Fritzbox 7360 + 7390 über LAN-Datendosen und Switch?

BenniFR

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Hallo liebes Forum,

ich habe eine Detailfrage die ich in anderen Beiträgen so leider nicht habe finden können. Ich freue mich, wenn einer von Euch sich des Problems annhemen kann :-)

Ausgangssituation:
- Haus mit Keller, Erdgeschoss (EG), Obergeschoss (OG) und Dachgeschoss (DG)
- Im Keller ist ein Patchfeld
- Im EG ist eine Doppeldatendose, in OG 2 mal Einzeldatendose und DG eine Einzeldatendose
- Signal kommt aus Übergabepunkt per cat Kabel
- Fritzbox 7360 vorhanden

Ziel:
- Auf den Datendosen EG, OG, DG LAN Signal als auch DECT Signal zur Verfügung stellen
- in EG und DG zunächst jeweils eine Fritzbox installieren, die im Ergebnis sowohl WLAN als auch DECT verbreiten/verteilen

Idee (vielleicht vollkommener Quatsch?):
- Im Keller einen Switch nehmen und das Übergabekabel da rein und von da aus in die Netzwerkanschlüsse des Patch-Feldes?

Frage:
- Haut mir der Switch das DECT Signal weg?
- Falls das überhaupt eine gute Idee ist gibt es dann einen Switch der das Internetsignal und das DECT Signal weitergibt/verteilt?

Vielen Dank schon einmal an jeden, der sich dieser Frage annimmt. Ich bin für Hinweise dankbar.

Viele Grüße

Benni
 
Man kann DECT nicht über Ethernetkabel leiten, egal ob mit oder ohne Switch.

Was spricht gegen eine einzelne DECT-Basis im EG oder OG?
 
Was für einen Internetanschluss hast du, bei dem irgendein Signal aus einem Übergabepunkt per Cat-Kabel kommt? :confused:

Das "C" in DECT heißt übrigens "cordless". Ein DECT Signal ist also nie auf einem Kabel und kann nicht über einen Switch verteilt werden.
 
Hi,

Danke für die Antwort. Wahrscheinlich verstehe ich es nicht richtig ... Derzeit habe ich das cat-Kabel aus der Übergabestation direkt an eine der Datendosen angeschlossen (Doppeldatendose EG) und im EG die Fritzbox rangeklemmt. Funktioniert auch soweit mit WLAN und DECT Telefon. Wir haben aber sehr dicke Decken, sodass wir Datendosen installiert bekommen haben. Fakt ist, dass im DG weder WLAN noch DECT von der Fritzbox aus dem EG vernünftig ankommen.

Da das Internetsignal und Telefonsignal über das cat Kabel einfach in das Erdgeschoss weitergeleitet wurden, nachdem ich den Übergabepunkt mit dieser Datendose verbunden hatte, habe ich gedacht, ich könnte das Signal irgendwie auf alle Dosen aufteilen (mit einem SWITCH?). Dann zwei Fritzboxen installieren (eine im EG und eine im DG). Das OG würde nach meinem laienhaften Plan von beiden Fritzboxen soweit versorgt, dass auch dort guter DECT Empfang gewährleistet bleibt. Gleichzeitig haben die Datendosen im OG das Internetsignal (da ich im Keller mit dem SWITCH aufgeteilt habe) und ggf. noch das DECT.

Ich habe aber das Gefühl, irgendwas nicht so richtig an der Sache zu verstehen :-(

Kannst Du mir einen Rat geben?

Viele Grüße
 
Alles richtig.

Fritz!Boxen können aber A/D und D/A von Analog nach VoIP, dazu zähle ich auch DECT, oder deren Basen, dass dann irgendwann über ein Kabel ins Internet geht.

Am Ende geht DECT zur Basis und über LAN oder TAE zum Repeater von dem kabellos wieder über WLAN zu seiner WLAN Basis, dann eventuell über LAN Kabel zum Router und von dem wieweisswer dann endlich irgendwie ins Internet.
...da ist/bleibt DECT und WLAN noch die kürzeste Strecke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

vielen Dank für die Antworten.

Ich habe eine Glasfaserleitung ins Haus bekommen. Dort ist eine Box aufgestellt, die sowohl einen CAT Ausgang hat und einen Antennenausgang. den cat Ausgang habe ich dann einfach wie beschrieben benutzt.

@koyaanisqatsi: Kann ich das mit dem Switch also machen? Haben die Fritzboxen dann beide die Möglichkeit das DECT Signal zu versenden?

Dankefür die Antworten und die Hilfe :-)
 
Asso, und die Fritzboxen scheinen nach der Anleitung hier auch irgendwie miteinander sprechen zu können (wenn ich das mal so ausdrücken darf) :-)

http://avm.de/service/fritzbox/frit...en-ueber-Netzwerkkabel-miteinander-verbinden/

Ich habe nur die Befürchtung, dass wenn ich den SWITCH vor die Datendosen tue, dass das Telefonsignal, dass ja anscheinend da irgendwo drin sein muss, nicht mehr da ist, da der SWITCH nur für das Internetsignal ist. Ist das so?
 
Hi,

@KunterBunter: 100 Mbit Anschluss per Glasfaser. Aus dem kommen die Anschlüsse cat sowie Antennenbuchse. Wird in einer sogenannten mediabox gemacht. Plastikkasten der diese beiden Anschlüsse dann außen hat :-)
 
Das wird nur mit einem Switch sowieso nicht funktionieren, da die Glasfaser Box nur ein ONT ist und keinen Router beinhaltet.
 
Ne, so nicht.
Ich würde einen WLAN Accesspoint mit der Möglichkeit zum Anschliessen von LAN/TAE Telefonen (Fritz!Box als IP-Klient und ATA) zentral aufstellen und am Switch anschließen.
 
Ja, und zwischen ONT und Fritz!Box als IP-Client brauchst du noch einen Router.
 
Hi,

ok. Dann würde ich das Signal aus dem Keller über das erste cat Kabel der Datendose in das EG leiten (hier Fritzbox 7360) anschließen. Rein in LAN 1. Raus aus LAN 2 und zurück in den Keller. Im Keller das Signal mit dem SWITCH aufnehmen und an die anderen Datendosen verteilen. Un dann die Preisfrage: Wenn ich im DG die zweite Fritzbox an die Datendose anschließe, die Ihr Signal über den SWITCH aus dem Keller verteilt bekommen hat, kann ich hier wieder ein DECT Telefon an der Fritzbox im DG anmelden?

Viele Grüße.
 
Mit Hauptschwerpunkt: Zentrale Aufstellung der DECT/WLAN Basen
...von da lässt sich eh am Besten repeaten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

ich werde dann mal zur Tat schreiten und berichten :-)
 
Dort ist eine Box aufgestellt, die sowohl einen CAT Ausgang hat und einen Antennenausgang.

Was ist denn bitteschön ein "CAT-Ausgang"? :confused:

Und einen Antennenausgang wird diese "Box" (das Ding nennt sich übrigens ONT, umgangssprachlich auch Glasfasermodem) auch nicht haben sondern vermutlich eine F-Buchse für den Anschluss von Koaxialkabel um darüber z.B. DVB-C anbieten zu können.


Ich habe nur die Befürchtung, dass wenn ich den SWITCH vor die Datendosen tue, dass das Telefonsignal, dass ja anscheinend da irgendwo drin sein muss, nicht mehr da ist, da der SWITCH nur für das Internetsignal ist.
Befreie dich erst einmal von der Vorstellung, dass da irgendein Telefon- oder Internet-Signal drinne ist. Die Boxen kommunizieren über die LAN-Ports per TCP/IP-Protokoll (Telefonie kann über dieses Protokoll z.B. per SIP+RTP/VoIP übertragen werden), ob da ein Switch dazwischen ist oder nicht spielt überhaupt keine Rolle.

DECT ist dagegen ein Funkstandard (so wie z.B. auch WLAN oder Bluetooth) und wird somit logischerweise nicht über die LAN-Anschlüsse transportiert/übertragen. DECT-over-IP, so wie dies IP-DECT Multizellenlösungen incl. Roaming und Handover umsetzen, kennen die FritzBoxen nicht!

Eine Art "DECT-over-IP Light" ist mit FritzBoxen möglich, dabei stellen die anderen FritzBoxen als (S)IP-Client ebenfalls eine jeweils eigene DECT-Basis dar, allerdings ist so weder ein Roaming noch ein Handover möglich. Das wäre bei AVM DECT-Produkten nur mit DECT-Repeatern möglich, diese DECT-Repeater setzen aber nicht auf eine Kabelverbindung sondern müssen im Funkbereich der DECT-Basis liegen um diesen, vereinfacht ausgedrückt, wieder verstärken/erweitern zu können. Ob ein solcher DECT-Repeater per LAN mit einer Fritzbox verbunden ist oder nicht interessiert denn DECT-Repeater überhaupt nicht.


Dann würde ich das Signal aus dem Keller über das erste cat Kabel der Datendose in das EG leiten (hier Fritzbox 7360) anschließen. Rein in LAN 1. Raus aus LAN 2 und zurück in den Keller. Im Keller das Signal mit dem SWITCH aufnehmen und an die anderen Datendosen verteilen.
So bist du schon mal auf dem richtigen Weg.


Un dann die Preisfrage: Wenn ich im DG die zweite Fritzbox an die Datendose anschließe, die Ihr Signal über den SWITCH aus dem Keller verteilt bekommen hat, kann ich hier wieder ein DECT Telefon an der Fritzbox im DG anmelden?
Ja aber mit der o.g. Einschränkung, das kein Roaming oder Handover zwischen der DECT-Basis im EG und DG möglich ist.
Daher hier auch der Vorschlag, die DECT-Basis möglichst zentral im Gebäude aufzustellen, Wenn Roaming nicht notwendig ist dann kann man das auch so machen wie du es vorhast.
 
Diese Herleitung habe ich mir schon gedacht nur macht es das immer noch nicht zu einem "CAT-Ausgang".

Gemeint ist hier wohl ein GbE-Port ausgeführt als RJ45-Buchse, auch bekannt als 1000Base-T Anschluss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Hinsichtlich des cat Ausgangs werdet Ihr bestimmt recht haben. Ich werde nachher einkaufen gehen und dann mit den Anschlüssen beginnen.

Noch mal vielen Dank für die Hilfe. Ich berichte :-)
 
Hallo Zusammen,

ich wollte noch einmal abschließend vielen Dank für die Ratschläge sagen. Ich habe es jetzt umgesetzt und es funktioniert. Die zweite Fritzbox (7390) lässt gegenüber der Basis (Fritzbox 7360) die Alternativen zu, als Repeater zu fungieren oder eine eigenständige Funkzelle für DECT aufzubauen und dieses sogar parallel. Im Ergebnis reicht der Empfang im DG anscheinend sogar noch aus, um die Repeater-Lösung zu vollziehen. Damit ist dann sogar der Handshake beim Telefonieren gewährleistet. WLAN wird über das LAN Kabel aus der Wand im DG neu aufgebaut und das Haus ist jetzt überall mit sehr gutem Empfang ausgestattet. Der SWITCH hat seine Arbeit im Keller ebenfalls aufgenommen und stellt das Signal auf allen Datenleitungen ohne Probleme bereit.

Vielen Dank, dass Ihr Euch der Sache angenommen habt.

Viele Grüße

Benni
 
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