Heise: VoIP-Anbieter kritisieren Bericht zur IP-Zusammenschaltung

supasonic

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VoIP-Anbieter kritisieren Bericht zur IP-Zusammenschaltung

Vorschläge der Expertenrunde "IP-Zusammenschaltung" könnten das Ende des Geschäftsmodells der netzunabhängigen Internet-Telefonie (Voice-over-IP, VoIP) bedeuten. Diese Befürchtung äußert der Geschäftsführer von Indigo Networks, Thilo Salmon. Die Netzagentur hatte am Mittwoch den bereits seit dem Sommer erwarteten Abschlussbericht einer handverlesenen Runde von Vertretern verschiedener Telekommunikationsunternehmen veröffentlicht.

[...] Das im Abschlussbericht stark hervorgehobene Merkmal der Qualität sei vorgeschoben, bemängelt Salmon. "Wenn man von aktiven Störungen von Netzbetreibern einmal absieht, ist in heutigen Breitbandnetzen eine Sprachqualität von VoIP möglich, die nicht mehr von Festnetzen zu unterscheiden ist."

Quelle und ganzer Artikel bei: Heise online
 

docfred

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Dass die VoIP-Betreiber ihre Felle davon schwimmen sehen, ist mir schon klar. In Zukunft wäre es eben nicht mehr damit getan, einfach einen Asterisk bei einem IC-Punkt eines Netzbetreibers aufzusetzen und dann so zu tun als würde man aktiv Telefoniedienste anzubieten während nur die IP- und Telefonienetzbetreiber wirklich investieren und Dienste zur Verfügung stellen.

Im Augenblick haben sie schon ein extrem einfaches Leben - meist ohne jegliche Gegenleistung.
 

noto

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So wie ich das verstanden habe sollen alle Datenpakete innerhalb des neuen VoNGN Netz geroutet werden. So hätte man völlige Kontrolle und könnte leichter 'mithören'.
Weitere Grund dürfe sein, dass man ein separates Netz möchte für dessen Nutzung man extra zu Kasse gebeten wird. d.h. Man zahlt auch noch dafür dass man abgehört wird. lol

Zudem,

wieso dann nicht auch ein separates Netz für eMails? So könnte man die Mails effizienter 'mitlesen' und Spam bekämpfen. eMails versenden wären dann natürlich kostenpflichtig wenn man vom T-Com Netz eine Mail ins Arcor Netz verschickt. rofl

Würde dies dem Grundgedanken des Internets entsprechen?
Im Augenblick haben sie schon ein extrem einfaches Leben - meist ohne jegliche Gegenleistung
Dafür kostet es den User kaum was. :eek:
 
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docfred

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Dass Telefonie in ein eigenes Netz abwandert hat keine Abhörgründe sondern liegt in der Natur von QoS. Über das "normale" Internet wirst du keine vergleichbare Gesprächsqualität (nicht nur akustische) erreichen, da die Anbieter eben nur Zugriff bzw. Kontrolle über ihre eigenen Backbones haben. Und wieso sollte beispielsweise Arcor in ihrem Backbone VoIP-Gespräche anderer Anbieter höherer priorisieren als normale Downloads ihrer eigenen Kunden?

Dazu fehlt noch ein einheitlicher Standard der alle gewohnten Dienstmerkmale der POTS/ISDN-Netze bietet. SIP ist zwar eine nette Spielerei und ich verwende es im Moment fast ausschließlich, aber nur aus Kostengründen. Rückruf bei besetzt, Anklopfen, Makeln, 3er-Konferenz usw. sind meines Wissens nach nicht im SIP festgeschrieben und werden, wenn überhaupt, vom jeweiligen SIP-Anbieter proprietär zur Verfügung gestellt. Natürlich nicht von den Endgerät unterstützt - woher soll das Ding auch wissen, was sich der Dienstanbieter da so überlegt hat? Einheitliche Bedienung und One-Click-Lösungen wie bei ISDN werden da noch lange auf sich warten lassen.

Aus all diesen Gründen setzen übrigens auch Ausrüster wie CISCI, Lucent und wie sie alle heißen, mittlerweile auf extra Netze, nachdem sie Jahre lang "all over one network" prophezeit und beworben haben.