[Frage] Fritzbox: Fluktuationen im WLAN-Mesh

Was bedeutet das, wenn man sehr viele Accesspoints hat? Der Logik folgend, dass 2,4 GHz eine größere Reichweite gegenüber 5 GHz hat, könnte man ausprobieren, jeden zweiten 2,4 GHz-Accesspoint mit einer eigenen SSID auszustatten.
Dieser Logik folgend, gibt ist es bei mir ein manuelles Mesh (eine einheitliche SSID) mit 2,4 GHz FritzBoxen (ca. 8 Accesspoints) und überall "manuelle Kanaleinstellung" aus 1-5-9-13/EU und Sendeleistung 12 %. Den Rest übernimmt Roaming bei den ca. 150 Clients, davon im Durchschnitt 40 aktiv. Organisation bzw. Planung, keine Automagie, deshalb funktioniert es einfach.

8-ung:
Hat eine FritzBox/Accesspoint die "manuelle Kanalwahl" einmal verlassen müssen (sicher aus gutem Grund [z.B. wegen "funktechnisch aufdringlicher Nachbarn", die sich einer Organisation (Kanalschema) bzw. Planung nicht aufgeschlossen zeigen], aber man erwartet das "manuell" nicht), gilt die automatische Kanalwahl, ohne dass es auf der WebGUI ersichtlich ist. (So war auch die Erfahrung von @jjooee.) Leider gibt es keine Rückkehrpflicht zum eingestellten manuellen Kanal (z.B. als priorisierter Kanal).
Steigt FritzOS einmal in die Automagie ein, sind alle Kanäle gleichwertig / gleichberechtigt.
 
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Dieser Logik folgend, gibt ist es bei mir ein manuelles Mesh (eine einheitliche SSID) mit 2,4 GHz FritzBoxen (ca. 8 Accesspoints) und überall "manuelle Kanaleinstellung" aus 1-5-9-13/EU. Den Rest übernehmen die Clients mit Roaming. Keine Automagie, dafür funktioniert es.
Heißt das, das du die Fritzboxen gar nicht ins AVM-Mesh aufgenommen hast? Also in der Mesh-Übersicht keine Mesh-Icons?
 
8-ung:
Hat eine FritzBox/Accesspoint die "manuelle Kanalwahl" einmal verlassen müssen (sicher aus gutem Grund), gilt die automatische Kanalwahl, ohne dass es auf der webGUI ersichtlich ist. (So war auch die Erfahrung von @jjooee) Leider gibt es keine Rückkehrpflicht zum eingestellten manuellen Kanal, in der Automagie sind alle Kanäle gleichwertig / gleichberechtigt.
Bei mir hat der WLAN-Repeater hier die Anweisungen gefolgt, die er vom WLAN-Mesh erhalten hat. Ich habe geprüft, jetzt haben definitiv alle Router/Repeater denselben Kanal (jeweils für 2,4 und für 5 GHz).

Ich denke (nur Vermutung), dass der 1750E per HW nicht in der Lage ist Kanal 140 für 5 GHz zu nehmen, deswegen hat in Auto-Kanal-Modus gewechselt - was an sich auch vernünftig ist.

Was ich problematisch finde, dass es keine Benachrichtigung im FritzOS dafür vorgesehen ist, wenn ein Repeater - warum auch immer - nicht in der Lage ist, irgendwelche Mesh-Vorgaben einzuhalten.

UPDATE:
In einer idealen Welt würde der Mesh-Master alle Daten der im Mesh teilnehmenden Repeater sammeln und nur den gemeinsamen Nenner aller Repeater/Master einstellbar machen. Würde man einen neuen Repeater in Mesh einfügen wollen, der bei manchen Einstellungen mit den anderen nicht mithalten kann, würde ich eine Warnung dafür erwarten. Kann OpenWRT so etwas?
 
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@dbausd korrekt. Keine Mesh-Icons und kein Internetzugang für die IP-Clients/Accesspoints, weil noch ein Konzept mit Zugangsprofil greift. Es ist ein /21er-Netz und der Router ist eine 7490_07.60, allerdings geht überall der backhaul über LAN-Kabel. Der Switch nach LAN2 wird nicht angezeigt. Die Mesh-Darstellung ist mir Wurst und "Scheiße fürs Auge" des Verbrauchers. Es fehlt der aktive AccessPoint .2.1 (muss mal schauen warum; UPDATE: Strom war ausgesteckt) und .7.1 ist z.Z. ausgeschaltet.
 

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Bei mir hat der WLAN-Repeater hier die Anweisungen gefolgt, die er vom WLAN-Mesh erhalten hat. Ich habe geprüft, jetzt haben definitiv alle Router/Repeater denselben Kanal (jeweils für 2,4 und für 5 GHz).
Das ist in einem AVM-Mesh so gewollt und beschrieben:
Eine SSID für alles und auf jeder Frequenz verwenden alle beteiligten Stationen genau einen (für alle Stationen gleichen) Kanal. Damit werden physikalische Funkkanal Interferenzen ACI mit Nachbarn (die man zu nichts zwingen kann) minimiert (ausgeschlossen) und zeitliche Funkkanal Interferenzen CCI werden im Mesh zwischen den (zwei) Frequenzbändern verteilt.

So ist es mit Repeatern (wireless backhaul) in "1 Optimale Anordnung der Mesh Repeater ermitteln" beschrieben und nach Triband-Dualband-Singleband in der Leistungsstärke unterschieden https://fritz.com/mesh/faqs/fritzrepeater-mit-anderem-mesh-repeater-verbinden/ Nur mit Dual-/Triband können die Nutzdaten und der backhaul zeitgleich (auf 2 (oder 3) verschiedenen Bändern) in beide Richtungen übertragen werden (d.h. mehr Airtime, weniger CCI).
Sofern der Mesh Repeater über einen LAN-Anschluss verfügt und eine Hausverkabelung vorhanden ist, empfehlen wir, die Verbindung über ein Netzwerkkabel herzustellen. Da Verbindungen über ein Netzwerkkabel im Gegensatz zu WLAN-Verbindungen keinen Störeinflüssen ausgesetzt sind, werden die Daten jederzeit mit der maximalen Datenrate transportiert.
Im Zitat sind es dann Accesspoints (wired backhaul) und damit einem "organisierten" Mesh mit Singleband-WLAN vergleichbar.

In einem "organisierten" Mesh mit Accesspoints (wired backhaul) gibt es eine SSID und auf jeder Frequenz verwenden alle Stationen unterschiedliche ("gemeinsam organisierte") feste Kanäle, z.B. aus einem Kanalschema, z.B. 2,4 GHz / ISM-Band 1-5-9-13/EU oder im 5 GHz / C-Band 36-40-44-48/nonDFS, _siehe Link__. Wichtig: reduzierte Sendeleistung (z.B. 6-12%), damit sinkt die channel-reuse-distance ohne spürbare Einbußen. Im Ergebnis wird auf dem Frequenzband ACI geplant ausgeschlossen und CCI gilt nur für jede einzelne Station. Das bringt immer Vorteile, bedarf aber Absprachen oder einer Organisation im räumlichen Wirkungsbereich.

Aber irgendeinen Tod muss man sterben.
Welchen Tod du sterben möchtest, hängt davon ab, wie weit dein räumlicher Wirkungsbereich reicht.

Bist du im Einfamilienhaus mit räumlich weiten Verhältnissen, sind deine Nachbarn deshalb eher "funktechnisch zurückhaltende Nachbarn". Bist du im Mehrfamilienhaus mit räumlich engeren Verhältnissen bekommst du"funktechnisch zurückhaltende Nachbarn" nur durch Absprachen, Erklärung und Aufklärung (Kanalschema und angepasste Sendeleistung).

Per se sind alle Nachbarn "funktechnisch aufdringlich" weil sie alle mit 100 % Sendeleistung herumschreien. Fehlende Absprachen (insb. bzgl. einer reduzierten Sendeleistung) machen sich besonders im ISM-Band mit 2,4 GHz nachteilig bemerkbar. @dbausd beschreibt es völlig korrekt:
funktioniert bei mir im Reihenhaus ganz gut auf 5 GHz, wo die Reichweite eines Accesspoints wegen der Betondecken nicht über eine Etage hinausgeht. 2,4 GHz hingegen kommt durch eine Betondecke durch
und reicht auf der gleichen Etage durch die Haustrennwand noch weit in die Häuser meiner beiden Nachbarn links und rechts hinein. Weil 5GHz-Radarstrahlen stärker abfallen als Mikrowellen macht sich die fehlende Planung bzw. Abstimmung weniger bemerkbar. Alle rüsten die Airtime mit Dualband/Triband auf. Dann reicht der Datendurchsatz auch wieder, braucht halt mehr Energie.

In einer idealen Welt ...
... würden alle Nachbarn miteinander sprechen. Gemeinsam würden die WLAN-Ressourcen in Form von Kanalschema und Sendeleistung verteilt. Über zuviel an Sendeleistung wird das SNR beim Nachbarn unmittelbar als noise floor negativ beeinflusst. Airtime ist ein Almendegut, das sozioökonomische Dilemma ist bekannt und erforscht. _siehe Wikipedia_Link__. Die allgemeine Lösung wäre ein Friedesnnobelpreis. Bis dahin rüsten wir mit Triband auf oder überwinden die Tragik der Allmende__Link__ mit Aufklären und Ermahnen.
In einer idealen Welt würde der Mesh-Master alle Daten der im Mesh teilnehmenden Repeater sammeln und nur den gemeinsamen Nenner aller Repeater/Master einstellbar machen. Würde man einen neuen Repeater in Mesh einfügen wollen, der bei manchen Einstellungen mit den anderen nicht mithalten kann, würde ich eine Warnung dafür erwarten.
Wie lautet der IEEE Standard für dieses Verhalten? Kann OpenWRT so etwas? Ohne existierenden IEEE Standard versucht sowas bisher nur AVM für den Verbraucher zu lösen. Das AVM-Mesh ist Automagie ohne Verwaltungsaufwand für den Verbraucher ohne technische Kenntnisse. Der dabei von AVM eingegangene technische Kompromiss ist vernünftig, zumindest nach dem was ich beurteilen kann. Das Vorgehen von AVM entspr. der jedem WLAN-Standard zugrundeliegenden "vornehmen Zurückhaltung", bekannt als CA / Collision Avoidance.
 
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Meine frühere WLAN-Einstellung war ... 140 (für 5 GHz). , dass FRITZ!WLAN Repeater 1750E diesen 5 GHz Kanal nicht kann und für sich "heimlich" Auto-Kanal-Einstellung gesetzt hat (danke AVM, dass diese Info so fleißig verschwiegen wurde!).

Das geht offiziell erst seit FRITZ!OS 7.5x
Ist das irgendwo dokumentiert?

Auf jeden Fall solltest Du das AVM melden … damit dann eine Warnung aufgegeben wird.
und in FritzOS der manuell eingestellte Kanal bei der automatischen Kanalwahl zukünftig mit Priorität bevorzugt wird.

Genau genommen brauchst du AVM gar nichts melden. Denn FritzOS hat die Kanalwahl für 5 GHz korrekt für alle beteiligten Geräte gelöst, indem es auf "automatische Kanalwahl" ausgewichen ist. Das war erforderlich, weil sich ein verwaltungsscheuer Verbraucher nicht mit den technischen Daten und Handbüchern seiner Geräte befasst hat und deshalb einen unsinnigen Kanal für 5 GHz am Mesh-Master eingestellt hatte. Problem erkannt, Problem gebannt.

Mit deinem eigentlich wirklichen Problem auf 2,4 GHz im ISM-Band hat die automatische Kanalwahl bei 5 GHz im C-Band ohne Berücksichtigung des manuell eingestellten Kanals nun tatsächlich überhaupt nichts zu tun.
Das Ereignisprotokoll des Mesh-Masters ist voll mit Einträgen, wo man sieht, dass die Mesh-Repeater untereinander (auch) die (festen, nicht-beweglichen) WLAN-Geräte ständig (pro WLAN-Gerät über hundertmal in der Stunde!) hin- und herreichen. Meistens lautet die Meldung:
[Mesh-Repeater x] WLAN-Gerät wurde abgemeldet (2,4 GHz)
[Mesh-Repeater y] WLAN-Gerät angemeldet (2,4 GHz)
[Mesh-Repeater z] WLAN-Gerät hat sich abgemeldet (2,4 GHz)
Für die (scheinbar sinnlose) WLAN-Gerät-Schieberei zwischen den Mesh-Repeatern auf 2,4 GHz interessierte sich der AVM-Support nicht wirklich, wie du berichtet hast. Kein 08/15-Fall, kein Interesse, kein Problem.
 
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