Glasfaserausbau im Ort durch die Telekom - Zwang zum Anbieterwechsel?

speedy_speed

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Hallo,

wir haben aktuell DSL bei 1und1 und besitzen ein Einfamilienhaus. Jetzt will die Telekom den Ort mit Glasfaser bis ins Haus (FTTH) ausbauen.

Laut dem Infoschreiben, die im Ort verteilt wurden, macht es den Eindruck, als ob man den Glasfaseranschluss (Hausübergabepunkt) nur dann bekommt, wenn man bei der Telekom einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

Jetzt meine Fragen:
1.) Ist meine Vermutung richtig, dass man einen Glasfaseranschluss aktuell nur Telekom-Vertrag bekommt?
2.) Kann man sich nur den Hausübergebepunkt (GF-AP) legen lassen, ohne einen Tarif zu buchen. Einfach nur, dass die Glasfaser erstmal im Haus ist. Umstellung auf Glasfaser-Tarif ggf. später.
2.) Was passiert, wenn man bei 1und1 bleiben will und den Glasfaser-Vertrag bei 1und1 haben möchte? Ist das überhaupt möglich?

Es sollen zwar noch eine Infoveranstaltung in Ort geben. Ich vermute jedoch, dass dies eine Verkaufsveranstaltung für die Telekom-Glasfasertarife werden wird.

Eventuell gibt es hierzu bereits ein paar Erfahrungen. Danke vorab.
 

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Du kannst auch bei einem anderen Anbieter einen Vertrag abschließen, und bekommst den Anschluss dann genauso. Die großen drei Alternativen o2, 1&1, Vodafone sollten normalerweise auch schon während der Vorvermarktung buchbar sein.

Falls nicht die Telekom selber ausbaut, sondern Glasfaser Plus oder Glasfaser Nordwest, ist allerdings die Anbieterauswahl eingeschränkt bzw. anders.

Ob man bei der Telekom einen reinen Hausanschluss bestellen kann, ist nicht einheitlich. Du kannst aber einfach nachschauen, ob bei einer Verfügbarkeitsprüfung neben Privat- und Geschäftskundentarifen auch die Option "Hausanschluss ohne Tarif" angezeigt wird.
 
Als Hauseigentümer kommst Du um Anschlußkosten grundsätzlich nicht herum.
Wenn Du Dich jetzt weigerst, ist nicht sicher, wie viel Du in 5 oder auch 10 Jahren bezahlen wirst (müssen). Weil - irgendwann kommst Du um einen Glasfaseranschluß nicht mehr herum.
Wenn es tatsächlich so ist, daß Du Dir die 1000 € sparst, wenn Du gleich einen Anschluß auch schalten läßt, dann macht es Sinn, das doch zu machen. Denn Mathematik: so billig kriegst Du keinen GF-Anschluß von 1&1, daß der die Differenz zu den Kosten bei der Telekom (ca. 50 € x 24 Monate) wettmacht. Denn dann müßte Dir 1&1 GF für 8,30 € pro Monat anbieten.
Über die ganzen Nachteile und den Streß, die ein 1&1 Anschluß mit sich bringt, lasse ich mich jetzt mal nicht aus ... Die Foren sind ja voll damit!
Auf alle Fälle würde ich noch mal ganz direkt nachfragen / klären, ob der Ausbau bei Euch nach dem open access Verfahren erfolgt.
 
Als Hauseigentümer kommst Du um Anschlußkosten grundsätzlich nicht herum.
Sagt wer? In der Regel legt die Telekom den Anschluss in der Vermarktungsphase kostenfrei und 1&1 kann sich von Beginn an darauf einmieten. Dazu einfach bei 1&1 nachfragen...
Auszug aus meinem 1&1-Angebot:
1780941388145.png
 
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Weil das so ist!
Wenn natürlich ein Anbieter (also nicht nur das hochwohlgelobte beste 1&1) eine Vereinbarung mit der Telekom (oder auch einem anderen Anbieter, der die Erschließung per Glasfaser durchführt) hat und die Anschlußkosten auf diese Weise subventioniert, dann kann das so funktionieren.
Im o.g. Fall aus #1 scheint mir das aber nicht (mehr) möglich zu sein. Natürlich kann speedy_speed da noch mal nachforschen und erreicht ja vielleicht aus was.
Ich schätze aber, daß die Telekom dort im Rahmen von open access ausbaut. Was heißt, daß jeder neu erschlossene/angeschlossene Teilnehmer seinen tatsächlichen Anbieter danach frei wählen kann und nicht per (jahrelang zuvor abgeschlossenem) Vorvertrag geknebelt wird.
Um den Leuten aber einen Anreiz zu bieten (weil ja bekannt ist, daß nur knapp 20% der Kunden aus bereits tatsächlich angeschlossenen Wohnungen auch wirklich den Glasfaseranschluß nutzen), bietet die Telekom gegen einen sofortigen 2-jährigen bezahlten (!) Glasfaseranschluß den Erlaß der Anschlußkosten an.
Gilt übrigens nur für Eigentümer von Einfamilienhäusern. In Mehrfamilienhäusern muß der Eigentümer/Verwalter immer selbst (!) zahlen (eine "Verrechnung" ist da nicht möglich, weil bei mehreren Mietern diese "Subventionierung" nicht geht), da diese Anschlußkosten nicht per Nebenkosten auf die Miete umgelegt werden können.
 
Ich würde für 2 Jahre zur Telekom wechseln, wenn die Buchung über 1&1 noch nicht möglich ist. Dann ist der Anschluss gelegt, und beim nächsten Wechsel stehen wieder alle Optionen zur Verfügung.
 
Eine äußerst kompetente Antwort... :(
Gilt übrigens nur für Eigentümer von Einfamilienhäusern. In Mehrfamilienhäusern muß der Eigentümer/Verwalter immer selbst (!) zahlen
Auch das ist falsch...

@speedy_speed
Was passiert, wenn man bei 1und1 bleiben will und den Glasfaser-Vertrag bei 1und1 haben möchte?
Dann bitte bei 1&1 gaaanz genau nachfragen, ob alle Goodies erhalten bleiben, bei mir sollten alle wegfallen... Besonders die inkludierten Gespräche zum Mobilnetz wären weg gewesen.
Und inzwischen verboten: Der Vertrag sollte als "Vorvermarktungsvertrag" bis zur Schaltung wie bisher per DSL laufen, aber sofort zu den GF-(Preis)Konditionen. Die MVLZ für GF sollte dann erst ab Schaltung zählen, das wäre ein Vertrag mit unbestimmter Laufzeit geworden. Habe ich sofort abgelehnt und "gute" DSL-Verlängerungskonditionen erhalten...
 
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Das solltest du sowohl mit 1&1 als auch mit der Telekom schriftlich klären, mündliche Aussagen lassen sich später nicht beweisen... Hier wird ja nur nach deinem Interesse gefragt...
 
Beim Hausanschluss ohne Tarif, wird der Anschluss nicht fertig gestellt, so ist es zumindest bei mir bisher. Da ist nur das kleine Kunststoff Leerrohr bis in den Keller gelegt worden. Erst bei Abschluss eines Vertrages wird dann wohl der GF-Ta gesetzt und die Glasfaser bis ins Haus eingeblasen.
Bei Telekom und 1&1 könnte ich einen Tarif buchen, bei easybell in diesem Ausbau Zustand leider nicht, da geht es anscheinend nur, wenn schon ein aktiver FTTH Anschluss vorhanden ist. Der GF Fertigstellungstermin schiebt sich automatisch immer weiter nach hinten.

Ergänzung: M-net hatte schon länger FTTC ausgebaut, dort kann man keinen FTTH Anschluss der Telekom bekommen.
 
Hi,
wir waren hier 2024 sehr überrascht, dass wir auf unseren Weiler (6 Häuser) mit Glasfaser beglückt werden sollten und ja wir haben nun Glasfaser ohne Anschlusskosten aber einen Vertrag mit der TH.Netkom konnte man, musste aber keiner abschließen. Mit dem Vertrag sind wir 2 Jahre gebunden und danach hoffen wir das andere Anbieter das Glasfaser nutzen wollen.
Sollten sich bei den Glasfaser Anbieter an ihrer Tarifstruktur nicht's ändern wird es Starlink.
 
Das bedeutet im konkreten Fall, dass Ich die Glasfser-Anschlussdose (kostenfrei?) gesetzt bekommen, auch wenn ich nicht sofort auf Glasfeser wechseln will. Richtig?
Beim Einfamilienhaus ist in der normalen Bauweise (bei eigenwirtschaftlichem Ausbau) der Hausanschluss gleichzeitig auch die Anschlussdose. Falls der Anschluss also fertig gebaut wird (und es nicht wie bei @armin56 beim Speedpipe bleibt), könntest du evtl. die Dose bekommen. Ob Kosten anfallen, wird im nächsten Schritt angezeigt.

Ein Nachteil ist, dass reine Hausanschluss-Aufträge wohl mit niedrigerer Priorität bearbeitet werden. Mit einem Glasfaser-Vertrag (egal bei welchem Anbieter) dürfte es schneller gehen.

Als Hauseigentümer kommst Du um Anschlußkosten grundsätzlich nicht herum.
Beim Glasfaserausbau durch die Telekom gibt es im Normalfall überhaupt keine separaten Anschlusskosten, sofern man einen Tarif abschließt. Man zahlt nur das, was der jeweilige Anbieter für den Tarif berechnet (auch wenn der Anbieter ein anderer als die Telekom ist).

Eine Ausnahme wären Neubauten, da gibt es tatsächlich eine Anschlussgebühr von ca. 1000€. Aber das trifft hier ja nicht zu.
 
Beim Hausanschluss ohne Tarif, wird der Anschluss nicht fertig gestellt, so ist es zumindest bei mir bisher. Da ist nur das kleine Kunststoff Leerrohr bis in den Keller gelegt worden. Erst bei Abschluss eines Vertrages wird dann wohl der GF-Ta gesetzt und die Glasfaser bis ins Haus eingeblasen.
...
Das ist ja dann kein Anschluß. Sondern nur Leerrohre verlegen. Noch nicht mal "Erschließung".
 
Beim Glasfaserausbau durch die Telekom gibt es im Normalfall überhaupt keine separaten Anschlusskosten, sofern man einen Tarif abschließt. Man zahlt nur das, was der jeweilige Anbieter für den Tarif berechnet (auch wenn der Anbieter ein anderer als die Telekom ist).
"Sofern man einen Tarif abschließt" ...
Genau da ist wieder die Feinheit. Natürlich gibt es da Anschlußkosten, aber sie werden intern sofort verrechnet.
Genau das, was ich weiter oben schon mal schrieb.
 
Beim Einfamilienhaus ist in der normalen Bauweise (bei eigenwirtschaftlichem Ausbau) der Hausanschluss gleichzeitig auch die Anschlussdose. Falls der Anschluss also fertig gebaut wird (und es nicht wie bei @armin56 beim Speedpipe bleibt), könntest du evtl. die Dose bekommen. Ob Kosten anfallen, wird im nächsten Schritt angezeigt.

Danke für den Tipp. So weit bin ich ursprünglich nicht gegangen. Und tatsächlich, es wird 0 EUR angezeigt.

glasfaser 4.jpg

glasfaser 5.jpg
 
Ist der Screenshot von heute und man braucht jetzt für die 0 € Anschlusskosten eine Zeitmaschine?
 
Ist der Screenshot von heute und man braucht jetzt für die 0 € Anschlusskosten eine Zeitmaschine?
Ja. Der Screenshot ist von heute. Gerade nochmal getestet. Das ist ein Popup-Fenster, welches angezeigt wird, wenn man auf den i-Punkt "einmalig" neben den 0 EUR klickt.
 
2.) Was passiert, wenn man bei 1und1 bleiben will und den Glasfaser-Vertrag bei 1und1 haben möchte? Ist das überhaupt möglich?
Ich hatte DSL 100 bei 1&1 und nachdem hier ein paar Leute von der Telekom durch die Straßen gegangen sind und Glasfaseranschlüsse angeboten haben (verlegt in der Straße wurden Glasfasern vor zwei Jahren von den Stadtwerken der Nachbargemeinde, die aber extrem teuer sind und keiner wollte) und sagten, daß die neue Glasfasern legen werden, habe ich bei 1&1 nachgefragt und dort habe ich gleich DSL 250 (es kommen aber nur 170 an) bekommen und werde bis Ende 2027 (das ist auch der Zeitrahmen bei der Telekom) Glasfaser bekommen.
Ich muß keine Anschlußgebühr für das Haus (Einfamilienhaus) bezahlen, das übernimmt 1&1, sagten sie.

Auf der Telekom-Seite steht jetzt folgendes:

Wir planen den Glasfaser-Ausbau an Ihrer Adresse und Sie können jetzt Glasfaser buchen.​

Zustimmungsstatus
Dem Glasfaser-Ausbau in Ihrem Gebäude wurde bereits zugestimmt.
Geplanter Ausbauzeitraum
Wir planen den Ausbau an dieser Adresse bis zum 31.12.2027 abzuschließen.
Ihre Glasfaser-Dose
Sie haben aktuell noch keine Glasfaser-Dose. Wir installieren diese nach Ihrer Tarif-Bestellung.

Bei 1&1 steht das hier:
Ihren Auftrag haben wir erhalten.



Gebietsausbau
Es ist soweit: Der Ausbau in Ihrem Ort beginnt. Unser Service-Dienstleister, der den Glasfaserausbau durchführt, wird sich bei Ihnen bzw. dem Hauseigentümer melden, um einen Termin zu vereinbaren.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zum Gebietsausbau.


Gebäudeerschließung



Installation im Gebäude



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