Netgear bringt Femtocell-Technologie

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Netgear bringt Femtocell-Technologie
DVG834GH: Voice Gateway mit ADSL2+ Modem, Router, LAN-Switch, WLAN, VoIP, Firewall und UMTS Femtocel

München, 11. Februar 2008 – Netzwerkspezialist Netgear stellt das neue Voice Gateway DVG834GH mit Femtocell-Technologie vor. Das Voice Gateway ist weltweit die erste Komplettlösung, die ein Gateway mit ADSL2+-Modem, Router, 10/100 LAN-Switch, 802.11g WLAN Access Point, Voice over IP (VoIP), Double Firewall und der UMTS Femtocell-Technologie von Ubiquisys, dem Markführer im Bereich der UMTS Femtocells, kombiniert. Während erste Geräte bereits den Netzbetreibern für Evaluationen zur Verfügung stehen, kommt der DVG834GH voraussichtlich in der ersten Hälfte dieses Jahres in den Handel. Einem breiten Publikum präsentiert sich Netgears Femtocell Voice Gateway erstmals im Rahmen des Mobile World Kongresses in Barcelona vom 11. bis zum 14. Februar 2008 (Ubiquisys Stand 1G19).

Die Ubiquisys ZoneGate Femtocell ist ein sofort betriebsbereiter UMTS Access Point, der auf die Breitbandverbindung des Mobilfunk-Vertragspartners zurückgreift, um Daten und Anrufe über standard-basierte Schnittstellen in das Netzwerk zu transportieren. Bei Femtocell handelt es sich somit um eine private UMTS-Funkzelle, die ein privates UMTS-Netz bereitstellt und im Nahbereich das UMTS-Mobilfunknetz von Netzbetreibern ersetzt. ZoneGate gibt es als eigenständiges Gerät oder als Module für die Integration in ein Gateway. Netgear und Ubiquisys haben das ZoneGate-Modul in das Femtocell Voice Gateway DVG834GH eingebaut. Diese Integration ermöglicht Netzwerkbetreibern die zuverlässige Bereitstellung kabelgebundener sowie drahtloser Breitband-Verbindungen für konvergierte Heimnetzwerke.

Netgear Femtocell Voice Gateway DVG834GH

Das Femtocell Voice Gateway kombiniert sieben Funktionen in einem Gerät. DVG834GH wird einfach mit einem ADSL-Anschluss verbunden und ermöglicht Kunden Internet-Breitbandverbindung mit mobilen Endgeräten und ans Netzwerk angeschlossenen Rechnern zu teilen - sowohl kabelgebunden als auch drahtlos. Das Femtocell Voice Gateway umfasst die UMTS Femtocell mit High Speed Downlink Packet Access (HSDPA), 802.11g WLAN sowie vier 10/100 Ethernet Anschlüsse. Der Anwender kann einfach und schnell große Datenmengen herunterladen, Videokonferenzen abhalten, hochauflösende digitale Filme, Fotos und MP3-Songs abspielen und für andere bereitstellen.

Das Femtocell Voice Gateway DVG834GH bietet mit Netgears Smart Wizard eine äußerst einfache Installation und Verwaltung. Es erkennt Grundeinstellungen wie beispielsweise Art der Internetverbindung und Provider-Anbindungen. Für ein Höchstmaß an Sicherheit sorgt die doppelte SPI und NAT Firewall. Mit Unterstützung von VPN-Pass-Through erhalten Anwender auch sicheren Fernzugriff auf das Netzwerk. Daneben eignet sich der DVG834GH ideal für VoIP. Unter anderem unterstützt das Femtocell Voice Gateway SIP, ein Netzprotokoll zum Aufbau von Kommunikationsverbindungen.

"Die wachsende Verbreitung von Multimedia-Anwendungen und mobiler Konvergenz erfordert zuverlässige Heimnetzwerke mit schnellen Internet-Zugängen, die auch Mobiltelefone und andere mobile Endgeräte unterstützen", sagt Andreas Dölker, Service Provider Account Manager Central Europe von Netgear. "Mobilfunkanbieter suchen nach Lösungen, die diesen Anforderungen entsprechen. Das Femtocell Voice Gateway von Netgear mit der Femtocell-Technologie von Ubiquisys ist die passende Komplettlösung. Gemeinsam sind wir in der Lage, Netzwerkanbietern ein Gerät zu liefern, das nicht nur hochwertige Netzabdeckung zu Hause und in kleinen Büros ermöglicht, sondern Anwendern die Möglichkeit bietet, auf zahlreiche Heimnetzwerk-Dienste über bestehende UMTS-Geräte zuzugreifen."

Netgear kooperiert mit Lösungsanbietern für Femtocell-Technologie

Netgear und NEC Europe Limited entwickeln gemeinsam einen UMTS Access Point, den NEC in sein Femtocell Lösungsportfolio aufnehmen wird. Der DVG834GH wird auch mit anderen Femtocell Lösungen von NEC kompatibel sein und über das NEC Access Point Managementsystem verwaltet werden können.

Auch mit Nokia Siemens Networks arbeitet Netgear an einer UMTS Access Lösung für Heimanwender. Netgears Femtocell Voice Gateway wird mit der offenen Architektur von Nokia Siemens Networks kompatibel sein. Die Femto Access Heimlösung von Nokia Siemens Networks in Kombination mit dem DVG834GH von Netgear ermöglicht Netzbetreibern eine Erweiterung ihres UMTS Serviceangebotes und der UMTS-Netzabdeckung.

Die kommende Interoperabilität mit dem UMA Netzwerk Controller, einem 3GPP-basierten Femtocell RAN Gateway von Kineto Wireless kann Netgear ebenfalls bereits ankündigen. Die kombinierte Lösung wird ebenso die Netzabdeckung von Netzbetreibern erweitern und verbessern. Heimanwender oder kleine Büros profitieren von einem kostengünstigen und einfachen Zugriff über bestehende UMTS-Endgeräte auf zahlreiche Netzwerk-Dienste.

Quelle: Pressemitteilung

Produktbild:

dvg834gh_PI.jpg
 
tolle sache, und was macht AVM

Hat AVM das mit dem Femtocell-Technologie verschlafen oder mögen sie nicht mehr nach . . !
 
Hallo,

naja, von Technik verschlafen kann man da beileibe nicht reden. Die Anbindung von Femtozellen ist noch längst nicht ausspezifiziert, es gibt diverse Lücken. So sind heutige Lösungen nicht bei jedem Hersteller von UMTS Vermittlungstechnik einsetzbar. Die endgültige "Iu-b over IP" bzw. "Iu over IP" Spezifikation, die herstellerübergreifende Femtozellen erlaubt, ist noch nicht abgeschlossen. Der SIP-MSC Ansatz ist nicht wirklich eine Alternative, der er keine transparente Dienstweiterleitung der Mobilfunkanbieter an die Femtozelle erlaubt.
Außerdem muss sich der Mobilfunk-Stream die DSL Leitung mit den normalen Internet-Daten teilen - ich höre schon das Geschrei über schlechte Handy-Qualität, wenn gleichzeitig P2P läuft.
Eines der größten Hindernisse für diese Technologie dürften aber zweifelsohne die Vorurteile der Benutzer sein: Gegen die Basisstationen auf dem Nachbarhaus wird ein Prozess nach dem nächsten geführt, und nun soll ich mir eine Basisstation ins Zimmer stellen? Kann der Nachbar jetzt mit seinem Handy über meine DSL Leitung telefonieren?

Bei der Gelegenheit: Ich hab das Ding in Barcelona in der Hand gehabt. Man sieht ihm die UMTS Basisstation von außen nicht an.
 
Offene Fragen zu femtocell

Hallo zusammen.

Ich habe einige offene Fragen zu Femtocell .

Wie soll die Handhabung zwischen Mobilfunkzelle und Homezone Femtocell sein?
Hat der Handynutzer das Recht alle Femtocells einzubuchen?
Wie werden die Zugriffsrechte festgelegt?
In den Mobilfunknetzen ist es bis dato üblich, daß sich ein Nutzer eines Netzes nicht ein anderes Netz einbuchen kann.
Kann dann jemand, der zu Hause als DSL-Anbieter und als Femtocell-Anbieter Telekom hat, sich mit seiner o2o Simkarte überhaupt einbuchen?

Zugriffsschutz der Femtocell
Wie werden die Zugriffsrechte hier festgelegt?
Bei einem W-LAN Router gibt es Zugriffsschutz für Teilnehmer. Da wäre zum einen die Verschlüsselungen WEP, WPA und WPA2 , aber auch der MAC-Filter, der unbekannte Benutzer aussperrt.
Wie sieht das bei einer Femtocell aus? Kann da jeder drauf zugreifen. Oder kann man das mit der SIM-Kartennummer regeln?

Abrechnung
Wie und über welchen Anbieter werden Telefongespräche abgerechnet?
Stellt dann der Femtocell Anbieter mir gesamt die Rechnung oder rechnet der über den Mobilfunkanbieter ab, ähnlich wie beim Roaming?
Bei einer Femtocell die über den Anschluß geführten Gespräche auf den Anschlußinhaber abzuwelzen ist wohl problematisch, wenn dieser weiteren Benutzern die Nutzung der Femtocell erlaubt.
Wäre es da nicht besser, die erbrachten Leistungen dem Telefonierer über seinen Mobilfunkanbieter in Rechnung zu stellen?



Szenario
Welche Arten von Anbietern wird es geben?
Heute sind 2 oder 4 Arten von Anbietern bekannt. Da sind zum einen die Mobilfunkanbieter. Und dann gibt es noch Kabelnetzanbieter und Telefonanbieter sowie DSL-Anbieter.
Es ist bekannt, daß es die Möglichkeit gibt, Telekom als Anschluß zu nehmen und bei 1&1 DSL und VoiP zuzubuchen.

Ist dann folgendes realistisch vorstellbar?

Ein Benutzer mit o2o SIM-Karte bucht sich über seine Femtocell bei 1&1 über seinen DSL-Anschluß bei der Telekom ein.

Ein Benutzer mit o2o SIM-Karte bucht sich über seine Femtocell bei Telekom über seinen Telefonanschluß bei der Telekom ein.


Roamincafes? Hotspots?
Ähnlich wie in Internetcafes Voice-Over-IP Gespräche im Ausland zu Preisen in Deutschland geführt werden könnten, könnten deutsche Mobilfunkanbieter, deutsche Internetprovider und ausländische Geschäftsleute und Privatleute so genannte Roaming-Cafes und Hotspots betreiben, bei denen sich der deutsche Urlauber mit seinem UMTS-fähigen Handy einbucht und zu annähernd gleichgünstigen Preisen wie in der Heimat telefoniert. Wird sowas Realität?

[EDIT: Werbereferenzen auf den zuvor hier genannten Website entfernt, diese sind unnötig für dieses Posting. Artikel stehen hier in diesem Forum für sich alleine. --gandalf]
 
Hallo,

Hat der Handynutzer das Recht alle Femtocells einzubuchen?
Nein.

Wie werden die Zugriffsrechte festgelegt?
Vom Anbieter. Femtozellen werden über einen TR069 Ableger vom Anbieter konfiguriert. Eine Konfiguration durch den Nutzer ist - zumindest für den Mobilfunkteil - nicht vorgesehen.

Kann dann jemand, der zu Hause als DSL-Anbieter und als Femtocell-Anbieter Telekom hat, sich mit seiner o2o Simkarte überhaupt einbuchen?
Wenn es für die Femtozelle einen Roaming-Vertrag zwischen den beiden Anbietern gibt, dann schon. Sonst nicht.

Wie sieht das bei einer Femtocell aus? Kann da jeder drauf zugreifen. Oder kann man das mit der SIM-Kartennummer regeln?
Femtozellen haben eine Anbindung an die AAA Infrastruktur der Anbieter. Darüber wird der Zugriff geregelt. Ggf. kann der Zugriff auf ausgewählte IMSIs oder sogar auf IMEI/IMSI Kombinationen beschränkt werden. Aber das ist ausschließlich Sache des Anbieters, und muss ggf. im Vertrag für die Überlassung der Femtozelle geregelt werden.

Wie und über welchen Anbieter werden Telefongespräche abgerechnet?
Natürlich über die SIM Karte des Mobilfunknutzers. Eventuell fallen zusätzliche Roaming Gebühren an, wenn ein Einbuchen in fremde Netze möglich ist.

Ein Benutzer mit o2o SIM-Karte bucht sich über seine Femtocell bei 1&1 über seinen DSL-Anschluß bei der Telekom ein.
Nein. Er bucht sich auf jeden Fall ins O2 Netz ein. Telekom und/oder 1&1 stellen nur eine Interconnect-Dienstleistung zur Verfügung. Allerdings müssen die Anbieter dann einen separaten Vertrag haben, da die Femtozelle ja mehr als einen reinen Internetzugang braucht, sie muss Zugriff auf die Mobilfunk-Infrastruktur haben. Es ist wahrscheinlicher, dass es Bundleangebote gibt, z.B. von Telefonica, Vodafone oder Telekom, die ja eh schon alle Zugangsarten unter einem Dach vereinen.

Ähnlich wie in Internetcafes Voice-Over-IP Gespräche im Ausland zu Preisen in Deutschland geführt werden könnten, könnten deutsche Mobilfunkanbieter, deutsche Internetprovider und ausländische Geschäftsleute und Privatleute so genannte Roaming-Cafes und Hotspots betreiben, bei denen sich der deutsche Urlauber mit seinem UMTS-fähigen Handy einbucht und zu annähernd gleichgünstigen Preisen wie in der Heimat telefoniert.
Nein. Auch eine Femtozelle ist Mobilfunkinfrastruktur, die Frequenznutzung ist reguliert. Du kennst ja die Preise einer UMTS Auktion. ;)

Eine Femtozelle ist eine Mobilfunk-Basisstation. Sie steht nur nicht irgendwo auf einem Dach, sondern im Wohnzimmer. Die Nutzung durch die Endkunden bleibt identisch, inkl. Zugriffseinschränkungen, Roaming, Anbietern und Gebühren.
 
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