Tja, was soll ich sagen? Hier mal ein kleiner Erfahrungsbericht aus den ersten 3 Monaten 3DSL bei 1&1. Ist zwar sehr lang, aber in meinen Augen lesenswert!
Habe auch so meine Erfahrungen mit der Firma gemacht und wenn ich gewusst hätte, was auf mich da zukommt, hätte ich lieber mehr gezahlt und wäre zur T-Com gegangen. Aber lest selbst:
Also als erstes bevor ich meinen Internetanschluss beantragt habe, habe ich dies für eine gute Bekannte gemacht. Sie hatte damals eine ISDN Flatrate von einem lokalen Anbieter, die eigentlich auch super funktioniert hat, nur recht teuer war. Deshalb habe ich ihr angeboten, zwischen den derzeitigen Anbietern zu vergleichen und ein günstiges Komplettangebot zu finden mit DSL Flatrate und Telefonflat.
Gesagt getan, es hat sich ziemlich schnell rausgestellt, dass an ihrem Anschluss leider kein schnelles DSL möglich ist, standortbedingt nur 864 kbit/s Downstream. Naja, war ja immer noch besser als ISDN und vor allem durch die Telefonflat günstiger als der alte Vertrag beim lokalen Anbieter… Über das Internet habe ich den Vertrag bei 1&1 abgeschlossen mit Terminschaltung (Schaltung sollte 3 Monate später erfolgen), da die T-Com erst noch den Basisanschluss vom lokalen Anbieter übernehmen musste. Leider musste man schon die Kontodaten für den Lastschrifteinzug hinterlegen.
Bereits am Anfang des nächsten Monats hat 1&1 angefangen Rechnungen zu schreiben und die Beträge vom Konto abzubuchen, obwohl noch kein Anschluss geschaltet war und noch keine Hardware verschickt worden ist. Noch nicht einmal waren die Zugangsdaten da… Also rief meine Bekannte bei der Hotline an. Es liegt wohl ein Versehen vor, man wird den Betrag wieder gutschreiben. Nach ca. einer Woche ist das auch geschehen.
Im nächsten Monat wieder das gleiche Spiel. Da fragt man sich, ob die Mitarbeiter bei 1&1 überhaupt untereinander kommunizieren.
Danach den Monat war es endlich soweit, der Schaltungstermin war erreicht. Die Zugangsdaten sind mittlerweile eingetroffen, nur die Hardware noch nicht. Stattdessen ein Brief, dass sich die Lieferung aufgrund der großen Nachfrage sich ein wenig verzögert. Bei der teuren Hotline sagte man, es würde ca. 2 Wochen dauern, aber man würde erst berechnen, wenn die Hardware auch verschickt wäre. Tja, weit gefehlt… per E-Mail kam am gleichen Tag noch die Rechnung und das Geld war wenige Tage später auch vom Konto abgebucht. Also wieder bei der Hotline angerufen und dieses Mal mit Rückbuchung des Rechnungsbetrages gedroht! Man darf gar nicht darüber nachdenken, was die Hotline mittlerweile an Kosten geschluckt hat.
Ca. 2 Wochen später war es endlich soweit und die Fritzbox samt Splitter wurde geliefert. Am gleichen Tag habe ich noch alles angeschlossen, eingestellt und es hat funktioniert! Wir dachten, wir hätten es nun überstanden, aber weit gefehlt: Im nächsten Monat hat sich herausgestellt, dass die Telefonflat nicht funktioniert. Das soll heißen T-Com hat die Gespräche weiter berechnet, obwohl die Telefonflat eingerichtet war. 1&1 führt die gleichen Gespräche aber auch auf der Rechnung auf und kennzeichnet sie mit „inklusive“. Wieder die Hotline von 1&1 angerufen und gefragt, was denn da los ist. Haben die Schuld auf die T-Com geschoben. Daraufhin bei der T-Com angerufen. Man sate mir, 1&1 hat in dem Fall was falsch gemacht und keine Meldung an die T-Com über die Telefonflat gemacht??! Äh ja… :-Ö
Letztendlich lag es daran, dass ein Fehler bei 1&1 in der Einrichtung der Rufnummer für die Phoneflat gelegen haben muss. Laut FritzBox und ControlCenter war alles korrekt eingerichtet. Ich habe das ganze noch mal neu eingerichtet (genau wie das letzte Mal, mache das nicht zum ersten Mal!) und ab dem nächsten Monat hat es funktioniert. Jedenfalls lief es von da ab endlich auch, wenn auch die Qualität der Internettelefonie im Vergleich zur Festnetzqualität unter aller Sau ist, selbst wenn ich in der FritzBox auf Festnetzqualität einstelle.
Ende des letzten Jahres war es bei mir nun soweit, dass ich auch in meiner neuen Wohnung einen Internetanschluss brauchte. Mmh, was mich nur dazu geritten hat, nach all diesen Erfahrungen das 3DSL Angebot von 1&1 zu beantragen, weiß ich bis heute nicht so genau. Wahrscheinlich hat mich nur der zu dem Zeitpunkt niedrige Preis dazu gebracht. Ich dachte auch, so viele blöde Faktoren damals auf einmal können sicher nicht ein zweites Mal vorkommen. Außerdem hat 1&1 in den Testberichten stets sehr gut abgeschnitten, also entschied ich mich, ihnen noch mal eine Chance zu geben.
Mit der Termineinrichtung hat es gut geklappt. Zwar hat es sich um zwei Tage verspätet, da das Modem erst dann geliefert werden konnte, aber dafür habe ich die FritzBox 7170 bereits in der neuen V2 bekommen. Insofern kein Problem. Mit der Geschwindigkeit von ca. 3.400 kbit/s war ich auch erstmal zufrieden. Und als ich dann auch noch von der kostenlosen Supporthotline im ersten Jahr gelesen habe, war ich auch hellauf begeistert.
Aber es hat nicht lange gehalten: Nach wenigen Tagen brach meine Internetverbindung ständig ab, ich konnte mich nicht mehr einwählen (PPoE Fehler). Dann hat meine FritzBox nicht mehr die Rufnummer des Anrufers übertragen. Da rief ich doch die kostenlose Hotline an, naja, ich versuchte es. Schien sehr überlastet zu sein, da ich minutenlang in der Warteschleife hing und teilweise die Meldung bekam, alle Abfrageplätze seien belegt. Als ich nun endlich einen Mitarbeiter am Apparat hatte sagte er mir, er würde meine Verbindung umleiten und ich soll meine FritzBox danach bitte neu starten und mich neu einwählen. Gesagt getan… Ich bekam wieder eine Verbindung. Das Problem mit der Rufnummerübermittlung konnte aber nicht gelöst werden. Es musste noch woanders eine Ursache haben. Wieder bei 1&1 angerufen (ach, ist kostenloser Support schön) und das Problem wieder mühsam neu geschildert (muss man anscheinend bei 1&1 immer so machen). Versucht mir die Dame aus dem Support doch zu erklären, dass es daran liege, dass manche Anrufer Ihre Rufnummer nicht übermitteln… Hallo? Das ist mir schon klar, aber wenn ich das mit meinem Handy und aktivierter Rufnummerübertragung teste und es kommt nichts an, dann wird es garantiert nicht daran liegen. Sie verstand mich nicht wirklich und ich hab eingesehen, dass es keinen Sinn hatte. Nächste Supportmitarbeiterin beim folgenden Anruf: „Kleinen Moment bitte, ich lass einen Techniker mal die Einstellungen auf Ihrer Box überprüfen!“… ich wartete ca. 30 (!) Minuten in der Hotline und sie sagte: „Sie haben eine Beta Version der Firmware auf Ihrer FritzBox (29.04.22)! Dafür geben wir keinen Support und die Garantie der Box erlischt damit!“ Was soll denn das nun, dachte ich. Ich habe erklärt, dass ich die Box mit dieser Firmware bekommen von 1&1 erhalten habe… Ich war wirklich sauer und habe AVM angeschrieben. Die haben mir geschrieben, dass sie die V2 der FritzBox 7170 für 1&1-Kunden mit der besagten Firmware ausliefern. Es handele sich dabei um KEINE Beta-Version, sondern um die Version 29.04.21 mit der kleinen Änderung, dass in der Benutzeroberfläche der FB beim laufenden Internettelefonat dies angezeigt wird.
Das habe ich 1&1 sofort per E-Mail mitgeteilt! Eine Reaktion darauf ist nicht erfolgt… Meine Probleme mit der FritzBox habe ich zwischenzeitlich über den blitzschnellen, absolut vorbildlichen E-Mail Support von AVM beheben können. In der Sache trägt 1&1 auch keine Schuld, was mich nur nervt ist die Reaktion und die Falschaussage der Hotline. Sowas macht mich stinkig und das ist sicher keine Art, seine Kunden zufriedenzustellen.
Wenige Tage kam wieder mal ein Problem: Ich konnte über die Internetleitung nicht mehr telefonieren. In der Oberfläche der FB sah ich, dass meine Rufnummer nicht registriert ist. Neueinwahl hat auch keinen Erfolg gebracht. Auch war das Internet extrem langsam, viele Seiten waren nicht mehr erreichbar. Von 3000er DSL nichts mehr zu spüren. Ich fragte bei der Hotline, ob es Probleme oder Wartungsarbeiten gäbe. Aber man verneinte und sagte, ich soll mich bitte bis zum nächsten Tag gedulden. Wenn es dann noch so wäre, sollte ich mich bitte noch mal melden. Am nächsten Tag hat es sich natürlich nicht wesentlich gebessert. Die Rufnummer war zwar wieder registriert, aber die Sprachqualität war dermaßen mies mit Aussetzern und Kratzen, dass es keinen Sinn mehr machte zu telefonieren. Die Internetseiten, z.B. meiner Hausbank für das Internetbanking waren nach wie vor nicht zu erreichen. Zwischenzeitlich habe ich von der IP-Umstellung bei 1&1 gelesen und darin die Ursache für die Störungen gefunden. Warum sagt mir 1&1 nichts davon?? So langsam habe ich die Schnauze voll!
In den folgenden Wochen nach vielen Anrufen bei 1&1 hat man mich immer wieder mal auf eine T-Com IP umgeleitet und dann lief es auch wieder wunderbar. Doch sobald ich wieder auf die 77er IP zurückkam, waren die Probleme da.
Maxdome hat nicht mehr richtig funktioniert. Jeder Film war eher eine Diashow und die Testphase des Premium-Pakets, die ich aktiviert habe, war auch für’n Ar… Ich habe sie nach ca. 2 Wochen auch frühzeitig online über die Vertragsverwaltung gekündigt, da ich mir davon kein Abo ans Bein binden wollte. Schien alles auch gut geklappt zu haben. Ich habe sogar Rücksprache mit 1&1 gehalten, ob das Paket nun wirklich gekündigt ist und sie bitte noch mal im System nachschauen, man weiß ja nie. Alles okay! Genervt hab ich die Settop-Box abklemmt und das Ding bei eBay reingesetzt.
Nachdem die Testphase auch beendet war, habe ich im Internet noch mal gecheckt, ob das Premium Paket auch ausgelaufen ist und in der Vertragsverwaltung auch nicht mehr angezeigt wird - dem war auch so! Den Account bei Maxdome habe ich gelöscht.
Zwei Tage später kam die Sammelrechnung von 1&1. Aufgeführt war das Premium-Paket in der Testphase, in der folgenden Positionen wurde mir aber das Premium-Paket für den kommenden Monat berechnet, obwohl ich die Testphase zum Ende gekündigt habe. Und da war bei mir der Punkt erreicht, an dem Schluss ist. Ich habe zum Hörer gegriffen, musste feststellen, dass die Hotline nun nicht mehr kostenfrei ist (man hat mir doch gesagt, dass der Support im ERSTEN Jahr kostenlos ist und nicht bis zum Ende des Jahres…). Mein Gegenüber sagte mir, das Premium-Paket sei nicht rechtzeitig gekündigt worden??! Wenn ich damit nicht einverstanden wäre, soll ich mich doch bitte schriftlich an 1&1 in Montabaur wenden. Das war wirklich der Gipfel der Frechheit!! Daraufhin habe ich einen Brief aufgesetzt und zuerst per E-Mail verschickt. Nach wenigen Stunden kam eine Rückmeldung von 1&1, dass man meine Beschwerde prüfen wird. Kurze Zeit später kam die Antwort: Man wird aus Kulanz den letzten Rechnungsbetrag gutschreiben. 1&1 hätte aber keinen Fehler bei der Abrechnung gemacht. Das Paket sei nach wie vor nicht rechtzeitig gekündigt worden! Unglaublich! Ich habe gefordert, das Premium-Paket sofort zu stornieren und mir die 19,99 ¤ für den einen Monat wieder gutzuschreiben.
Zwei Tage später folgte die sehr knapp gehaltene Antwort, das Paket sei doch bereits zum Ende der Testphase gekündigt worden??!
Zusammen mit dem E-Mail Verkehr und den Screenshots aus dem Controlcenter und der Vertragsverwaltung habe ich den Vorgang per Einschreiben an 1&1 geschickt, das ist nun auch schon ein paar Tage her. Bisher ist noch keine Reaktion seitens 1&1 erfolgt. In jedem Fall werde ich den Vorgang an meinen Anwalt übergeben, sollte sich dieses Problem nicht damit erledigt haben. Die zugesagte Gutschrift der letzten Rechnung ist bis zum heutigen Tag auch noch immer nicht erfolgt. Aber das liegt mir ja schriftlich als E-Mail vor
Was lernen wir daraus? Es kommt halt nicht immer auf den Preis an! Man sollte sich auch im Vorfeld Gedanken machen, was in einem möglichen Supportfall wäre. Wenn ich mir überlege, dass der Vertrag noch knapp 21 Monate läuft…
Ich hab durchaus Verständnis dafür, dass nicht alles 100%ig rund laufen kann, aber solche Probleme in einer so kurzen Vertragsdauer sind wirklich nicht zumutbar! Sowas wünsche ich keinem! Ich werde wenn sich die durch die IP-Umstellung bedingten Probleme (schlechte Telefonqualität, extrem hohe Ping-Zeiten, schlechte Erreichbarkeit vieler Seiten) nicht bald beseitigen lassen einen weiteren Brief aufsetzen und notfalls eine außerordentliche Kündigung durchsetzen.
Habe auch so meine Erfahrungen mit der Firma gemacht und wenn ich gewusst hätte, was auf mich da zukommt, hätte ich lieber mehr gezahlt und wäre zur T-Com gegangen. Aber lest selbst:
Also als erstes bevor ich meinen Internetanschluss beantragt habe, habe ich dies für eine gute Bekannte gemacht. Sie hatte damals eine ISDN Flatrate von einem lokalen Anbieter, die eigentlich auch super funktioniert hat, nur recht teuer war. Deshalb habe ich ihr angeboten, zwischen den derzeitigen Anbietern zu vergleichen und ein günstiges Komplettangebot zu finden mit DSL Flatrate und Telefonflat.
Gesagt getan, es hat sich ziemlich schnell rausgestellt, dass an ihrem Anschluss leider kein schnelles DSL möglich ist, standortbedingt nur 864 kbit/s Downstream. Naja, war ja immer noch besser als ISDN und vor allem durch die Telefonflat günstiger als der alte Vertrag beim lokalen Anbieter… Über das Internet habe ich den Vertrag bei 1&1 abgeschlossen mit Terminschaltung (Schaltung sollte 3 Monate später erfolgen), da die T-Com erst noch den Basisanschluss vom lokalen Anbieter übernehmen musste. Leider musste man schon die Kontodaten für den Lastschrifteinzug hinterlegen.
Bereits am Anfang des nächsten Monats hat 1&1 angefangen Rechnungen zu schreiben und die Beträge vom Konto abzubuchen, obwohl noch kein Anschluss geschaltet war und noch keine Hardware verschickt worden ist. Noch nicht einmal waren die Zugangsdaten da… Also rief meine Bekannte bei der Hotline an. Es liegt wohl ein Versehen vor, man wird den Betrag wieder gutschreiben. Nach ca. einer Woche ist das auch geschehen.
Im nächsten Monat wieder das gleiche Spiel. Da fragt man sich, ob die Mitarbeiter bei 1&1 überhaupt untereinander kommunizieren.
Danach den Monat war es endlich soweit, der Schaltungstermin war erreicht. Die Zugangsdaten sind mittlerweile eingetroffen, nur die Hardware noch nicht. Stattdessen ein Brief, dass sich die Lieferung aufgrund der großen Nachfrage sich ein wenig verzögert. Bei der teuren Hotline sagte man, es würde ca. 2 Wochen dauern, aber man würde erst berechnen, wenn die Hardware auch verschickt wäre. Tja, weit gefehlt… per E-Mail kam am gleichen Tag noch die Rechnung und das Geld war wenige Tage später auch vom Konto abgebucht. Also wieder bei der Hotline angerufen und dieses Mal mit Rückbuchung des Rechnungsbetrages gedroht! Man darf gar nicht darüber nachdenken, was die Hotline mittlerweile an Kosten geschluckt hat.
Ca. 2 Wochen später war es endlich soweit und die Fritzbox samt Splitter wurde geliefert. Am gleichen Tag habe ich noch alles angeschlossen, eingestellt und es hat funktioniert! Wir dachten, wir hätten es nun überstanden, aber weit gefehlt: Im nächsten Monat hat sich herausgestellt, dass die Telefonflat nicht funktioniert. Das soll heißen T-Com hat die Gespräche weiter berechnet, obwohl die Telefonflat eingerichtet war. 1&1 führt die gleichen Gespräche aber auch auf der Rechnung auf und kennzeichnet sie mit „inklusive“. Wieder die Hotline von 1&1 angerufen und gefragt, was denn da los ist. Haben die Schuld auf die T-Com geschoben. Daraufhin bei der T-Com angerufen. Man sate mir, 1&1 hat in dem Fall was falsch gemacht und keine Meldung an die T-Com über die Telefonflat gemacht??! Äh ja… :-Ö
Letztendlich lag es daran, dass ein Fehler bei 1&1 in der Einrichtung der Rufnummer für die Phoneflat gelegen haben muss. Laut FritzBox und ControlCenter war alles korrekt eingerichtet. Ich habe das ganze noch mal neu eingerichtet (genau wie das letzte Mal, mache das nicht zum ersten Mal!) und ab dem nächsten Monat hat es funktioniert. Jedenfalls lief es von da ab endlich auch, wenn auch die Qualität der Internettelefonie im Vergleich zur Festnetzqualität unter aller Sau ist, selbst wenn ich in der FritzBox auf Festnetzqualität einstelle.
Ende des letzten Jahres war es bei mir nun soweit, dass ich auch in meiner neuen Wohnung einen Internetanschluss brauchte. Mmh, was mich nur dazu geritten hat, nach all diesen Erfahrungen das 3DSL Angebot von 1&1 zu beantragen, weiß ich bis heute nicht so genau. Wahrscheinlich hat mich nur der zu dem Zeitpunkt niedrige Preis dazu gebracht. Ich dachte auch, so viele blöde Faktoren damals auf einmal können sicher nicht ein zweites Mal vorkommen. Außerdem hat 1&1 in den Testberichten stets sehr gut abgeschnitten, also entschied ich mich, ihnen noch mal eine Chance zu geben.
Mit der Termineinrichtung hat es gut geklappt. Zwar hat es sich um zwei Tage verspätet, da das Modem erst dann geliefert werden konnte, aber dafür habe ich die FritzBox 7170 bereits in der neuen V2 bekommen. Insofern kein Problem. Mit der Geschwindigkeit von ca. 3.400 kbit/s war ich auch erstmal zufrieden. Und als ich dann auch noch von der kostenlosen Supporthotline im ersten Jahr gelesen habe, war ich auch hellauf begeistert.
Aber es hat nicht lange gehalten: Nach wenigen Tagen brach meine Internetverbindung ständig ab, ich konnte mich nicht mehr einwählen (PPoE Fehler). Dann hat meine FritzBox nicht mehr die Rufnummer des Anrufers übertragen. Da rief ich doch die kostenlose Hotline an, naja, ich versuchte es. Schien sehr überlastet zu sein, da ich minutenlang in der Warteschleife hing und teilweise die Meldung bekam, alle Abfrageplätze seien belegt. Als ich nun endlich einen Mitarbeiter am Apparat hatte sagte er mir, er würde meine Verbindung umleiten und ich soll meine FritzBox danach bitte neu starten und mich neu einwählen. Gesagt getan… Ich bekam wieder eine Verbindung. Das Problem mit der Rufnummerübermittlung konnte aber nicht gelöst werden. Es musste noch woanders eine Ursache haben. Wieder bei 1&1 angerufen (ach, ist kostenloser Support schön) und das Problem wieder mühsam neu geschildert (muss man anscheinend bei 1&1 immer so machen). Versucht mir die Dame aus dem Support doch zu erklären, dass es daran liege, dass manche Anrufer Ihre Rufnummer nicht übermitteln… Hallo? Das ist mir schon klar, aber wenn ich das mit meinem Handy und aktivierter Rufnummerübertragung teste und es kommt nichts an, dann wird es garantiert nicht daran liegen. Sie verstand mich nicht wirklich und ich hab eingesehen, dass es keinen Sinn hatte. Nächste Supportmitarbeiterin beim folgenden Anruf: „Kleinen Moment bitte, ich lass einen Techniker mal die Einstellungen auf Ihrer Box überprüfen!“… ich wartete ca. 30 (!) Minuten in der Hotline und sie sagte: „Sie haben eine Beta Version der Firmware auf Ihrer FritzBox (29.04.22)! Dafür geben wir keinen Support und die Garantie der Box erlischt damit!“ Was soll denn das nun, dachte ich. Ich habe erklärt, dass ich die Box mit dieser Firmware bekommen von 1&1 erhalten habe… Ich war wirklich sauer und habe AVM angeschrieben. Die haben mir geschrieben, dass sie die V2 der FritzBox 7170 für 1&1-Kunden mit der besagten Firmware ausliefern. Es handele sich dabei um KEINE Beta-Version, sondern um die Version 29.04.21 mit der kleinen Änderung, dass in der Benutzeroberfläche der FB beim laufenden Internettelefonat dies angezeigt wird.
Das habe ich 1&1 sofort per E-Mail mitgeteilt! Eine Reaktion darauf ist nicht erfolgt… Meine Probleme mit der FritzBox habe ich zwischenzeitlich über den blitzschnellen, absolut vorbildlichen E-Mail Support von AVM beheben können. In der Sache trägt 1&1 auch keine Schuld, was mich nur nervt ist die Reaktion und die Falschaussage der Hotline. Sowas macht mich stinkig und das ist sicher keine Art, seine Kunden zufriedenzustellen.
Wenige Tage kam wieder mal ein Problem: Ich konnte über die Internetleitung nicht mehr telefonieren. In der Oberfläche der FB sah ich, dass meine Rufnummer nicht registriert ist. Neueinwahl hat auch keinen Erfolg gebracht. Auch war das Internet extrem langsam, viele Seiten waren nicht mehr erreichbar. Von 3000er DSL nichts mehr zu spüren. Ich fragte bei der Hotline, ob es Probleme oder Wartungsarbeiten gäbe. Aber man verneinte und sagte, ich soll mich bitte bis zum nächsten Tag gedulden. Wenn es dann noch so wäre, sollte ich mich bitte noch mal melden. Am nächsten Tag hat es sich natürlich nicht wesentlich gebessert. Die Rufnummer war zwar wieder registriert, aber die Sprachqualität war dermaßen mies mit Aussetzern und Kratzen, dass es keinen Sinn mehr machte zu telefonieren. Die Internetseiten, z.B. meiner Hausbank für das Internetbanking waren nach wie vor nicht zu erreichen. Zwischenzeitlich habe ich von der IP-Umstellung bei 1&1 gelesen und darin die Ursache für die Störungen gefunden. Warum sagt mir 1&1 nichts davon?? So langsam habe ich die Schnauze voll!
In den folgenden Wochen nach vielen Anrufen bei 1&1 hat man mich immer wieder mal auf eine T-Com IP umgeleitet und dann lief es auch wieder wunderbar. Doch sobald ich wieder auf die 77er IP zurückkam, waren die Probleme da.
Maxdome hat nicht mehr richtig funktioniert. Jeder Film war eher eine Diashow und die Testphase des Premium-Pakets, die ich aktiviert habe, war auch für’n Ar… Ich habe sie nach ca. 2 Wochen auch frühzeitig online über die Vertragsverwaltung gekündigt, da ich mir davon kein Abo ans Bein binden wollte. Schien alles auch gut geklappt zu haben. Ich habe sogar Rücksprache mit 1&1 gehalten, ob das Paket nun wirklich gekündigt ist und sie bitte noch mal im System nachschauen, man weiß ja nie. Alles okay! Genervt hab ich die Settop-Box abklemmt und das Ding bei eBay reingesetzt.
Nachdem die Testphase auch beendet war, habe ich im Internet noch mal gecheckt, ob das Premium Paket auch ausgelaufen ist und in der Vertragsverwaltung auch nicht mehr angezeigt wird - dem war auch so! Den Account bei Maxdome habe ich gelöscht.
Zwei Tage später kam die Sammelrechnung von 1&1. Aufgeführt war das Premium-Paket in der Testphase, in der folgenden Positionen wurde mir aber das Premium-Paket für den kommenden Monat berechnet, obwohl ich die Testphase zum Ende gekündigt habe. Und da war bei mir der Punkt erreicht, an dem Schluss ist. Ich habe zum Hörer gegriffen, musste feststellen, dass die Hotline nun nicht mehr kostenfrei ist (man hat mir doch gesagt, dass der Support im ERSTEN Jahr kostenlos ist und nicht bis zum Ende des Jahres…). Mein Gegenüber sagte mir, das Premium-Paket sei nicht rechtzeitig gekündigt worden??! Wenn ich damit nicht einverstanden wäre, soll ich mich doch bitte schriftlich an 1&1 in Montabaur wenden. Das war wirklich der Gipfel der Frechheit!! Daraufhin habe ich einen Brief aufgesetzt und zuerst per E-Mail verschickt. Nach wenigen Stunden kam eine Rückmeldung von 1&1, dass man meine Beschwerde prüfen wird. Kurze Zeit später kam die Antwort: Man wird aus Kulanz den letzten Rechnungsbetrag gutschreiben. 1&1 hätte aber keinen Fehler bei der Abrechnung gemacht. Das Paket sei nach wie vor nicht rechtzeitig gekündigt worden! Unglaublich! Ich habe gefordert, das Premium-Paket sofort zu stornieren und mir die 19,99 ¤ für den einen Monat wieder gutzuschreiben.
Zwei Tage später folgte die sehr knapp gehaltene Antwort, das Paket sei doch bereits zum Ende der Testphase gekündigt worden??!
Zusammen mit dem E-Mail Verkehr und den Screenshots aus dem Controlcenter und der Vertragsverwaltung habe ich den Vorgang per Einschreiben an 1&1 geschickt, das ist nun auch schon ein paar Tage her. Bisher ist noch keine Reaktion seitens 1&1 erfolgt. In jedem Fall werde ich den Vorgang an meinen Anwalt übergeben, sollte sich dieses Problem nicht damit erledigt haben. Die zugesagte Gutschrift der letzten Rechnung ist bis zum heutigen Tag auch noch immer nicht erfolgt. Aber das liegt mir ja schriftlich als E-Mail vor
Was lernen wir daraus? Es kommt halt nicht immer auf den Preis an! Man sollte sich auch im Vorfeld Gedanken machen, was in einem möglichen Supportfall wäre. Wenn ich mir überlege, dass der Vertrag noch knapp 21 Monate läuft…
Ich hab durchaus Verständnis dafür, dass nicht alles 100%ig rund laufen kann, aber solche Probleme in einer so kurzen Vertragsdauer sind wirklich nicht zumutbar! Sowas wünsche ich keinem! Ich werde wenn sich die durch die IP-Umstellung bedingten Probleme (schlechte Telefonqualität, extrem hohe Ping-Zeiten, schlechte Erreichbarkeit vieler Seiten) nicht bald beseitigen lassen einen weiteren Brief aufsetzen und notfalls eine außerordentliche Kündigung durchsetzen.