[Erledigt] Instabile Leitung durch (vermutlich) zu hohe Geschwindigkeit

ole258

Neuer User
Mitglied seit
21 Jan 2010
Beiträge
188
Punkte für Reaktionen
41
Punkte
28
Hallo zusammen,

seit 1 Woche bin ich Kunde bei Vodafone DSL (100er-Leitung) und zuvor war ich bei der Telekom (50er-Leitung).

Die Leitung war bis vor ca. 3 Monaten stabil und dann kamen von heute auf morgen 1-2 Resyncs pro Tag. Die Telekom hat das Ganze allerdings nicht in den Griff bekommen bzw. die Ursache finden können - bis zu meinem Wechsel nicht.

Bei Vodafone habe ich die 100er-Leitung gebucht, weil die über Check24 nahezu identisch vom Preis war, wie die 50er und ich wollte mal sehen, wie sich der Anschluss macht.

Jedenfalls bin ich dort ebenfalls mit Resyncs gestartet, was eigentlich zu erwarten war, da es ja dieselbe Leitung ist, die Vodafone von der Telekom mietet. Nur haben sich die Resyncs dann gehäuft (weil die Leitung physikalisch einfach zu schlecht ist, für DSL100). So dass mich DLM in einem ersten Schritt auf 80.000 gedeckelt hat. Weitere werden ziemlich sicher folgen.

Die Abbrüche sind jetzt deutlich weniger, aber die Leitung ist nach wie vor grottenschlecht und läuft am Limit.

Ich habe keine Ahnung, ob es "nur" an der immer noch zu hohen Geschwindigkeit liegt, oder was die Ursache ist. Möglicherweise die momentane Hitze (ca. 70m der 490m langen Leitung laufen über Oberleitung). Jedenfalls war das Spektrum um die Werte noch nie so katastrophal wie im Moment.

Was die Telekom schon geprüft bzw. gemacht hat:

- Leitung Inhouse begutachtet und für ok befunden (alles CAT7 Kabel)
- Leitung ab APL gemessen, angeblich ok
- Port am DSLAM getauscht
- Hochbau hat Isolationswiderstand der Oberleitung gemessen, angeblich ok
- ...und hat meine Doppelader, an den Übergabepunkten, aus den LSA-Klemmen genommen und sep. mit ScotchLok verbunden
- Ich habe noch 2 andere Router versucht, aber ohne Veränderung

Mir ist es an sich egal, ob am Ende 100, 80 oder 60 ankommen, aber die Abbrüche nerven extrem (weil ich auch an 2-3 Tagen in der Woche im Home-Office arbeite)! Aber weniger als ca. 60 möchte ich nicht akzeptieren, weil die bis vor ca. 3 Monaten auch stabil anlagen.

Was ich bei der 7510 (mit OS 8.25) bereits gemacht habe:

1. vorherigen DSL-Treiber aktiviert
2. Störsicherheit: INP und RFI ganz nach rechts, auf max. Stabilität

...bringt aber quasi nix.

Info: Kein PLC im Einsatz.

Ich würde mich über eure Einschätzungen zu dem Spektrum und den Daten freuen. Die Screenshots sind von heute Abend ca. 19 Uhr. Tagsüber sieht es leicht besser aus.
 

Anhänge

  • Screenshot 2026-07-14 at 18-32-28 FRITZ!Box 7510.png
    Screenshot 2026-07-14 at 18-32-28 FRITZ!Box 7510.png
    274.1 KB · Aufrufe: 40
  • Screenshot 2026-07-14 at 18-52-15 FRITZ!Box 7510.png
    Screenshot 2026-07-14 at 18-52-15 FRITZ!Box 7510.png
    254.9 KB · Aufrufe: 41
  • Screenshot 2026-07-14 at 19-04-52 FRITZ!Box 7510.png
    Screenshot 2026-07-14 at 19-04-52 FRITZ!Box 7510.png
    290 KB · Aufrufe: 40
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe noch 2 andere Router versucht
Welche Modelle waren das genau?
Einschätzungen zu dem Spektrum und den Daten
Der Einbruch im Frequenzbereich unterhalb 500 kHz ist häufig auf externe elektromagnetische Einflüsse zurückzuführen. Häufige Fehlerquellen können defekte Netzteile sein.
Bitte einmal den Router direkt an einer Wandsteckdose betreiben und alle Steckernetzteile, welche sich im gleichen Stromkreis wie der Router befinden, testweise einmal ausstecken.
 
  • Haha
Reaktionen: KunterBunter
Welche Modelle waren das genau?
Speedport Smart 4
7530 (hat auch das VRX518 als DSL-Modem)
...mir ging's nur darum, dass die 7510 nicht defekt ist

Bitte einmal den Router direkt an einer Wandsteckdose betreiben und alle Steckernetzteile, welche sich im gleichen Stromkreis wie der Router befinden, testweise einmal ausstecken
Ist und war bereits schon immer der Fall. Und außer dem Router gibt es in der ganzen Wohnung sonst kein Steckernetzteil.

Der Einbruch war und ist schon immer da gewesen - ich würde sagen schon seit Jahren. Hat aber bis vor 3 Monaten keine Probleme gemacht, in Form von Abbrüchen. Und die schmalen, spitzen Zacken sind erst seit ein paar Tagen existent.

Im März sah das Spektrum noch so aus.
 

Anhänge

  • Screenshot 2026-03-28 7510.png
    Screenshot 2026-03-28 7510.png
    289.1 KB · Aufrufe: 22
Der ist wegen DPBO und liegt zwischen 1 MHz und 2 MHz.
 
Der "Einbrüch" zwischen den beiden Pilottönen (rote senkrechte Balken) ist nicht zu sehen?
Der ist normal - und nicht unter 500 kHz. Vielleicht unter Träger 500, aber nicht unter 500 kHz.

Insgesamt könnten das aber trotzdem externe Störer sein, das würde auch das plötzliche Auftreten erklären. Jedenfalls ist da kein großer Unterschied im Spektrum zwischen März und heute. Die Störer können auch durchaus bei dir im Haushalt sein. Da würde ich anfangen, zu suchen. Das dürfte deine einzige Chance sein. Defekte Schaltnetzteile sind die ersten Kandidaten. Das müssen keine Steckernetzteile sein - Schaltnetzteile sind heute praktisch in allem, was am Strom hängt, selbst im Backofen für die Bedienelemente und die Anzeigen.
 
Insgesamt könnten das aber trotzdem externe Störer sein, das würde auch das plötzliche Auftreten erklären.
Kann gut sein, aber nicht bei mir in der Wohnung. Da liegt die Wahrscheinlichkeit viel eher auf den 70m Oberleitung.

Jedenfalls ist da kein großer Unterschied im Spektrum zwischen März und heute.
Finde ich schon. Was ist mit den schmalen, spitzen Zacken, ganz links, im oberen Spektrum? Und im unteren Spektrum brechen die hohen Frequenzen zum Teil komplett ein.

Da würde ich anfangen, zu suchen. Das dürfte deine einzige Chance sein.
Gut, aber ich kann halt nicht mehr machen, als testweise alle(!) elektrischen Geräte aus zu stecken bzw. per Sicherung stromlos zu machen. Und da ändert sich dann exakt gar nichts.

Und wie gesagt, mir geht's mittlerweile nicht mehr darum, die 100 auf Gedeih & Verderb durch die Leitung zu drücken. Sondern die Leitung bei 50-60 dauerhaft stabil zu bekommen. Dafür muss dann als erstes mal der Signal-Rauschabstand über 10dB kommen. Das hoffe ich passiert,wenn entweder ASSIA noch weiter deckelt oder ich den entsprechenden Regler in der Fritzbox anfange nach links zu bewegen.

Im Moment mache ich das aber (noch) nicht, weil ich natürlich auf Dauer keine 100er-Leitung bezahle, wenn nur 70% oder weniger ankommen. Ich muss dann das Messverfahren über Breitbandmessung.de durchlaufen und dafür darf die Leitungskapazität natürlich nicht durch mich selber begrenzt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie sieht es aus mit Alternative wie Glasfaser, Kabel oder Starlink? Was nutzen deine Nachbarn?
 
Wie sieht es aus mit Alternative wie Glasfaser, Kabel
Beides nicht verfügbar.


Nicht meine Technik und auch zu teuer im Vgl. zu DSL.

Aber das soll jetzt auch nicht das Thema sein. Wenn ich die Technik wechseln wollen würde, hatte ich nicht dieses Thema eröffnet.


Haben die Nachbarn evtl. ähnliche Probleme?
Kann ich nicht sagen.
So intensiven Kontakt habe ich mit denen nicht und die einen sind schon 70+ und die anderen alles andere als technikaffin...soll heißen, es würde mich nicht wundern, dass die das gar nicht registrieren, wenn das Internet mehrmals am Tag weg ist. Bzw. der eine Nachbar, nach mir, bekommt per se nur DSL50 angeboten beim Verfügbarkeitscheck. Da ist dann die Leitung vermutlich definitv zu lang und schlecht, für mehr.

Was ist denn mit der rel. alten Linecard? Wenn man die KI mit den Daten füttert, scheint es "bekannt" zu sein, dass diese Linecards durch Bauteilalterung und alter FW gerne mal Probleme mit dem VRX518 machen.
 
Was ist denn mit der rel. alten Linecard?
Ich hatte nicht ganz ohne Grund bereits in #2 nach den beiden anderen Routern gefragt. Testweise könnte man eine FB7530AX (Broadcom) oder eine FB7490 (VR9) ausprobieren, sofern beschaffbar oder entleihbar.
 
Kann gut sein, aber nicht bei mir in der Wohnung. Da liegt die Wahrscheinlichkeit viel eher auf den 70m Oberleitung.
Wo soll denn da ein Störer bei 1-2 MHz herkommen? Das kann praktisch nur eine leitungsgebundene Einkopplung sein, nichts über Funk, denn die Störer sind sehr schmalbandig, haben einen relativ hohen Pegel (die Einzüge gehen weit runter) und erzeugen mehrere Oberwellen.

Finde ich schon. Was ist mit den schmalen, spitzen Zacken, ganz links, im oberen Spektrum?
Das sind genau die Störer, die am wahrscheinlichsten in deiner Nähe sind. Und es müssen kurzfristige Impulse sein, sonst würden sie sich auch in der Bitverteilung niederschlagen. Ansonsten sind SNRs und der Verlauf aber identisch. Die Eigenschaften der Leitung haben sich nicht verändert.

Sondern die Leitung bei 50-60 dauerhaft stabil zu bekommen. Dafür muss dann als erstes mal der Signal-Rauschabstand über 10dB kommen.
Wenn wirklich Störer das Problem sind, dann reichen vielleicht auch 20 dB nicht.

Gut, aber ich kann halt nicht mehr machen, als testweise alle(!) elektrischen Geräte aus zu stecken bzw. per Sicherung stromlos zu machen. Und da ändert sich dann exakt gar nichts.
So ein Störer muss ja auch nicht dauerhaft aktiv sein. Da reichen Impulse im ms Bereich, um deine Leitung zu kappen. Mal kurz alle Sicherungen rausmachen hat da nur geringe Aussagekraft. Du müsstest das ganze über Tage beobachten, um Rückschlüsse ziehen zu können. Nimm dir besser einzelne Geräte gezielt vor, wenn sie an und wenn sie aus sind und versuche das mit den Sync-Verlusten zu korrelieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Testweise könnte man eine FB7530AX (Broadcom) oder eine FB7490 (VR9) ausprobieren,
Eine 7490 wäre mir zu oll.
Eine 7530ax kann ich leider nicht beschaffen/ausleihen und kaufen kommt nicht in Frage.

Meine Spekulation ginge eher in die Richtung, ob oder wie man die Telekom dazu bewegt, dass die Linecard getauscht werden muss, wenn sie am Ende ist und nur Probleme macht.
 
Wo soll denn da ein Störer bei 1-2 MHz herkommen? Das kann praktisch nur eine leitungsgebundene Einkopplung sein, nichts über Funk.
So fachlich kompetent kann ich das Spektrum nicht interpretieren.


So ein Störer muss ja auch nicht dauerhaft aktiv sein. Da reichen Impulse im ms Bereich, um deine Leitung zu kappen. Mal kurz alle Sicherungen rausmachen hat da nur geringe Aussagekraft. Du müsstest das ganze über Tage beobachten, um Rückschlüsse ziehen zu können. Nimm dir besser einzelne Geräte gezielt vor, wenn sie an und wenn sie aus sind und versuche das mit den Sync-Verlusten zu korrelieren.
Also zur Lebensaufgabe will ich das Thema eigentlich nicht machen. Sonst müsste ich auch in Erwägung ziehen, dass ich deswegen umziehen würde.

Die Resyncs kommen auch nachts vor, wenn die allermeisten Geräte aus sind und lange aus sind.
 
Also zur Lebensaufgabe will ich das Thema eigentlich nicht machen. Sonst müsste ich auch in Erwägung ziehen, dass ich deswegen umziehen würde.
Es ist denkbar, dass der Störer mit umzieht.

Die Resyncs kommen auch nachts vor, wenn die allermeisten Geräte aus sind und lange aus sind.
Du vergisst Beleuchtung, Heizung, Backofen, Kühlschrank, Wecker, Fernseher,... und alle Standby Geräte.
 
Eine 7490 wäre mir zu oll
Die alten Modelle laufen an manchen Anschlüssen besser als die aktuellen Chipsätze und die FB7490 kann eben auch noch kein Supervectoring.
ob oder wie man die Telekom dazu bewegt, dass die Linecard getauscht werden muss
Die wird nur im Defektfall getauscht, aber nicht wenn ein Kundenendgerät damit mögliche Probleme hat.
Ich würde weiter nach möglichen externen Störquellen suchen. Wie gut ist eigentlich vor Ort die Stromversorgung? Gibt es dort in der Gegend "alternative Energieerzeugung"?
 
Es ist denkbar, dass der Störer mit umzieht.
Warum persönlich werden?


Du vergisst Beleuchtung, Heizung, Backofen, Kühlschrank, Wecker, Fernseher,... und alle Standby Geräte
Beleuchtung ist nachts aus (ja komplett!)
Heizung aus ( ja komplett)
Backofen aus (inkl. allem)
Kühlschrank ist auch tagsüber an
Wecker auch
Fernseher nachts aus (komplett)
Keine Stanby-Geräte


Die alten Modelle laufen an manchen Anschlüssen besser als die aktuellen Chipsätze
Ja, aber der Anschluss lief ja schon mit der 7530 und 7510.


Gibt es dort in der Gegend "alternative Energieerzeugung"?
Solar? PV? Oder was meinst Du?
Ja, gibt es (wo gibt es das heutzutage nicht).
Bevor Du fragst, nein, bei mir im Haus nicht, aber entlang der Oberleitung.
 
Kostenlos!

Neueste Beiträge

Statistik des Forums

Themen
248,866
Beiträge
2,303,224
Mitglieder
378,521
Neuestes Mitglied
Atrox15