Fritz Repeater bremst WLAN aus?!

stbn

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23 Jan 2014
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Hallo, ich habe folgendes Problem:

Konfiguration:
-- Ich habe einen 50.000 kbit/s VDSL Anschluss.
-- Baulich bedingt hängt meine Fritzbox 7390 im Keller. Um die anderen beiden Stockwerke optimal mit WLAN zu versorgen, benutze ich den 300E Repeater
-- Der Repeater ist mit >200 MBit mit der Fritzbox verbunden (laut Fritzbox und Repeater WLAN Status abgefragt).
-- Zum Test habe ich alle WLAN und LAN Geräte deaktiviert bis auf eines (ein iPhone 5s). Dieses Gerät ist per WLAN 5GHz verbunden. WLAN 2.4 wurde zum Test auch deaktiviert. DECT wurde für den Test auch deaktiviert, um Störeinflüsse auszuschließen. Der 5GHz Funkkanal ist im ersten Test auf "automatisch", zum weiteren Test wurde er auf den Kanal 36 fixiert. Laut Fritzbox sind keine anderen 5GHz WLANs verfügbar (auf keinem Kanal), es werden keine Störeinflüsse angezeigt.
-- maximale Sendeleistung 100% eingestellt
-- weitere mögliche externe Störeinflüsse wurden ausgeschlossen (Geräte vom Stromnetz getrennt)
-- Zum Geschwindigkeitstest wurde www.wieistmeineip.de benutzt.

Test1:
-- Testgerät (iPhone5s) direkt neben der Fritzbox im Keller: Download > 48.000 kbit/s - perfekt.
-- im angrenzenden Arbeitszimmer: Download > 48.000 kbit/s - perfekt.

Test2:
-- Testgerät unmittelbar nach Test1 im Erdgeschoss, direkt neben dem Repeater, verbunden mit dem 300E Repeater (der wie gesagt mit >200 MBit/s mit der Fritzbox verbunden ist, s.o.): Download < 20.000 kbit/s! Da verschiedene SSIDs für Fritzbox und Repeater vergeben wurden, ist sichergestellt, dass das Testgerät auch tatsächlich mit dem Repeater verbunden ist und nicht mit der Fritzbox.
-- Funkkanal von automatisch auf 36 fix: keine Änderung
-- verschiedene Einstellungen an der Fritzbox: anderen Funkkanal, WLAN für LiveTV optimiert, WLAN Koexistenz wurden getestet: keine Änderung

Der gesamte Testaufbau wurde mit 2,4 GHz WLAN wiederholt. Das gleiche Ergebnis. Direkt an der Fritzbox perfekter Datendurchsatz von >48.000 kbit/s, am
> Repeater, der nach meinem Verständnis optimal mit der Fritzbox verbunden ist (>200 MBit/s, Empfangsstärke 4 LEDs) bricht der Durchsatz um 60% auf <20.000 kbit/s ein!!

Zum Test habe ich einen weiteren baugleichen FritzRepeater 300E gekauft. Am Ergebnis ändert sich nichts. Der Test wurde x-mal wiederholt, auch an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten. Immer mit dem gleichen Ergebnis.



Mehrmalige Antwort des AVM-Supports auf meine Beschreibung oben:
-- der Repeater halbiert den Durchsatz



Meiner Meinung nach mag das sein, ist aber in meinem Fall eine unzutreffende Erklärung: Der Repeater ist mit >200MBit/s mit dem Router verbunden, d.h. wenn sich diese Übertragungsrate halbiert, beträgt die "interne" Bandbreite des WLANs immer noch >100 MBit/s. Damit sollte es doch dann kein Problem sein, die
vollen "externen" 50 MBit/s des VDSL-Anschlusses zu nutzen!?

Die "interne" WLAN Übertragungsgeschwindigkeit scheint ja offenbar zum Nadelöhr zu werden und weniger als 20 MBit/s zu betragen. Und das, obwohl der
Repeater mit > 200 MBit/s mit dem Router verbunden ist. Wenn die "externe" VDSL-Bandbreite das Nadelöhr WÄRE, dann würde die Test-Geschwindigkeit des
Internetanschlusses ja volle 50 MBit/s sein. Was ja auch der Fall ist, wenn der Klient direkt mit dem Router kommuniziert. Es kann doch nicht sein, dass
der Repeater die "interne" Bandbreite dermaßen drosselt! Wenn ich von meinem Laptop via WLAN -> Repeater -> Fritzbox -> NAS (per LAN an die Fritzbox angeschlossen) Files übertrage, erziele ich Übertragungsraten von max. 3 MB/s, oft nur 2 MB/s.

HILFE, ICH KAPIERE ES NICHT UND BIN FÜR JEDEN TIPP DANKBAR!
 
Wlan: Brutto vs. Netto

200mb/s ist die Brutto-Datenrate inkl. Protokolle etc.
Die Netto-Rate ist aber deutlich kleiner. Die liegt möglicherweise auch nur bei 50mb/s. Die dann noch halbiert.
Und schon ist die Übertragungsrate dahin.
 
Moin

Wenn du schnelles WLAN möchtest, setz keine Repeater ein.
Das ist nunmal so, und deine Tests zeigen das auch ganz deutlich.
Wenn du im Erdgeschoss auch an die 50MBit rankommen willst brauchst du:
1. Ein LAN-Kabel vom EG zum Router und...
2. Einen WLAN Accesspoint (keinen Repeater) im EG am LAN-Kabel.
 
Zuletzt bearbeitet:
habe eher auch nur schlechte Erfahrungen mit repeatern gemacht, nicht nur wegen der Datenrate sondern auch weil die Verbindung extren instabil wurde.
 
HILFE, ICH KAPIERE ES NICHT UND BIN FÜR JEDEN TIPP DANKBAR!

Es ist vollkommen egal, wie Dein Download-Speed mit einem direkt am WLAN der Box angeschlossenen Gerät ist.
Überlegen wir mal.
Nehmen wir zur Beispielrechnung zwei Szenarios an, Szenario 1: Gerät am WLAN der Box, Szenario 2: Gerät am Repeater und der an der Box.

Szenario 1, Sekunde 1: Ein Paket geht von der Box zum Gerät.
Szenario 2, Sekunde 1: Ein Paket geht von der Box zum Repater. Sekunde 2: Das Paket geht vom Repeater zum Gerät.

Wir merken: Vollkommen unabhängig davon, wie hoch Deine Geschwindigkeit zwischen Repeater und Box ist, kann ein Gerät am Repeater nur das weiterleiten, was er von der Box bekommt. Und dafür braucht er bis zu Deinem Gerät nun mal die doppelte Zeit -> ergo: Halbierte Geschwindigkeit. Und da 20.000 ca. die Hälfte von 50.000 ist (mit ein bischen Verlust im Repeater, Kellerdecke etc.), kommt das sehr ordentlich hin.
 
Das stimmt so nicht. Es fängt damit an, dass ein Paket nicht eine Sekunde braucht, und folglich nicht erst in der zweiten Sekunde weitergeleitet wird.
Angenommen, es würde sich um einen DSL Anschluss mit 2.000MBit/s handeln, dann wäre mit Deiner Begründung die Datenrate mit Repeater 1.000MBit/s.

Es kann hierfür viele Ursachen geben, zum Beispiel ein zu kleines Übertragungsfenster beim Server oder beim Client. Oder der Repeater hat ein grundlegendes Problem mit höherer Geschwindigkeit.

Ich würde einen Test mit einem Linux Live System (zum Beispiel Knoppix) versuchen, außerdem die Geschwindigkeit für einen Datentransfer im lokalen Netz über den Repeater messen.
 
Es gibt auch Cross(Band)-Repeater ohne "Halbierungs-Krankheit" zu kaufen, z.B. der Belkin N600 (F9K1122) für rund 80 €.
Wie ist denn der aktuelle Repeater positioniert? Prinzipiell gehört er ja in die "Feldstärke-Mitte" zwischen der Basis und den Clients.

"Baulich bedingt" - hat die Mafia Deine 7390 mit ins Fundament vergossen? ;-) WLAN-APs und DECT-Basen gehören nun mal nicht in den Keller, außer man wohnt dort.
 
An einem 16.000 kbit/s ADSL Anschluss würde man mit diesem Repeater auch 16.000 kbit/s schaffen. Also halbiert der Repeater nicht immer den Durchsatz. ;)
 
"der Repeater halbiert den Durchsatz" des WLANs:
- Brutto-Verbindung: 200
-> Netto-Speed = Brutto/2 = 100
-> Repeater-Speed = Netto/2 = 50 - Was ja eigentlich für VDSL reichen sollte.

Bei mir verliert das 300er WLAN nicht ganz nachvollziehbare >30% vom Internetspeed (8 statt 12,5 MByte/s) gegenüber der LAN-Verbindung, was einseits an der durch WLAN verursachten CPU-Vollauslastung mit der aktuellen Firmware und andererseits an der etwas gestiegenen Latenz liegen dürfte.
 
Es gibt auch Cross(Band)-Repeater ohne "Halbierungs-Krankheit" zu kaufen, z.B. der Belkin N600 (F9K1122) für rund 80 €.
Wie ist denn der aktuelle Repeater positioniert? Prinzipiell gehört er ja in die "Feldstärke-Mitte" zwischen der Basis und den Clients.

"Baulich bedingt" - hat die Mafia Deine 7390 mit ins Fundament vergossen? ;-) WLAN-APs und DECT-Basen gehören nun mal nicht in den Keller, außer man wohnt dort.

"Baulich bedingt" - ich habe den Telefonanschluss im Keller, da ist die Fritzbox direkt angeschlossen. Alternative wäre noch eine Telefondose im Schlafzimmer. Aber ich habe ein Synology-NAS, das per LAN an der Fritzbox hängt und das NAS möchte ich nicht im Schlafzimmer haben.

Crossband: Danke für den Tip, den ich auch von anderer Seite erhalten habe. Ich habe heute testweise einen Belkin N600 "angeschlossen". Verbindung aktuell mit der Fritzbox: 265 MBit/s (2,4 GHz) und 221 MBit/s (5 GHz). Was soll ich sagen - es bringt alles nichts. Die interne WLAN-Geschwindigkeit ist mau und der externe 50.000er VDSL-Anschluss wird ausgebremst. Shit.

Gibt es gute Tools, mit denen ich die interne WLAN-Geschwindigkeit testen kann? Momentan mache ich das, indem ich ein großes File hin- und herkopiere.
 
Den reinen WLAN-Speed habe ich immer unter Ausschluss des Internets getestet, bei Dir wäre das dann zwischen dem per LAN angeschlossenen NAS und dem WLAN-Client. Ja, ich teste auch immer mit dem Kopieren großer Dateien per SMB und FTP und manchmal mit den Tools Iperf und NetIO, wenn es auf Vergleichbarkeit ankommt. Zum Kopieren nehme ich auch einen Dateimanager, der (von mir) getestet den besten Durchsatz im LAN bringt, und das war bisher der Total Commander.
 
50000 geteilt durch 2 = 25000
Schon einmal daran gedacht?
Das Problem habe ich hier im Repeaterbetrieb ebenfalls.
Direkt gemessen mit optimaler Umgebung stimmt es.
Optimal heißt direkt an der Box per LAN, ohne AV und Firewall.
Diese Bremsen ebenfalls!
 
Vom funktechnischen Betrieb her vereinfacht ja.
Darum schmunzel ich in Mobilfunkforen immer, wenn auf hohem Niveau gejammert wird.
WLAN ist auch nichts anderes wie eine Funkzelle.
Je mehr Teilnehmer umso geringer die Bandbreite.
Darum messe ich nur nach Deaktivierung von WLAN und allen möglichen Systembremsen.
Selbst MS-Windoof hat bremsen drin.
 
Moin

Ja, das ist wahr Csmulo.
Solche Messungen werden wie selbstverständlich als einzigster WLAN-Klient gemacht.
Ganz anders sieht es (natürlich) aus wenn der Rest der Familie noch mit dran hängt. ;)
Mama streamt ZDF-Info, der Sohnemann zockt und das Töchterlein chattet auf Facebook,
und schaut sich auf Zalando Schuhe an. Hauptsache ist doch: Es funktioniert!
 
50000 geteilt durch 2 = 25000

Warum in meinem Fall 50.000 geteilt durch 2?
INTERN ist doch wie gesagt Router und Repeater mit > 200 MBit/s verbunden. Also wäre 200.000 geteilt durch 2 = 100.000. D.h. INTERN ist die Verbindung immer noch doppelt so schnell wie die Verbindung, die nach EXTERN raus geht (50.000). Die EXTERNE Verbindung sollte dann der Flaschenhals sein, d.h. alle Clients sollten die volle EXTERNE Verbindungsgeschwindigkeit zur Verfügung haben. Da das leider nicht der Fall ist, scheint bei mir also der Flaschenhals INTERN zu sein, d.h. die WLAN-Verbindung. Und damit tue ich mir immer noch schwer es zu verstehen: INTERNE Brutto-Verbindungsgeschwindigkeit Router - Repeater ist >> 200 MBit/s. Jetzt auch mit Crossband-Repeater von Belkin auf beiden Sendefrequenzen 2,4 und 5 GHz. Trotzdem scheint die die INTERNE Netto-Verbindungsgeschwindigkeit auf unter 50.000 MBit/s zu sinken. Denn nur dann ist die INTERNE Verbindung doch der Flaschenhals.
Gerade gemessene Geschwindigkeit Client - Repeater - Router - Internet ist < 20 MBit/s. Das bedeutet doch, dass die INTERNE Netto-Verbindungsgeschwindigkeit von Brutto >> 200 MBit/s auf Netto < 20 MBit/s sinkt! Das wäre ein Faktor von 10! Oder habe ich einen Fehler in meinem Gedankengang?

Flaschenhals EXTERN, sozusagen der Soll-Zustand:
Client --200MBit/s(brutto)--> Repeater --200MBit/s(brutto)--> Router --50MBit/s--> Internet
Solange die internen 200MBit/s brutto in mehr als 50Mbit/s netto intern resultieren, bleibt der Flaschenhals die Verbindung Router --50MBit/s--> Internet.

Flaschenhals INTERN, sozusagen der Ist-Zustand:
Client --20MBit/s(netto)--> Repeater --20MBit/s(netto)--> Router --50MBit/s--> Internet
Jetzt bremst die interen Verbindungsgeschwindigkeit von <20MBit/s die extern zur Verfügung stehenden 50MBit/s aus.

Also intern wird BRUTTO zu NETTO offenbar um den Faktor 10 langsamer durch den Repeatereinsatz - kann das wirklich sein?? Ohne Repeater kommt der Client --> Router --> Internet ja tatsächlich mit annähernd 50 MBit/s ins Internet.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Basis zu 200 : 2= 100 Repeater 100 : 2 = 50 zu Client.
Abzüglich Störungen ( Witterung, baulicherseits, DECT andere Netze, Mobilfunk)
Merkst du was?
Wenn du dann noch im 2,4 und 5 GHz-Bereich funkst reduziert es sich weiter.
 
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