Ewetel Mtu 1440

divinity

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Hi,

also folgendes,

ich bin z.Z. bei EWETEL und bin aufgrund der Kündigungsfrist da noch eine Weile angebunden, aber hätte ich von den Dingen die mir da passiert sind gewusst, hätte ich davon abgeraten, aber das würde den Rahmen sprengen.

Mein Hauptproblem besteht derzeit darin das ich trotz verschiedener Modems, PCs und diversen MTU Einstellungen nur auf einen MTU von 1440 komme.

Durch diverse Testprogramme / Websites wurde mir das Ergebnis bestätigt und eine ellenlange Googlesuche hat mir keine weiteren Informationen gebracht, bis auf die Tatsache das ich nicht alleine mit dem Problem bin.

Im selben Atemzug wurde etwas von einem NGN - New Generation Network erwähnt, allerdings wie oft so üblich wenn man wirklich mal im Internet sucht, nicht näher drauf eingegangen.

Ich bin durch mehr oder weniger professionelles Onlinegaming eigentlich optimalerweise auf die MTU von 1492 angewiesen da es doch ein exakteres Spielgefühl gibt.

Von seitens EWETEL fallen darüber keine Informationen und als ich bei einem meiner Probleme es am Support mal nebenbei erwähnte, wurde mir geantwortet das das ja nicht möglich sein könne, aber falls das Problem weiterhin bestehen würde könnte ich ja noch mal anrufen.

Nunja, da ich keine Lust habe meine Zeit mit der Hotline zu verschwenden, würde ich vorher gerne wissen was da machbar ist, oder ob ich mir wieder irgendwelche Stories anhören darf die mich dann als einen dummen User hinstellen.

Danke im Voraus
 
Hallo,

äh, du hast da offensichtlich ein falsches Verständnis von einigen Dingen, die in modernen Datennetzen so passieren.

Mein Hauptproblem besteht derzeit darin das ich trotz verschiedener Modems, PCs und diversen MTU Einstellungen nur auf einen MTU von 1440 komme.
Das ist kein Wunder. Die Modems haben auch gar nichts damit zu tun. MTU ist ein Wert, der Ende-zu-Ende auf dem kompletten Pfad ausgehandelt wird. Jeder Router kann Einfluss darauf nehmen.
Viele Provider nehmen hier mittlerweile 1440 anstatt 1492, da es vor allem durch erweiterte PPPOE Header mit 1492 vermehrt zu Problemen kommt. Das wird sich spätestens mit VDSL komplett durchsetzen und ist heute schon mehr oder weniger der Quasi-Standard.

Im selben Atemzug wurde etwas von einem NGN - New Generation Network erwähnt, allerdings wie oft so üblich wenn man wirklich mal im Internet sucht, nicht näher drauf eingegangen.
Es heißt Next Generation Networks. Also wenn man zu einem Thema Informationen finden, dann zu NGN. Vor allem auch hier im Forum. NGN hat aber nichts mit der MTU zu tun. Von daher musst du dich nicht zwangsläufig damit auseinandersetzen. (Ich will deinen Weiterbildungsbemühungen aber keinen Einhalt tun).

Ich bin durch mehr oder weniger professionelles Onlinegaming eigentlich optimalerweise auf die MTU von 1492 angewiesen da es doch ein exakteres Spielgefühl gibt.
Nein. Garantiert nicht. Wenn ich dir etwas 100% versichern kann, dann: Hier unterliegst du einem Irrtum.
Es kommt lediglich darauf an, die MTU nicht zu groß zu machen, damit nicht unnötig Protokolloverhead erzeugt wird. Die MTU sollte idealerweise auf das Maximum eingestellt werden, welches die Router auf dem Weg zum Ziel unterstützen. 1440 ist - wie gesagt - ein üblicher Wert.
Ob bei einem Provider aber 1440 oder 1492 möglich sind, hat absolut keinen Einfluss aufs Spielgeschehen bei Online-Games. Wenn die benutzen Datenpakete kleiner als 1440 Byte sind, merkt man es gar nicht, und wenn sie größer als 1492 Byte sind, dann müssen sie auf jeden Fall segmentiert werden. Letzteres ist außer bei Pings mit Sicherheit der Fall. Von daher: Ob da 1440 oder 1492 stehen, macht absolut keinen Unterschied.

oder ob ich mir wieder irgendwelche Stories anhören darf die mich dann als einen dummen User hinstellen.
Ach, andere haben es deutlicher formuliert? Ja, sowas kommt leider vor, wenn Anfänger unzulängliche Fragen stellen. Aber lass dich davon nicht abschrecken. Setze dich mal ein bisschen mit DSL, PPPOE, IP, TCP, UDP, dem Schichtenmodell und der Funktionsweise von Online-Games auseinander, dann wirst du auch verstehen, warum eine MTU keinen Einfluss auf Online-Spiele hat.
 
Leider ist der Umbruch von 1492 auf 1440 genauso hinderlich wie der von 1500 auf 1492. Unfähige Programmierer sei dank.
Z.B. hat ein Windows 2000 Server nicht auf die icmp-Pakete ("Fragmentation Needed and the DF bit was set") reagiert (Windows 98 tat's). Und wenn man den "Black Hole Patch" von Microdoof eingebaut hat gab's nur ~500 Bytes / Paket... Viele LAN-Spiele waren über ADSL nicht spielbar.
 
Hallo,

Leider ist der Umbruch von 1492 auf 1440 genauso hinderlich wie der von 1500 auf 1492. Unfähige Programmierer sei dank.
Die PPPOE Header brauchen halt mehr Platz, als ein normaler Ethernet Header. Also wird die Payload kürzer. Dieser Vorgang ist in der Nachrichtentechnik so normal, wie deine tägliche Nahrungsaufnahme für dich. Aber jedenfalls ist er kein Grund, warum irgendwelche Online Spiele nicht mehr funktionieren sollten.

Z.B. hat ein Windows 2000 Server nicht auf die icmp-Pakete ("Fragmentation Needed and the DF bit was set") reagiert (Windows 98 tat's).
Das ist dann aber ein Bug im Windows 2000 Server. Weder DSL noch die MTU oder gar ein Provider kann was dafür.
Und: Wer spielt Onlinegames auf einem Server Betriebssystem?

Und wenn man den "Black Hole Patch" von Microdoof eingebaut hat gab's nur ~500 Bytes / Paket... Viele LAN-Spiele waren über ADSL nicht spielbar.
LAN Spiele sind über DSL so gut wie nie spielbar, weil sie nicht für die Verzögerungszeiten einer DSL Verbindung ausgelegt sind. Online Spiele fürs Internet kommen aber auch mit 500 Byte MTU zurecht.

Es ist nunmal ein Feature von schichtenweise aufgebauten Protokollen, dass die oberen Schichten unabhängig von den darunterliegenden funktionieren. IP-Pakete (Schicht 3) können bis zu 64 kByte groß werden.
Bei Ethernet (Shicht 2) sind es zufällig 1500 Byte. Andere Technologien (PPP, SLIP, Token Ring, abr auch VPNs) haben andere MTUs, IP funktioniert aber immer noch. Sobald man einen VPN Client installiert hat, wird z.B. die MTU in Windows fest auf 1300 gestellt.
Gehen wir noch eine Schicht tiefer im Protokollstapel, dann wird noch mal jedes Paket segmentiert. Auf ATM Ebene werden die PPPOE Pakete nämlich in 48-Byte große Häppchen verteilt und beim Empfänger wieder zusammengesetzt. Da ist es auch egal, ob die MTU auf 1492, 1440 oder 1500 steht.

Die MTU sollte man optimieren, um unnötigen Protokolloverhead zu vermeiden. Kann die Ende-zu-Ende Verbindung nur 1440 Byte, die eigene MTU steht aber auf 1492, dann führt das zu unnötigen Paketen: Nach einem 1440 Byte großen wird ein 52 Byte großes übertragen. Dieses zweite Paket erzeugt sehr viel unnötigen Overhead. Deshalb macht es Sinn, die MTU anzupassen. Aber z.B. ein 10 kByte großes IP-Paket wird in beiden Fällen auf 7 PPPOE Frames aufgeteilt - egal, ob die MTU 1500 oder 1440 ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist dann aber ein Bug im Windows 2000 Server.
Its not a BUG it's Feature. Extra für die Serverversion eingebaut. ich glaus nicht ich sag nur es laufen zu viele Unfähige Programmierer rum.

Aber zurück zum Problem von divinity: Eine Mtu von 1440 stellt (wie auch RiverSource schrieb) kein Mangel da welcher zur fristlosen Kündigung berechtigt. Der Mangel ist eher wie schon gesagt bei den Programmierfähigkeiten der Spiele-Hersteller zu finden. Es sei denn es wurde was anderes schriftlich vereinbart.

Anders sieht es vielleicht aus mit "hätte ich von den Dingen die mir da passiert sind gewusst, hätte ich davon abgeraten, aber das würde den Rahmen sprengen". So weit ich mich erinnere, geht alles was zur Fehlerbehebung unternommen wird zu Lasten des Lieferanten...
 
Kleiner Hinweis hier noch:

Es gibt genau einen Fall, in dem die MTU in der Tat signifikant für eine Datenübertragung (z.B. P2P oder Online-Spiele) ist. Hierbei geht es um die maximale Größe von UDP-Paketen, die ohne Fragmentierung übertragen werden können. Setzt ein Router auf dem Weg DF (Don't Fragment) und verwendet die Applikation UDP, dann bestimmt die MTU direkt die maximale Paketgröße für UDP. Besteht die Applikation jedoch auf größeren Paketen, kommt keins davon korrekt an.

Hierbei handelt es sich jedoch um Applikationsprobleme, da man in einer Internetverbindung nicht voraussetzen kann, daß eine MTU größer als 1200 wirklich auch verwendet werden kann. Gibt es irgendwo an einem Ende WLAN-Strecken, dann dürfte die MTU sogar noch kleiner als dies werden.

--gandalf.
 
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