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Indien verbietet Skype & Co.

Dieses Thema im Forum "Nachrichten" wurde erstellt von Redaktion, 7 Dez. 2006.

  1. Redaktion

    Redaktion IPPF-Reporter

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    Indien verbietet Skype & Co.
    Regierung will Web-Inhalte zensieren

    Mumbai - Die indische Regierung will die Nutzung von VoIP-Diensten einschränken. Wie die India Times berichtet, sollen IT-Unternehmen laut einem Gesetzesentwurf in Zukunft angeben welche VoIP-Anbieter sie nutzen. Der Entwurf sieht außerdem vor, dass nur Anbieter mit einer Lizenz für Indien genutzt werden dürfen. Das bedeutet, dass die Nutzung ausländischer Anbieter wie Skype, Yahoo und Net2Phone, die keine offizielle Lizenz haben, illegal wird. Darüber hinaus plant die Regierung die Installation von Web-Filtern bei den indischen Internet-Providern, um Inhalte zu sperren, die nach indischem Recht strafbar sind oder die Sicherheit des Staates bedrohen, berichtet der Business Standard.

    Laut der Telekommunikationsabteilung des indischen Ministeriums für Telekommunikation und Informationstechnologie http://www.dotindia.com würden Unternehmen über nicht-lizenzierte VoIP-Anbieter 30 Mio. Minuten monatlich vertelefonieren. Ausländische Anbieter wie Skype würden der Regierung große Einnahmeverluste bereiten, da sie ohne Lizenz weder die zwölfprozentige Dienstleistungssteuer noch die sechsprozentige Abgabe des Umsatzes aus der Internettelefonie bezahlen würden. Mit dem Entwurf kommt die Regierung dem Verband der indischen Internet Service Provider entgegen (ISPAI). Die Einführung der Regelung könnte sich allerdings schwerwiegend auf den Mittelstand der BPOs (Business Process Outsourcing) auswirken, warnt der Chef eines führenden indischen BPO-Unternehmens, der nicht genannt werden will.

    Auf die geplante Einführung von Web-Filtern haben sich die indischen ISPs bereits eingeschossen und beklagen, dass die Filter die Internetgeschwindigkeit verlangsamen würden. Außerdem äußerten sie Bedenken, dass alle Inhalte im Internet potenziell überprüft werden können. "Das Filtern von Inhalten ist grundsätzlich immer schlecht, die Frage ist, was die Hintergründe für die Einführung sind", heißt es aus der Organisation Reporter ohne Grenzen http://www.rsf.org auf Anfrage von pressetext. Hintergrund für die Einführung von Webfiltern dürfte die Bedrohung durch islamistische Gruppen sein. Im Juli dieses Jahres hatte die indische Telekomregulierungsbehörde im Zuge der Terroranschläge auf mehrere Züge in Mumbai zahlreiche Weblogs sperren lassen, die in den Verdacht geraten sind, Hassbotschaften zu verbreiten und denen Verbindungen zu islamistischen Gruppen vorgeworfen wurden (pressetext berichtete).

    Quelle: pressetext.de
     
  2. Jiro

    Jiro Mitglied

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    das werden wir hier auch noch bekommen.

    Die Schlagworte: Terrorismus, Kinderpornographie und neu: Amoklauf

    ermöglichen immer mehr Überwachung und Bespitzelung.

    könnte echt kotzen...

    bye Jiro
     
  3. herbertchen

    herbertchen Neuer User

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    Völlig d'accord mit deiner Meinung. Das sehe ich genauso.
    Wir erleben immer mehr Einschränkungen und Überwachung unter dem Deckmantel der Prävention!
    Dabei sollte man folgendes beachten:
    Mehr Einschränkungen in der Freiheit führen nicht (automatisch) zu mehr Sicherheit aber definitiv zunehmends zur Unmündigkeit.
     
  4. Nexus_Neuss

    Nexus_Neuss Neuer User

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    ... und schwupps seid Ihr jetzt auch unter Überwachung... nicht dass Ihr noch selber Amok lauft.

    Gruß

    Klaus
     
  5. sven@mainz

    sven@mainz Guest

  6. eber

    eber Neuer User

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    @ sven@mainz
    Nachbarschaftliche Grüße.
    Wer die indischen Verhältnisse kennt:
    So ist es.
    Gruß eber
     
  7. demleitner

    demleitner Neuer User

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    Geld verdienen, sonst nichts

    Indien hat schon lange ein Problem mit VoIP, so werden Telefonate von ausserhalb (z.B. Germany) per VoIP nach Indien geroutet und dort ins Fest(mobil)netz eingespeist. Das ist aber illegal!
    Was meint Ihr, warum Telefonkarten für Indiien billiger sind, als normale Verbindungen?
    z.B. Anruf kommt per drahtloses Internet in einem Auto an, von da geht er in ein Handy mit Prepaid-Karte, dann endlich zum Ziel.
    Polizei hört öfter mal mit, daher alles anonym (prepaid)...
    Oder - genau auf der Grenze: Internet von einem Land und Telefon von dem anderen Land. Geht lange gut, dann Polizeibesuch...

    Das Schema ist immer gleich: folge dem Geld.
    VoIP-Filter gibt's jetzt von Infinion, laut teletarif vom 17.08.2006
    http://www.teltarif.de/arch/2006/kw33/s22773.html
    Hier steht auch:
    "Infineon entwickelt Technik zur Störung von VoIP
    Netzbetreiber schrecken wegen erboster Kunden vor Einsatz zurück
    "
    Wer braucht das dann? Entwickelt Infinion ins Blaue?
    Jetzt wissen wir's
    Gerhard
     
  8. Südwall

    Südwall Neuer User

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    Na vielleicht die Telekom, die hinkt doch sowieso hinterher, was meinste warum das Unternehmen noch keine Anschlüse anbietet wo es nur den DSL Port gibt.

    Gruss

    Südwall

    P.S. den ganzen Überwachungskram haben wir doch nur einem Land zu verdanken.