Glasfaserverkabelung im Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen durch den Hausflur

daniel-mag

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Hallo zusammen,

das Haus in dem meine Mutter in einer Eigentumswohnung lebt, wird an das Glasfasernetz der Telekom angebunden und die einzelnen Eigentumswohnungen würden von der Telekom mit Glasfaser versorgt werden.

Nun gibt es leider keine freien Leerrohre zu den Wohnungen, so dass die Verkabelung nur über den Hausflur zu realisieren wäre, jedoch sträubt sich die Mehrzahl der Eigentümer gegen eine solche Verkabelung.

Was könnte ich auf der nächsten Eigentümerversammlung für Argumente für die Glasfaserverkabelung der einzelnen Wohnungen anbringen, um die anderen Eigentümer überzeugen zu können? Kann jemand aus Erfahrung berichten? Gibt es Beispielfotos, wie so eine Verkabelung im Hausflur durch die Telekom durchgeführt wird?

Danke für Eure Hilfe!
 
Es gibt hochwertige Kabelleisten die gut aussehen und und nicht stören. Ein Argument wäre auch das ein GF Anschluss den Wert der Immobilie steigert. In Spanien sind schon 90% GF ausgebaut und alles Aufputz und keinen stört es.
 
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@Insti
Hast Du vielleicht ein Beispiel für eine hochwertige, gut aussehende Kabelleiste, die ich den anderen Eigentümern präsentieren kann?
 
Leerrohre zu den Wohnungen
Wie ist die derzeitige Anbindung der Kommunikations-Cu-Leitungen realisiert?
Gibt es da eventuell Installationsrohr mit Kapazität, um die Glasfaserleitung mit aufzunehmen, falls die Rohre sternförmig verlegt sind?
 
Deutschland ist nun mal ein Unterputz- und unter-der-Erde-Land, deswegen geht hier auch jeder Meter Kabelverlegung extrem ins Geld.

Eckkanäle in derselben Farbe wie Hausflur/Treppenhaus sind später nahezu unsichtbar.
Leider muss man bzw. der Handwerker dann für die Einhaltung der Mindest-Biegeradien bei der "Abzweigung" in die Wohnung etwas kreativ werden.
 
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Meine Erfahrung in zahlreichen Bauten hier in Berlin besagt, daß vernünftige und technische Argumente in diesem Land nicht zählen.
Es gibt immer Leute (Eigentümer oder Hausverwaltung), die grundsätzlich blockieren. Als Argument werden meist Kosten vorgebracht, weil die sich nicht wegwischen lassen.
Meine Hoffnung besteht hier und jetzt auf dem (und ich wundere mich selbst !) neuen Digitalminister, der ein Gesetz einbringen will (im September), das neuen Zwang einführen soll (ja, in diesem Land funktioniert ausschließlich Zwang), wenn nur ein Bewohner eines Hauses einen Glasfaseranschluß haben möchte, dann muß dieser realisiert werden.
 
Du könntest auch §20 Abs. 2 WEG zitieren.
Grundsätzlich ja, aber wenn dort ein Kabelinternet liegen sollte sieht es schlecht aus, da dies ebenfalls als Internet mit besonders hoher Kapazität gilt.
Bei uns haben wir Glück, dass alte Schornsteinschächte existieren. Die Telekom verlegt wohl nur recht große Blechkanäle auf Putz... Haben die Eigentümer bei uns auch abgelehnt...
Auch die Frage der Kostenübernehme ist nicht geklärt, wenn andere, optisch unauffällige kleine Kanäle verlegt werden sollen.
 
Grundsätzlich ja, aber wenn dort ein Kabelinternet liegen sollte sieht es schlecht aus, da dies ebenfalls als Internet mit besonders hoher Kapazität gilt.
...
Diese dumme Ausrede (die nur von Leuten vorgebracht werden kann, die von Technik keine Ahnung haben) wird mit dem neuen Gesetz - wenn es durchkommt - nicht mehr vorgebracht werden können.
Denn auch wenn noch an DOCSIS 4.0 gearbeitet wird - Fernsehen und Internet über Breitbandkabel ist weltweit auf dem stark absteigenden Ast. Das technologisch rückständige Deutschland wird auch hier wieder zu den Letzten gehören, die erst vom Pferd absteigen, wenn es "doppelt tot" ist.
 
Habt ihr mal mal die Bilder gesehen von den "Brüstungskanälen des Grauens", die da so verbaut haben? Wenn die anderen Eigentümer das mal gegoogelt haben, wollen die das ganz sicher nicht haben. Ja, und leider sind Metall- oder andere geeignete Kanäle wohl brandschutztechnisch erforderlich, da gibt es nicht mehr allzuviel Spielraum, wenn es um Sicherheit und Leben im Brandfall geht. Glasfasern bestehen eben leider nicht aus Glas und so kann sich über die ein Brand mit bis zu 3 m/s ausbreiten.
 
Typisch deutsche "Bedenkengenerierer" wieder! Nirgendwo in der Welt interessiert das wirklich.
 
Diese dumme Ausrede
Es ist geltendes Recht, daran ist die Eigentümerverwaltung gebunden... Eine eventuelle Änderung kann dann betrachtet werden, wenn es soweit ist...
@Erforderlich Zum Brandschutz: Der Deckendurchbruch kann ja entsprechend verschlossen werden. Und die Glasfaser kann im Gegensatz zu elektrischen Leitungen ja nicht von sich aus zu brennen anfangen, die dürfen in Plastikkanälen liegen...
 
Glasfasern bestehen eben leider nicht aus Glas und so kann sich über die ein Brand mit bis zu 3 m/s ausbreiten.
Durch was kann sich bei einer Glasfaser das Feuer schneller als eine Zündschnur verbreiten?
 
Wie kommst du gerade auf eine Zündschnur, die bedeutend langsamer als mit 3 m/s nach einer definierten Zeitspanne auslösen soll und nicht so schnell wie möglich? Das macht man eher mit elektrischer Zündung.
Die bis zu 3 m/s habe ich aus der Geschwindigkeit von 0,3-3 m/s des Faserbrand-Phänomens geschlossen, da ich sonst keine gesicherten Zahlen finden konnte.

P.S. Vom Brandschutz-Ing. unserer Firma:
ALLES muss feuerhemmend, also mit einem Feuerwiderstand von 30 Minuten verkleidet sein. Ausnahmen sind Kabel zu Licht- und Klingel-Schaltern/Tastern.
 
Zuletzt bearbeitet:
P.S. Vom Brandschutz-Ing. unserer Firma:
ALLES muss feuerhemmend, also mit einem Feuerwiderstand von 30 Minuten verkleidet sein. Ausnahmen sind Kabel zu Licht- und Klingel-Schaltern/Tastern.
Die Leitungen zu den Lampen bilden also keine Gefahr, wenn die Isolierung schmilzt?
Was ist denn das für eine vollkommen dämliche Aussage.

Zurück zum Glasfaser:
Warum nur wird dann überall und immer geschrieben, dass Glasfaserleitungen zu einer Brandlastklasse gehören, die, einfach gesagt, "brennt einfach nicht" bedeutet?

Die bis zu 3 m/s habe ich aus der Geschwindigkeit von 0,3-3 m/s des Faserbrand-Phänomens geschlossen, da ich sonst keine gesicherten Zahlen finden konnte.
Wie kommst du nun wieder auf die Idee, dass ein Feuer um die Faser herum ein der Fase eine so hohe Energiedichte hervorbringen kann, dass die Gasfaser schmilzt?
Die freundliche Google-KI sagt zu der Frage nach "Faserbrand-Phänomen":
Das Faserbrand-Phänomen ist die zerstörerische Ausbreitung einer Schmelzzone entlang eines Lichtwellenleiters, die durch hohe lokale Energiedichten ausgelöst wird und sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 0,3 bis 3 m/s in Richtung der Laserquelle fortpflanzt
 
Hhmm, mir fehlt einfach die Phantasie, wodurch ein Glasfaserbrand entstehen könnte... Natürlich könnte ein Brand auf die GF überspringen, aber wegen der geringen Masse der GF wird dies kaum zu einer zusätzlichen Ausbreitung des Feuers beitragen können...? Einfache Abschlüsse vorausgesetzt...
 
Bei unserer Wohnanlage wurden die Anschlußmöglichkeiten vorab von der Telekom geprüft. Im Keller wo sich der GF-Anschluß befindet, haben wir Kabelrinnen. Über die Kabelrinne gelangt das GF-Kabel jeweils in das Rohr zum Treppen- Aufgang in den "Steig", wo sich die jetzigen Telefonkabel befinden. Vom Steig geht es dann (über Klemmkasten) in die jeweilige Wohnung. Die Telekomleitungen müssen erhalten bleiben. Das Steigrohr hat noch Kapazität für weitere Leitungen. Kabelkanal ließ die Verwaltung nicht zu. Das wäre auch viel zu aufwendig.
 
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Reaktionen: Wolfgang R
Über die Kabelrinne gelangt das GF-Kabel jeweils in das Rohr zum Treppen- Aufgang in den "Steig", wo sich die jetzigen Telefonkabel befinden. Vom Steig geht es dann (über Klemmkasten) in die jeweilige Wohnung.
So ist das, wenn die DIN-VDE beachtet wurde, auch genau richtig. Musterbeispiel ;) Kommunikationsleitungen müssen austauschbar verlegt sein.

Nicht in allen Objekten hat man sich leider dran gehalten...
Kabelkanal ließ die Verwaltung nicht zu. Das wäre auch viel zu aufwendig.
Brandschutzgründe sind ein grosses Problem, wenn das Treppenhaus der einzige Fluchtweg ist. Und das wird dann aufwendig und i.d.R nicht besonders schön.

Einige Objekte werden deshalb von aussen erschlossen. Besonders wenn sowieso später gedämmt werden soll.
 
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