Hybrid-Internet: DSL und LTE an Fritzbox 7270 möglich?

icecube919

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Hallo aufs IP-Phone-Forum.

Ich würde mal gerne die Fachleute unter euch fragen, ob folgende Konfiguration möglich wäre:

Ich habe eine FritzBox! 7270 v3, mit der ich über DSL 16000 (real: ca. 11000) online bin.
Gleichzeitig hätte ich hier noch einen LTE-Router von Vodafone, in dem noch eine SIM-Karte mit ein paar Monaten Vertragslaufzeit steckt, allerdings mit Datenvolumen-Begrenzung (10GB/Monat)

Nun kam mir die Überlegung:

Wäre es praktisch möglich meinen Internetzugang aufzubessern, indem ich den LTE Router an den LAN1 der Fritzbox hänge, ABER gleichzeitig mit DSL Online bin, sodass ich im Prinzip die komplette Geschwindigkeit beider Verbindungen für mich gleichzeitig nutzen könnte, bis das Datenvolumen des LTE-Vertrages aufgebraucht ist?

Ich komme darauf, da die Tele-Komiker ja neulich ein ähnliches Konzept vorgestellt haben, das allerdings als ein ganzes System, sprich als ein alleiniger Hybrid-Router, konzipiert ist.


Wieso sollte ich also, wenn das möglich wäre, die restliche Vertragslaufzeit des LTE-Vertrages nicht für mich nutzen.

Ich bedanke mich schon mal im Voraus

Grüße und schönen Abend noch.
 
Kurzum: geht nicht ohne speziellen Hybrid Router.

Was Du machen kannst ist beide Router online nehmen und manuell über die Auswahl des jeweiligen Gateways die Nutzung auf verschiedene Geräte aufteilen.

Etwas professioneller geht es wenn Du beide Router an einen Load Balancing Router hängst, dann kannst Du viel mehr steuern.

Beide haben gemein, dass Du eine Verbindung (z.B. Seitenaufruf) nicht über beide gleichzeitig laufen lassen kannst und sich Geschwindigkeiten addieren.
 
Hallo und erstmal vielen Dank für die Antwort.

Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde.

Ich habe mich mal ein wenig mit dem Thema "Load Balancing" auseinandergesetzt und festgestellt, dass solche Router, die für mich genau das machen, was sie machen sollen, gar nicht mal so teuer sind.
Folgendes Gerät habe ich mir mal vorgemerkt: http://www.amazon.de/TP-Link-TL-R470T-Broadband-LAN-Port-Speicher/dp/B00HHQXXAY/ref=dp_ob_title_ce
Ich denke mir, der erfüllt meine Zwecke, wobei ich der Meinung bin, dass der schon wieder zu viel kann für meine Bedürfnisse :p

Wie gesagt: Mein LTE-Vertrag läuft noch ein Jahr und das möchte ich nicht ungenutzt lassen. Und wenn mir ein Gerät unter 50€ diese Möglichkeit gibt, ist das immer noch besser, als mtl. 25€ umsonst zu bezahlen.

Eine Frage hätte ich da allerdings noch. LTE läuft ja nicht immer so stabil, gerade was die Latenzen angeht bei geringer Signalstärke. Ich habe im Keller (wo die FritzBox steht) mit dem Vodafone B2000 von Huawei einen Strich Empfangsstärke und ca 6000 kbit/s Downstream.
Verträgt sich eine solche LTE-Verbindung mit VoIP? Nicht dass ich dann im Gespräch zu starke Verzögerungen in der Übertragung habe. VoIP läuft ja über DSL jetzt schon nicht ganz störungsfrei und mit einer gewissen Verzögerung.

Ansonsten, habe ich mir überlegt, wäre ja diese Load Balancing Lösung auch ein wunderbares Not-System (doppelte Redundanz) für die Internetverbindung des Heimnetzwerkes.

Grüße und schönen Abend noch!
 
Bei diesen Lösungen (nennt man flow-based load balancing) geht der Datenverkehr (also der entsprechende Flow) entweder über DSL oder LTE.

Wenn Du tatsächlich die Bandbreiten bündeln möchtest, musst du "packet-based load balancing" verwenden, und das geben die Router nicht her.
 
@Whoopie

Das reicht mir völlig. In meinem Heimnetzwerk laufen 3 PCs und 3 Telefone (über VoIP).
Was ich brauche ist ein Router, der bei jedem versuchten Zugriff auf die Internetverbindung bzw. auf den VoIP Server intelligent die Verbindung auswählt, die momentan die meisten Kapazitäten bietet.
Und, wenn ich das richtig verstanden habe, genau das tut der TP-Link.
Die einzelnen Pakete einer Verbindung, z.B. eines VoIP-Gespräches, möchte ich gar nicht aufteilen und über zwei verschiedene Wege schicken.

Mir geht es darum, dass, falls die DSL Verbindung ausgelastet ist (z.B. durch einen Download), und ich telefonieren möchte, der TP-Link Router nicht, wie sonst die FritzBox, die DSL-Bandbreite für den laufenden Download drosselt, sondern das VoIP Gespräch auf die zweite WAN-Anbindung schaltet, sodass der Download unverändert weiter läuft.
Das ganze soll natürlich auch andersherum funktionieren (Zuerst VoIP, dann kommt ein Download) und natürlich mit anderen Diensten, wie HD-Streaming usw.

Ich hoffe das funktioniert mit o.g. Router bei guter Konfiguration.

Grüße
 
Das geschieht aber leider so nicht bei flow-based load balancing. Du hast 2 mögliche Wege, die beide gemäß Metrik gleichwertig sind. Also wird der Datenverkehr statistisch 50:50 verteilt, ohne zu checken, welcher Weg denn gerade mehr ausgelastet ist.

Ich bezweifle, dass ein TP-Link diese Intelligenz mitbringt, die Auslastung der Wege zu überwachen und darauf basierend den Verkehr zu routen.
 
Hier ein paar Punkte aus der Produktbeschreibung des TP-Link Routers:
  • Die Loadbalancing-Funktion wählt in Abhängigkeit zur Datenmenge automatisch die beste Leitung aus
  • Mehrere Loadbalancing-Strategien zur Maximierung der gesamten Bandbreite
  • Der Router verfügt darüber hinaus auch über eine integrierte intelligente Loadbalancing-Funktion, welche je nach Datenlast und Bandbreitenbedarf automatisch die effizienteste Leitung auswählt und damit die Nutzer mit einer konsistenten Netzwerk-Uptime und einer zuverlässigen Ethernet-Konnektivität versorgt.
Das sollte es doch sein oder?
Oder wie liest du das?

Ich finde das macht klar, dass der Router sehr wohl den Datenverkehr überwacht und somit die verschiedenen Verbindungen aller Endgeräte über die aktuell beste Leitung schickt.
 
Ok, das hätte ich nicht gedacht. Danke für die Klarstellung!
 
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