Festnetz und Internet (Optional) über 70m ins andere Gebäude

Herbert1975

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Hallo,

ich habe zwei Gebäude die komplett voneinander getrennt sind, aber freie Sicht über die Straße zueinander haben. Das eine Gebäude hat eine Fritz!Box + Dect-Telefon und im anderen Gebäude brauche ich auch das Festnetz.
Mit einer Yealink DECT-Basis bekomme ich im anderen Gebäude 0-1 Balken am Fenster. Besondere Problematik, ich kann/will außen nichts großes ans Gebäude schrauben weil Parterre und direkt am Gehweg.

Hat Jemand Ideen es möglichst kostengünstig zu realisieren?

Grüße
 
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Das sieht ja nicht schlecht aus. Wenn ich das aus den Datenblatt richtig deute, dann müssen die nur halbwegs zueiander richtig gedreht sein. Es kommt jetzt nicht auf jedes Grad an, wenn der Quadrant stimmt

5km ist aber schon heftig. Ich geh mal davon aus, dass man da noch was einstellen kann. Das strahlt/reflektiert doch dann auch ggf. sonst wo hin?
 
Ich geh mal davon aus, dass man da noch was einstellen kann
Nicht können sondern müssen. Beachte bitte:
Mit sämtlichen Richtantennen musst(!) Du die Sendeleistung entsprechend herab setzen, um nicht das erlaubte Maximum an Sendeleistung zu überschreiten. Gerade, wenn du über öffentliche Bereiche (Parterre, Gehweg mit Passanten, evtl Autos) sendest, wird es recht schnell kritisch, was die Bundesnetzagentur und ihr Verständnis zu Deiner Bastelei angeht.
Doch alleine der gerichtete Empfang bei reduzierter Sendeleistung sollte i.d.R. für ein zuverlässiges WLAN-Netz über die Straße hinweg reichen.
Das strahlt/reflektiert doch dann auch ggf. sonst wo hin?
Genau deshalb bekommen andere Personen da einfach zu viel Deiner gebündelten Sendeleistung verpasst, wenn du diese nicht ausreichend reduzierst...
 
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Ich habe ca. 500 Meter stabilen Betrieb seit Jahren. Strahlung ist wohl nie nur gesund? Ansonsten hilft ein Kabel und eine passive Nebenstelle (W38) ;-)
 
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Das wäre jetzt auch meine Befürchtung gewesen, dass irgendwann der Messwagen vor der Tür steht. Das ist mir schon wichtig, dass ich da keine Scheiße baue, Mein Plan wäre schon gewesen, dass ich die Leistung so weit senken, dass es noch ausreicht und auch so einstelle, dass Niemand "belästigt" wird. Ich weiß nicht, ob das Ding eine Zeitschaltung hat. ich bräuchte es auch nur so 8h am Tag. Muss ich mal das Handbuch lesen, wenn es bei ubiquiti da sowas gibt.

Ich habe theoretisch die Möglichkeit dei Antenne in die 3. Etage zu stellen, 2 und 3 Etage haben aber keine Fenster. Weiß nicht ob das gut wäre, weil dann ist die Antenne weiter oben. Wäre aber von der Straße weg, weil das Fenster im Erdgeschoss ist auch direkt neben der Einganstür und in die Richtung soll auch die Antenne zeigen.
 
Am Ziel dann eine 7390 für LAN/WLAN/Telfonie.
Ich würde von einer 7390 eher Abstand nehmen. Eine 7490 bekommt man mittlerweile gebraucht/refurbished relativ günstig. Oder eine 7520/7530. Und wenn das noch zu teuer ist besser eine 7272, 7362 SL, 7412, 7560 usw. nehmen anstatt einer 7390…
 
Mein Plan wäre schon gewesen, dass ich die Leistung so weit senken, dass es noch ausreicht
Ich gehe in solchen Fällen immer hin, lasse temporär erst einmal beide Stationen mit voller Leistung senden. Dann klemme ich mich an einem der Geräte per LAN an und stelle die Sendeleistung des lokalen Gerätes immer weiter runter und beobachte in der GUI des entfernten Gerätes die Empfangsqualität. Bei Ubiquiti ist das über die GUI hervorragend in Echtzeit zu sehen, was am entfernten Gerät ankommt. Bricht der Empfang irgendwann ab, stelle ich die lokale Sendeleistung einfach wieder ein wenig höher und die Geräte finden sich wieder....
Solange es stabil läuft, die Datenrate ausreichend ist, ist alles gut. Dann nehme ich diesen Sende-Wert und übertrage diesen auf die Sendeleistung der entfernten Station. Fertig ;)
 
Gibt es irgendwelche Handbücher und einfache Literatur, wie man sowas (WLAN Antennen) optimal aufstellt? Es gibt massiv Tipps im Internet, aber wirklich tiefgreifend sind die nicht.

Ich habe mir mir auch zwei Router als WLAN-Access Points, einmal für PV/Solarspeicher und den Gartenteich. Die habe die auch nach "Gefühl" aufgestellt und dann die Sendeleistung so weit gesenkt, dass es ausreicht. Spart etwas Strom und ist evtl. auch ein Sichterheitspunkt, weil wenn Jemand das WLAN nicht sieht kann er nicht auf die Idee kommen es zu hacken. Ich weiß jetzt nicht, ob man eine Entfernung zur Wand einhalten sollte. Welchen Unterschied Fenster/Glas macht. Ob es ein Problem ist, wenn der Router in der Zimmerecke steht, solche Sachen. Man merkt teilwesie schon, dass sich der Empfang in Zimmer XY ändert wenn die Türen offen sind ode der Router anders platziert wird.
 
Das ist alles sehr individuell. So sind z.B. Fenster teils metallisch bedampft, was natürlich die Abstrahlung / den Empfang dämpft. Auch Mauern und Türen sind ein Hindernis, je nach WLAN-Netz (2,4 oder 5 GHz) und Material der Wand incl dem Feuchtigkeitsgehalt darin mal deutlich, mal vernachlässigbar.
Grundsätzlich sollten die APs (gerade auf der Strecke über die Straße) sich schon gegenseitig sehen. Alles andere ist halt ortsabhängig und es gibt keine Vorgaben, wie man das am besten machen kann...
Wenn die Fenster zu sehr dämpfen, mal probieren, wie es neben dem Glas direkt hinter dem Kunststoffrahmen aussieht. Vielleicht reicht das ja schon...
 
Ich hätte ja am neuen Standort Internet gebucht (möglichst gleicher Provider) und über zwei kleine Sophos XGS einen VPN Tunnel zwischen den Standorten aufgebaut.

Für Telefonie dann am neuen Standort günstige IP Telefone via des bestehenden VPN (z.B. gebrauchte/refurbed Openstage 40 SIP oder 60 SIP) als IP Client an der Fritzbox am alten Standort angebunden.

Da aber am bestehenden Standort bislang eine Fritzbox mit DECT reicht, wäre das wohl mit Kanonen auf Spatzen geschossen ;)
 
Ich hätte ja am neuen Standort Internet gebucht (möglichst gleicher Provider) und über zwei kleine Sophos XGS einen VPN Tunnel zwischen den Standorten aufgebaut.
……

Servus.

Der Threadersteller schreibt im Eingangspost, dass die Lösung möglichst kostengünstig sein soll.
Ein zusätzlicher Provideranschluß (mit monatlichen Grundgebühren) und zusätzlicher VPN Hardware die Du aufgezählt hast sind der Gegensatz dazu.

Die Lösung mit den zwei Ubiquiti „Locos“ wurde mehrfach genannt und funktioniert 1A.
Habe ich persönlich seit >10 Jahren zwischen Wohnhaus und einer 3 Häuser weiter abgesetzten Werkstatt stabil am laufen. Materialeinsatz < 200€ (2x Loco, Antennenhalter etc.).
Das Einige was in den Jahren „hopps“ gegangen ist, ist der Saugnapf des Fensterhalters ( UV Strahlung hat dem etwas zugesetzt).

Q
 
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Hallo,

vielen Dank für die Antwort. Ich hab mit bei eBay zwei Nanostation M2 Loco gekauft und werde die am Wochenende fertig einrichten.
Beim Testen auf dem Grundstück keine Probleme.

Mich stört nur, dass die Dinger wohl keine Zeitschaltung haben oder ich habe die noch nicht gefunden. Gerade bei Geräten die zwei Gebäude verbinden ist ja zu erwarten, dass einige Nutzer sich in den Gebäuden zu bestimmten Tageszeiten nicht ständig aufhalten.

Mit freundlichen Grüßen
 
Na dann eine 5 Euro Schaltuhr vor das Netzteil/den PoE Switch?
 
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War auch meine erste Idee. Die größte Gefahr, automatische Updates kann ich zwar deaktivieren, aber dann wird das Gerät 365x im Jahr immer hart vom Strom getrennt. Weiß auch nicht ob das immer so gut ist.
 
Das geht schon. Ich habe hier einige kleine PC mit Teamviewerhost und schalte die täglich für 5 Minuten stromlos. Bisher völlig stressfrei. Zumindest besser wie im Dauerlauf. Ansonsten durchlaufen lassen. Die Leute sind eh alle verstrahlt so sonst wohin?
 
aber dann wird das Gerät 365x im Jahr immer hart vom Strom getrennt. Weiß auch nicht ob das immer so gut ist.
Das ist kein Problem, das sind keine PCs mit umfangreichen dynamisch sich ändernden Daten, die immer wieder abgespeichert werden und im worst case genau im Schreibvorgang abgeschaltet werden.
 
Kann ich ebenfalls bestätigen, dass das kein Problem darstellt. Schalte die Locos nur bei Bedarf ein.
Meine Loco im Haus hängt an einem Shelly1, die im abgesetzten Gebäude an einer stinknormalen Steckerleiste mit Schalter.
 
WiFi und andere Funkverbindungen, die über die Grundstücksgrenzen absichtlich hinaus senden, um ein anderes Grudstück mit WiFi zu versorgen, müssen bei der BNetzA angezeigt werden.
 
... außer bei nichtkommerzieller Nutzung.
 
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