Integration TK-Anlagen und VPN-Strecken

Volker II

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15 Mai 2006
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Hallo Zusammen.

Im Prinzip hat es MozartMcLaus über TK-Anlagen mit seinem Beitrag (VoiP Telefon an TK-Anlage anschließen?) bereits angeschnitten, aber ich will meine Fragen etwas genereller angehen.

Wir haben in unserer Zentrale und diversen Standorten Telegonanlagen unterschiedlicher Anbieter und keine davon ist meiens Wissens VoIP-ready. Die Anzahl S0-Anschluss je Standort ist unterschiedlich. Daneben haben wir zu jedem Standort eine VPN-Strecke. FW und Routing passieren zentral.

Die Vorstellung ist nun, dass man in jeden Standort einen Router zwischen dem zentralen ISDN-Anschluss und der Telefonanlage hängt mit einer Art Telefon-/Accessliste, die den Router entscheiden lässt, ob der Anruf (intern) über die VPN (VoIP) Strecke geht/kommt oder ein externer Anruf ist (ein- und ausgehend). An den Telefonen selbst wie den TK-Anlage sollen dazu keine Änderungen vorgenommen werden.

Ggf. würde man einen eigene SIP-Server in Erwägung ziehen für die interne Telefonie, da wir über Linux Server in jedem Standort verfügen, sollte dies machbar sein. :D

Ist dieser Denkanstz grundsätzlich umsetzbar und falls ja, mit welcher Technik? :noidea:

Gruss
Volker II
 
Moin Volker II,
willkommen im Forum.

Da Du ja schon auf den Thread von MozartMcLaus verweist, wirst Du ihn sicher auch gelesen haben. Ihr habt im Grunde genommen die selbe Situation, nur habt ihr halt statt der Glasfaserleitung ein VPN.

Die Funktionalität, die Du suchst, läßt sich meines Wissens am besten mit einem Asterisk-Server und ein paar ISDN-Karten realisieren. Das Buch "Internet-Telefonie" aus dem Verlag Open Source Press dürfte dabei ebenfalls sehr hilfreich sein.

Hier schon mal ein Lösungsansatz:
Die eine Hälfte der ISDN-Karten im Server wird mit den jeweiligen TK-Anlagen verbunden und spielt denen den Amtsanschluss vor; die andere Hälfte wird mit dem Amtsanschluss verbunden. Auf ISDN eingehende Rufe werden direkt zur TK-Anlage durchgestellt; rausgehende Rufe werden wahlweise über ISDN oder über einen VoIP-Anbieter nach draußen geroutet. Interne Rufe werden generell über VoIP geroutet - beispielsweise daran zu erkennen, dass sie mit 000 beginnen.
 
Hallo Volker II und auch willkommen im Forum :-)

Du findest eine Übersicht über VoIP-Gateways mit Routing-Funktionen hier: http://wiki.ip-phone-forum.de/pbx:voip:sonstige:start

Diese können z.B. an einen externen S0 einer Tk-Anlage quasi als "VoIP-Amt" angeschlossen werden und routen Gespräche dann per VoIP weiter. Manche Gateways verfügen auch über interne S0, so daß man damit die bestehenden ISDN-Amtsanschlüsse integrieren könnte und einfach den Gateway zwischen Festnetzamt/Internet und Tk-Anlage anschließt.

Gerade für kleinere Standorte ist dies eine günstige Lösung. Für größere Standorte wäre sicher ein Asterisk-Server eine Option: siehe hier http://wiki.ip-phone-forum.de/pbx:voip:software:start Es gibt jedoch auch VoIP-Gateways mit S2M-Anschlüssen (PRI), d.h. für 32 Kanäle. Caveat: manche Gateways unterstützen für BRI keine Anlagenanschlüsse.

--gandalf.
 
Moin Geist. ;)

Ghostwalker schrieb:
Moin Volker II,
willkommen im Forum.

Ich denke wir haben den selben Hauptsatz, aber darunter wirds differenzierter. Das liegt nicht an der Faser. Wir haben hier ein S2M und in den Standorten teilweise 2 teilweise 4 S0 Anschlüsse, die zB in ein Oktopussi (?!?) Anlage der Telekom gehen, andere haben Ericson oder Philips-Anlagen. Für alle soll aber der Funktionsansatz derselbe sein.

Ein zentrale Frage für mich ist dabei, wie hänge ich ein Gateway mit X S0er zwischen mal 2 mal 4 S0er der Telekom und entsprechend S0er der Anlage? Auf jedem dieser X S0er kann ja im Prinzip ein Anruf ankommen der an sich intern ist.

Gibt es eine Device, die in ihrer Anzahl S0er frei skalierbar ist? (Ich suche gleich mal nach Astrix-Server). An sich müsste sich bei 4 SO Telekom 8 Interfaces in so einem Server haben (ich habe mir noch kein Asterix-Server angesehen) 4 in / 4 out plus LAN.

Thema Rufnummererkennung quasi als Sourcerouting begriffen. Dann will ich den Server nicht an Hand von 000 als Prefix etwas erkennen lassen, sondern an der realen Rufnummer die ihn erreicht entweder eingehend über das LAN (via VPN) oder ausgehend von der Telefonanlage kommend statt ins öffentliche Telefonnetz zu wählen, die VoIP funktion im LAN nutzen. Ich will also im Prinzip in einen Standort kommen, Blackbox konfiguriert zwischen TK-Anlage, LAN und Telekom Anschlüsse setzen und fertig.

Ok, zurück von einem ersten Einblick Asterisk (nicht Asterix) Server produziert sofort die nächste Frage. Geht dies zB auch mit der AVM C4 (2 mal) und AVM Bri? Frage ziehe ich zurück. Asterisk ist ein interessanter Ansatz, löst aber die TK-Analge ab, also nix für die weiche Migration. Dennoch bleibt der Ansatz im Auge.

Vielleicht an die gefragt, die dies Asterisk Einsetzen, wie kann man das Ganze ausfallsicher gestalten? Also Server 1 ist die Haupt-TK-Anlage und wird von Server-2 insofern überwacht, dass er bemerkt, der Server 1 ist ausser Funktion (warum auch immer) und übernimmt automatisch den Dienst von Server 1.

Gruss
Volker II
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt ISDN-Karten, die bis zu 4 S0 Ports unterstützen. Da brauchst Du dann halt eine oder zwei von.
Auch der Erkennen der internen Rufnummern anhand der vollständigen Rufnummer sollte kein Problem sein, Du müsstest halt die Wählpläne vom Asterisk entsprechend einstellen.

Der Asterisk muss übrigens NICHT die TK-Anlage ablösen, er kann auch einfach zwischen TK-Anlage und T-Com geschaltet werden. Wenn es für die C4 vernünftige Linux-Treiber gibt UND die neben dem Endgeräte-Modus auch den Amtsmodus unterstützt, funktioniert das auch mit den AVM-Karten. Kann ich Dir aber nicht versprechen.
 
mhhh, dazwischen...

Die Blockgrafik, die ich dazu gefunden habe legte den Verdacht nahe, das doch. Nun gut, wenn es dazwischen kommt, was ist mit den Telefonen am Screibtisch. Die sind ja dann in jedem Fall an der TK-Analge ohne ATA-Adapter und zwei Hörer sollen im Projekt nicht vorkommen!

Ich warte auf das interne OK eine neue Baustelle aurreissen zu dürfen. Zusatzfrage jenseits aller Glaubensfragen.

Es gibt asterrisk auch für Win 2000/2003 (XP diskutiere ich da eher weniger). Wenn man es unter dem Aspekt der Adm-Freundlichkeit für nicht ITler sieht, ist es dann egal, ob man die Win oder Linux Variante nimmt oder ist der Stand der aktuellen Implementationen nicht vergleichbar?
 
Ich würde die Linux-Variante vorziehen, weil dort die eigentliche Entwicklungsarbeit stattfindet und somit mehr Support bei Problemen zu erwarten ist. Die Windows-Version ist "nur" eine Portierung. Für eine "Klicki-Bunti"-Oberfläche gibt es im Netz entsprechende Programme, die so etwas zur Verfügung stellen. Sei es als eigenständiges Programm oder als Webanwendung, die direkt auf dem Asterisk-Server läuft.
 
Ghostwalker schrieb:
Ich würde die Linux-Variante vorziehen, weil dort die eigentliche Entwicklungsarbeit stattfindet und somit mehr Support bei Problemen zu erwarten ist. Die Windows-Version ist "nur" eine Portierung. Für eine "Klicki-Bunti"-Oberfläche gibt es im Netz entsprechende Programme, die so etwas zur Verfügung stellen. Sei es als eigenständiges Programm oder als Webanwendung, die direkt auf dem Asterisk-Server läuft.


Und was ist mit den Telefonhörern am Schreibtisch?

Ich versuche es mal mit einem Schema:



call ext <--> S0 / S2M <-|-> ASTERISK <--> TK-Anlage <--> Tel-Hörer
call int <--> LAN <------|



geht oder geht nicht und bedeutet Asterisk-Server in jedem Standort nach diesem Schema?
 
Das geht, da die Telefone am Schreibtisch ja überhaupt nichts vom VoIP mitbekommen. Und ja, ein Asterisk-Server müsste dann an jedem Standort stehen.
 
Ghostwalker schrieb:
Das geht, da die Telefone am Schreibtisch ja überhaupt nichts vom VoIP mitbekommen. Und ja, ein Asterisk-Server müsste dann an jedem Standort stehen.

Danke!!!:D

Halt, noch nicht. Welches Linux wird empfohlen. Wir nutzen in der Regel RH bzw CentOS....
 
Das Linux sollte eigentlich egal sein, Hauptsache Du kennst Dich damit aus und weißt, wie Du einzelne Programme manuell installieren kannst. Dafür schaust Du Dir am besten mal den Asterisk-Kurs von Betateilchen an; er hat sich reichlich Mühe gegeben und eine gute Anleitung geschrieben.
 
Ghostwalker schrieb:
Das Linux sollte eigentlich egal sein, Hauptsache Du kennst Dich damit aus und weißt, wie Du einzelne Programme manuell installieren kannst. Dafür schaust Du Dir am besten mal den Asterisk-Kurs von Betateilchen an; er hat sich reichlich Mühe gegeben und eine gute Anleitung geschrieben.

Nu aber... Danke !!! ;)
 
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