[Frage] IP-Neuling sucht Input für die kleine Firma

handkepaeck

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31 Aug 2018
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Hallo liebes Forum,
ich halte mich für technisch recht begabt, aber die komplette Thematik IP-Telefonie inklusive ihrer Möglichkeiten ist leider noch komplett neu für mich, stehe daher derzeit vor einem recht dichten Wald und hoffe hier auf ein wenig Hilfe hindurch zu finden :)
Versuche "kurz" die Thematik für unser mittelständisches Unternehmen (LEH) zu umreißen:
Standort ist ländlich, noch geprügelt mit 2MBit DSL der Telekom, gab einen geförderten regionalen Glasfaserausbau (Breitband Nordhessen) mit einem örtlichen Provider der uns nun 50MBit bieten kann. Sprich ein Wechsel zur Mitte nächsten Jahres ist möglich und wird angestrebt. Da der Ausbau durch Fördermittel stattfand, gibt es wohl eine Art Gebietsschutz für den Provider von 2 Jahren in denen er exklusiv vertreibt, daher der kommende Wechsel.
Zusätzlich zu dem Providerwechsel wird voraussichtlich in ca 1-2 Jahren der Unternehmensstandort verlagert, innerhalb des Ortes.
Diese 2 Punkte, schnelles Internet und "drohender" Umzug, brachten mich auf den Gedanken, die Telefonie Provider-unabhängig zu machen. Ebenso die Telefonanlage in die Cloud zu verlagern. Nun stehe ich mit diesem Gedanken da und weiss nicht recht weiter... :)

Derzeit besitzen wir nur einen ganz normalen IP Anschluss bei der Telekom, mehrere Rufnummern. Da wir früher einige Geräte in Betrieb hatten die einen (analogen bzw ISDN) Telefonanschluss benötigten, wie Alarmanlage, EC-Cash oder Überwachung der Kühlmöbel, hatten wir weitere Telefonanschlüsse die von der Telekom in einer TK-Anlage gebündelt wurden. Durch Digitalisierung in diesem Bereich sind die Geräte im LAN angeschlossen und nutzen nun eine simple Netzwerkverbindung. Sprich die Telefonanschlüsse wurden nicht mehr benötigt und gekündigt, daher nur noch ein Anschluss. Die TK-Anlage ist noch in Betrieb, aber eigentlich überflüssig.

Was benötigen wir?
1 schnurgebundenes (System? )Telefon, 8 tragbare Telefone, 1 Fax.
Um eine TK-Anlage zu umgehen und zB nur eine Fritzbox zu nutzen, könnte man die Anzahl der Mobilteile auch teilweise durch die Fritz App ersetzen.
Ich würde sehr gerne auf eine (komplexe) TK-Anlage verzichten, da die Struktur eigentlich relativ simpel gestaltet ist. Denke ich zumindest, mit 9 Telefonen und einem Faxgerät. 2 Gespräche parallel wären das Minimum, habe bei zB easybell gesehen dass man das problemlos aufstocken kann. Ich muss und will zwangsläufig die vorhandene Rufnummer mitnehmen (1xTelefon, 1x Fax). Brauche und möchte keine unterschiedlichen Nummern für die einzelnen Geräte, hätte es gerne dass ich zB einstellen kann: Telefone 1-4 klingeln bei externem Anruf und können an die anderen durchstellen.
Ich denke das war es eigentlich schon an technischen Anforderungen.
Die aktuell genutzte Rufnummer hängt vermutlich bis zum Vertragsende bei der Telekom, dann Providerwechsel und endlich flottes Internet. "Kurz" darauf droht der Firmenumzug.

Diese Punkte bewegten mich dazu, die Telefonie etwas vom Standort zu lösen und unabhängig gestalten zu wollen. Sprich problemloser Umzug, nicht zuletzt dank einer TK-Anlage in der Cloud. Keine Probleme bei einem Umzug und erneuter Portierung der Rufnummern. Zumindest in meiner Theorie...


Nun endlich zu meinen Fragen und den Meinungen von euch, die sich mit dieser Thematik auskennen.
- Wäre es Hardwareseitig möglich, das so aufzusetzen? Sprich 9 Telefone und 1 Fax direkt an zB einer Fritzbox?
- Bei den geringen Anforderungen, eher eine Cloud-Lösung oder doch eine für mich vermeintlich komplexere Sip-Trunk Lösung? Und welcher Anbieter?
- Ist der Umzug wirklich so simpel wie ich es mir vorstelle?
- Oder würdet ihr mir zu etwas völlig anderem raten?


Ich bedanke mich schon einmal für das Durchlesen und Gedanken machen :)
 
Sprich 9 Telefone und 1 Fax direkt an zB einer Fritzbox?
Jain, entscheidender ist die Zahl zeitgleicher Verbindungen und die gewünschte Möglichkeit des internen Verbindens.
Im Prinzip sind die 8+1 Telefone möglich, aber für das interne Verbinden wird dann die Hochschulreife benötigt... IP- und Fritz-APP-Telefone können gar nicht int. verbinden...
Einigermaßen problemlos wären 2 leitungsgebundene Telefone plus Fax und 6 DECT-Mobilteile...
 
Jain, entscheidender ist die Zahl zeitgleicher Verbindungen und die gewünschte Möglichkeit des internen Verbindens.
Im Prinzip sind die 8+1 Telefone möglich, aber für das interne Verbinden wird dann die Hochschulreife benötigt... IP- und Fritz-APP-Telefone können gar nicht int. verbinden...
Einigermaßen problemlos wären 2 leitungsgebundene Telefone plus Fax und 6 DECT-Mobilteile...

Ah, vielen Dank schon einmal für diese Info, so tief war ich noch nicht eingetaucht. Verbinden untereinander muss zwangsläufig möglich sein. Der Rest klingt auch eher frickelig, widerspricht meinem Gedanken "keep it simple". Dann werde ich vermutlich um eine kleine TK-Anlage nicht herum kommen?
2 Sprachkanäle sind Minimum, mehr besser. 4 zB wären vollkommen ausreichend, würde dann eine Preisfrage werden, sofern zB ein 10er Sprachkanäle Paket exorbitant teurer würde.

Ich vermute, wenn ich lokal eine TK-Anlage einsetze, aufgrund der Geräteanzahl, ist eine cloudbasierte Lösung beim SIP-Provider Unsinn und eher "SIP-Trunk" was in Frage käme?
 
Bei einer Fritzbox 7590 gibt es beispielsweise folgende Beschränkungen, wobei über alles die Schnittmenge gebildet werden muß:
  • Bei Internettelefonie per sip sind von der Box her maximal 8 Gespräche gleichzeitig möglich, wobei hier auch eine Begrenzung durch den Telefonie-Anbieter gegeben ist. Erlaubt der nur zwei Gespräche, dann ist das die obere Grenze.
  • Per DECT sind maximal 3 gleichzeitige Gespräche möglich.
  • Pro analogem Anschluß an der Box ist jeweils zusätzlich ein Gespräch möglich.
  • Bei an der Box angemeldeten IP-Telefonen sind maximal 4 gleichzeitige Gespräche möglich. Da bei Verwendung eines IP-Telefons zwei IP-Verbindungen gleichzeitig aufgebaut werden, fällt bei der im ersten Punkt genannten Anzahl von 8 maximal möglichen Gesprächen jeweils eine Verbindung pro aktivem Telefonat über ein IP-Telefon weg.
https://avm.de/service/fritzbox/fri...ximale-Anzahl-Gespraeche-ueber-die-FRITZ-Box/

Man kann auch an der Box mehrere VoIP-Anbieter eintragen und einen "Fallback" auf einen anderen Anbieter erlauben, falls ein Verbindungsaufbau über den "Vorzugsanbieter" nicht möglich ist, aber ob das in der Praxis so funktioniert, habe ich noch nie getestet.

Deinen Grundgedanken hatte ich auch (wenn auch nur privat): Ich möchte Telefonnummern möglichst unabhängig vom Internetanbieter buchen. Eine 100%ige Unabhängigkeit wie z.B. bei Internetdomainnamen ist bei Telefonnummern leider noch nicht möglich, die sind halt immer an einen Anbieter gekoppelt - allerdings auch portierbar zu einem anderen Anbieter. Leider wird für abgehende Portierungen manchmal kräftig hingelangt und die maximal erlaubten ~29.90€ pro Portierungsauftrag (NICHT pro Nummer!) eingestrichen.

Ich hatte mich vor zwei Jahren entschieden, Festnetznummern bei einem Anbieter zu beauftragen, bei dem ich damals seit ca. 10 Jahren Kunde war (dus.net) und bei dem bis dato für mich alles gestimmt hatte: sekundengenaue Abrechnung und günstige Auslandstarife auch auf Mobilnummern, weil ich Freunde in Portugal, Brasilien, Thailand und der Schweiz habe. Für mich also der perfekte Rundum-Anbieter. Doch ein paar Monate nach meiner Bindung wurden bei diesem plötzlich die Minutengebühren auf ausländische Mobilfunknummern derart verteuert, daß ich wieder nach Alternativen suchen mußte. Preislich war dieser Anbieter nun weit außer Konkurrenz (im negativen Sinne: keiner hat derart überteuerte Minutenpreise).
Also habe ich mich vor einem Monat bei einem neuen Anbieter (easybell) registriert und die Portierung einer Nummer, die ich allen Verwandten und Bekannten gegeben hatte, mit Kündigung des alten Tarifs beim anderen Anbieter beauftragt. Das ging überraschend glatt und ohne Probleme zum vereinbarten Termin gestern über die Bühne: Morgens als ich aufstand, war bereits alles erledigt. Auslandsgespräche führe ich aber per Wahlregel in der Fritzbox auch teils über sipgate.

Was ich sagen will: Man kann immer zu einem gewissen Zeitpunkt einen "perfekten" Anbieter finden und die Telefonie über diesen laufen lassen. Aber wenn es mal zu längerfristigen Problemen kommt, muß man in den saueren Apfel beißen, Alternativen suchen und ggf. Telefonnummern portieren. Gerade im geschäftlichen Umfeld will man ja seine Nummer möglichst lange behalten.

Ich persönlich habe mit easybell keine Probleme (mein Arbeitgeber, welcher dort ebenfalls gebucht hat, auch nicht), aber manche Leute berichten trotzdem über Ausfälle beim "Trunking" (das, was man geschäftlich benötigt, wenn man mehr als nur zwei Gespräche gleichzeitig führen möchte).

Nachtrag: Ach so, Du bräuchtest ja auch noch Fax. Da solltest Du hier ein bißchen im Forum herumstöbern, weil Fax über VoIP nicht immer bei allen problemlos läuft.
 
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schau dir mal sipgate team an.
Preislich sowie vorhandene features incl. sim card pro user ist eine TOP Lösung für kleine (aber auch große) Firmen.
web GUI pro user usw.
 
Das o.g. sipgate team und easybell "kleiner" Geschäftskundenanschluß dürften die am besten passenden und auch variabel einsetzbaren sowie erweiterbaren Tarife/Anbieter sein.
HFO kommt durchaus auch in Frage, würde ich aber nur empfehlen, wenn von den beiden o.g. gar nichts paßt. Dürfte aber eigentlich gar nicht sein, Erfahrung mehrerer Jahre.
Und zumindest die easybell Sachen funktionieren gut mit den Fritz-Boxen, bei sipgate kenne ich mich da nicht so gut aus.
Bei einem Wechsel von Telekom zum örtlichen Anbieter gäbe es dann auch telefoniemäßig gar nichts zu ändern, die geht dann einfach beim neuen Anbieter so weiter.
"Grundlage" bei sipgate und easybell ist immer ein funktionierender xDSL-Anschluß bei praktisch x-beliebigem Anbieter. Wobei easybell auch Komplettanschlüsse verkauft.
 
Hallo liebes Forum,
ich halte mich für technisch recht begabt, aber die komplette Thematik IP-Telefonie inklusive ihrer Möglichkeiten ist leider noch komplett neu für mich, stehe daher derzeit vor einem recht dichten Wald und hoffe hier auf ein wenig Hilfe hindurch zu finden
Ein gesundes Selbstvertrauen ist gut, meine Frage. Was hast Du gelernt, wo liegen Deine Stärken?
Natürlich wächst man mit seinen Herausforderung, nur manchmal ist es vielleicht auch gut ein Systemhaus / Berater als Unterstützer / Mentor dazu zu holen.
Wieso gehe ich im Text drauf ein.
- Ist der Umzug wirklich so simpel wie ich es mir vorstelle?
Wenn man es richtig macht und alles bedenkt, sorry … NEIN!
IST / PLAN:
Versuche "kurz" die Thematik für unser mittelständisches Unternehmen (LEH) zu umreißen:
[…] 2MBit DSL der Telekom, [..später…] (Breitband Nordhessen) mit einem örtlichen Provider der uns nun 50MBit bieten kann. […Umzug innerhalb des Ortes…]
Derzeit besitzen wir nur einen ganz normalen IP Anschluss bei der Telekom, mehrere Rufnummern. Da wir früher einige Geräte in Betrieb hatten die einen (analogen bzw ISDN) Telefonanschluss benötigten, wie Alarmanlage, EC-Cash oder Überwachung der Kühlmöbel, hatten wir weitere Telefonanschlüsse die von der Telekom in einer TK-Anlage gebündelt wurden. […]
Hierzu, es wird davon gesprochen das
a) Alarmanlage gibt/gab? Vorgeschrieben und bei der Versicherung gemeldet als VdS-Alarmanlage? Oder ist es eine ohne Zertifizierung/Anforderung?
b) Überwachung der Kühlmöbel => jetzt wird’s spannend …wie wichtig ist hier die Kontrolle/Dokumentation von 1) nichts, kann mehrere Tage/Wochen ausfallen bis 10 (Vorschrift von Versicherung/Behörden/Ämter), wenn etwas passiert muss innerhalb weniger Minuten gehandelt werden
c) Brandmeldeanlage => wurde nicht erwähnt gibt es das nicht oder nur vergessen?
d) EC-Cash => muss in der Regel umgestellt werden … muss/darf man mit dem Anbieter verhandeln. Wenn man sich auskennt ist dieser sogar aus der TK-Anlage raus
e) Fahrstühle oder andere Steuerungstechnik gibt es nicht mehr oder?
Telekom-Anschluss ist das ein Privatkunden oder Geschäftskundenanschluss?
Sieht man schön am Ende der Telefon-Nr der Hotline … 1000 Privatkunde, 1300 Geschäftskunde, 5401 und andere Nummern da fängt dann der richtige Umsatz an.
Was benötigen wir?
1 schnurgebundenes (System? )Telefon, 8 tragbare Telefone, 1 Fax.
Fax als Endgerät oder elektronisch? Wie viel Fläche darf man überbrücken mit den DECT-Telefonen?
Um eine TK-Anlage zu umgehen und zB nur eine Fritzbox zu nutzen, könnte man die Anzahl der Mobilteile auch teilweise durch die Fritz App ersetzen.
Ich würde sehr gerne auf eine (komplexe) TK-Anlage verzichten, da die Struktur eigentlich relativ simpel gestaltet ist.
Wieso die Eierlegendewollmilchsau welche für den Privatkundenhaushalt ist, soll hier genommen werden?
Weil man sie kennt oder weil sie billig ist? Die Fritzbox ist ein Router für den privaten Endkunden, welche Telefonie kann. Es als vollwertige Telefonanlage zu bezeichnen ist mehr als sportlich.
Bei einer solchen Aufstellung würde ich sagen, von 1) Telefonie ist da, muss aber nicht unbedingt funktionieren bis 10) Telefonie ist unser Leben, mehr als 10 Minuten Ausfall geht nicht, ist Deine Lösung klar die 1!

Nun endlich zu meinen Fragen und den Meinungen von euch, die sich mit dieser Thematik auskennen.
- Wäre es Hardwareseitig möglich, das so aufzusetzen? Sprich 9 Telefone und 1 Fax direkt an zB einer Fritzbox?
Hier falscher Ansatz, vor allem noch mit Apps für den Privatkundenbedarf zu arbeiten.
- Bei den geringen Anforderungen, eher eine Cloud-Lösung oder doch eine für mich vermeintlich komplexere Sip-Trunk Lösung? Und welcher Anbieter?
- Ist der Umzug wirklich so simpel wie ich es mir vorstelle?
- Oder würdet ihr mir zu etwas völlig anderem raten?

Ich bedanke mich schon einmal für das Durchlesen und Gedanken machen
Beantworte mir mal die Fragen mit a bis e) gerne auch in einer PN und ich kann mal was dazu sagen.
Wobei es gibt sowas wie Systemhäuser und Berater die sowas mal gelernt haben und auch weitergebildet haben.
Heute im Zeitalter von IP darf man nämlich auch schauen ob die Router/Switche die Anforderung schaffen, die Netzwerksicherheit gegeben ist.

Es gibt sowas böses wie BSI-Standards, IT-Sicherheitskonzepte, DSGVO (auch inkl. IT-Sicherheitskonzepten) usw …
Vielleicht sehe ich dass auch viel zu technisch ;) da ich das seit 1999 mache und eben mal Wirtschafsinformatik studiert habe.

Neuland ist immer schön, aber man sollte schauen, dass man sich nicht zu doll die Finger verbrennt.

Wenn Hilfe benötigt wird, gerne auch via PN anfragen. Wir sitzen in Mannheim also nicht so weit weg und betreuen und beraten auch viele Kunden in Hessen.
 
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Erstmal vielen Dank für die Antworten, hilft mir nach und nach weiter bei meinen Überlegungen, Top.
Lese mich nach und nach, was die Zeit hergibt, ein wenig ein in die Thematik. Favorisiere derzeit schon eine cloudbasierte Telefonanlage, nicht zuletzt weil ich mich nicht um eventuelle Wartung kümmern muss und die Installation deutlich leichter scheint. Von der Fritzbox alleine habe ich mich gedanklich schon verabschiedet, dafür wären es zuviele Teilnehmer. Werde mal nach und nach recherchieren was da die cleverste Lösung ist. Hab noch ca ein halbes Jahr Zeit bis zur Umsetzung.


@Netzwerkservice:
Gerne nochmal ein klein wenig ausführlicher,
Lebensmitteleinzelhandel, 1200m², Nordhessen. Alarmanlage, Kühlmöbel, Brandmeldeanlage und EC-Cash hatten früher einen analogen Telefonanschluss, bzw ISDN, diese sind aktuell alle umgestellt, sind im LAN eingebunden und nutzen zur Kommunikation und Dokumentation eine Netzwerkverbindung. Teilweise, die pregnantesten, einen komplett gesonderten und autarken Anschluss, einen VPN-Tunnel zum Großhandel wo die Daten verarbeitet werden. Ein anderer Teil funktioniert über das DSL meines normalen Telefonanschlusses um den es hier unter anderem auch geht. Fahrstühle gibt es hier nicht.
Bei der Telekom ists ein Geschäftskundenanschluss. Habe auch die Möglichkeit bei denen einfach zu bleiben, aber da kosten zwei weitere Sprachkanäle zuviel Geld, ich meine etwas um 40€/Monat. Und nicht zuletzt hätte ich dort nur weiterhin DSL4k, der im Eingangspost genannte neue regionale Anbieter liefert 50MBit, ab 2019 mit Vectoring (sofern es endlich freigegeben wird) auch 100 MBit.

Das Fax wird als Endgerät benutzt, in unserer Branche derzeit leider noch unabdingbar. Der Empfang dürfte gerne elektronisch sein, aber ich muss auch täglich mehrere versenden.
Die Fritz App scheidet leider aus, habe mittlerweile gelernt, dass Gespräche verbinden darüber nicht möglich ist. Aufgrund der Geräteanzahl die betrieben werden soll, werde ich um eine andere Lösung, zB eine kleine TK-Anlage, nicht herum kommen. Ich habe nirgends die Fritzbox als TK Anlage bezeichnet, wollte es wie gesagt nur so einfach wie möglich betreiben. Es müssen ja nur die besagte Geräteanzahl angeschlossen werden können, untereinander verbinden und internes Rufen möglich sein. Ich brauche nix weiter. Daher dachte ich keep it simple, funktioneirt aber nicht ;)

Die Definition von wie wichtig ist Telefonie kann ich nicht vollständig nachvollziehen, ist nicht böse gemeint. Generell benötige ich zu 100% den Internetzugang um die Geräte aus a) bis d) (plus weitere) betreiben zu können. Das ist aber Sache des ISP. Dies kann und wird aber, ausfallbedingt, nicht zu 100% sein. Daher haben die pregnantesten Dinge einen GSM-Fallback. Wenn der Hausanschluss ausfällt, kann ich natürlich auch nicht mehr telefonieren über den normalen Anschluss des ISP. Andersherum wird es natürlich interessant, wie gut der IP-Telefonie-Provider funktioniert. Bin wie gesagt noch ganz am Anfang meiner Recherche, lese aber bisher zB von easybell meist nur gutes. Kann mich da auch nur auf die Werbung von Ausfallsicherheit und redundanten Systemen bei einer cloudbasierten Lösung verlassen. Oder eben auf Endnutzermeinungen. Wie ich anfang des Postings schon erwähnte, ich habe noch gut ein halbes Jahr Zeit bis zur finalen Umsetzung und stecke noch in der Recherche. Freue mich daher über jegliches Feedback.

Und eben weil ich mir die Finger nicht verbrennen möchte, frage ich hier erstmal vorsichtig nach. Lese mich parallel nach und nach in die Thematik ein und versuche mir eine Meinung zu bilden ob das Setup was ich mir dann final vorstelle von mir selbst zu realisieren ist oder ob ich da professionelle Hilfe benötige. Ich habe keine IT Ausbildung, bin aber sehr in diesem Bereich interessiert. Ich halt mich in Sachen PC/Multimedia für sehr fit, bastel auch gern ein wenig rum, bin aber überzeugt meine Grenzen zu kennen. Lote derzeit eben aus, was ich benötige, wird das zu komplex oder ich bin mir unsicher kommt ein Fachmann dazu. Wollte hier vorab nur mal versuchen in Erfahrung zu bringen, was mich da gegebenenfalls erwartet. Ich will ja wie gesagt nur oben genanntes Setup von X Telefonen plus Fax betreiben, ist ja kein Callcenter oder ein Betrieb in dem dauerhaft 6-10 Gespräche parallel geführt werden. Sondern nur simples Telefonieren, welches in naher Zukunft den Standort wechselt. Kann ja keine Raketenwissenschaft sein, daher der erste Ansatz mich damit zu beschäftigen und selbst umzusetzen, statt einen Dienstleister zu beauftragen. Und nochmals, sollte das Ganze doch wider meines Erwartens zu komplex werden, kommt ein Fachbetrieb mit ins Boot.
Vielen Dank für deine Meinungen, hilft mir alles weiter :)
 
Sehe ich jetzt auch so: Eine normale Fritzbox ist eher für 2-4 Mann-Betriebe oder privat tauglich. Du brauchst da schon etwas größeres. Und bei 1200 m² Fläche könnte auch der DECT-Teil der Fritzbox ein wenig unterdimensioniert sein. Wahrscheinlich wirst Du auch Repeater für DECT und / oder WLAN brauchen.
 
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Ok, ;) habe es mir schon gedacht, entweder ein "kleiner" Produzent oder ein Rewe/Edeka-Franchise Unternehmen.

Wie gesagt, vielen steht und fällt mit der IT vor Ort. Ein Rewe-Franchise hier z.B. macht das wie folgt: IT läuft über Lancom (mit div. Zusätzen) so, das wir hier auch digitale Preisschilder machen können. Redundanz der IT kann man über verschiedene Wege machen.

Wir haben Kunden, da ist Primär VDSL und Redundanz eben ein LTE.

Ein Kunde von uns hat ein Hochverfügbarkeitsnetz gewollt. Da ist Primär VDSL (T-Business), als Notfall (Kabel Business), als 2. Notfall (VDSL Versatel Business) und wenn alles nichts nutzt (T-Mobil Business). Die Telefonie läuft über ein Cloud-Anbieter welchen wir ihm eingerichtet haben und ist unabhängig davon welcher ISP gerade Internet bietet. Sollte alles weg sein gibt es noch Notfall-Routing auf Handys im Cloud-System.

Wie gesagt, möglich ist viel (alles), die Frage ist die der Planung und was man ausgeben will.

Bei 1200qm und schön mit Regalen gefüllt, wäre eine DECT-Messung auch nicht schlecht, dieses machen wir bei vielen Kunden um hier nicht vielleicht böse Überraschungen zu bekommen. Man kann vieles auf dem Papier planen und auch so vor Ort sehen, aber manchmal ist das Regel oder die Wand doch vielleicht unfreundlicher zum DECT-Signal als man denkt.

Fax-to-Mail ankommend und herkömmliches Fax für die Bestellungen abgehend um z.B. Ware nachzubestellen ist möglich. ;) 99% der Weingute in RP arbeiten so und da wir diese oft als Kunden haben, ist mir bekannt das Edeka so die Ware u.a. bei den Weingütern bestellt.

Eine Kühltheke welche über Nacht vielleicht meint, das man nicht mehr will, das braucht keiner, wenn man das erst am morgen mitbekommt.
 
Wenn man TK in einer Cloud hat, braucht man local auch immer noch Hardware (sei es Medienwandler für das Fax bzw. DECT Telefone). Persönlich hab ich die TK lieber in den eigenen 4 Wänden, da man dann noch zumindestens intern telefonieren kann, im Falle einer Störung im Internet.
Würde eine TK mit SIP Richtung Amt und SIP Telefone nehmen, dann brauchst du keine seperaten Telefonleitungen ziehen und kannst das Lan auch zum telefonieren mit benutzen.

### Zusammenführung Doppelpost by stoney ###

@Netzwerkservice : Bei richtiger Hochverfügbarkeit müsste auch die Leitung einmal von links und rechts vom Gebäude reinkommen. Sonst sind alle Kabelverbindungen weg, wenn ein Bagger mal die Leitung anknabbert.
 
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Hallo!

Im Beitrag #1, lese ich im Absatz 2, dass eine TK-Anlage vorhanden ist.

Zu klein, zu alt, nicht auf dem letzen Stand der aktuellen Technik, bzw. warum soll u. kann diese nur wegen dem Örtlichen Umzug nicht mehr benötigt werden?
Und warum Providerwechsel, die Anderen haben auch nichts zu verschenken, bzw. tw. absolut Unfähige Hot-Lines, wenn es was zum "Entstören" gibt!
 
@Netzwerkservice : Bei richtiger Hochverfügbarkeit müsste auch die Leitung einmal von links und rechts vom Gebäude reinkommen. Sonst sind alle Kabelverbindungen weg, wenn ein Bagger mal die Leitung anknabbert.

Deswegen ja die Medien Kupfer und Koaxialkabel welche nicht 100% den gleichen Weg gehen und LTE welches ebenfalls anders ins Gebäude kommt. Um die Frage zu beantworten USV gibt es und Ersatzgerät.
 
Bei einer Fritzbox 7590 gibt es beispielsweise folgende Beschränkungen, wobei über alles die Schnittmenge gebildet werden muß:
  • Bei Internettelefonie per sip sind von der Box her maximal 8 Gespräche gleichzeitig möglich
Bei meinem Test, waren nur max. 5 ausgehende möglich.
 
@KunterBunter Die Seite aus der Wissensdatenbank hatte ich schon gelesen. Es klang nach max. 4 Sip Clients.
Bei deinem Test, ... war möglicherweise etwas anders
Ich wüsste nicht was. Nochmal ausprobiert, mit IP Telefoniegeräten an der fritzbox, dazu zähle auch fritzfon app komme auf 5 parallel Internetgespräche also per sip. unabhängig vom verwendeten Sip Provider.
Der 6. ausgehende Anruf wird per 486 Busy Here von der Fritzbox abgeschmettert. Nein, das Anrufziel ist nicht besetzt! Alle Boxen schafften max. 5 abgehende gleichzeitig außer ältere mit noch dem alten Webinterface. Dort waren es nur 2 möglich.
 
Nicht die Fritz-Box "schmettert ab".
Sondern der Anbieter läßt ein weiteres paralleles Gespräch nicht zu! Und die Fritz-Box sagt konsequenterweise "ich habe keine weitere freie Leitung bekommen".
 
@ciesla
unabhängig vom verwendeten Sip Provider.
Es sind hier mehr Leitungen Verfügbar. Auch gemischte Anbieter. Sonst könnte ich nicht über eine Weitere andere 2. Box, z.B. ein 6. aufbauen. Bzw. und auch umgekehrt lässt es sich 1x auf der 1. 5x auf der 2. Nur immer max. 5 führen. Reihenfolge egal. Nur 5 pro Fritzbox limitiert. Darüber Hinaus gibt die Fritzbox ein Besetzt Zeichen, selbst wenn ich mein eigenes Handy anwähle und darauf warte das es endlich klingelt. Im ereignisprotokoll steht lediglich 486 Busy Here. Das Busy Here meldet die Fritzbox selbst, wenn sie bereits mit 5 Gesprächen beschäftigt ist. Kann ich per Paketmitschnitt bestätigen.

Zum Testen hätte zusätzlich GSM Stick Rufnummer, aber diese würde nicht zu Internetgespräche zu zählen dürfen... verhält sich allerdings ähnlich.
 
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