[Gelöst] TAE-Dose falsch verkabelt?

congomonster_616

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Moin,

ich hab mich die Tage intensiv mit dem Thema DSL beschäftigt, da wir am Ende des Dorfes wohnen und es hier "nur" 16 M/bit gibt. Dabei habe ich mich mal informiert und die Verkabelung bei uns angeschaut. Dabei ist mir aufgefallen, das die Verkabelung anders ist, als die Beispiele und Erklärungen aus dem Internet. Daher wollte ich hier mal fragen, ob einer so freundlich wäre mir das zu erklären.

Einfamilienhaus zur Miete
- DSL läuft über Congstar mit einer Fritzbox
- APL verblomt (Hab ich nicht angefasst, da überall steht das man das nicht darf)
- Darunter die 1.TAE-Dose von der Telekom mit Branding (Foto: 1.TAE-Dose.jpg)
- Von der 1.TAE-Dose geht ein Kabel ab zu der zweiten Dose im Flur (Unterputz, richtig in der Wand, Foto: 2.TAE-Dose.jpg)

Das Problem was ich habe ist, das in der 1.TAE-Dose die Kabel vom APL auf die 1 und die 2 gehen, dort aber gleichzeitig mit ein weißes und ein schwarzes Kabel aus dem Telefonkabel mit auf Platz 1 und 2 verbunden worden sind. Nachdem was ich die Tage gelesen habe, ist das verboten, da man ggf. ein Telefonat belauschen konnte zu analogen Zeiten. Zusätzlich mache ich mir Gedanken ob Weiß und Schwarz zusammen gehören und man hier ganz böse vermischt hat und das die Qualität beinflussen könnte. Ich habe da mal ein Schaubild erstellt, wie das momentan aussieht. Ich denke das die Verkablung gerade das ist wie ich es auf dem Schaubild dargestellt habe:

APL > 1A (roter Draht) > Steckplatz 1 mit 1B (Schwarzer Draht Verlängerungskabel)
APL > 1B (roter Draht mit schwarzem Strich weit weg) > Steckplatz 2 mit 2A (Weißer Draht Verlängerungskabel)

Und jetzt die Frage, müsste ich das so anschließen das aus dem APL, 1A auf Steckplatz 1 geht und 1B auf Steckplatz 2. Um dann von Steckplatz 5 mit der 1A rotes Kabel der Verlängerung und auf Steckplatz 6 die 1B schwarzes Kabel weiter zu führen zu der 2.TAE-Dose? Da Rot/Schwarz ein Paar bilden sowie Gelb/Weiß?

Ich hoffe das klingt alles nicht zu verwirrend... ich hab schon einen leichten Knoten im Kopf :)

mfg
 

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hallo,
alles richtig erkannt.
So wie Du vorgeschlagen hast mit rot/schwarz von Klemme 5/6 zur zweiten Dose weiterschalten wäre die korrekte Verkabelung.
Falls diese Weiterschaltung eine längere Strecke ist könnte man mit der Aktion die Werte optimieren.
 
So wie Du vorgeschlagen hast mit rot/schwarz von Klemme 5/6 zur zweiten Dose weiterschalten wäre die korrekte Verkabelung.
Falls diese Weiterschaltung eine längere Strecke ist könnte man mit der Aktion die Werte optimieren.
Du hast ein kleinen Farbendreher drin, es ist weiss/schwarz.

Also an @congomonster_616 Du machst am APL nichts, Du musst nur die Adern schwarz/weiss.

Also Schwarz wandert in der 1. TAE auf die 5 und weiss auf die 6. (Wichtig die 1. TAE ist LSA-Technik, um es 100% sauber zu machen bräuchtest Du eigentlich ein Auflegewerkzeug)

Hier mal ein Bild wie es angeschlossen wird.

Telefon-anschliessen1.png
[Edit Novize:Riesenbild gemäß der Forumsregeln auf Vorschau verkleinert]
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
HF-technisch günstiger wäre die Außerbetriebnahme der 1. TAE und das direkte Verbinden von rt auf rt und rt/sw auf sw zur 2. TAE.
 
Wenn es nur funktionieren soll, lass es, wie es ist (so lange an der 1.TAE nichts angeschlossen wird).

Wenn es richtig sein soll lässt du im Optimalfall das Paar rot/schwarz direkt am APL aufklemmen und legst auf deiner 2. TAE rot auf 1 und schwarz auf 2.

Wenn das so nicht klappt wäre die nächste Alternative, wie von @Erforderlich geschrieben, das direkte Verbinden der Adern rot ohne Strich mit rot und rot mit einem Strich mit schwarz. Dafür nimmt man entweder eine LSA+ Leiste oder Einzeladerverbinder UY2 (zu meiner Ausbildungszeit hießen die "Pfuscherperlen"). Dann natürlich wieder auf der 2. TAE rot auf 1 und schwarz auf 2.

Das Verklemmen an der 1. TAE wie im Bild von @Netzwerkservice ist zwar korrekt, für DSL jedoch eher suboptimal und führt mit Sicherheit zu höheren Übergangswiderständen, da die Verbindung von 1/2 zu 5/6 über Kontaktfedern in den TAE-Steckplätzen selbst erfolgt (Stichworte: Staub und Korrosion).
 
Wow, danke für die Antworten! Dann werde ich mal schauen wie ich das am besten mache. Ein Auflegewerkzeug habe ich mir schon bestellt. Ich denke das ich die Variante von @Netzwerkservice verwenden werde, wie oben im Bild zu sehen.
 
Also Schwarz wandert in der 1. TAE auf die 5 und weiss auf die 6.
Das ist dann aber kein Adernpaar im Sternvierer.
Typische Anwendungen des Sternvierers sind z. B. einige Telefon-Installationskabel, z. B. J-YY oder U72 (Schweiz), 2-paariges Telefonkabel J-Y(St)Y oder F-vYDvY (Österreich).
 
Zuletzt bearbeitet:
Wirkliche (verseilte) Adernpaare sind in diesem Kabel eh nicht vorhanden, daher ist das dann auch egal, welche Adern genutzt werden. Hauptsache, die anderen zwei Adern bleiben ungenutzt, um irgendein Übersprechen zu vermeiden.
Optimalerweise wird ein richtiges und für DSL geeignetes paarweise verseiltes Telefonkabel genommen, was in diesem Fall aber erst gezogen werden muss.
Um zu schauen, was dieses Kabel an Verlusten beschert, kann man von der Original-TAE das weiterführende Kabel entfernen und die Fritzbox temporär an dieser 1. TAE anschließen, dann mal schauen, was an DSL-Signalen und damit -qualität sowie Leitungsbandbreite vorhanden ist. Danach kann man immer noch schauen, ob es sich überhaupt lohnt, das weiterführende Kabel zu ersetzen.
 
Wenn congomonster_616 einmal dabei ist, kann er ja testen, wie sich beim verseilten Sternvierer die Wahl des nicht gegenüberliegenden bzw. "falschen" Adernpaars auswirkt.
 
So, ich habe jetzt alles neu verkabelt. Nach einem kleinen Schock, das gar nichts mehr geht, habe ich die Hauptadern nochmal aufgelegt. Jetzt klappt es an TAE Dose 1, sowie an TAE Dose 2. Ich bin dem Bild von @Netzwerkservice gefolgt. Die "langsame" 16 M/bit Leitung ist jetzt minimal schneller. :) Aber ich habe auch nicht erwartet das es jetzt große Sprünge gibt.

Vielen Dank an alle für eure Hilfe!!!
 
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Jetzt klappt es an TAE Dose 1, sowie an TAE Dose 2
Was für Unterschiede in der Leitungskapazität sind zwischen TAE-1 und TAE-2?
Mache davon mal Bilder der Fritzbox-Oberfläche
=> "Internet / DSL-Informationen / DSL" sowie
=> "Internet / DSL-Informationen / Spektrum"
und stelle diese hier ein (als Vorschau!)
 
Wenn es richtig sein soll lässt du im Optimalfall das Paar rot/schwarz direkt am APL aufklemmen und legst auf deiner 2. TAE rot auf 1 und schwarz auf 2.
Das könnte Probleme geben, wenn die Leitung mal aufgrund einer Störung diagnostiziert werden soll.

In einer "TAE-1"-Dose (erkennbar an einer deutlichen Prägung "1") ist eine Reihenschaltung eines Widerstands und einer Diode verbaut.
Bei einer Leitungsdiagnose wird providerseitig eine Prüfspannung so aufgeschaltet, daß die Diode durchlässig wird und der Widerstand meßbar ist (470 kOhm). Bei einer Leitungsstörung weicht der Widerstandswert deutlich von den 470 kOhm ab.

Wird jetzt die TAE1 aus der Kette genommen, kann diese Prüfung nicht durchgeführt werden. Wird dann ein Techniker losgeschickt, der dann bei der TAE1 diesen Nicht-Anschluß festgestellt, muß der Kunde (hier @congomonster_616 ) den Technikereinsatz bezahlen.

Die Telekom ist mittlerweile nicht mehr so empfindlich, was den APL angeht. Auch das (Neu-) Plombieren nach einer Fehlersuche oder Reparatur entfällt mittlerweile, da die Techniker, die rauskommen, keine Plombierungswerkzeuge mehr haben.
 
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Mittlerweile gilt die FB als Leitungsabschluss für den Provider. Der Widerstand in der Dose ist schon lange Geschichte. Die Techniker entfernen sorgar diesen Widerstand.
 
Nur als Ergänzung zum bisherigen Verlauf:
Falls du künftig feststellen solltest, dass die DSL-Synchronisation stark schwankt oder die Leitung instabil wird (z. B. durch häufige Resyncs oder stark variierende Down-/Upstream-Werte), könnte es sich lohnen, die erste TAE-Dose testweise vollständig aus der Leitung zu nehmen.
Das hatte @Erforderlich ja auch schon angedeutet – in solchen Fällen kann es helfen, die FRITZ!Box direkt an das ankommende APL-Kabel anzuschließen.
Wichtig dabei: Das sollte natürlich mit entsprechender Vorsicht und Fachkenntnis erfolgen, insbesondere wenn es um die Klemmen am APL geht. Aber gerade bei älterer Hausverkabelung kann so eine Maßnahme zu einer stabileren Verbindung und teils auch besseren Dämpfungswerten führen.
 
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