[Frage] Modem-Qualität diverser Fritzboxen

beiti

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Schon vor ein paar Jahren habe ich hier im Forum gelernt, dass man eine FritzBox 7390 für VDSL (und insbesondere für Vectoring) nicht mehr nutzen sollte. Das Modem der 7490 soll gerade im Grenzbereich (wo für die Bandbreite jeder Meter Kabel zählt) wesentlich besser sein.
In neuerer Zeit gab es einen Beitrag, in dem erläutert wurde, dass das Modem der 7590 nochmal etwas besser ist als das der 7490. Das soll aber besonders auf Super-Vectoring-Anschlüsse zutreffen, für die die 7590 optimiert ist – während ihr Modem für ältere ADSL-Anschlüsse sogar schlechter ist als das in der 7490/7390.
Soweit eine Zusammenfassung meiner bisherigen Erkenntnisse beim Querlesen des Forums.
Darüber, wie die Modems günstigerer FritzBoxen (7412, 7430, 7530, 7580) abschneiden, habe ich leider fast nichts gefunden. Laut der hier verlinkten Tabelle sind die Modem-Chips selbst innerhalb der Modell-Generationen nicht immer dieselben, so dass sich die Erfahrungen nur begrenzt übertragen lassen.

Nun die konkrete Frage: Ich habe derzeit eine 7412 und komme damit auf knapp 90 Mbps im Download und knapp 37 Mbps im Upload. Besteht die Chance, dass ich mit einem anderen/neueren/besseren FB-Modell die vollen 100/40 Mbps kriege, oder sind so große Gewinne allein durch ein besseres Modem unwahrscheinlich?

Oder einfacher gefragt: Wie lautet die aktuelle FritzBox-Empfehlung für einen VDSL-100-Anschluss mit Vectoring (ohne Super)? Es geht mir primär ums Modem; ansonsten darf es auch gerne ein günstigeres Modell mit wenig Zusatzausstattung sein.
 
Hänge doch mal einen Screenshot des Sektrums sowie der DSL-Informationen als Mimiaturansicht oder als bloßen Anhang an den Post #1 an.

Erst dann, kann überhaupt jmd etwas dazu sagen.
 
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Reaktionen: weißnix_
Dafür, dass Du Energie in dieses Detail stecken willst, welches in der Praxis kaum spürbar sein wird, bist Du bemerkenswert unaufmerksam.
Anmerkung 2020-01-31 191706.png
 
1und1 drosselt imho nicht die Verbindung selbst sondern "nachgelagert" bei Vectoring. Für einen möglichen Tarifwechsel 100/40 kann es imho schon hilfreich sein, sich aktuell an der max. Geschwindigkeit/Leitungskapazität zu orientieren.
LG
 
Dafür, dass Du Energie in dieses Detail stecken willst, welches in der Praxis kaum spürbar sein wird, bist Du bemerkenswert unaufmerksam.
Micha 0815 hat schon richtig vermutet: Mein Zugang ist bisher auf 50/10 gedrosselt, aber ich sehe in der FB-Oberfläche auch die tatsächliche Verbindungsgeschwindigkeit.

Und natürlich weiß ich, dass ich auf hohem Niveau jammere und 89/37 in der Praxis nicht viel Unterschied macht gegenüber 100/40. Aber es interessiert mich ganz allgemein, weil ich gelegentlich auch von anderen Leuten um Rat gefragt werde.
 

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Im Moment ist DLM aktiv an deinem Anschluss und begrenzt die maximal mögliche Datenrate auf 90000/37000 (siehe erste Zeile). Eine andere Fritzbox würde exakt das gleiche Ergebnis erzielen.
 
Unter'm Strich schafft die Leitung mit dieser Beschaltung nicht mehr DL, sollte aber "etwas" mehr UL bringen, falls der DLM-"Deckel" weg ist.
(wie Du den weg bekommen kannst, findest Du über die bereits angemerkte Suche nach "DLM" [ggf hier im Board])
 
Okay, hab mich jetzt etwas eingelesen in Sachen DLM. Wenn ich es richtig verstehe, sind die glatten Werte unter "DSLAM Datenrate max." das Ergebnis der automatischen Begrenzung und damit vorerst das Höchste, was der DSLAM zu mir durchlässt. Ein anderes Modem würde daran zumindest kurzfristig nichts ändern.

In den anderen Threads wird ja DLM eher negativ bewertet, weil es manchmal gute Leitungen ohne Not auf niedrigeren Durchsatz limitiert. Ich erinnere mich allerdings, dass es vor einiger Zeit mal eine Phase gab, in der ich pro Tag mehrere Verbindungsabbrüche hatte. Das ist jetzt zum Glück nicht mehr so, obwohl ich von mir aus nichts verändert habe. Von daher glaube ich fast, dass der DLM-"Deckel" in meinem Fall durchaus positiv wirkt und die Stabilität verbessert – und es keine so gute Idee wäre, ihn jetzt einfach zu entfernen, solange ich nicht tatsächlich ein viel besseres Modem habe (wenn es denn ein solches gibt).

Was mich zurückbringt zu meiner eigentlichen Ausgangsfrage: Gibt es neuere FritzBox-Modelle, deren Modem aus meiner vorhandenen Leitung - natürlich ggfs. nach DLM-Deaktivierung - etwas mehr Kapazität rauskitzeln könnte?

Zusatzfrage: Wenn ich mir ein in Frage kommendes FB-Modell besorgen und testweise an meiner Leitung anschließen würde, könnte ich dann - auch ohne vorherige Deaktivierung des DLM - eine mögliche Verbesserung der Leitungskapazität sehen?
Das zu wissen würde mir vorerst reichen. (Noch bin ich ja sowieso aufgrund des Vertrages auf 50/10 gedrosselt.)
 
Von daher glaube ich fast, dass der DLM-"Deckel" in meinem Fall durchaus positiv wirkt und die Stabilität verbessert – und es keine so gute Idee wäre, ihn jetzt einfach zu entfernen, solange ich nicht tatsächlich ein viel besseres Modem habe (wenn es denn ein solches gibt).

Die Anschaffung und Inbetriebnahme eines "viel besseren Modems" ist noch keine Garantie dafür, dass jetzt oder später keine Verbindungsabbrüche mehr auftreten. Die von dir vor einiger Zeit an deinem Anschluss beobachteten Synchronisationsverluste können auch andere Gründe gehabt haben.
 
Darüber, wie die Modems günstigerer FritzBoxen (7412, 7430, 7530, 7580) abschneiden, habe ich leider fast nichts gefunden. Laut der hier verlinkten Tabelle sind die Modem-Chips selbst innerhalb der Modell-Generationen nicht immer dieselben, so dass sich die Erfahrungen nur begrenzt übertragen lassen.

Das kann man durchaus auf die entsprechenden (Modem)-Chipsätze herunterbrechen. Also bspw.:
  • VR9 = 7490, 7430, 7412, 7362 SL, usw. (auch wenn man beim VR9 noch zwischen VRX208 und VRX220 unterscheiden kann, so hat sich gezeigt, dass das in der Praxis kaum einen Unterschied ausmacht).
  • VRX318 = 7580, 7560
  • VRX518 = 7590, 7530, 7520, 6890 LTE
  • VRX618/619 = 7583
  • usw...

Das, was sich dann unterhalb eines Modem-Chipsatzes/AFE ggf. noch als Schwankungen ergibt, könnte man auch auf Herstellungs- und Messtoleranzen herunterbrechen. Abgesehen ggf. noch von weiteren Unterschieden durch die Modem-Firmware bestimmt (weil nicht für jedes Modell die jeweils neueste Firmware mit entsprechender Modem-Firmware verfügbar ist).

Wie lautet die aktuelle FritzBox-Empfehlung für einen VDSL-100-Anschluss mit Vectoring (ohne Super)?
Ob mit oder ohne "Super", bei VDSL2, VVDSL2 und SVVDSL lautet die aktuelle Empfehlung VRX518. Egal (zumindest fast*) ob von AVM oder nicht. Entsprechende Modems gibt es ja bspw. auch von Draytek, Zyxel, Arcadyan (Speedport) usw. Oder Broadcom basiert wird auch immer wieder gerne genommen aber Intel hat mit dem VRX518 durchaus aufgeholt.

Speziell auf deinen Fall braucht man wohl nicht mehr eingehen (wurde ja schon getan), aber wie sich das DLM mit einem anderen Modem an deinem Anschluss verhalten würde kann man sowieso kaum vorhersagen. Und womöglich gibt es für deinen Anschluss andere/geeignetere Optimierungsmaßnahmen als den Austausch des aktuellen DSL-Modems.

*)
Es gibt Anschlüsse, da wird mit einem Vigor 165 (VRX518) eine Stabilität und Geschw. erreicht, die mit einem entsprechenden VRX518-Modell von AVM nicht erreicht wird. Aber auch umgekehrt gibt es entsprechende Fälle (neben dem Modem-Chipsatz und der Modem-Firmware ist ggf. auch das HW-Layout sicherlich nicht ganz ohne Einfluss, aber letztlich ist dann doch jeder Anschluss wieder separat zu betrachten) und manchmal sind die wahrnehmbaren Unterschiede zwischen bspw. VR9 und VRX518 auch kaum bis gar nicht feststellbar. Hinzu kommt noch das Thema "DLM". Also immer schön aufpassen beim pauschalisieren... ;)
 
Zusatzfrage: Wenn ich mir ein in Frage kommendes FB-Modell besorgen und testweise an meiner Leitung anschließen würde, könnte ich dann - auch ohne vorherige Deaktivierung des DLM - eine mögliche Verbesserung der Leitungskapazität sehen?
Ja, das ist möglich. Da es sich bei den angezeigten Werten der Leitungskapazität in der Fritzbox nur um theoretisch hochgerechnete Zahlen handelt, könnte sogar nur eine andere Firmware-Version der Fritzbox eine Verbesserung der angezeigten Leitungskapazität bewirken.
 
@NDiIPP
Danke für Deine sehr ausführliche Erläuterung!

Demnach wird es, wenn ich einen eigenen Versuch starte, auf eine 7520 oder 7530 rauslaufen.
Aber wahrscheinlich schiebe ich das Ganze - auch aufgrund der von Dir aufgezählten Unwägbarkeiten - noch etwas auf. (Richtig aktuell wird es ohnehin erst, wenn ich den Vetrag verlängere und sich die Frage nach Wechsel zu einem 100/40-Tarif stellt.)

könnte sogar nur eine andere Firmware-Version der Fritzbox eine Verbesserung der angezeigten Leitungskapazität bewirken.
Du meinst, wenn ich Pech habe, wird zwar eine höhere Leitungskapazität angezeigt, aber in der Praxis kriege ich trotzdem nicht mehr stabile Bandbreite raus?
 
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