Fritz Box 6430 Cable, kein ext4 möglich

fritziflitzi

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Guten Tag,

habe mir vor ein paar tagen einen router geholt weil der von unitymedia probleme gemacht hat und mehrmaliges austauschen da auch nicht geholfen hat. Bin mit der Box zufrieden und hab gesehen das sie per USB auch Festplatten unterstützt.
Nun ist das Problem das die Box nicht die ext4 partition erkennt, habe es auf ext3 versucht und ntfs das klappt wunderbar, aber bei ext4 scheint er probleme zu haben.

Benutze ein Linux Betriebsystem, Partition wurde erstellt mit Gparted, unterstützt die fritz box vielleicht irgendwelche features nicht? ne schnelle google suche hat mir da nicht geholfen.
 
Die "großen Brüder" 6490 und 6590 können jedenfalls auch "ext4"-Dateisysteme ab ... da fast niemand sich für diese kastrierten Puma6-Boxen interessiert, sind m.W. nicht einmal URLs für den Download der Firmware bekannt (in #1 steht auch nichts von irgendeiner Versionsnummer) und man kann nicht mal in der Theorie nachsehen (im Dateisystem bzw. im entpackten Kernel), wie es mit der ext4-Unterstützung in der 6430 aussähe.

Auch die Kernel-Quellen bei diesem Modell hat wohl bisher noch niemand angefordert bzw. es hat noch niemand hier etwas dazu geschrieben. Die 6430 war (den Eindruck kann man jedenfalls gewinnen) wohl eher eine Totgeburt, weil niemand für die (eher geringe) Preisdifferenz die Abstriche an der Hardware hinnehmen wollte - die Zahl der 6430-Besitzer, die sich hier als solche geoutet haben, dürfte kaum die 20 erreichen.
 
Auf der AVM seite steht das sie ext4 unterstützt :/.

Habe die box für 80 euro ersteigert bekommen und da sie nur das nötigste tun soll ist das für mich ein gutes preis/leistungs verhältnis ^^, dann bleibe ich bei dem ext3 und teste mal durch was alles so klappt und was nicht, bekomme momentan im durschnitt nur 10Mb/s hoffe das kann man noch irgendwie steigern
 
Wenn ein externer Datenträger mit Ubuntu 18.04LTS mit dem Datensystem EXT4 formatiert wird, dann kann dieser von der Fritzbox nicht eingebunden werden.
Dieses Problem tritt nicht auf, wenn der Datenträger mit Fedora 27 mit EXT4 formatiert wird.

Lösung:
In Ubuntu und anderen Debian Systeme wird beim erstellen des Datensystem EXT4 „Metadata checksumming (metadata_csum)“ im Datensystem aktiviert.
Damit kann die Fritzbox nicht umgehen bzw. die wahrscheinlich eingesetzte e2fsprogs Version.
metadata_csum kann nachträglich im Datensystem deaktiviert werden.

Ich habe das Verhalten AVM gemeldet, mit der Bitte die Support Dokumente anzupassen oder ob die Funktion in der nächsten Firmware unterstützt wird.
Leider konnte mir hierzu keine Auskunft gegeben werden.
 
Das erklärt auch, warum ich bei der 6490 kein Problem feststellen konnte ... ich formatiere immer unter openSUSE und da wird die CRC-Prüfsumme über die Metadaten auch nicht automatisch aktiviert.

Ubuntu macht eben vieles anders ... Debian ja generell auch eher.
 
Danke für den tipp, hab mit

sudo tune2fs -O ^metadata_csum /dev/sd...

das feature deaktivieren können und nun kann die fritz box die platte erkennen.
 
Als kleine Ergänzung für Mount-Probleme mit USB-Speichern, die mit neueren *buntu basierten Systemen formatiert wurden:

Neuerdings wird auch das ext4-Feature "64bit" mit aktiviert, welches nicht mit der Fritzbox 7590 kompatibel ist.

Dieses könnt Ihr per sudo tune2fs -O ^64bit /dev/sdxx deaktivieren...habe das durch Zufall entdeckt.

Habe die ext4-Features einer älteren Linuxmint-Version formatierten USB-HDD mit denen einer neueren nicht funktionierenden Platte per sudo dumpe2fs /dev/sdxx verglichen und gegengeprüft - es läuft nur ohne dieses Features!

Noch eine kleine Ergänzung:
In der Datei /etc/mke2fs.conf sind alle Features aufgeführt, die standardmäßig bei jeder Formatierung des jeweiligen Dateisystems verwendet werden. Als root öffnen und folgendermaßen abändern:

Vorher:
features
= has_journal,extent,huge_file,flex_bg,metadata_csum,64bit,dir_nlink,extra_isize

Hinterher:
features = has_journal,extent,huge_file,flex_bg,dir_nlink,extra_isize


Nach einem Neustart müsst Ihr hinterher nichts mehr ändern...

Übrigens: AVM hat sich gemeldet - die nehmen das entweder in die FAQs auf oder bringen fürs nächste Update eine Anpassung mit auf den Weg. Danke vorab...

Könnte man das hier im Forum anpinnen?
 
Zuletzt bearbeitet:
In Ubuntu und anderen Debian Systeme wird beim erstellen des Datensystem EXT4 „Metadata checksumming (metadata_csum)“ im Datensystem aktiviert.
Genauer: Seit den e2fsprogs Ver. 1.44 wird standardmäßig "metadata_csum" anstatt "uninit_bg" beim erstellen eines neuen EXT4-Dateisystemes verwendet.

Ubuntu macht eben vieles anders ... Debian ja generell auch eher.
Auch andere Linux-Distributionen nutzen imo die Standardvorgaben der e2fsprogs beim erstellen neuer Dateisysteme, also bspw. auch Arch-Linux. Kann es vielleicht auch sein, dass deine verwendete openSUSE Version noch die älteren e2fsprogs in der Ver. <=1.43 verwendet?
 
Mein openSuSE ist "Tumbleweed", das wird "rollend" aktualisiert (wenn ich das anweise) und ich kann nicht mehr sagen, was irgendwann vor jetzt fast einem halben Jahr mal installiert war.

Im Moment ist es:
Code:
vidar:~ $ mke2fs -V
mke2fs 1.44.4 (18-Aug-2018)
        Using EXT2FS Library version 1.44.4
vidar:~ $
und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß davor etwas kleiner als 1.44 installiert war, weil Tumbleweed eben immer die neuesten Pakete bereithält und die 1.44.0 ja irgendwann von Anfang März war (also fast drei Monate alt, als ich das oben schrieb).

Wobei es ja - wenn das ein lokales Phänomen bei mir war - auch eher in den Standard-Einstellungen des Systems (in der "/etc/mke2fs.conf") zu suchen gewesen wäre ... die aktuelle wurde auch tatsächlich inzwischen bei irgendeinem Update angefaßt und damit vermutlich auch geändert:
Code:
vidar:~ $ stat /etc/mke2fs.conf
  File: /etc/mke2fs.conf
  Size: 812             Blocks: 8          IO Block: 4096   regular file
Device: 2ch/44d Inode: 1579481     Links: 1
Access: (0644/-rw-r--r--)  Uid: (    0/    root)   Gid: (    0/    root)
Access: 2018-11-08 16:55:47.509509958 +0100
Modify: 2018-09-17 14:31:40.000000000 +0200
Change: 2018-10-23 12:07:17.706752379 +0200
 Birth: -
vidar:~ $ cat /etc/mke2fs.conf
[defaults]
        base_features = sparse_super,large_file,filetype,resize_inode,dir_index,ext_attr
        default_mntopts = acl,user_xattr
        enable_periodic_fsck = 0
        blocksize = 4096
        inode_size = 256
        inode_ratio = 16384

[fs_types]
        ext3 = {
                features = has_journal
        }
        ext4 = {
                features = has_journal,extent,huge_file,flex_bg,metadata_csum,64bit,dir_nlink,extra_isize
                inode_size = 256
        }
        small = {
                blocksize = 1024
                inode_size = 128
                inode_ratio = 4096
        }
        floppy = {
                blocksize = 1024
                inode_size = 128
                inode_ratio = 8192
        }
        big = {
                inode_ratio = 32768
        }
        huge = {
                inode_ratio = 65536
        }
        news = {
                inode_ratio = 4096
        }
        largefile = {
                inode_ratio = 1048576
                blocksize = -1
        }
        largefile4 = {
                inode_ratio = 4194304
                blocksize = -1
        }
        hurd = {
             blocksize = 4096
             inode_size = 128
        }
und nach deren Inhalt zu urteilen, würde jetzt wohl auch bei mir mit Checksummen und 64bit-Feldern initialisiert, wenn ich keine Vorsorge treffe.

Und wie es der Zufall so will, hatte ich erst vor ein paar Tagen eine btrfs-Partition auf ext4 umgestellt, weil mir die sinnlose Speicherplatzverwaltung auf den Zeiger ging (bzw. dass man nie genau weiß, was auf einem btrfs-Volume nun wirklich frei ist oder das "balance" immer ewig dauert) ... das neu eingerichtete ext4-FS hat nun auch bei mir (einfacher mkfs-Aufruf ohne Optionen zu den Features) folgende Merkmale:
Code:
vidar:~ $ echo "supported_features" | debugfs /dev/sda7
debugfs 1.44.4 (18-Aug-2018)
debugfs:  supported_features
Supported features: dir_prealloc imagic_inodes has_journal ext_attr resize_inode dir_index sparse_super2 filetype needs_recovery journal_dev meta_bg extent 64bit mmp flex_bg ea_inode metadata_csum_seed large_dir inline_data encrypt sparse_super large_file huge_file uninit_bg dir_nlink extra_isize quota bigalloc metadata_csum read-only project shared_blocks
 journal_incompat_revoke journal_64bit journal_async_commit journal_checksum_v2 journal_checksum_v3
debugfs:  
vidar:~ $ stat -f /home
  File: "/home"
    ID: 5d182f5fd15da76d Namelen: 255     Type: ext2/ext3
Block size: 4096       Fundamental block size: 4096
Blocks: Total: 121348946  Free: 47182268   Available: 41000649
Inodes: Total: 30892032   Free: 29449691
und würde vermutlich auch nicht mehr ohne weiteres an einer FRITZ!Box akzeptiert.

Aber wie gesagt, das ist auch schon mehr als fünf Monate her in diesem Thread ... wenn es ohnehin die Standardvorgaben der 1.44-Tools sind, bräuchte man es ja nicht gesondert in der "mke2fs.conf" aufführen - außer das ist tatsächlich die einzige Stelle, der "neue" Standard wird auch ausschließlich darüber konfiguriert und man zählt diese Konfigurationsdatei zum Paket hinzu und betrachtet sie nicht als "site local".
 
Aber wie gesagt, das ist auch schon mehr als fünf Monate her in diesem Thread ...
BTW: Ich selbst hatte das Problem schon mal vor ca. 6 oder 7 Monaten als ich für die Fritzbox USB-Sticks mit ext4 einrichtete unter einem (aktuellen) Arch-Linux System (welches bereits die e2fsprogs in der Ver. 1.44 nutze). Und heute bin ich schon wieder darüber "gestolpert" beim einrichten eines USB-Stick und daran erneut erinnert worden...

wenn es ohnehin die Standardvorgaben der 1.44-Tools sind, bräuchte man es ja nicht gesondert in der "mke2fs.conf" aufführen
Die Datei mke2fs.conf ist imo Bestandteil des Paketes "e2fsprogs" bei den meisten Linx-Distributionen. Sie dürfte somit im Rahmen entsprechender Updates durch dieses Paket mit aktualisiert werden (distributionsübergreifend).

und man zählt diese Konfigurationsdatei zum Paket hinzu
Das tue ich. ;)
 
Ich eigentlich eher nicht ... und die LSB eigentlich auch nicht: http://refspecs.linuxfoundation.org/LSB_5.0.0/LSB-Core-generic/LSB-Core-generic/etc.html

Ich sehe jetzt keinen großen Unterschied zwischen "host specific" und "site local" ... zumindest nicht in diesem Punkt - in anderem Kontext bilden dann mehrere "host specifics" ein "site local", wenn es mehr als einen Host in der Site gibt.

Ich habe nichts gegen "Vorschläge", die mit einem Paket kommen und vermutlich hätte eine angepaßte "mke2fs.conf" auch Updates überlebt ... aber ich halte sie nicht für geeignet, um damit "Standardeinstellungen" zu verändern. Ich verstehe unter "Standardeinstellungen" das, was das Programm verwendet, wenn gar keine weitere Angabe vorhanden ist und dazu gehört auch "keine mke2fs.conf".
 
Dann kann man sich wohl darauf einigen (beziehungsweise ich mich mich dahingehend korrigieren), dass der "Vorschlag" mit Ver. 1.44 des Paket e2fsprogs dahingehend geändert wurde. Ein Debian oder Ubuntu spezifisches Problem ist es aber nicht sonder imo ein distributionsübergreifendes.
 
Ja ... das war ja auch schon "durch" als Thema meinerseits ... ich wollte schon damals auch gar nicht auf großartige Unterschiede hinaus (die letzte spitze Bemerkung in #5 oder #6 (in Richtung Debian und *ubuntu) war eigentlich nur meinem (immer wiederkehrenden) Frust mit der "dash" geschuldet - obwohl ich inzwischen zunehmend versuche, bei Shell-Skripten POSIX-kompatibel zu bleiben, was aber vieles komplizierter macht als in der "bash"), sondern nur eine Erklärung finden, warum ich bei der Überprüfung (ich hatte eine SD-Card mit ext4 frisch formatiert und an der 6490 kein Problem damit) vor #2 das Problem nicht nachstellen konnte ... mal dieselben Kernel-Komponenten in der 6430 unterstellt, wie sie zu diesem Zeitpunkt in der 6490 aktuell waren, wobei ich den ext4-Support auch noch mit einem "cat /proc/filesystems" geprüft hatte. Gerade bei der 6490 ist aber ext4-Support quasi "Pflicht", weil auch die NAS-Partition damit arbeitet ... bei der 6430 weiß ich nicht mal genau, wieviel eMMC-Speicher die überhaupt hat.
 
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