[Problem] FB6360 mit KDG - wie VOIP und Fernkonig durch KDG in der BOX deaktivieren

GTRDRIVER

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Hallo

ich habe das genannte Szenario schon mal an einer anderen Fritzbox durchgeführt - also:

Fernkonfig abgeschaltet
VOIP in der Box deaktiviert
SIP Ports intern zur TEL Anlage weitergeleitet
KDG SIP Zugangsdaten aus der BOX ausgelesen

DAs war jedoch vor knapp 2-3 Jahren - und ich stehe aktuell vor dem Problem dass wir ne neue BOX 6360 bekommen haben und ich gerne weider die SIP Accounts (VOIP) direkt in der Auerswald Anlage nutzen möchte - ohne die Fritzbox.

Die genannten Änderungen habe ich mit FBEDIT durchgeführt - ich kann die config auf laden und modifizieren - jedoch startet die FB nach dem zurückspielen der config nicht neu - das war vorher definitiv so - ein manueller Neustart und reload der config zeigt dass wieder alles beim alten ist. - Also entweder holt sich die BOX die Config Daten vom provider - oder das überschreiben der config klappt nicht.

Währe toll wenn mir jemand helfen könnte.

CU
GTR
 

PeterPawn

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ich habe das genannte Szenario schon mal an einer anderen Fritzbox durchgeführt
Das war auch eine 6360 (HomeBox 2) oder doch eher die ältere 7270 (HomeBox 1) ?

Fernkonfig abgeschaltet
Wenn das die TR-069-Funktion der Box meint, die läßt sich nicht mehr so leicht deaktivieren (schon in 06.05 nicht), wie das früher mal der Fall war.

VOIP in der Box deaktiviert
Auch das ist für die HomeBox 2 eher ein ungewöhnliches Anliegen, die meisten wollen nur ihre eigenen Accounts den von KDG konfigurierten noch hinzufügen.

Eines der Probleme beim Verlagern der SIP-Telefonie hinter die 6360 ist es, daß bei der HomeBox 2 von KDG die IP-Telefonie über ein zweites logisches Interface (voip+tr069) abwickelt wird und dabei private IP-Adressen (m.W. überall in D aus den 10/8-Bereich) zum Einsatz kommen. Die FRITZ!Box muß also den SIP-/RTP-Traffic nicht nur zusätzlich noch einmal aus dem LAN "NAT"ten (ggf. inkl. Umschreiben von SIP-Headern), sondern auch noch dem richtigen Interface zuordnen. Da ist schnell mal etwas durcheinander, besonders dann, wenn da der Provider trotzdem noch mitmischen kann. Das erfordert einiges an Arbeiten auf der 6360, die aber im Normalfall keinen Telnet-Zugriff bietet und sich auch schlechter modifizieren läßt (es gibt offiziell keine Firmware zum Download), als es bei der HomeBox 1 noch der Fall war.

Das heißt nicht, daß Dein Anliegen nicht zu realisieren wäre, aber es ist schon beim SIP ein recht hoher Aufwand, beim TR-069 steigt der noch weiter (einmalige Konfiguration muß m.W. sein und KDG wird wohl auch mißtrauisch, wenn zu viele INFORM-Requests ausfallen) und beim SNMP ist es zwar auch noch möglich, die Kommunikation mit dem Provider zu unterbinden ... das ist dann aber keine wirklich funktionsfähige und für den dauerhaften Einsatz zu benutzende Konfiguration mehr.

Fazit meinerseits:
1. Mit TR-069 seitens des Providers mußt Du wohl leben, zumal das bei DOCSIS/EPC-Boxen auch nicht die einzige Möglichkeit ist. Vieles wird bei der 6360 auch über den DOCSIS-SNMP-Stack (und AVM-Erweiterungen desselben) konfiguriert, den kannst Du gar nicht dauerhaft "abschalten". Deshalb gehe ich bei meiner Eingangsfrage auch eher davon aus, daß Deine Antwort "HomeBox 1" lauten dürfte.

2. Wenn Du am Ende "nur" mit der Auerswald-TK anstelle der FRITZ!Box 6360 als Telefonanlage leben kannst, laß den ganzen Quatsch mit dem Umkonfigurieren der 6360 und melde die Auerswald einfach als SIP-Client an der 6360 an. Das ist eine offiziell unterstützte und beschriebene Variante (Telefoniegerät LAN/WLAN) und Du sparst Dir jede Menge Scherereien, denen Du nur mit recht umfangreichen Netzwerk- und FRITZ!OS-Kenntnissen aus dem Weg gehen kannst.
 

GTRDRIVER

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Hallo

danke für deinen sehr ausführlichen Post.

Du hast recht - das war ne ältere Version der FB.....

Prinzipiell gebe ich dir recht - einfach FB als zwischenanlage für VOIP nutzen - währe da nicht die Beschränkung auf MAX 4 VOIP Verbindungen - und bei der FB zählt eine Interne Verbindung auch als "Verbindung".

Binde ich also die Auerswals als internen VOIP Client an die FB an, können so nur 2 VOIP Gespräche gleichzeitig geführt werden.
Wir haben aber nen Business Account bei KDG und der könnte 4VOIP Gespräche gleichzeitig.

Man könnte nun nur noch den Umweg über die HW anschlüsse der FB gehen und die Auerswald per ISDN und 2x POTS verbinden - aber irgendwie weigere ich mich strikt voip über POST zu realisieren - abgesehen von den Kosten für die Module bei der Auerswald.

Was ist eigenlcih aus dem Thema Routerzwang geworden - wurde das nicht von der Bundesnetzagentur anderweitig entschieden ?

CU
GTR
 

PeterPawn

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Binde ich also die Auerswals als internen VOIP Client an die FB an, können so nur 2 VOIP Gespräche gleichzeitig geführt werden.
:gruebel:
Wenn Du interne Gespräche führst, bleiben die doch in der Auerswald-TK ? Was hat die FRITZ!Box damit zu tun, wenn Du nicht einige Endgeräte dort direkt anschließt/anmeldest ?

EDIT: Ok, ich glaube, jetzt habe ich es doch noch verstanden ... Du rechnest 2x ext. + 2x int. = 4 Leitungen. Ist das verbrieft, daß die Box nicht mehr macht ? Dann bliebe (jenseits von POTS/ISDN) ja noch die DECT-Basis in der FB für die Anmeldung von Telefonen.

Was ist eigenlcih aus dem Thema Routerzwang geworden - wurde das nicht von der Bundesnetzagentur anderweitig entschieden ?
Ist wohl auf dem Weg ... irgendwo im BMWi als Referentenentwurf (dem Vernehmen nach, gab da vor 4 Wochen mal Meldungen dazu). Würde ich mir trotzdem nicht allzu viel von versprechen; wenn die das in dieser Legislatur überhaupt noch auf den Weg bringen, wird es sicherlich auch noch recht lange Übergangsfristen geben, denn gerade die Kabelprovider haben (ohne wirkliche technische Notwendigkeit) ihre eigene Infrastruktur schon voll auf die Beschränkung der CPEs gegründet und können - selbst wenn sie gesetzlich dazu verpflichtet werden sollten - nicht von einem Tag auf den anderen die dafür notwendige Supportstruktur aufbauen.

Ist aber auch bei Dir nicht unbedingt das Thema ... man könnte durchaus in die 6360 gelangen, es bringt Dir aber eigentlich nichts. Der Telnet-Zugriff ist in < 5 Minuten eingerichtet, aber was fängt man dann damit an ?

Ohne "ausreichenden Durchblick" in Bezug auf DOCSIS/EPC und den Aufbau/die Arbeitsweise des FRITZ!OS an sich, ist sogar die Gefahr des "Brickens" der 6360 nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Es wurde zwar mal - versehentlich - eine Recovery-Version für die 6360 vor mittlerweile einem knappen Jahr "geleakt" und bei einigen Leuten kann man die bestimmt noch finden, aber i.d.R. ist bei einer ausreichend verkonfigurierten 6360 nur noch über EVA überhaupt etwas zu machen und auch da funktioniert die 6360 - m.W. war es die erste NOR-Flash-Box mit "Hot Flash Capability" und ist es wohl bis heute, eine 6320 hatte ich aber noch nie in den Händen, die könnte ähnlich arbeiten - immer noch etwas anders als vergleichbare DSL-Modelle.

Und den Anreiz "Ich will es wissen und erkunden ..." kann ich verstehen, auf einem "produktiven Router", der u.U. auch noch die einzige Internet-Anbindung ist, würde ich es einfach nicht empfehlen. Ich habe mir selbst auch oft genug "die Beine weggehauen" und mußte dann von vorne beginnen, da natürlich die eigenen Modifikationen (je nachdem, wie man dabei vorgeht) beim Sichern/Wiederherstellen nicht immer berücksichtigt werden.
 
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GTRDRIVER

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Hallo

ja - das ist leider so - darum ist auch der "business VOIP Anschluss" von KDG so ein Witz - denn als Business Anlage Taugt die FB definitiv nicht zudem bräuchte man um alle 4 Kanäle nutzen zu können entweder die FB als DECT BAsis oder man nutzt wirklich POTS und ISDN.....

Darauf angesprochen teilt einem KDG das auch genau so mit - man solle als "firma" die FB als Anlage nutzen und sowohl DECT als auch POTS/ISDN Telefone nutzen...

Tja - so lange man bei KDG so über Geschäftskunden denkt wird das wohl nix .....

Zum anderen Thema:

Es ist ja nicht so dass das nicht möglich währe - denken wir wieder an Firmen mit dem VPN Thema oder anderen Spezial Themen - dazu kommt dass KDG seinen IPv4 Vorrat komplett erschöpft hat und ausser im Extremfall nur noch IPv6 vergibt.

Also degradiert sich KDG zur reinen Privatkundenschleuder und bleibt für die ernsthafte geschäftliche Nutzung unbrauchbar.

Zum Thema Router gäbe es sicherlich auch Möglichkeiten - also die Trennung von Modem und Router oder Bereitstellung eines PPPoE EinwahlTunnels als universale Einwahl-Möglichkeit über ein spezielles Kabel-Modem.

Die Telekom macht das im prinzip vor - aber wir wollen hier keine Vergleiche anstellen ...

cU
GTR