Klingelanlage an Fritzbox in einer Mietswohnung

t_heinrich

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Hallo,

bin umgezogen und eher zufällig über das Thema gestolpert.
Hab hier auch schon ein bissl quergelesen, aber ehrlich gesagt bin ich nicht so richtig schlau geworden.
Da das Ganze jetzt nicht zwingend sein muß, möchte ich gern paar Fragen stellen um so für mich zu entscheiden, ob das Ganze Sinn macht. Wäre nett, wenn ihr mir da ein wenig Hilfestellung geben könntet.

1.): Muß man wissen, um welche Telefonanlage es sich handelt? (gibt es dann welche, mit denen es nicht funzt? --> dann müßte ich mal den Vermieter fragen, aber ob der das noch weiß???)

2.): Ist ein Paralellbetrieb mit der normalen Sprechanlage neben der Tür und der Fritzbox möglich?

3.): Kann ich am Telefon dann auch den Türsummer betätigen?

Danke schonmal für die Info.

Thomas
 
t_heinrich schrieb:
1.): Muß man wissen, um welche Telefonanlage es sich handelt?
Ja, danach richtet sich ja der zusätzliche Adapter, der verbaut werden muß. Ich glaube aber nicht, daß Vermieter es gerne sehen, wenn in der Sprechanlage durch die Mieter rumgefummelt wird.
t_heinrich schrieb:
2.): Ist ein Paralellbetrieb mit der normalen Sprechanlage neben der Tür und der Fritzbox möglich?
Bei Adaptern, die sich wie ein ganz normales Haustelefon des entsprechenden Herstellers verhalten, wie z.B. bei Siedle, ja.
t_heinrich schrieb:
3.): Kann ich am Telefon dann auch den Türsummer betätigen?
Ja, das regelt im Normalfall der Adapter.

Zu dem Thema gibt es hier im Forum auch diverse Threads.

Gruß Telefonmännchen
 
Das Behalten der vorhandenen Mehrteilnehmer-Technik ist schon etwas speziell.

In der Anleitung vom Emmerich-ISTEC Türmanager ist gezeigt, wie man gängige Tür-Telefone damit ersetzt und den Rest der Anlage beibehält.

Generell nötig ist:
- Klingelsignal als Spannung (ca 8V), nicht als Elektronischer Ruf aus einem Steuergerät
- Hören, Sprechen, Masse als 3 Leitungen

Das ist so ungefähr die 4+n Technik, wobei Analoge Adapter direkt das Telefon Rufsignal auf den Lautsprecher geben.
Somit geht das nicht, wenn die Briefkästen innen sind und dadurch die Post an mehreren Stellen klingelt.
Bei Anlagen mit Mithör-Sperre gehts erst nicht, solange man nicht den Gabelumschalter irgendwie ersetzt bekommt (der ISTEC hat Status-LEDs, deren Signal man mit passender Schaltung dazu verwenden kann)

Moderne Systeme mit Adernsparender Technik (z.B. Hören und Sprechen mit nur 2 Adern) oder Bus-Systeme lassen sich so garnicht ersetzen.

Auf jeden Fall muss man vorher mit dem Vermieter sprechen und sich darauf vorbereiten, bei einem Defekt Teile der Anlage und ggf Techniker-Einsatz bezahlen zu müssen.

Elektronik-Kenntnisse müssen vorhanden sein.

Ggf würde das umsetzen der Wohnraum-Sprechstelle oder eine weitere Wohnraum-Sprechstelle schon ausreichen?! Je nach Modell kann die einfach parallel zur ersten oder man braucht/bastelt einen Umschalter.

Man kann auch dem Vermieter anbieten auf eigene Kosten eine neue Luxus-Lösung einzubauen ;) Es gibt Wohnraum-Telefone mit DECT, die sich an eine vorhandene Basis anmelden lassen.
Oder ne Telefon-Basierte Anlage, die per Amt (und Flatrate) die Bewohner Anruft.
 
Hallo,

vielen Dank für eure genaue Darstellung.
Da es sich nur um eine 3 Zimmer Wohnung handelt, denke ich ist es das Beste, wenn ich das Thema vorübergehend auf Eis lege und evtl. in einem Eigenheim mich damit neu beschäftige.

Ihr habt mich zwar nicht entmutigt, aber der Aufwand/Nutzen steht hier dann wohl doch in einem nicht so gutem Verhältnis.

Trotzdem bzw. gerade deshalb nochmal vielen Dank für die genaue Beschreibung.

Thomas
 
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