAMs die man benötigt.

Ich habe den Blick auf mehrere DSL-Anschlüsse, wo der Router an einer USV hängt und die Stromausfälle protokolliert werden. Da war das DSL bereits einige Sekunden nach beginn des Stromausfalls weg und es hat nach Rückkehr des Stroms auch so ~10 Minuten gedauert bis es wieder DSL bzw. Internet gab.

Mit dem Umstieg auf Glasfaser (FTTH) wird das wieder besser, weil man da von der Hierarchie es eher wieder os hat wie früher: deutlich weniger, zentralere Punkte mit aktiver Technik und alles was bis zum Kunden läuft ist passive Technik.
 
Soweit ich mitbekommen habe, ist in den MFG in denen die DSLAM eingebaut sind, weder Akkus noch USV eingebaut.
Wenn der RCD im Gehäuse geprüft wird, kommt der Techniker mit einem Akku, der nach dessen Angabe max. 1 Minute hält, um diesen Kurzzeitausfall abzudecken. Nach der Prüfung wird der Akku wieder mitgenommen.
Sehr selten gibt es aber auch Systeme, wo eine Fernspeisung aus dem Amt vorhanden ist.
 
Dass der DSLAM durch dem Stromausfall betroffen war und über keine USV verfügt, davon ist auszugehen.
Das erklärt aber nicht, wieso es nach dem Wiederhochfahren der Fritzbox ca. eine Viertel Stunde gedauert hat, bis wieder erfolgreich eine DSL-Synchronisierung stattgefunden hat, aber innerhalb dieser Zeit mehrere Trainingsversuche stattfanden. Wäre der DSLAM in dieser Zeit noch nicht wieder verfügbar gewesen, hätte es auch keine VDSL2-Trainingsversuche geben dürfen. Meine Frage ist, wieso diese erst nach einiger Zeit erfolgreich waren.
 
USV ist schon mal nicht notwendig bei sowas . Die Teile gibt’s nur beim Indoor aber nicht beim outdoor
Bis ein DSLAM sämtliche Komponenten abgecheckt hat dauert es mindestens 20 Minuten. Ja der Router wird in der Zeit öfters hochfahren und wieder abbrechen
 
Die Teile gibt’s nur beim Indoor aber nicht beim outdoor
Es gibt auch outdoor DSLAMs mit USV oder gar mit Spannungsversorgung über die Vermittlungsstelle. Diese Lösungen sind aber selten und normalerweise im "Stadtbild" auch nicht anzuteffen. Die Pufferbatterie kann nur einen kurzzeitigen Stromausfall abpuffern, ansonsten dauert das Hochfahren nach einem Stromausfall eben seine Zeit.
 
Die Trainingsphase heißt nicht zwingend, dass der DSLAM schon komplett „fertig“ ist. Nach einem Neustart können Linecard/Port, Profil und ggf. Vectoring-Gruppe nacheinander wieder hochkommen; die Box sieht dann kurz genug Gegenstelle für einen Trainingsversuch, bricht aber wieder ab, bis der Port stabil provisioniert ist. Die 10–15 Minuten würden für mich eher nach Wiederanlauf/Portinitialisierung aussehen als nach einem Engpass durch zu viele Modems.
 
Moin, es gab eien Zeit da stand ein großer Akku im Telekomkeller.
Aber kein DSL, sondern nur 'Klappertechnik' und EWDS.

Das erklärt aber nicht, wieso es nach dem Wiederhochfahren der Fritzbox ca. eine Viertel Stunde gedauert hat, bis wieder erfolgreich eine DSL-Synchronisierung stattgefunden hat, aber innerhalb dieser Zeit mehrere Trainingsversuche stattfanden.
Wenn jetzt nicht nur seine Straße sowie die umliegenden Straßen vom Ausfall betroffen waren, sondern auch z.B. der Ort, an dem die Glasfaserleitungen der OutDoor-DSLAM zusammelaufen, und diese Technik neu starten musste, dann könnte der vorher gestartet DSLAM versuchen den Kundenrouter zu verbinden, das lernen und der Aufbau funktioniert, wegen der fehlenden Netzverbindung zum Backbone wird da aber vielleicht neu gestartet, ... (oder so)
 
Zuletzt bearbeitet:
Vermutlich EWSD.
Und die Akkus stehen immer noch in den Telekomgebäuden, die Technik dort ist als für eine gewisse Zeit autark lauffähig.
 
Na bis ISDN + Splitter war die Welt noch i.O. Jetzt leider nur noch so la la :-( Ich mache seit 40 Jahren Gefahrenmeldetechnik. Da habe ich alles erlebt. Nun schalten wir immer VPN Tunnel und als Ersatzweg GSM/GPRS... Na wenn das die Zukunft ist ist das wohl so.
 
Ja bekannt - dann wird es noch vermurskter wie jetzt schon. Die VPN Tunnel werden ständig überwacht. Bei einem flächigen Ausfall ist das für die Wachdienste schon arg stressig. Na ich bin kurz vor dem Ziel und beobachte das nur noch mit einem leisen Lächen. Resilent ist da gar nix :-(

Bei uns im "Amt" werkelten noch Stangenwähler mit riesen 60 Volt Zellen im Keller/NEA und passiven Endgeräten. Darf ja auch gerne alles weiter gehen. Aber sicher ist da nichts mehr.
 
Kostenlos!

Statistik des Forums

Themen
249,021
Beiträge
2,308,932
Mitglieder
378,821
Neuestes Mitglied
StefanSpi