Interleaving (Echtzeitanwendungen)

Die gleichen Werte für die Interleaving-Tiefe von 16 bzw. 4 hatte ich mit einem DGA4132 an einem Super-Vectoring-Anschluss der Telekom auch, das sollte also für ein Broadcom-Modem völlig normal sein. Die Fritzbox von deinem Nachbarn hat ja auch ein Broadcom-Modem, und wahrscheinlich genau die gleichen Werte. Aber bei der Fritzbox wird halt im Web-Interface nicht die Interleaving-Tiefe angezeigt, sondern die sich daraus ergebende Verzögerung.

Die DSLAM-Version solltest du beim Asus-Router über SSH/Telnet mit dem Befehl xdslctl info --vendor auslesen können, wenn es im Web-Interface nirgends steht.
 
Ist es hier dabei?

sugar@DSL-AX82U-8598:/tmp/home/root# xdslctl info --vendor | grep -A5 -B5 -i "vendor\|system\|version"
Last Retrain Reason: 0
Last initialization procedure status: 0
Max: Upstream rate = 46709 Kbps, Downstream rate = 267517 Kbps
Bearer: 0, Upstream rate = 46709 Kbps, Downstream rate = 262553 Kbps
Bearer: 1, Upstream rate = 0 Kbps, Downstream rate = 0 Kbps
ChipSet Vendor Id: BDCM:0xc278
ChipSet Sys Vendor Id: BDCM:0x0000
ChipSet VersionNumber: 0xc278
ChipSet SerialNumber: eq nr port:09 oemid softwarerev
OEM data:
OEM Version: A2pv6L047f1.d28c
OEM SerialNumber: XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX (entfernt)
 
[…] dass hier alles der Telekom gehört.
Es sieht jedoch nicht nach einem Telekom-Anschluss aus, wenn es tatsächlich klassisches (hohes) Interleaving wäre, wäre zumindest ungewöhnlich (aber vermutlich ist das auch gar nicht der Fall, s.u. bzw. Beitrag #21). Bzw. sicher, dass der OutdoorDSLAM wirklich von der Telekom betrieben wird? Ich glaube zwar mittlerweile schon (weil vermutlich gar kein klassisches Interleaving) aber zur Sicherheit:

Was sagt an der betreffenden Adresse der Breitbandatlas aus?
https://gigabitgrundbuch.bund.de/GIGA/DE/Breitbandatlas/Vollbild/start.html
(hereinzoomen, betreffende Parzelle anklicken und rechts sollte man dann den FTTC-Netzbetreiber ablesen können)

Oder die Telekom-Map?
https://t-map.telekom.de/tmap2/coverage_checker/

Laut dem Screenshot aus #11 vom Nachbarn passt es jedoch wieder (zur Telekom), da gibt es kein (relevantes/hohes) Interleaving. Vielleicht liegt es also doch "nur" an dem von dir verwendeten Modem? Früher kam es bspw. i.V.m. G.INP vor, das wieder klassisches Interleaving aktiviert wird wenn G.INP nicht genutzt werden konnte. Interessanterweise verwendet jedoch dein Modem bzw. Router den gleichen xDSL-Chipsatz wie das Modem bzw. der Router deines Nachbarn (aber jeweils eine eine andere Modem-Firmware, A2pv6L047f1.d28c vs B2pv6L049c.d28g)…

Oder interpretieren wir die Anzeige bzgl. Interleaving-Depth des Asus nur falsch (ich denke das dürfte letztlich der Fall sein, s.h. #21). Da sind wohl mit "16" bzw. "4" nicht ms gemeint sondern wohl nur die Bytes oder Datenblöcke, das würde wiederum jeweils zu <1ms passen, also tatsächlich gar kein (relevantes/spürbares) Interleaving.

Oder anders, gibt es bzgl. Latenz überhaupt relevante Unterscheide vom Anschluss des Nachbarn aus zum gleichen Ziel (bzw. welchen Anbieter nutzt dieser)? Denn 9ms zum Ziel (laut Screenhsot in #11) deuten nun mal nicht auf klassisches (hohes) Interleaving hin sondern ist ein richtig guter Wert, da gibt es nichts zu meckern… Daher denke ich, dass das Thema hier eigentlich auch abgehackt werden kann (da kann und braucht o2 auch nichts umstellen)…



In dem Screenshot unterhalb sind mehrere Zeilen mit Sternchen. War das schon immer so?
Sowas ist normal (bei einem tracert).

Und ein solches Verhalten sollte man natürlich bei Echtzeitanwendungen tunlichst nicht haben. Das Problem wird hier aber eher in der Firewall bzw. beim Router liegen, wo Paket blockiert werden und die Route unvollständig erscheint.
Nein, das ist reguläres/normales Verhalten bestimmter Knotenpunkte bzw. Router dazwischen (nicht alle wollen/sollen auf EchoRequests o.ä. reagieren), so etwas hat keinen negativen Einfluss.
 
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Danke für den Link mit der Karte!

Problem: Meine Adresse liegt genau zwischen zwei Blöcken und der graue Kasten (wo ich angeschlossen wurde) in einem ganz anderen Block.

1.png 2.png 3.png

Wie ist das zu interpretieren?
 
Leider ist hier der Ausbau (FTTB/FTTH) nicht einmal geplant.

Also steht bei mir Interleaved, ist aber eigentlich kein Interleaving? Denn mein Asus hat am alten Anschluss Fast (Download) und Fast (Upload) angezeigt.

Woran kann es denn liegen, dass meine UDP-Pakete in Richtung Server (Frankfurt) verzögert werden, obwohl der Ping gut ist?

Sind ~150 FEC-Fehler pro Sekunde in Ordnung? Ich hatte ein Amazon-VDSL-Kabel dran, womit es 300 Fehler pro Sekunde waren. Jetzt mit dem besseren Kabel sind es ~150 Fehler pro Sekunde. Ich möchte noch eins von der Marke Hama testen. Es muss halt ein Kabel mit RJ11-Anschluss sein und es muss 20m lang sein.

Ich vermute übrigens auch, dass die Hausverkabelung nicht in Ordnung ist. Sehen aus wie aus den 80er Jahren. Das Kabel führt zum Nachbarhaus und von dort in unser Gebäude.
 
Jetzt mit dem besseren Kabel sind es ~150 Fehler pro Sekunde. Ich möchte noch eins von der Marke Hama testen. Es muss halt ein Kabel mit RJ11-Anschluss sein und es muss 20m lang sein.
Kabel kann man idR selbst Crimpen, in der Länge, Belegung und Steckerform daher in dem Sinne könnte man es auf den Millimeter passend machen.

Aber wenn es zu so vielen Fehlern (welcher Art genau) wurde ja genannt - FEC-Fehler kommt und bereits ein anders DSL-Kabel für eine Halbierung sorgt, würde ich mir zunächst ein mal die TAE-Dose genauer anschauen und wenn es zumindest mal (bei nicht gesteckter Verbindung zum xDSL-Modem) mehrmals das Kabel aus-/einstecken, wenn man die Dose nicht aufschrauben möchte - sollte dem der Fall sein, muss ein Techniker her.
 
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Es war erst kürzlich ein Telekom-Mensch da, aber er hat die (alte) Dose nicht ausgetauscht, obwohl sie offensichtlich sehr alt ist. Ich versuche so wenig die möglich hier rumzufummeln, um dieses ASSIA nicht zu triggern.

Mir ist folgendes aufgefallen: Der TAE-F-Stecker des deleyCON Kabels (~300 Fehler/s) ist kürzer (weniger tief) als das des CLS Kabels. Also kommt die Nase nicht tief genug in die TAE-Dose, wenn ich versteht was ich meine.

Die verfügbare Auswahl an TAE-F zu RJ11 Kabel ist sehr gering und ich weiss nicht, wie ich ein gutes Kabel erkennen kann. Sich ein eigenes Kabel zu basteln klingt sehr interessant.

DSLAM (FTTC) zum 1. Gebäude

t1.jpg

1. Gebäude zum 2. Gebäude (wo ich wohne)

t2.jpg
 
Also steht bei mir Interleaved, ist aber eigentlich kein Interleaving?
Ja, kann man so sehen. Bzw. ist das Interleaving so gering, dass es eben kaum zum tragen kommt (also die Latenzen nicht spürbar verschlechtert).

Denn mein Asus hat am alten Anschluss Fast (Download) und Fast (Upload) angezeigt.
Was war das für ein Anschluss genau (DSL-Variante, Netzbetreiber)? Dürfte aber letztlich hier sowieso keine Rolle (mehr) spielen.

Sind ~150 FEC-Fehler pro Sekunde in Ordnung?
FEC-Fehler sollten eigentlich keine Probleme verursachen, auch wenn 150 pro Sekunde vielleicht dennoch etwas viel sind. FEC-Fehler sind imo (noch) keine G.INP Retransmissions, solche könnten, wenn sie in größerem Umfang auftreten, schon eher für Probleme (bzgl. Latenz) sorgen.
 
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Das war damals ein FTTC-Anschluss (250er VDSL) von der Telekom.

Mein Asus zeigt mir ein Interleave Depth von 16 im Download und 4 im Upload an. Was bedeutet das genau? Werden meine Download-Pakete in 16 Teile gespalten oder wie ist das zu verstehen?
 
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Es werden nur 16 bzw. 4 Datenpakete zum verschachteln verwendet anstatt (bei VDSL2) mehrere hundert oder mehrere tausend (max. 3.072) bei klassischem (sozusagen latenzfressendem) Interleaving. Ohne diese kleine Verschachtelung würden die FEC-Fehler sehr wahrscheinlich zu CRC-Fehler werden (weil sie nicht mehr automatisch korrigiert werden könnten) und die betreffenden Pakete müssten neu gesendet werden (erklärt wird das bspw. >hier<).

BTW:
Bei ADSL1/2(+) gibt es die Interleaving-Depth = 0, was Fastpath bedeutet (also kein Interleaving aka Verschachteln). Bei VDSL2 gibt es das allerdings nicht, hier bedeutet eine Interleaving-Depth = 1 quasi Fastpath aber = 0 ist bei VDSL2 nicht spezifiziert.

Edit:
Das war damals ein FTTC-Anschluss (250er VDSL) von der Telekom.
Vielleicht hat damals das DLM eine Interleavingtiefe = 1 festgelegt/ausgehandelt, weil auf der damaligen Leitung vielleicht nur sehr wenig Fehler aufgetreten sind. Bei der jetzigen Leitung, mit der erwähnten Fehleranzahl, würde das vermutlich nur für unnötig viele Retransmissions sorgen.
 
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Der Techniker hat die Dose nicht geöffnet. Er hat nur das Kabel eingesteckt, gewartet bis der Router verbunden war und war dann auch schon wieder weg.
 
Gerade sehr alte 1.TAE sind häufig eine Problemquelle. Oxidierte Kontakte, teilweise noch Schraubklemmen und ein "gesteckter PPA". Gibt es denn wenigstens ein Foto der ungeöffneten 1.TAE? Dazu hier mal ein Vergleichsbild.
Ein älteres Modell ist hier links im Bild zu sehen, wobei der PPA schon ausgebaut oberhalb der Dose liegt.
In der Mitte und rechts sind jeweils neuere Modelle als AP oder UP Variante zu sehen.
 
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Ich wollte ASSIA nicht triggern, daher hat das mit den Fotos etwas länger gedauert.

0.png

1.jpg

2.jpg

3.jpg

4.jpg

5.jpg

6.jpg
 
Den Photos nach eine "echte" 1. TAE-Dose (nicht allzu alt, also nicht mehr mit gestecktem PPA sondern bereits mit integriertem), mit LSA-Klemmleiste. Und die Zuführung ist das "gute" Postkabel (anstatt weniger geeignetes "Elektrikerkabel").

Nur eines fällt (negativ) auf, die Adern wurden wohl nicht ganz fachgerecht aufgelegt (vermutlich/vielleicht nicht durch einen Telekom-Techniker), denn bei der LSA-Klemmtechnik werden die Adern vorher _nicht_ abisoliert (soll Oxidation durch Sauerstoff vermeiden).

Edit/Tipp:
TAE-Stecker in die linke TAE-Buchse stecken (anstatt die mittige). Damit werden die Kontakte in der linken Buchse übergangen (welche die Verbindung zur mittleren Buchse herstellen, wenn in der linken kein TAE-Stecker eingesteckt ist), die manchmal für Probleme (aufgrund Oxidation/Verschmutzung) sorgen können.
Falls der TAE-Stecker die F-Kodierung hat muss man dazu aber vorher die entspr. Nasen (bspw. mit einem Cuttermesser) am TAE-Stecker abschneiden bevor man diesen in die linke Buchse stecken kann.

Edit #2:
Und die beiden Adern vielleicht erneut (fachgerecht, mit entspr. LSA-Auflegewerkzeug) auflegen (lassen), und zwar dort wo das Kabel noch nicht abisoliert ist. Bei geeignetem Auflegewerkzeug wird dabei das überstehende Kabel automatisch passend abgeschnitten (auch das scheint nicht der Fall zu sein, vermutlich mit Schraubendreher o.ä. reingedrückt).
 
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Ich dachte, dass wäre so ein Anschluss (oben), wo man gedrückt halten muss, um das Kabel dann einzufädeln. Es ist also so wie im Keller? Man legt das Kabel an und klippst es dann mit diesem Spezialwerkzeug ein. Dadurch wird das Kabel automatisch an der richtigen stelle geöffnet und verbunden?

Dann besorg ich mir mal so ein Werkzeug.

Wie kann ich denn herausfinden, wieso ich soviele FEC-Error habe?

Wenn ich die Fehler pro Sekunde berechne, komme ich auf 135 Fehler pro Sekunde. Es fällt auf, dass der Zähler auch dann hochzählt, wenn ich das Internet nicht nutze.

O2 hat sich seit meiner Meldung vor >1 Wochen nicht gemeldet.
 
Es ist also so wie im Keller? Man legt das Kabel an und klippst es dann mit diesem Spezialwerkzeug ein. Dadurch wird das Kabel automatisch an der richtigen stelle geöffnet und verbunden?
Genau.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schneidklemme#LSA-Technik

Es fällt auf, dass der Zähler auch dann hochzählt, wenn ich das Internet nicht nutze.
Das ist völlig normal, bei xDSL werden (aufgrund der Codierung) quasi immer Daten mit der vollen Bandbreite übertragen, völlig unabhängig davon, wie viele Nutzdaten aktuell tatsächlich übertragen werden. Es gibt also dbzgl. bei xDSL keinen Unterschied zwischen es werden keine Daten übertragen und voller Auslastung des Anschlusses (bspw. bei einem Speedtest).
 
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Und hast Du eine Idee/Verdacht, was die FEC-Errors verursachen könnte? Ich habe mir das Werkzeug bestellt.
 
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