Festnetztelefonie geht nicht über FRITZ!Box

voip1u1

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Hallo zusammen,

gestern hatte ich ein mir bislang unbekanntes Problem an einer FRITZ!Box FON :

Ankommende Gespräche per VoIP und Festnetz o.k.
Abgehende Gespräche per VoIP o.k.

Abgehende Gespräche per Festnetz (z.B. Wahlregel 010 -> Festnetz) nicht möglich.
Fehlermeldung : "Dienst- oder Dienstmerkmal nicht möglich" (o.ä.)

Ein direkt am Splitter (TAE-Buchse) angeschlossenes analoges Telefon kann hingegen Gespräche über das Festnetz führen.

Diagnose : Telekom-Anschluß ist grundsätzlich o.k.
Frage : Woher kommt der Fehler

(da ich nicht direkt vor der Box beim Kunden saß konnte ich nicht erkennen ob das Gespräch über "Festnetz" oder "Internet" rausgeht)

Fehler : Bei der Konfiguration der Nebenstellen war "abgehende Rufnummernunterdrückung" aktiviert.

Im Bereich VoIP (1&1) funktioniert das einwandfrei.
Im Bereich Festnetz (DTAG) lag das Problem

Der Anschluß ist ein "alter" T-NET analog (kein "call plus" !!!) mit fest eingestellter "Rufnummernunterdrückung" beim Netzbetreiber Telekom.

Wenn jetzt zusätzlich in der FRITZ!Box FON eine Rufnummernunterdrückung aktiviert wird (die FRITZ!Box FON sendet dazu die Zeichenfolge "*31#")
kommt von der Telekom-Vermittlungsstelle die o.g. "Ablehnung".
Fatale Folge : wegen einer "doppelten Rufnummernunterdrückung" sind keite Festnetzgespräche und damit auch kein cbc möglich !!!

Hintergrund sind die 4 verschiedenen Varianten der Rufnummernunterdrückung im Netz der T-Com :

CLIR 0 ständige Übermittlung der eigenen Rufnummer
(keine Möglichkeit der Unterdrückung)

CLIR 1 fallweise Übermittlung bei ständiger Unterdrückung
(bei Analog-Anschluss nicht möglich, bei ISDN kostenpflichtig)

CLIR 2 fallweise Unterdrückung bei ständiger Übermittlung (Standard)
(bei Analog-Anschluss mit *31# vor der Wahl der Rufnr.)

CLIR 3 ständige Unterdrückung der Rufnummern-Übermittlung
(keine Möglichkeit, die eigene Rufnummer zu übermitteln)

Im oben beschriebenen Fall war an dem "alten" T-Net-Anschluß "CLIR3" geschaltet.

Über Rückmeldungen / eigene Erfahrungen mit diesem Thema freu ich mich sehr !
 
voip1u1 schrieb:
Wenn jetzt zusätzlich in der FRITZ!Box FON eine Rufnummernunterdrückung aktiviert wird (die FRITZ!Box FON sendet dazu die Zeichenfolge "*31#")
kommt von der Telekom-Vermittlungsstelle die o.g. "Ablehnung".
Fatale Folge : wegen einer "doppelten Rufnummernunterdrückung" sind keite Festnetzgespräche und damit auch kein cbc möglich !!!
Ist eigentlich logisch. Der Telefonanschluß unterstützt das nicht und wenn man am Telefon diesen Code wählt, dann kommt sicher auch die Ansage "Dienst oder Dienstmerkmal nicht möglich".
Fazit: An solchen Anschlüssen darf dies nicht eingestellt werden.
 
Ist aber doch nicht ganz logisch :

Wenn die Rufnummernunterdrückung permanent auf "CLIR 3" voreingestellt ist, wäre es schön wenn die Telekom-Vermittlungsstelle einen "zusätzlichen Unterdrückungswunsch" einfach ignorieren würde da er ja "logisch" hinfällig ist.

Hintergrund :

Die meisten VoIP-Provider (z.B. 1&1) unterstützen keine permanente Rufnummernunterdrückung. Wenn ich jetzt die Rufnummer bei VoIP-Gesprächen unterdrücken will, geht das nur mit der Option in der FRITZ!Box.
AVM unterscheidet bei der Rufnummernunterdrückung aber leider nicht zwischen Festnetz und Internet.
=> Wenn der Festnetzanschluß mit aktivierter Rufnummernunterdrückung in der FRITZ!Box nicht funktioniert kann auch bei VoIP-Gesprächen keine Rufnummernunterdrückung realisiert werden.

(z.B. notwendig wenn "abgehend" über VoIP mit einer separaten Rufnummer telefoniert werden soll, der Anrufer diese Nummer aber nicht angezeigt bekommen soll damit über diese Rufnummer keine Gespräche "hereinkommen")
 
Bei einem Analoganschluß muß nun mal alles über eine Wahl eingegeben werden und irgendwie muß ja - wenn man davon ausgeht, daß diese Wahl von einem Telefon gemacht wird - signalisiert werden, ob es funktioniert hat, oder nicht. Gleiches Prinzip gilt ja auch für eine Telefonnummer, die nicht existiert, da muß einem auch vermittelt werden, daß da was falsch ist.
Wenn, dann müßte die Fritzbox das auswerten und drauf reagieren, so würde ein Schuh draus werden.
Mit der Internettelefonie zu vergleichen, ist wie Äpfel und Birnen, dort gibt es ein Protokoll, über das die Verbindung läuft.
 
Trotzdem bleibt das Problem mit der Rufnummernunterdrückung ungelöst.
Mir ist schon klar, daß es bei VoIP Protokolle gibt, im analogen hingegen nicht.

3 Möglichkeiten :

1) Die VoIP-Provider müssten eine globale Rufnummernunterdrückung ermöglichen

2) AVM müsste in der FRITZ!Box die Rufnummernunterdrückung für Festnetz und Internet separat wählbar anbieten

3) Die Telekom sollte den Wunsch eine Rufnummer zu unterdrücken (*31#), die ohnehin unterdrückt wird nicht mit einer Fehlermeldung quittieren sondern "ignorieren" (eine vorangestellte "01033" wird ja auch "ignoriert" wenn kein Preselection für den Anschluß eingerichtet ist)

Die Frage ist für uns "VoIPer" welche Lösung einfach zu erreichen ist ?

1) => alle VoIP-Provider müßten die Rufnummernunterdrückung ermöglichen
2) => AVM müßte die Firmware ändern
3) => die DTAG müßte nur die "doppelte" Rufnummernunterdrückung ignorien

Was ist möglich ? .....
 
voip1u1 schrieb:
.........Die Frage ist für uns "VoIPer" welche Lösung einfach zu erreichen ist ?

1) => alle VoIP-Provider müßten die Rufnummernunterdrückung ermöglichen
2) => AVM müßte die Firmware ändern
3) => die DTAG müßte nur die "doppelte" Rufnummernunterdrückung ignorien
...........
Die einfachste Möglichkeit hast Du vergessen:
4) => Der Kunde spezifiziert Rufnummernunterdrückung nur, wenn das nötig ist, d.h. die Nummer wird übermittelt und der Vertrag erlaubt Unterdrückung.
Damit ist allen geholfen und niemand hat etwas nachzubessern.:blonk:
 
Es gibt so eine "halbe" Lösung wo man am zB FON1 anders einrichtet als FON2 und FON3 und damit nur über FON1 ins Festnetz anruft
 
@ loeben

Die Lösungen sollen auch für "technisch uninteressierte Menschen" nutzbar sein. Unsere Kunden wollen nicht vor einem Gespräch überlegen über welche "Leitung" (Internet/Festnetz) sie das nächste Gespräch führen werden und dementsprechend die Rufnummernunterdrückung einschalten bzw. ausschalten (oder FON1/FON2 benutzen).

Das ist ja gerade der Vorteil der Wahlregel der FRITZ!Box :

Kunden die bislang unterschiedliche "by call" Vorwahlen eintippen mußten telefonieren wie "früher" (Rufnummer eingeben eagal wohin das Gespräch geht).

Mit z.B. 1&1 Phone-FLAT ist das in jedem Fall günstiger wie bei der T-COM.
Im Kundengespräch erfassen wir Gewohnheiten (Auslandsverbindungen nach xxx) und integrieren diese in die Wahlregeln. Mobilfunk über einen cbc-Anbieter ist Standard. Ebenso Notrufe, 0800, 013x, 018x und 0900x wenn gewünscht.

Sehr praktisch wäre es wenn "SIP-Trunking" unterstützt würde; dann könnte z.B. immer die Festnetzrufnummer "abgehend" signalisiert werden auch wenn aus irgendwelchen Gründen eine anderslautende VoIP-Verbindung genutzt wird.

Kennt jemand Provider mit denen das (kostengünstig/Flatrate) funktioniert und hat Erfahrungen damit gesammelt ?

Bis dann, schönen Sonntag
 
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