[Frage] Fritz!Box oder Switch legen durch unbekanntes Verhalten das LAN lahm

dkr

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Hallo zusammen,

da will man über die freien Tage das Heimnetzwerk um NAS und VPN erweitern und stößt auf ein ganz seltsames Phänomen.

Kurzfassung:
Die Fritz!Box macht irgendwas, weswegen die an den Switch angeschlossenen Geräte nicht mehr miteinander Kommunizieren können. Nachvollziehen kann ich es bisher nicht. Entweder ist es irgendeine Einstellung der Fritz!Box oder der Switch hat eventuell einen defekt.

Langfassung:
Folgende Ausgangsituation liegt vor:

AVM Fritz!Box 7312 <-> Netgear JGS524 unmanaged Switch <-> Patch Panel <-> Angeschlossene Geräte

Die Fritz!Box wird als Router, DHCP Server, WLAN Access Point verwendet.
Die über den Switch angeschlossenen Geräte erhalten wie die WLAN Geräte eine IP durch den DHCP Server der Fritz!Box. Es wird ein gemeinsamer Adressbereich für alle Geräte verwendet. Als LAN Geräte werden Notebooks mit Windows 7/8, Synology Diskstation und Receiver verwendet.

Problembeschreibung:
Nach einer nicht näher bestimmbaren Zeit ist eine Kommunikation zwischen einem über das LAN angeschlossenem Gerät mit der Fritz!Box nicht mehr möglich. Häufig ist das verhalten erst über Nacht Festzustellen. Am nächsten Tag erhält das Gerät keine IP mehr zugewiesen und Windows teilt eine IP aus dem privaten Adressbereich 169.254.* zu. Eine vergabe einer manuellen IP Adresse im Adressbereich des DHCP Servers, 192.168.178.x bleibt ohne Auswirkung. Ein Ping auf die Fritz!Box bzw. andere LAN Geräte bleibt ohne Antwort. Das Verhalten kann auch mitten am Tag festgestellt werden.
Kommt es zu dem Phänomen und teilt dann zwei LAN Geräten eine IP in einem eigenen Adressbereich zu, 192.168.199.1 bzw. 199.2, so bleibt ein Ping, trotz deaktivierter Firewall, ebenfalls ohne Antwort "Destination host unreachable".
Eine Kommunikation der Geräte lässt sich wiederherstellen, wenn der Switch von der Stromversorgung vorübergehend getrennt worden ist. Dann erhalten die Geräte auch wieder eine IP vom DHCP Server
Das Beschrieben Phänomen tritt nicht auf, wenn der Netgear Switch durch einen viele Jahre alten Fiber line 10/100Mbit 8- Port Nway Switch ersetzt wird.

Soweit so einfach. Kompliziert wird es dadurch, dass nicht nur ein Reset des Switches das Problem behebt, sondern auch ein Reset der Fritz!Box. Der Neustart der Fritz!Box kann entweder per Stromunterbrechung oder über die Web Oberfläche erfolgen.
Noch "besser" wird das ganze durch folgenden Test, nachdem das Phänomen wieder aufgetreten ist:
Direkte Verbindung eines Notebooks mit dem Switch, keine IP
Ersetzung des Netgear Switch durch den anderen Switch, keine IP
Verbindung des Notebooks direkt mit der Fritz!Box, IP wurde zugewiesen
Anschließend habe ich alle Tests rückwärts ausgeführt und die IP Adresse wurde beibehalten.
Dazu kommt noch, dass in der Web Oberfläche auch Geräte angezeigt angemeldete Geräte angezeigt werden, die keine IP Adresse erhalten haben. Anstatt des Namens wird dann ihre IP Adresse (PC-192-168..) angezeigt.

Dann hab ich gestern mal die Firmware 5.51 durch die Larborversion 6.01 ersetzt. Heute hat sich dann gezeigt, dass das Phänomen anscheinend häufiger auftritt. Kurz nach dem einschalten des PCs konnte ich den Receiver noch pingen und dann war auf einmal wieder keine Kommunikation möglich. Also Fritz!Box neugestartet und 1 h später gleiches Problem noch mal.


Hat jemand noch eine Idee, was man testen könnte um
- rauszufinden ob die Fritz!Box oder der Switch schuld ist
- das Problem einzuschränken / reproduzierbar zu machen um es zu lösen

Durch die aktuelle Problematik hat sich das Thema VPN erst mal erledigt, bringt ja nichts, wenn die Geräte im LAN keine IP bekommen.
 
dkr schrieb:
... - rauszufinden ob die Fritz!Box oder der Switch schuld ist ...
Die Lösung steht doch schon hier:
dkr schrieb:
Das Beschrieben Phänomen tritt nicht auf, wenn der Netgear Switch durch einen viele Jahre alten Fiber line 10/100Mbit 8- Port Nway Switch ersetzt wird.

G., -#####o:
 
Eigentlich schon wenn ich nicht das Problem gerne verstehen wollte. :)
Für mich unverständlich ist, dass ein Neustart der Fritz!Box das Problem behebt.
Auch hab ich jetzt mal auf Synology Diskstation einen DHCP Server installiert und die Fritz!Box nicht mehr mit dem Netgear Switch verbunden. Der Switch verbindet also nur noch die LAN Geräte und nach einem Tag gab es noch keine Kommunikationsprobleme.

Es ist alles schon recht seltsam.
 
Als LAN Geräte werden Notebooks mit Windows 7/8, Synology Diskstation und Receiver verwendet.
Was für ein Receiver ist das?
 
Ist jetzt ein reiner Hüftschuss, aber hast du mal auf Fritzbox & allen Clients IPv6, sowie die automatische Anpassung der TCP-Paketgrösse (TCP Autotuning) deaktiviert?

Nicht das sowas den Netgear in die Knie zwingt...
 
Was für ein Receiver ist das?
Sorry für die späte Antwort. Es handelt sich um VU+ Solo 2. Einfluss auf das Verhalten kann er nicht gehabt haben, da ich im laufe meiner Test nur noch ein Notebook mit dem Switch verbunden hatte und das Verhalten gleich geblieben ist.

Ist jetzt ein reiner Hüftschuss, aber hast du mal auf Fritzbox & allen Clients IPv6, sowie die automatische Anpassung der TCP-Paketgrösse (TCP Autotuning) deaktiviert?

Nicht das sowas den Netgear in die Knie zwingt...

Nein, IPv6 hatte ich bisher nicht auf allen Clients deaktiviert und das Autotuning werde ich auch ausstellen. Sobald ich den Switch wieder zurückbekommen habe. Hab am Wochenende Kontakt mit Netgear aufgenommen und ich soll den Switch einschicken. Bin mal gespannt was der Austausch bewirkt. Die ganze Aktion wird aber wohl zwei Wochen dauern.

Danke schon mal für die Antworten.
 
Du setzt die VU+Solo2 nicht als Reciver für Entertain ein, oder?

Denn es sieht so aus, als wenn das Netz durch einen Broadcast-Storm einfach "vollgemüllt" wird.
Der Switch kann ist zu dumm, um das Multicast-Signal auch per Multicat an die jeweiligen Geräte, die soch angemeldet hane, weiterzuleiten, und macht ein Unicast an alle angeschlossenen Geräte draus.

Ein alter Switch ist wiederum selbst dafür zu doof.

Da der "Netgear JGS524" ein Gigabit-Switch ist, kann er mit voller Bandbreite das Netz vollmüllen.
 
Nein, der Receiver wird nicht für Entertain eingesetzt.
Die Probleme ergeben sich auch wenn lediglich die Fritz!Box und ein Rechner mit dem Switch verbunden sind. Es laufen auch keine Downloads/Streams.

Es wäre noch mal eine Option zu testen, ob ich durch einen Broadcast-Storm das Problem erzeugen kann und wie ich das ganze überwachen kann. Also ab wann das Problem auftritt, wenn ich es provoziere bzw. wer der Verursacher ist, wenn ich es nicht provoziere.

Ich hab in dem ganzem Bereich Infrastruktur Bereich ein ungesundes Halbwissen, aber sollte das Verhalten eines doofen Switches, der überfordert wird, nicht so sein, dass einfach alle eingehende Pakete an alle angeschlossenen weitergeleitet werden. Dann müsste ja theoretisch auch die Anfrage an den DHCP Server vom Rechner an die Fritz!Box ankommen, beantwortet werden und auch die Antwort wieder beim Rechner ankommen, inklusive anderem Schrott. Ebenso müsste doch auf einen Ping eine Antwort kommen. Natürlich könnte mein "Wissen" mich nun auch täuschen/veraltet sein, denn wie gesagt, ich habe nur ein ungesundes Halbwissen. :)
 
Um dein Halbwissen zu einem 3/4 Wissen (wie meins ;) upzugraden:
irgendwas zwingt den Switch in die Knie.
Da bei nur einem Gerät das Problem auch auftritt, könnte es an den dynamischen TCP-Paketgrössen liegen, die leider per default aktiviert sind. (mein Hüftschuss - nur eine Vermutung)

Frage aus Interesse - wenn nur der VU+ am Switch hängt: passiert der Fehler auch?
 
Explizit hatte ich es noch nicht mit in dieser Konstellation getestet, nachdem mir die Problematik bewusst geworden ist. Irgendwann vorher hatte ich mal Testweise ein App für Handy geladen und konnte die Vu+ steuern. Als ich es dann das nächste mal versucht hatte ging es nicht mehr, obwohl die Vu+ noch die gleiche IP hatte.
Aber wie gesagt, das Verhalten habe ich nicht noch mal explizit getestet, sondern ist mir nur irgendwann aufgefallen und da die Symptome passen ordne ich es dem Problem zu.
 
Erst mal eine Kurzfassung:
Der Switch verursacht die Probleme nicht sondern das WLAN der 7312. Wie auch immer das funktionieren mag. Hat da jemand noch eine Idee?

Langfassung:
Seit meinen letzten Posts habe ich den ausgetauschten Switch erhalten und auch eingebaut. Dass es überhaupt solange gedauert hat lag an mir. Den neuen Switch hatte ich zwei Werktrage nachdem ich meinen „defekten“ versandt hatte. An der Schreibweise erahnt man schon, dass es nicht wirklich was gebracht hat. Neuen Switch eingebaut, Notebook kurz angeschaltet zum testen, zwei Stunden später erneut angeschaltet und das Problem hat sich wieder manifestiert.

Beim stöbern ist mir dann der Thread LAN Verbindungsstörung mit FB 7270 aufgefallen, dass auf ein ähnliches Problem hindeutet. Das Problem konnte durch das Schreiben von mehreren kleinen Dateien reproduziert werden. Ich hab das dann auch mal ausprobiert, mit dem einzigen Unterschied, dass ich eine große Datei genommen habe. Die Operation war erfolgreich der Patient ist gestorben. Notebook 1 war mit dem Switch verbunden und Notebook 2 hat übers WLAN eine ISO auf Notebook 1 geschrieben. Während des Schreibvorgangs hat Notebook 1 die ganze Zeit die Fritz!Box angepingt. Auf den Ping erfolgten ein paar Antworten, ein Timeout, noch ein paar Antworten, ein Timeout und der Patient ist gestorben. Um sicherzugehen, dass ich nun endlich das Problem reproduzieren kann, habe ich den Switch „restartet“, den Vorgang wiederholt und siehe da, das Problem trat wieder auf. Also schon mal ein kleiner Erfolg. :)

Auf dieser Basis habe ich dann eine ganze Reihe von Tests durchgeführt. Unter folgenden Konstellationen ist der Patient nicht gestorben:
  • Beide Notebooks sind über den Switch verbunden
  • Als WLAN Router wird eine Fritz!Box SL WLAN genutzt
  • Als WLAN Router wird das Alice Modem WLAN 1121 genutzt

Der auffälligste Unterschied zwischen den Routern ist nicht nur das Alter sondern liegt in den unterstützen WLAN Spezifikationen. Die beiden alten beherrschen 802.11b und 802.11g. Die 7312 hingegen unterstützt auch 802.11n, was sich auch deutlich bei der Schreibgeschwindigkeit zeigt. Bei den alten lag diese bei ca. 2,5 MB/s und bei der Verwendung von 802.11bn bei teilweise 8 MB/s. Also als nächstes die verschiedenen WLAN Modi der 7312 getestet. Egal welcher Modus – b+g, n+g, n+g+b - nach einigen Sekunden ist das Problem immer aufgetreten. Mein Transferrekord lag bei knapp 400 MB mit der 7312. Mit den anderen WLAN Routern konnte ich immer die vollständigen 3,5 GB übertragen.

Ich hab auch noch die anderen Vorschläge ohne Erfolg ausprobiert.
IP v6 habe ich nur Clientseitig deaktiviert. In der neuen 6.01 Firmware der Fritz!Box finde ich im UI keine Einstellungen mehr zu v6. Ich mein aber, dass es in der 5er welche gab.

Das Auto Tuning habe ich so deaktiviert. Ich hoffe meine Umsetzung stimmt auch mit dem Vorschlag überein. :)
http://www.riccardoriva.com/blog/?p=1286
netsh interface tcp set global autotuning=disabled

Momentan gehen meine Hirngespinste in die Richtung, dass die WLAN Implementaion der 7312 irgendwie den Switch stört. Aber wieso und warum und wie überhaupt, dafür reicht mein Kentnisstand nicht und bin momentan ratlos.
 
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