Bei mir hat der WLAN-Repeater hier die Anweisungen gefolgt, die er vom WLAN-Mesh erhalten hat. Ich habe geprüft, jetzt haben definitiv alle Router/Repeater denselben Kanal (jeweils für 2,4 und für 5 GHz).
Das ist in einem AVM-Mesh so gewollt und beschrieben:
Eine SSID für alles und auf jeder Frequenz verwenden alle beteiligten Stationen genau einen (für alle Stationen gleichen) Kanal. Damit werden physikalische Funkkanal Interferenzen ACI mit Nachbarn (die man zu nichts zwingen kann) minimiert (ausgeschlossen) und zeitliche Funkkanal Interferenzen CCI werden im Mesh zwischen den (zwei) Frequenzbändern verteilt.
So ist es mit Repeatern (
wireless backhaul) in "1 Optimale Anordnung der Mesh Repeater ermitteln" beschrieben und nach Triband-Dualband-Singleband in der Leistungsstärke unterschieden
https://fritz.com/mesh/faqs/fritzrepeater-mit-anderem-mesh-repeater-verbinden/ Nur mit Dual-/Triband können die Nutzdaten und der backhaul zeitgleich (auf 2 (oder 3) verschiedenen Bändern) in beide Richtungen übertragen werden (d.h. mehr Airtime, weniger CCI).
Sofern der Mesh Repeater über einen LAN-Anschluss verfügt und eine Hausverkabelung vorhanden ist, empfehlen wir, die Verbindung über ein Netzwerkkabel herzustellen. Da Verbindungen über ein Netzwerkkabel im Gegensatz zu WLAN-Verbindungen keinen Störeinflüssen ausgesetzt sind, werden die Daten jederzeit mit der maximalen Datenrate transportiert.
Im Zitat sind es dann Accesspoints (
wired backhaul) und damit einem "organisierten" Mesh mit Singleband-WLAN vergleichbar.
In einem
"organisierten" Mesh mit Accesspoints (wired backhaul) gibt es
eine SSID und auf jeder Frequenz verwenden alle Stationen unterschiedliche ("gemeinsam organisierte") feste Kanäle, z.B. aus einem Kanalschema, z.B. 2,4 GHz / ISM-Band 1-5-9-13/EU oder im 5 GHz / C-Band 36-40-44-48/nonDFS,
_siehe Link__. Wichtig:
reduzierte Sendeleistung (z.B. 6-12%), damit sinkt die
channel-reuse-distance ohne spürbare Einbußen.
Im Ergebnis wird auf dem Frequenzband ACI geplant ausgeschlossen und CCI gilt nur für jede einzelne Station. Das bringt immer Vorteile, bedarf aber Absprachen oder einer Organisation im räumlichen Wirkungsbereich.
Aber irgendeinen Tod muss man sterben.
Welchen Tod du sterben möchtest, hängt davon ab, wie weit dein räumlicher Wirkungsbereich reicht.
Bist du
im Einfamilienhaus mit räumlich weiten Verhältnissen, sind deine Nachbarn deshalb eher
"funktechnisch zurückhaltende Nachbarn". Bist du
im Mehrfamilienhaus mit räumlich engeren Verhältnissen bekommst du
"funktechnisch zurückhaltende Nachbarn" nur durch Absprachen, Erklärung und Aufklärung (Kanalschema und angepasste Sendeleistung).
Per se sind alle Nachbarn "funktechnisch aufdringlich" weil sie alle mit 100 % Sendeleistung herumschreien. Fehlende Absprachen (insb. bzgl. einer
reduzierten Sendeleistung) machen sich besonders im ISM-Band mit 2,4 GHz nachteilig bemerkbar.
@dbausd beschreibt es völlig korrekt:
funktioniert bei mir im Reihenhaus ganz gut auf 5 GHz, wo die Reichweite eines Accesspoints wegen der Betondecken nicht über eine Etage hinausgeht. 2,4 GHz hingegen kommt durch eine Betondecke durch
und reicht auf der gleichen Etage durch die Haustrennwand noch weit in die Häuser meiner beiden Nachbarn links und rechts hinein. Weil 5GHz-Radarstrahlen stärker abfallen als Mikrowellen macht sich die fehlende Planung bzw. Abstimmung weniger bemerkbar. Alle rüsten die Airtime mit Dualband/Triband auf. Dann reicht der Datendurchsatz auch wieder, braucht halt mehr Energie.
In einer idealen Welt ...
... würden alle Nachbarn miteinander sprechen. Gemeinsam würden die WLAN-Ressourcen in Form von Kanalschema und Sendeleistung verteilt. Über zuviel an Sendeleistung wird das SNR beim Nachbarn unmittelbar als noise floor negativ beeinflusst.
Airtime ist ein Almendegut, das sozioökonomische Dilemma ist bekannt und erforscht.
_siehe Wikipedia_Link__. Die allgemeine Lösung wäre ein Friedesnnobelpreis. Bis dahin rüsten wir mit Triband auf oder
überwinden die Tragik der Allmende__Link__ mit
Aufklären und Ermahnen.
In einer idealen Welt würde der Mesh-Master alle Daten der im Mesh teilnehmenden Repeater sammeln und nur den gemeinsamen Nenner aller Repeater/Master einstellbar machen. Würde man einen neuen Repeater in Mesh einfügen wollen, der bei manchen Einstellungen mit den anderen nicht mithalten kann, würde ich eine Warnung dafür erwarten.
Wie lautet der IEEE Standard für dieses Verhalten?
Kann OpenWRT so etwas? Ohne existierenden IEEE Standard versucht sowas bisher nur AVM für den Verbraucher zu lösen.
Das AVM-Mesh ist Automagie ohne Verwaltungsaufwand für den Verbraucher ohne technische Kenntnisse. Der dabei von AVM eingegangene technische Kompromiss ist vernünftig, zumindest nach dem was ich beurteilen kann. Das Vorgehen von AVM entspr. der jedem WLAN-Standard zugrundeliegenden
"vornehmen Zurückhaltung", bekannt als CA / Collision Avoidance.