Hilfe zur Verkabelung einer Uralt-Telefondose gesucht

n0v1ce

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Ich habe vor einiger Zeit bei meiner Freundin VoIP-Telefonie über 1und1 eingerichtet. Seitdem kämpfe ich gegen verschiedene Probleme hinsichtlich der Gesprächsqualität an. Die meisten wurden in der Zwischenzeit behoben. Nur ein teilweise unerträgliches Rauschen ist ab und zu in der Leitung.

Heute habe ich mal die Telefondose an der die Fritzbox 7170 angeschlossen ist aufgeschraubt und mich gewundert was das für ein Ding sein soll. Statt den 2 Adern, welche doch zum Telefonieren ausreichen sollten, waren dort gleich fünf Adern angeklemmt und außerdem eine Brücke vorhanden. Vom Hausherren hab ich erfahren, dass die Telefondose früher bei engehenden Anrufen auch geklingelt hat (Das Haus und somit die Dose sind ~25 Jahre alt). Außerdem ist noch eine weitere Dose in einem anderen Raum vorhanden. Allerdings hat diese wahrscheinlich eine separate Verkabelung direkt aus dem Keller und wurde nicht an besagter Dose abgegriffen. :noidea:

Kann mir jemand sagen welche dieser Adern zum telefonieren da sind? Ist die Belegung standardisiert? Ich würde diese gerne direkt mit dem Splitter verbinden und den Rest abzwicken um Probleme im Hausnetz auszuschließen. Welche Adern müssen dann auf welche Klemme am Splitter?

Zur Verdeutlichung habe ich einige Bilder angehängt.

Ich Danke im Vorraus.
Gruß Chris
 

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lone star

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Hallo,

schau mal bitte genau auf den runden Rand(Unterputzeinsatz), dort müssen auf dem Rahmen Zahlen und Buchstaben eingestanzt sein.
Beispiel la,lb,W,b2,a2.
Kannst Du die erkennen und eventuell mal die Bezeichnungen nennen, dann kann ich dir sagen welches das Amt a und b ist.
Auf deinem Bild oben in der Mitte kann man es nur sehr schwer erkennen.

mfg Holger
Edit:
Normalerweise sollen an der Dose 6 Klemmen sein, wenn die Bezeichnung korrekt ist.
Dann liegt das Amt auf den Klemmen la und lb
die Klemmen a2 und b2 gehen zur nächsten TAE-Dose
die Klemme E dürfte nicht belegt sein, braucht man für TK-Anlagen mit Erdtaste
der zusätzliche Wecker müsste zwischen W und lb angeschlossen sein.
 
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n0v1ce

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Danke für die rasend schnelle Antwort =)
Habe das Bild mit der Klemmenbezeichnung aktualisiert.
Demnach gehen Kabel zu den Klemmen La (rot), 2 zu Lb (rot "Kurz und lang gestrichelt"), eins auf a2 (grün). Lb und Wb ist zusätzlich gebrückt.
 

lone star

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LA und Lb ist die Amtsleitung a und b.

La von der TAE-Dose kommt im Splitter auf Klemme a
Lb von der TAE-Dose kommt im Splitter auf Klemme b

mfg Holger
 

n0v1ce

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Ich Danke für die Aufschlussreichen Antworten. Hat mir sehr geholfen.
Was mich jetzt nur noch wundert ist die Tatsache, dass zwei Adern auf Lb aufgeklemmt sind. Hat dazu vielleicht jemand ne Idee?
Ist es überhaupt möglich, dass das Rauschen in der Leitung von der Anschlussbelegung kommt?
 

lone star

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Hallo,

ja das Rauschen könnte gut von der Verdrahtung kommem, sagtest Du nicht da wäre noch eine TAE-Dose im Haus.
Frage hast Du ein Vielfach - Messgerät, damit müsstest Du eigentlich die beiden richtigen Adern herausfinden.
Das Messgerät muss auf Gleichspannung DC eingestellt sein, zwischen den beiden Amtsadern liegt eine Spannung von ca.maximal 48 V bei Analog an.

mfg Holger
 

sascha5874

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Hallo,

so wie dieser Zusatzwecker verschaltet ist, gibt es bestimmt noch einen weitere Weckeinrichtung, und keine weitere TAE. Die Schaltungsvariante deutet meiner Meinung auf einen zweiten mechanische Wecker oder eine Awado ( Automatischen Wecheselumschalter - welcher in AW3 Schaltung verklemmt war ) hin

Aus diesem Grund würde ich an Deiner Stelle mal die Brücke von Lb zu Wb entfernen, sowie die Ader welche auf der Klemme a2 und den Draht der mit "zwei engen schwaren Markierungen" auf der Klemme Lb liegt.

Denn dann sollte sich keine weitere elektrische "Kapazitive Last" mehr parallel zu Deiner Fritz Box befinden, und ich denke das dann auch Deine Festnetz Sprachqualität wieder so ist, wie sie sein soll.

Solltest Du weiterhin einen zweiten Wecker benötigen, so würde ich ein Anrufrelais ( heutige Anrufrelais sind durch IC Technik mit einer sehr guten Entkopplung ausgestattet ) vorschlagen, welches parallel zu La und Lb angeschlossen wird. Ein solches Reails bietet einen potentialfreien Kontakt, an welchem Du ein elektrische Läutewerk ( 230 V ) anschalten kannst. ( 230 V und max 0,250 A ) Leider kannst Du bei dieser Variante kein Telefon-Wechselstrom-Läutewerk mehr verwenden ( als ein solches Läutewerk wie es auf Deinen Bildern ist )

Ich hoffe Du kommst mit meiner Erklärung klar, falls nicht bitte um kurze E-Mail

Gruß

Sascha
 

lone star

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@sascha5874,

schau mal was hier im Beitrag steht,
Kann mir jemand sagen welche dieser Adern zum telefonieren da sind? Ist die Belegung standardisiert? Ich würde diese gerne direkt mit dem Splitter verbinden und den Rest abzwicken um Probleme im Hausnetz auszuschließen. Welche Adern müssen dann auf welche Klemme am Splitter?
warum willst Du ihm dann unbedingt wieder die alte Dose schmackhaft machen.
Die konkrete Frage war doch welches die beiden Amt-Adern sind.

mfg Holger
 

n0v1ce

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Bitte keinen Stress hier :) Ich weis alle Antworten sehr zu schätzen.

Werde wohl erst wieder nächstes Wochenende in das Haus kommen und dann erstmal die in Frage kommenden Adern durchmessen und alle nicht benötigten abklemmen. Die grüne Ader an "W" ist die Erdung und sollte dran bleiben, seh ich das richtig?

Ich meine mich zu erinnern, dass auf der Terasse früher mal ein Zusatzwecker angebracht war. Wird dann wahrscheinlich über diese TAE angebunden gewesen sein. Ein solcher "Wecker" wird vorerst aber nicht benötigt, die Adern können also entfernt werden.

Die im Schlafzimmer vorhandene TAE wird dann wohl tatsäch über eine separate Leitung direkt aus dem Keller gespeißt. Werde ich mal überprüfen. Sollte ich diese dann auch abzwicken? Kann die Leitung dadurch beeinflusst werden, auch wenn kein Endgerät an der Dose hängt?

Gruß Chris
 
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andilao

Guest
Längere "Blindkabel", Abzweigungen o.ä. sollte man auch ohne DSL immer vermeiden, das vermindert hässliche Störungen. Ähnlich wie bei ISDN - aber weit weniger kritisch - sollte man eine Art von Busverkabelung erreichen, bei dem am Endpunkt immer ein Gerät ist. Will man wirklich mehrere Geräte anschließen, kann man den Splitter auch vor alles setzen, dafür hat er die praktischen Klemm-Anschlüsse.
 

h1watcher

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Zitat von n0v1ce:
Die im Schlafzimmer vorhandene TAE wird dann wohl tatsäch über eine separate Leitung direkt aus dem Keller gespeißt. Werde ich mal überprüfen. Sollte ich diese dann auch abzwicken? Kann die Leitung dadurch beeinflusst werden, auch wenn kein Endgerät an der Dose hängt?
Ja, unbedingt.
Der Splitter soll immer an die erste TAE, d.h. da darf vorher kein Abzweig zu einer anderen Dose sein.

mfG
h1watcher
 

n0v1ce

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Sooo. Habe gestern alle Adern abgezwickt, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb nicht zwingend erforderlich sind. Jetzt ist die Dose wirklich nur noch mit den beiden Amtsadern beschaltet. Auch die Adern zur zweiten Dose habe ich am Übergabepunkt gekappt. Außerdem wurden die Strippen frisch abisoliert.
Da die Signal/Rauschtoleranz um einige dB sank, gehe ich davon aus, dass die Aktion erfolgreich war.
Als ich den Splitter direkt angeklemmt hatte, verschlechterten sich die Leitungswerte etwas, weshalb ich das wieder rückgängig gemacht habe. Die werkzeugfreie Klemmverbindung ist wohl doch nicht so das Wahre.

Ein erstes ca. einstündiges Telefonat verlief schonmal positiv. Nur leises Analograuschen, ansonsten keinerlei Probleme. Anzumerken ist noch, dass es vor der durchgeführten Anpassung mit dem selben Gesprächspartner öfters zu qualitativen Einbußen in der Sprachqualität gekommen ist.

Ich bedanke mich schonmal bei allen Beteiligten für Ihr geteiltes Wissen und werde mich melden, sobald es Neuigkeiten gibt.


mfG Chris
 

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