e164.info will VoIP-Anbieter verbinden

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e164.info will VoIP-Anbieter verbinden

Sowohl herkömmliche Telefonnetzbetreiber, als auch VoIP-Anbieter können ihre Kunden bei e164.info anmelden und sollen so bei den Verbindungskosten sparen können. Während heute der Großteil der Sprachdienste noch über teure, dedizierte Leitungen realisiert wird, will e164.info die reibungslose Vermittlung von Ferngesprächen übers Internet ermöglichen. Das erspart den Anbietern hohe Vermittlungskosten und vereinfacht die Zusammenschaltung der weltweiten VoIP-Netze. Kostenlose Gespräche um die Welt rücken damit in greifbare Nähe.

...

Update: 8. Juli 2005 e164.info gestartet

Seit heute ist der Dienst e164.info nun offiziell gestartet. Im Gegensatz zu e164.arpa von ENUM, registrieren sich hier aber nicht die Kunden selbst, sondern die Carrier übernehmen diese Aufgabe. Das resultiert daraus, dass viele VoIP-Provider ihren Kunden die entsprechenden SIP-Nummern während der Vertragslaufzeit zur Verfügung stellen. Anders, als beispielsweise beim Festnetz, wo der Endkunde damit Eigentümer der Nummer wird, bleibt sie bei diesem Verfahren in der Hand des Anbieters. Daher können auch nur registrierte Provider Daten bei e164.info abrufen, nicht aber Privatpersonen, so wie es bei ENUM der Fall ist.

Kompletter Artikel bei

onlinekosten.de
 
Vgl. dazu auch die Meldung und die Kritik an e164.info aus Kundensicht unter
http://www.ip-phone-forum.de/forum/viewtopic.php?t=12133

Insbesondere gilt, was ich schon dort geschrieben habe und hier sich hinter so schönen Worten versteckt
Man sollte aber nicht verschweigen, dass damit nur die Taschen der Unternehmen gefüllt werden. Mittels e164.info schauen diese nach, ob sie das Gespräch für sich selbst kostenlos abwickeln können, stellen dem Kunden aber dennoch den normalen vollen Gesprächspreis in Rechnung.


Auch eine Form von Gewinnmaximierung. Dabei könnte der Kunde bei Unterstützung von e164.arpa oder e164.org auch voll daran provitieren.
 
loost74 schrieb:
Man sollte aber nicht verschweigen, dass damit nur die Taschen der Unternehmen gefüllt werden. Mittels e164.info schauen diese nach, ob sie das Gespräch für sich selbst kostenlos abwickeln können, stellen dem Kunden aber dennoch den normalen vollen Gesprächspreis in Rechnung.

Auch eine Form von Gewinnmaximierung. Dabei könnte der Kunde bei Unterstützung von e164.arpa oder e164.org auch voll daran provitieren.

Die Provider koennten auch Gespraeche berechnen, die ueber .arpa oder .org vermittelt wurden. Genausogut koennen sie auch Gespraeche die ueber .info vermittelt wurden nicht berechnen.

Waere natuerlich schoen, wenn die Provider alle 3 Domains nutzen wuerden und die entsprechenden Gespraeche natuerlich auch nicht berechnen wuerden. Ich vermute sogar, dass einige Provider genau das tun werden. :)
 
Ich wäre nur dann ein Befürworter, wenn alle Mitglieder von e164.info auch die herkömmlichen e164.arpa und e164.org unterstützten bzw. im Falle eines erfolgreichen Connects zwischen Anwendern des Verbundes von e164.info dem anrufenden User denn auch davon profitieren lassen (siehe die ursprünglichen Peering-Abkommen).

In den Pressemitteilungen von Herrn Salmon kann ich bislang diese Absicht aber nicht erkennen.
 
Das Beste wäre, wenn endlich mal alle Voip-Hersteller Enum in die Endgeräte integrieren würden. Dann entscheidet das Telefon/ATA/Softphone des Kunden darüber, wie der Anruf abgewickelt wird. Wenn schon der VoIP-Anbieter Enum unterstützen will, dann sollte er alle verfügbaren Verzeichnisse abfragen. Eine VoIP-Verbindung am Ende genau so zu tarifieren wie eine PSTN-Verbindung ist ein Hohn, auch wenn in Zukunft nahezu alle Gespräche über das Internet abgewickelt werden sollten. Den VoIP-Anbietern ensteht doch für das Gespräch kaum Traffic, sondern höchstens für dessen Vermittlung. Der anfallende Traffic wird doch bereits durch die Flatrate/Volumentarif an den jeweiligen Internet-Provider abgegolten. Also mehr als eine kleine Grundgebühr zur Bereitstellung des VoIP-Anschlusses ist bei fairer Berechnung nicht drin. Wenn man das in die etwas fortgeschrittenere Zukunft hochrechnet, dann wird es evtl. garkein Festnetz mehr geben und daher wird man auch kein Geld mehr mit der Vermittlung ins Festnetz verdienen. Festnetz-Telefonnummern sind dann auch nicht mehr gefragt. Die klassische berechung der Gesprächsdauer in Bezug zur Entfernung des angerufenen Anschlusses ist im Internet mit VoIP also auch totaler Unsinn.....

Gruss, micro
 
Ein Aspekt, der mir hier in der gesamten Debatte um ENUM und e164.(arpa|org|info) fehlt, ist der folgende: ENUM bietet potenziell die Möglichkeit, VoIP von VoIP Providern unabhängig zu betreiben. . Als ENUM Eintrag muss ich nicht meinen VoIP Account eintragen, sondern kann die IP Adresse meines VoIP Telefons verwenden (was derzeit mangels VoIP Unterstützung von NATs in der Praxis noch problematisch ist). Wenn das hinreichend viele Leute machen, brauchen wir keine VoIP Provider mehr, nur noch ein paar Gateways ins Festnetz bzw in die nicht-ENUM Inseln.
Genau diese Vision aber verhindern Lösungen wie e164.info, da ich die Abfrage nicht mehr selbst durchführen kann. Somit bin ich auf die Großherzigkeit meines Providers angewiesen, ob er den Anruf berechnet oder nicht...
Mein Fazit: e164.info ist ein geschickter Schachzug für Provider, sich unentbehrlich zu machen, und gleichzeitig haufenweise Pressemeldungen herausgeben zu können a la "Kostenlose Anrufe zwischen Provider 1 und 2 aus unserer Großherzigkeit". Also: Lasst Euch nicht verarschen...

TSCoreNinja
 
Stimmt, so weit habe ich noch nicht bin in letzter Konsequenz gedacht. Alles, wovon die Provider bis jetzt leben, ist das Festnetz-Geschäft. Das IP-Problem besteht aber darin, dass die meisten Breitband-Zugänge wohl auch ihre IP dynamisch zugewiesen bekommen, weswegen ein Eintrag der IP in die Enum-Domain wohl nicht immer sinnvoll ist. Ausserdem wäre dann ein einfachen Einstöpseln des Telefons an einen anderen Internetzugang nicht mehr so einfach möglich, da sich dann die IP-Adresse auch ändert. Das ist es ja gerade, wo die SIP-URI ins Spiel kommt. Sie ist quasi der DynDNS-Eintrag für das Telefon. Wenn man den aber durch einen Eintrag einer DynDNS-Adresse in seiner Enum-Domain ersetzen könnte, dann wären wirklich alle VoIP-Provider überflüssig. Damit würde diese Technik aber auch im jetzigen Stadium im Sande verlaufen, da sich damit kaum Geld verdienen liesse, wenn die Provider ganz wegfallen könnten. Ich glaube die werden eher sowas wie günstige Hardware-Beschaffer sein, die einem eine Sip-URI bereitstellen. Ähnlich wie viele Free-Mai Anbieter auf dem Email-Sektor.
 
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