Die Sache mit dem Puffern hatte ich vor einigen Jahren hier auch schon mal diskutiert. Ein "Mittschnitt" wird dabei aber nicht erfolgen können, nicht zuletzt aus den angesprochenen bidirektionalen Protokollgründen. So zumindest die "einhellige" Meinung der damaligen Diskussionsrunde. Ich hab mich mit Hylafax daher auch nicht weiter beschäftigt.
Prinzipiell gehe ich aber davon aus, dass man es mit einem x-beliebigen Email2Fax-Script/ Faxserver hinbekommen müsste. Unterm Strich wird ja jedes Tool aus der gescannten/ durch Fake-Druckertreiber erstellten Vorlage ein TIF/ PDF/Sonstwas-File erstellen, welches dann gefaxt wird. Man müsste also nicht den Prozeß des Faxens an sich mitschneiden, sondern "nur" die erstellte Faxvorlage abgreifen. Irgendwie wird z.B. Hylafax die anstehenden Faxjobs auch in irgendeine Art von Spooler-Queue stellen. Vielleicht könnte man das Abgreifen dieser Dateien in Anlehnung an meine unten stehende Vorgehensweise dann auch für ausgehende Faxe bewerkstelligen.
Andersrum (also eingehende Faxe archivieren) funktioniert es jetzt schon einwandfrei mit unserer Fritzbox. Hierbei sendet die Fritzbox die eingehenden Faxe an eine Emailadresse an unseren Emailserver. Procmail checkt dieses Postfach in regelmäßigen Abständen und gibt die Email an munpack weiter. Hier wird das angehängte PDF-File extrahiert und an das Fax (als Netzwerkdrucker) als Pintjob geschickt (damit die Sekretärinnen nach wie vor ihr Papierfax bekommen). Das extrahierte PDF-File landet parallel in unserem Faxverzeichnis und wird dort archiviert.
Siehe auch:
http://www.ip-phone-forum.de/showpost.php?p=1137587&postcount=15
Diese Vorgehensweise ist auf Grund meiner rudimentären Linuxkenntnisse wahrscheinlich ziemlich hingehoppelt, funzt aber für meine Belange einwandfrei. Mit der Latenz von max. 2 Minuten für das Ausdrucken eines eingegangenen Faxes kann ich leben.
Bislang habe ich aber noch keine Möglichkeit gefunden, wie man ausgehende Faxe auch archivieren kann. Das liegt m.E. aber vorrangig daran, dass ich ein klassisches Faxgerät benutze, welches als analoge Nebenstelle an der Fritzbox hängt. Die Kommunikation erfolgt also aus Sicht der FBF nur als Bereitsteller des Amts für das Faxgerät. Es gibt also nichts, was die FBF "abgreifen" könnte. Das mag bei einem Script/ Tool wie Hylafax o.Ä. aber anders ausschauen.