Also AFC ist ein Ding von 6GHz im professionellen US Bereich (der AP hat dann auch verpflichtend Positionsbestimmung via GPS etc.) und in Europa führt kein SOHO-Router irgendwelche derartige Datenbanken. Ganz im Gegenteil, die EU-Lobbyisten haben ja die sinnvolle und dringend nötige WLAN-Nutzung von 6GHz zu Gunsten absolut sinnloser Mobilfunkanwendungen (die allenfalls in irgendwelchen Bahnhöfen/Einkaufszentren zum Einsatz kommen könnten) abgesägt. Leider wär 6GHz-WLAN die Lösung gewesen, um Glasfaser-Speed durch die Wohnung ohne Bohren und Flugleitungen zu verteilen, ohne gleich den halben Straßenzug mitzuversorgen (denn nach 1-2 Mauern ist vorbei mit Reichweite). Aber das ist halt die EU...Das Problem ist, dass WLAN in den meisten Frequenzbereichen nur Sekundärnutzer ist. Sobald bevorrechtigte Primärdienste, wie Richtfunkstrecken, Zugfernsteuerungen, Flugradar, Behördenfunk, medizinische Geräte, bestimmte Amateurfunkdienste oder „Notfallbuttons“ usw. sich von einem WLAN-Signal „gestört fühlen“, senden sie einen Eintrag an das störende Gerät und Verlangen, auf diesem und jenem Kanal die Signalstärke zu reduzieren. Die WLAN-Router müssen diese AFC-Liste regelmäßig abarbeiten und ihre Sendeleistung anpassen. Das ist der Grund, warum WLAN-Verbindungen immer langsamer werden. Ein reset löscht die Datenbank und die Verbindung wird wieder schneller. Nach ein paar Tagen ist man aber genau wieder im Slow-Modus.
Zweitens haben keine Richtfunkstrecken, Behördenfunk oder irgendwas anderes (abgesehen von DFS-Kanälen) Frequenzen im WLAN-Bereich. Die sind weitab davon, z.B. 380-395MHz. Dafür gibt's ein verbindlichen Frequenzplan und eine Behörde, die das überwacht.
Das größere Problem für WLAN ist eine Armee von IoT-Geräten, die aus Gründen der Einfachheit WLAN nutzen, obwohl Techniken wie DECT-ULE, Zigbee oder LoRaWan dafür wesentlich geeigneter und aus zig Gründen sinnvoller sind. Aber seit jeder Discounter andauernd irgendwelche pseudo-smarten Leuchtmittel oder sonstiges Low-Cost-Smarthome-Gedönse unter der Bevölkerung verteilt, die mit 802.11a/b funken, muss man sich nicht wundern, wenn insb. das 2,4GHz Band total kaputt ist. Die üblichen "Chinaböller"-Netzteile derartiger Geräte machen über das Stromnetz noch mehr kaputt, wo wir dann bei undefinierbaren xDSL Störungen wären. Und ein Billig-Netzteil ohne jede Entstör-Kondensatoren etc. kann so ziemlich alles stören.
Daher hat das WLAN größtenteils sich selbst kaputt gemacht, weil man statt ausschließlichen "User-Endgeräten" jeden Quatsch da reinhängen darf. Die 8 Byte für eine Temperatur-Info oder Steuersignal an ein Smarthome-Aktor verschickt man viel sinnvoller mit DECT, das stört kein WLAN und geht problemlos durch 2 Etagen. Das hat damals AVM absolut richtig gemacht, leider bilden sie damit eine ziemliche Nischenlösung. Es wäre wirklich wünschenswert gewesen, wenn bei sterbender Festnetz-Telefonie DECT dort seine Zukunft gefunden hätte. Ist leider eben an der Billig-Mentalität der Masse gescheitert... dafür dann lieber über lahmes WLAN jammern, weil man 72 unnötige Schrott-WLAN-Clients an der Box angemeldet hat, von denen zusätzlich zu den Layer1-Themen so mancher noch weitere Probleme wie Broadcast-Floods verursachen könnte, damit auch ja die Äpp das Gerät findet..
BTT, ich muss leider auch sehen, dass die FritzBox 5690Pro auf 6GHz nicht so richtig performen will. Bekomm mit 5GHz wesentlich bessere Datenrate, trotz Sichtverbindung.