[Problem] Fritzbox 7590 Kurzschluss: Suche Kondensator Spezifikationen

syntcom

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Hallo,

ich habe eine Fritzbox 7590 bei der ein Kondensator einen Kurzschluss verursacht hat.
Da das Teil SMD und defekt ist, kann ich es nicht identifizieren.
Er ist wohl Teil eines Filters. Bilder Anbei. Ich habe ihn herausgelötet. Die Box funktioniert auch ohne ihn, aber er wird sicher seinen Sinn haben.
Hat jemand zufällig so eine Platine rumliegen und kann mir das Teil rausmessen? Da die Kondensatoren in dem Filter parallel gehen, wäre im ausgebauten Zustand sicher besser, aber ich bin um jeden Hinweis froh.
(Achtung: die haben die ganzen Teile offenbar mit Superkleber festgeklebt! :eek:)

Danke und Grüße
Michael
Inked20211009_115802_LIx.jpg Inked20211009_115829_LIx.jpg
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Kurzschluss? Wer sagt das?
und übrigens ist hier nix verklebt, sondern gelötet
 
Eingebaute Kondensatoren lassen sich schlecht ausmessen. Und wenn der festgeklebt ist, ist der Ausbau auch problematisch.
Ansonsten ist der beidseitig verlötet, d.h. man bräuchte einen Lötkolben mit einer Gabel-Spitze.

Mich würde allerdings die Frage "Wieso ist der durchgegangen?" beschäftigen ...
 
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Ich würd mal freihändig behaupten der hat den gleichen Wert wie der links daneben im offensichl. parallel aufgebauten Schaltkreis.

1633966110344.png

Also reicht es wenn der neue verbaut dann die selben Werte aufweist wie der andere (ohne den jetzt auch auslöten zu müssen).
Wobei Pi x Daumennagel mit 10-100nF wirst nicht allzuviel falsch machen können.
 
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Kurzschluss? Wer sagt das?[...]
ich. gemessen.
geklebt und gelötet.

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da das Gerät ohne ihn offensichtlich funktioniert gehe ich von einem herstellungsbedingten Bauteildefekt aus. Alles andere wird die Zeit zeigen.

[Edit Novize: Beiträge zusammengefasst - siehe Forumsregeln& Überflüssiges Fullquote vom Beitrag direkt darüber gelöscht - siehe Forumsregeln]
Ich würd mal freihändig behaupten der hat den gleichen Wert wie der links daneben im offensichl. parallel aufgebauten Schaltkreis.

Anhang anzeigen 113462

Also reicht es wenn der neue verbaut dann die selben Werte aufweist wie der andere (ohne den jetzt auch auslöten zu müssen).
Wobei Pi x Daumennagel mit 10-100nF wirst nicht allzuviel falsch machen können.
Danke für die konstruktive Antwort!

Mir ist noch gar nicht aufgefallen, dass der Schaltkreis daneben fast genauso aussieht.
Könnte tatsächlich sein! Super Hinweis! Dem werde ich mal nachgehen, sollte nciht noch einer mit nem definitiven Wert um die Ecke kommen.
 
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gehe ich von einem herstellungsbedingten Bauteildefekt aus.
Lese ich da jetzt raus dass die FB ging und nur nur mal alles durch gemessen hast und dabei den Kurzschluss gefunden hast? Die FB geht also auch mit dem Kurzschluss?
 
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nein. auf den Bildern ist auch zu erkennen, dass ich das Teil rausgelötet habe.
 
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Cool, wie nach so kurzer Zeit schon so unqualifizierte Antworten zusammen kommen! *SCNR*.

a) Ja, natürlich klebt man Bauteile. Die Unterseite hier hat viel weniger Bauteile, deshalb wird sie sicherlich zuerst gelötet. D.h. wenn dann die Oberseite durch den Ofen läuft kann es passieren, dass auch das Lötzinn auf der Unterseite so weit schmilzt, die Bauteile runterfallen. Deshalb klebt man die kritischen Bauteile.

b) MLCC-Kondensatoren, wie hier, cracken gerne mal. Z.B. wenn jemand versehentlich die bestückte Platine unsanft wo dagegenschlägt kann der Kondensator brechen und dann kurzschließen. Das ist völlig normal, wird normalerweise direkt während der Produktion in AOI oder Test gefunden. Oder, natürlich, kann auch jemand die Fritzbox unsanft behandeln und der Kondensator brechen.

c) Normalerweise halte ich es nicht für eine gute Idee, einfach irgendwelche Werte aus benachbarten Schaltungsteilen zu verwenden. In diesem Fall jedoch handelt es sich ganz offentsichtlich um die Eingangsbeschaltung des Buck-Converters: Längsdrossel/Ferrit (das große Schwarze), dann drei Kondensatoren (zwei größere + ein kleinerer) parallel, dann Buck-IC (der Chip mit den sechs Pins).
Deine Bilder sind nicht so prickelnd, habe das grade aber an meiner FritzBox geprüft und bin mir sicher: Der kaputte Kondensator und der in der Schaltung daneben haben sicherlich den gleichen Wert.

Warum ist es generell eine schlechte Idee: Bei dem Buck könnte es auch ein Kondensator in der Loop-Compensation sein, und wenn da jetzt jemand irgendwelche Werte reinbestückt, oder Werte eines benachbarten (ähnlichen aber nicht gleichen Bucks), könnte das ganze instabil werden und anfangen zu schwingen.

Nachtrag: Ach ja, und dann sind dann ja abgesehen vom Kapazitätswert noch ein paar mehr Parameter einzuhalten.
Bauform ist einfach: Die ist "0805". Spannungsfestigkeit ist auch noch einfach, dafür würde ich einfach mal die Spannung an dem Kondensator messen, und den nächstgrößeren Wert nehmen. Vielleicht liegen da 3,3V an, weiß in der Liga die Abstufungen nicht, aber 6,3V müsste es geben. Toleranz ist relativ sicher +-20%, und Keramik ist relativ sicher X5R.
Den Wert misst du ja, den zu schätzen ist schwierig ohne die Spannungsfestigkeit zu kennen... Ich persönlich würde aber deutlich über das bereits genannte tippen... Ich tippe bei 6,3V mehr in Richtung 10µF, ggf. sogar mehr.

Nachtrag2: Ich habe nochmal nachgedacht... Lieber den Wert messen, und dann die größte Spannungsfestigkeit mit X5R-Keramik und 0805-Gehäuse nehmen. MLCC-Kondensatoren, insbesondere mit "schlechterer" Keramik wie hier, haben eine unangenehme Eigenschaft genannt "DC-Bias", die den Kapazitätswert teils drastisch sinken lässt über die anliegende Spannung... Ggf. haben die Entwickler deshalb ein (für die FritzBox) vergleichsweise großes Gehäuse gewählt. Und falls du es jetzt nicht völlig übertreibst - also keinen 2kV-Kondensator für 3,3V nimmst - schadet es nicht.
 
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10µF, bei der kleinen Größe? Oder meinst Du eher "nF"?
 
Ich würde einiges drauf wetten, dass der Wert in der Größenordnung liegt, ja. Sonst hätten die Entwickler nicht eine "so große" Bauform genommen.
Das macht man hauptsächlich aus zwei Gründen: Man braucht die große Spannungsfestigkeit, oder man braucht eine große Kapazität.
Hier wäre übrigens ein Bauteil mit 22µF käuflich zu erwerben.

Noch ein Nachtrag: Ich sehe grade, dass du "kleine Größe" geschrieben hast. Der war gut! :D
Auf dieser Fritzbox sind auch Bauteile im "02001"-Gehäuse verbaut. Die sind mal klein, ich löte normalerweise noch nicht mal die nächstgrößere Größe "0402" ohne Mikroskop.
 
Zuletzt bearbeitet:
@foolproof : Könnte mir auch 100uF vorstellen.
@H'Sishi : in der Spannungsstabelisierung nimmt man 10uF oder 100uF Elkos. Und 100nF Keramik Kondensatoren zum blocken von Schwingungen.
 
Ehm ... ok ... ich wußte bislang nicht, daß die Kondensatoren *so* klein sein können; ich kenne überwiegend die Elko-Bauform und die ist erheblich größer, bei nur wenig höherer Spannungsfestigkeit.

Ich hätte auf ein paar nF getippt, um HF-Schwingungen zu dämpfen ...
 
Naja, Elkos verwendet man heutzutage nur noch wenn man muss. Wenn man kann verwendet man Keramikkondensatoren, die sind in so ziemlich allen Eigenschaften besser.
 
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... alles eine Kostenfrage. :)
In 0805 haben dann aber leider nur noch 2,5V. :-(
 
Top! Es gibt sie hier doch, die sehr qualifizierten Leute mit qualifizierten Beiträgen! Danke!!

@foolproof
Hervorragend, dass Du Dein Wissen mit uns teilst. Das bestärkt mich nun darin, die 10uF des Kondensators des benachbarten Schaltkreises zu nehmen.

Ich habe gestern alle Kondensatoren ausgelötet.
1. der Defekte: XX uF
2. der in der gleichen Größe daneben: 10uF
im gleichen, benachbarten Schaltkreis:
3. gleiche Position wie defekter: 10uF
4. der gleiche daneben: 10uF

Es liegen 12V an.

Warum wurde hier nicht einfach ein einzelner 20/22uF Kondensator hergenommen?
Verfügbarkeit und Preis?

Ich würde nun alles mit 10uF X5R 10% mit 16 oder 25V, je nach Verfügbarkeit, bestücken.
 
@syntcom : Hängt eventuell mit den kosten der Bestückung ab. (Werkzeugwechsel wegen Bauform). Ebenso könnte das zur besseren Glättung und Stabilisierung der Gleichspannung vor der Regelung dienen. Wenn du dir die Beispielschaltungen von Festspannungsreglern anguckst (z.B.78xx serie), dann findest du im Eingangs und Ausgangsbereich immer Elkos von 10 - 100 uF.
 
Warum wurde hier nicht einfach ein einzelner 20/22uF Kondensator hergenommen?
Verfügbarkeit und Preis?
Ich nehme an, dass 2x 10uF ein besseres Schaltverhalten haben, als 1x 20uF. Aber alle Achtung - Alle SMD-Kondensatoren auszulöten ohne die Platine zu ruinieren, das imponiert mir.:rolleyes:
 
ESR von 2x 10µ (sollte bei Parallelschaltung ja die Hälfte sein) ist glaub ich besser als bei 1x 22µ der nur etwas niedriger ist als der eines einzelnen 10µ.
 
  • Haha
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