OT-Diskussion über echtes Festnetz vs. VoIP

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GottSeth

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[Edit Novize: Abgetrennt von hier: Telekom kündigt ISDN Anschluss und empfiehlt IP?]

Ich persönlich bin bisher kein Freund von IP Telefonie gewesen und bezahle auch selber gerne den kleinen Aufpreis für ISDN und erfreue mich eines absolut zuverlässigen Telefonanschlusses ohne Echo, Knaksen etc. Unsicher bin ich nach wie vor, ob ein IP Anschluss einen ISDN Anschluss ersetzen kann, was Zuverlässigkeit und Qualität angeht.

Die niedrige Qualität kommt daher, wenn man analoge Telefone an einem Router betreibt - dazu muß das digitale Signal "analogisiert" werden, um es am analogen Telefon nutzen zu können - echtes VoIP mit einem IP-phone übertrifft von der Sprachqualität her ISDN um Längen - kann aber (natürlich) nur funktionieren, wenn die DSL-Verbindung steht :cool:

Was ich auch bisher nicht finden konnte:
Bietet Telekom Annex J an und kann die FB 7170 damit umgehen?

Wie schon gesagt wurde - Nein, die 7170 kann kein Annex-J - ob Annex-J bei dir verfügbar ist, kannst Du im Kundencenter sehen ;)

1. Den Bestellvorgang kann man bei der Bandbreiten-Auswahl noch abbrechen.
2. Du wählst ein IP-Paket aus, und gehst auf bestellen
3. Wenn unter den auswählbaren Bandbreiten Auswahlmöglichkeiten mit dem Zusatz "ohne Splitter" dabei sind, ist es Annex-J

Annex-J ist kein echtes RAM, sondern in Profile unterteilt, bei denen man im Downstream Vollsync hat.

Sieht dann so aus - die Anmerkungen in Rot zu Annex-Modus und Bandbreite sind von mir :

8ga62f6g.png
 
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scolopender

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GottSeth schrieb:
Die niedrige Qualität ...
Damit hat jeco doch gar kein Problem.
GottSeth schrieb:
... dazu muß das digitale Signal "analogisiert" werden ...
Das muss es immer, sonst hörst Du nichts.
GottSeth schrieb:
... echtes VoIP mit einem IP-phone übertrifft von der Sprachqualität her ISDN um Längen ...
Der Eindruck ist subjektiv.
GottSeth schrieb:
... kann aber (natürlich) nur funktionieren, wenn die DSL-Verbindung steht ...
Genau das ist Mist. Obendrein: Man braucht eine Zugangskennung, um telefonieren zu können ... :crazy:

G., -#####o:
 

GottSeth

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Das muss es immer, sonst hörst Du nichts.

jeco schrieb:
Ist denn zu erwarten, dass die Qualität bei Analog-Telefon an VoIP mit einer FritzBox vergleichbar sein wird?

Es gibt auch echte IP-Telefone - und Nein, die Qualität von analogen Telefonen an einem Router ist im direkten Vergleich zu IP-Telefonen, wie Volksempfänger zu DTS :(

Für mehrere paralelle Gespräche ist DSL6000 (Annex-B) IMHO nicht besonders geeignet - ich würde da schon zu VDSL greifen ;)
 

Novize

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Es gibt auch echte IP-Telefone
...und auch da wird alles digitale in Analog gewandelt und zurück. Sämtliche Codizes basieren auf analogen Frequenzkurven und auch Mikrofon/Lautsprecher sind rein analoge Bauteile, ebenso, wie die Verstärkertechnik davor.
- und Nein, die Qualität von analogen Telefonen an einem Router ist im direkten Vergleich zu IP-Telefonen, wie Volksempfänger zu DTS :(
So pauschal ist das nichts weiter, als Wunschdenken. Es gibt grottenschlechte VoIP-Fons, es gibt sehr gute Analog-Fons, die auch das Maximum der Signale eines vorgeschalteten Digital/Analog-Konverters, wie einem VoIP-Adapter wiedergeben. Auch hier bei diesen a/b-Anschlüssen kann man problemlos G.722 umsetzen (die heutigen Fritzboxen beweisen dies), auf das Du ja anspielst, wobei auch dieses weit weg ist von DTS, da ebenfalls nur Mono und auch nur ein eingescgränkter Frequenzbereich verarbeitet wird. Nur im Festnetz der T-Com und Co gilt als max G.711, was einem sauberen ISDN-Signal entspricht, aber keinesfalls einem Volksempfänger). Auch hast Du hier keine solche Sprachverzögerung, wie hier und da bei VoIP, was dann als störendes Echo wahrgenommen werden kann, je nach Delay. ;)
Ach: Jitter und deren Auswirkungen (Drops) sind beim klassischen Festnetz auch nicht zu erwarten. Bei einer ausgelasteten Internetverbindung (mehrere parallele Down- und Uploads) hingegen wirst Du zwangsweise mit Drops bis hin zu VoIP-Abbrüchen leben müssen. Die Uploads und deren Probleme kannst du mit einem zeitgemäßen VoIP-Router etwas ausbremsen, um Platz für die SIP-Datenströme zu schaffen, mit VoIP-Fons hingegen nicht.
Digitale Datenverbindungen (X.75 u.a.) erzwingen klassisches ISDN und sind bei VoIP nicht möglich. Modem- bzw Fax-Verbindungen funktionieren bei klassischem Festnetz auch zuverlässiger...

Fazit: Was du hier behauptest, kann bei idealen VoIP- und schlechten Telefonbedingungen zutreffen, aber es kann ebenso genau anders herum sein. Bitte schaue auch mal über den Tellerrand hinaus. Danke
 

GottSeth

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Die Uploads und deren Probleme kannst du mit einem zeitgemäßen VoIP-Router etwas ausbremsen, um Platz für die SIP-Datenströme zu schaffen, mit VoIP-Fons hingegen nicht.

Von QoS hast Du noch nie was gehört ?

Auch hast Du hier (analog/ISDN ?) keine solche Sprachverzögerung, wie hier und da bei VoIP, was dann als störendes Echo wahrgenommen werden kann, je nach Delay.

Die Sprachverzögerungen kommen Afaik nur bei veralteten IP-Phones vor, die mit einer IMHO zu großen Paketgröße arbeiten (teilweise 200ms und mehr) - wenn Du ein 10-15Jahre altes 5€-Telefon (Ebay-Preis) mit einem 300€ Router vergleichst, das dann evtl. der Router mit modernem Analog-Telefon besser abschneidet - durchaus möglich :roll:

Bleiben wir lieber mal in einer Preisklasse/technischen Evolutions-Stufe - bei einem modernen IP-Phone der 100-200€-Klasse kann ich (eigentlich bei Allen) am Telefon eine Paketgröße von sagen wir mal 15-20ms einstellen (wenn das nicht schon ab Werk so eingestellt ist) - da hörst Du kein Echo/Sprachverzögerung mehr !

Und den Komfort, und die Flexibilität eines IP-Phones - kann man z.B. auch per Wlan-AP oder Dlan mit dem Router verbinden - keine Wahlverzögerung etc. - möchte ich persönlich nicht mehr missen !
 
H

Hans Juergen

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Für mehrere paralelle Gespräche ist DSL6000 (Annex-B) IMHO nicht besonders geeignet - ich würde da schon zu VDSL greifen
Oh je, wo hast du denn DAS her? Ich habe in meiner DSL-Anfangszeit eine 1000er Leitung gehabt und konnte mehrere Gespräche gleichzeitig darüber führen. Es mag ja sein, dass du bestimmte Produkte für dich vorziehst, aber der Unsinn, den du in diesem Thread so alles von dir gegeben hast, ist nicht besonders hilfreich.
 

Novize

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Von QoS hast Du noch nie was gehört ?
Doch sicher, aber das können die normalen SoHo-Router nur für die eigenen VoIP-Daten. QoS ist kein universelles Allheilmittel sondern bedarf einer gesonderten Konfiguration im gesamten Netzwerk, wie auch im Internet. VoIP-Daten aus dem Netzwerk ins Internet und zurück... da hapert es fast immer gewaltig bei diesem Nadelöhr. Weiterhin kann das ein heutiger SoHo-VoIP-Router nur im Upload gewährleisten und auch dann nur, wenn der Router nicht mangels Paketflut (egal, ob Down- oder Upload) nicht an die Lastgrenz gelangt. Beim Download-Stream wird es haarig, denn da wird maximal der VoIP-Datenstrom des eigenen Providers bevorzugt. Andere VoIP-Providern gegenüber zeigt man da gerne einmal die kalte Schulter. Und genau das ist ja die Standardkonfiguration.
- bei einem modernen IP-Phone der 100-200€-Klasse kann ich (eigentlich bei Allen) am Telefon eine Paketgröße von sagen wir mal 15-20ms einstellen (wenn das nicht schon ab Werk so eingestellt ist) - da hörst Du kein Echo/Sprachverzögerung mehr !
Paketgrößen stellt man in Bytes ein, nicht in ms. ;) Und ja, wenn Du eine ausgewogene Einstellung hast, die mit allen anderen Komponenten auf der Strecke harmoniert, dann hast du kein spürbares Echo, kein tragisches Delay und auch keine Drops.
Gerade bei schmalen DSL-Anbindungen *), bei zwischengeschaltetem WLAN, DLAN usw kommen leider schnell mal 10..100 ms dazu. Weiterhin ist es eine Frage der Route, wieviel Delay auf der Strecke zusammen kommt. Je nach Destination zum Partner/zum Festnetz-Gateway/zum Übergabepunkt zu anderen Providern ist das mal mehr, mal weniger. Pauschal wirst Du das niemals einfach mit der Paketgröße handhaben können, das ist völliger Quatsch. Alleine schon, weil jedes Paket durch Headerdaten aufgebläht wird und damit immer mehr Overhead produziert wird, der gerade bei schmalbandigem Upload zur Falle wird. Oder anders herum: Wie groß darf die Paketgröße sein, damit ich mit G.711 (80 kBit/Richtung) drop- und echofrei von München nach Hamburg telefonieren kann? Und welchen Upload-Speed benötige ich dafür?
Ergo: Es kommen hier und da mit jedem Knoten, mit jedem Kilometer Kabel, mit jedem Netzübergang immer ein paar ms zusammen, und damit kommen dann auch die Echo-Probleme.
Und den Komfort, und die Flexibilität eines IP-Phones [...] möchte ich persönlich nicht mehr missen !
Das ist ja alles ok und auch in meinen Augen richtig, hat aber mit der obigen Aufgabenstellung nichts zu tun.
Was tut die Flexibilität eines LAN-internen VoIP-Phones hier bei der Anbindung zum Provider zur Sache? Das kann man auch weiterhin per Fritzbox & SIP-Registrar oder Auerswald & VoIP-Modul handhaben und da dann klasse ein strukturiertes Netz für alles nutzen. Aber da hast Du auch keine Engpässe, wie beim DSL, das gerade Kiddies spielend leicht an die Grenze bringen. ;)

*) Ein kleines Rechenexempel:
Bei schmalem DSL1000 hast Du einen Upload von 128 kBit/sek. Da passen pro Sek nur 16 kBytes brutto (Nutzdaten & Overhead) durch. Bei DSL16k (1024er Upload) sind es hingegen 128 kBytes brutto. Für die gleiche Summe an Daten benötigt man hier 1/8 der Zeit. Da sollte es klar sein, dass hier ein deutlich geringeres Echoproblem zu erwarten ist, wenn auf dem ersten Teilstück zum DSLAM das Delay nur 1/8 dessen ist, was Du bei schmalbandigem DSL hast. Da ist man mit komprimierenden Codizes besser beraten, was aber auf Kosten der Sprachqualität geht - soweit zum Thema DTS. ;)
 

schwester

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Digitale Datenverbindungen (X.75 u.a.) erzwingen klassisches ISDN und sind bei VoIP nicht möglich.

Stimmt so nicht ganz. Wir haben einen Kunden mit einem NGN Anschluss von QSC. Dort wird IP in einen ISDN Mehrgeräteanschluss gewandelt. Auf Nachfrage hat QSC X.75 mit drauf geschaltet, damit wir die Siemens HiPath TK- Anlage über ISDN fernwarten konnten.
Ist natürlich eine Ausnahme, zeigt aber das es geht.

Gruß S.
 

Novize

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Und was für ein IAD ist beim Kunden und über welches Protokoll wird das abgewickelt?
 

schwester

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Das könnte ich erst beim nächsten Termin vor Ort eruieren.
Und leider kann ich nicht sagen, wann das sein wird :-(

Gruß S.
 

GottSeth

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Doch sicher, aber das können die normalen SoHo-Router nur für die eigenen VoIP-Daten. QoS ist kein universelles Allheilmittel sondern bedarf einer gesonderten Konfiguration im gesamten Netzwerk, wie auch im Internet. VoIP-Daten aus dem Netzwerk ins Internet und zurück...

Sicher muß man das am Router einstellen - ist halt nicht ganz so DAU-Sicher wie bei einem AIO-Router mit MIC :cool:

Paketgrößen stellt man in Bytes ein, nicht in ms. ;) Und ja, wenn Du eine ausgewogene Einstellung hast, die mit allen anderen Komponenten auf der Strecke harmoniert, dann hast du kein spürbares Echo, kein tragisches Delay und auch keine Drops.
Gerade bei schmalen DSL-Anbindungen *), bei zwischengeschaltetem WLAN, DLAN usw kommen leider schnell mal 10..100 ms dazu. Weiterhin ist es eine Frage der Route, wieviel Delay auf der Strecke zusammen kommt. Je nach Destination zum Partner/zum Festnetz-Gateway/zum Übergabepunkt zu anderen Providern ist das mal mehr, mal weniger. Pauschal wirst Du das niemals einfach mit der Paketgröße handhaben können, das ist völliger Quatsch.

Auch da liegst Du (wieder mal) falsch - kann sein, das man das bei einem Budget-Telefon nicht oder nur über die Paketsize einstellen kann (hab hier keine Budget-Telefone) - bei meinen stellt man die Paketsize in ms ein !

Framesize.png

Für interne Gespräche kann die Framesize größer sein, da ja der Ping/Delay geringer ist ;)

Dlan wird hier nicht verwendet, und bei guter Wlan-Hardware liegt der Ping/Delay nur sehr selten über 1-2ms.

Was tut die Flexibilität eines LAN-internen VoIP-Phones hier bei der Anbindung zum Provider zur Sache? Das kann man auch weiterhin per Fritzbox & SIP-Registrar oder Auerswald & VoIP-Modul handhaben und da dann klasse ein strukturiertes Netz für alles nutzen. Aber da hast Du auch keine Engpässe, wie beim DSL, das gerade Kiddies spielend leicht an die Grenze bringen. ;)

Wäre hier eine ziemliche Einschränkung :( - hier sind 5 IP-Phones im Netz, und mehrere Smartphones.

1. Einschränkung : Wenn man die Smartphones am Router PBX anmelden würde, könnte man nicht ohne manuelle Umstellung im Mobilfunk-Netz voipen.
2. Einschränkung : Wenn an allen fünf Telefonen gleichzeitig telefoniert wird, wäre der PBX des Routers schon ausgelastet/überlastet, so das man keine Konferenz mehr starten/annehmen könnte.
 

Novize

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Auch da liegst Du (wieder mal) falsch - kann sein, das man das bei einem Budget-Telefon nicht oder nur über die Paketsize einstellen kann (hab hier keine Budget-Telefone) - bei meinen stellt man die Paketsize in ms ein !

Anhang anzeigen 66558
Dass ich hier falsch liege, wage ich im Moment noch zu bezweifeln: Da hast du leider nicht verstanden, was an Deinem Fon eingestellt wird: Bei deinem Fon wird der Framesize eingestellt, nicht die Paketlaufzeit! Also nur das Zeitfenster, dessen digitalisierte Werte in einem Datenpaket zum Gesprächspartner geschickt wird. Weiter hast Du nicht drauf geantwortet, wie Du die Paketlaufzeit im Internet von München nach Hamburg mal eben auf ~10..15 ms drücken willst. Was ist dann mit einem Gespräch nach Paris oder gar nach Ami-Land? Das ist im Internet so nicht möglich, da viel zu viele Hops und damit Delays dazwischen hängen. Das Internet funktioniert nun mal gänzlich anders, als das digitalisierte Festnetz der Telcos.
Dlan wird hier nicht verwendet, und bei guter Wlan-Hardware liegt der Ping/Delay nur sehr selten über 1-2ms.
Warst Du nicht derjenige, der DLAN ins Gespräch gebracht hat?
Und den Komfort, und die Flexibilität eines IP-Phones - kann man z.B. auch per Wlan-AP oder Dlan mit dem Router verbinden...
Sei's drum.
So kommt aber eines zum anderen. Mal eben einen Repeater oder WDS-Gerät dazwischen und schon sind weitere 2..5 ms zu addieren. Was ist mit dem Nadelöhr DSL-Anbindung, welche ganz schnell im Upload die Pakete ausbremst? Magst Du dazu auch noch mal was zu schreiben? ;)
1. Einschränkung : Wenn man die Smartphones am Router PBX anmelden würde, könnte man nicht ohne manuelle Umstellung im Mobilfunk-Netz voipen.
2. Einschränkung : Wenn an allen fünf Telefonen gleichzeitig telefoniert wird, wäre der PBX des Routers schon ausgelastet/überlastet, so das man keine Konferenz mehr starten/annehmen könnte.
Ah ja, dann nimm eine richtige VoIP-TK-Anlage, dann hast Du Reserven und traumhafte Paketlaufzeiten innerhalb Deines Netzes. Mit wem willst Du eigentlich noch eine Konferenz starten, wenn doch an allen Deinen Telefonen schon telefoniert wird? :noidea:
Zum Thema VoIP via Mobilfunk:
1. Hier hast du Paketlaufzeiten, die locker mal 30..40 ms höher sind, als beim kabelgebundenen Internetanschluss
2. Die Erreichbarkeit im Mobilnetz ist nicht zuverlässig gewährleistet, wie ich Dir schon mehrfach darlegte.
3. Bei höher ausgelasteten Funkzellen hast du keine Chance mehr, vernünftig Deine VoIP-Pakete im sinnvollen Zeitraum zu senden/empfangen, da ein Mobilprovider einen Teufel tut, diese, meist die AGB verstoßende, Datennutzung auch noch per QoS zu priorisieren.
4. Dass gerade Smartfones sich schnell mal in den Standby verabschieden, wenn sie nicht genutzt werden, verdanken wir den endlichen Reserven der Akkus. Dann aber ist Deine Erreichbarkeit und damit der so tolle Komfort der ständigen Erreichbarkeit im WLAN und auch im Mobilnetz auch hinfällig.Seltsam ist auch Dein obiges Zitat im Bezug zu Deinem Screenshot:
die Qualität von analogen Telefonen an einem Router ist im direkten Vergleich zu IP-Telefonen, wie Volksempfänger zu DTS
icon_sad.gif
Pardon, dieses dort eingestellte G.711 entspricht zu 100% dem im Festnetz genutzten Sprach-Codec von ISDN. Analoge Fons an normalen analogen Telefonanschlüssen werden in der Vermittlungsstelle auch in diesen Codec gewandelt, um dann in einem Timeslot-Multiplexverfahren via Glasfaser zum Gesprächspartner zu gelangen. Dadurch sind die Paketlaufzeiten immer identisch, die Sprachqualität immer konstant und dank weniger Hops und ausschließlich Telefondatentransport ist die Laufzeit hier auch äußerst gering, was bei internetvermittelten Gesprächen nicht zu garantieren und oft auch nicht zu realisieren ist.
 

GottSeth

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Ja genau - die Framesize !

Wenn die Framesize aber schon bei 100/200ms liegt - dann noch die Laufzeit von 30-40ms dazu kommt, dann hat man hörbaren Versatz/Echo.

Bei 15ms Framesize, und 35ms Laufzeit sind es nur 50ms insgesamt - also gerade 1/20tel einer Sekunde - für das menschliche Ohr ist dieser Versatz IMHO nicht wahrnehmbar :cool:

Beim Mobilfunk-Netz gehts primär eigentlich nur darum, das man sieht wer (die Festnetznummer) anruft - man kann ja per Callback zurück rufen - längere Gespräche per VoIP saugen einem das Highspeed-Volumen leer.

Ich hab zwar selbst kein Dlan - aber wer möchte kann ein IP-Phone über Dlan betreiben - hab ich nur gesagt, um dem TE alle Möglichkeiten aufzuzeigen - soll ja auch Nutzer geben, die mit Dlan zufrieden sind.

Die Paketlaufzeiten im Netz sind konstant unter 1ms - bei den Clienten, die per Wlan-Brücke angebunden sind unter 2ms - ich wüsste nicht, warum ich daran noch herum-doktorn sollte :confused:

Meine DSL-Anbindung ist DSL16000/Annex-J hat also ca. 140% mehr Upload wie das klassische DSL16000/Annex-B - da bremmst so schnell Nichts - kann ich (falls verfügbar) Jedem nur empfehlen ;)
 

Novize

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Vorsichtig ausgedrückt ist das nicht korrekt, denn es sind keine Laufzeiten von 30..40 ms im Mobilnetz sondern die Laufzeiten sind um diesen Anteil höher. Da sind Gesamtpaketlaufzeiten zu einem VoIP-Gerät von locker 50..100 ms eher die Regel als die Ausnahme.
Dann kommt noch die Verzögerung für den Framesize von beispielsweise 15 ms dazu, der Jitterbuffer der Gegenseite (min. 2..3 komplette Frames sollten da drin Platz haben), um den Jitter gerade bei Mobilanbindungen in den Griff zu bekommen - sonst hast Du zu viele Drops - von ca 50 ms, die Umwandlung an der anderen Seite in analoge Signale und schwupps bist Du weit über Deinen avisierten 50ms Delay und damit bist Du auch schon deutlich im Bereich des Echos, was dann mit aufwändiger Echokompensation versucht wird, zu unterdrücken. Dieser Rechenprozess dauert übrigens gerade auch schmalbrüstiugen Smart- bzw. VoIP-Fones im Gegensatz zu PCs auch nochmals spürbar Zeit, die auf die gesamte Zeitlinie aufgerechnet werden muss. *)
Auch bei WLAN muss mit einem erhöhten Jitter gerechnet werden, was auch im lokalen Netz für weitere ms Delay sorgt bzw für eine schlechtere Sprachqualität. Aber wie oben schon geschrieben: Solange Du im heimischen Netz voipst, spielen diese Delays keine Rolle, sie können nur zum Problem werden, wenn die Summe dieser Delays und des Jitters irgendwann die Sprachqualität beeinträchtigt, was du ja im Vorfeld pauschal ausgeblendet hast. Wobei Du - siehe meinen letzen Absatz im vorigen Beitrag - eh keinen "Mono-DTS-Sound" (G.722) beim Telefonieren genießen darfst, sondern nur schnöden "Volksempfänger-ISDN-Sound", da auch Dein Fon auf G.711 eingestellt ist, was ja ebenfalls im Festnetz Gang und Gäbe ist. So habe ich es zumindest aus deinem Screenshot herauslesen können. ;)

Dass Du bei deiner Annex-J-Anbindung einen hohen Upload hast und somit auch gut aufgestellt bist, ist übrigens in der Ursprungsdiskussion völlig irrelevant, es geht um seine gänzlich andere Aufgabenstellung, nicht um Deinen Ist-Zustand. Auch ist es quasi unmöglich, für jeden verfügbaren ADSL-Komplettanschluss auch Annex-J zu beantragen.

*) Auch wenn es nicht die ganze Wahrheit widerspiegelt, da Pings keinem QoS unterliegen, hier mal meine Statistik zu heise.de. Einen groben Eindruck geben diese Werte allemal wieder:
DSL: Ping-Zeiten zwischen 13 und 14 ms waren hier die Regel, Tracert meldet 7 Hops
UMTS/3G: Ping-Zeiten zwischen 57 und 147 ms sind es via UMTS/3G, Traceroute meldete hier 17 (!) Hops, wovon die ersten 12 sich dem Test entzogen und erst ab Station 13 ein Knoten der DTAG sichtbar wurde.
Sage da noch mal was über problemloses voippen vie UMTS :?
 

GottSeth

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Wie schon erwähnt, dient das VoIP im Mobilfunknetz primär dazu zu sehen wer anruft - das es nicht mit guter Qualität läuft, und am Highspeed-Volumen "saugt" hab ich ja schon erwähnt.

Wobei Du - siehe meinen letzen Absatz im vorigen Beitrag - eh keinen "Mono-DTS-Sound" (G.722) beim Telefonieren genießen darfst, sondern nur schnöden "Volksempfänger-ISDN-Sound", da auch Dein Fon auf G.711 eingestellt ist, was ja ebenfalls im Festnetz Gang und Gäbe ist. So habe ich es zumindest aus deinem Screenshot herauslesen können. ;)

Ja - das ist ein Shot vom Telekom-Account - da hab ich "nur G.711" als festen Codex eingestellt - weil zur Rushhour viele Provider den Traffic mit schlechterem Codex reduzieren wollen - der Telekom-Server "erzwingt" bei der Einstellung den G711-Codex - so hat man immer zumindest eine annehmbare ISDN-Qualität - wer auch G.722 hat/benutzen will, kann mich ja über die Sipgate-Nummer anrufen ;)

BTW - Tests im internen Netz haben ergeben, das man für ein hörbares Echo/Delay schon einen Framesize von 120ms oder mehr einstellen muß - richtig störend wird es erst bei über 250ms.
 

Novize

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- Wie willst Du denn zuverlässig sehen, wer Dich via VoIP anruft, wenn das Smartfon im Standby vor sich hin döst und damit keine "Antwortpakete" ankommen.
- Gerade im VoIP-Telekomnetz ist G.722 komplett freigeschaltet - lies dazu mal die c't 23/2012. Von der Codec-Reduzierung allerdings habe ich noch niemals was bemerkt. Sorry, ich denke, das ist ein Hoax. In meinem Telefonprotokoll der Fritz kann ich viele Gespräche sehen, mal zur Rushhour, mal weit außerhalb, immer telefoniere ich via G.711, immer mit der identischen Telefonqualität, von Codec-Konvertierung kann keine Rede sein.
Wenn die Bandbreite eng wird, dann wird der datenhungrigere Codec einfach bei der Aushandlung abgelehnt, nicht in irgendwas umgewandelt. Denn die Aushandlung eines anderen Codec ist einfach, ist etablierter Standard und nicht rechenintensiv, die Konvertierung vieler tausend Gespräche hingegen schon.
- Gerade bei internen Test kann ein SIP-Fon feststellen, dass es mit einer internen IP kommuniziert und kann den Jitterpuffer abschalten. Ergo mit diesen 120 ms gesteht Du sogar ein, dass es trotz Standard-Echokompensation Echos gibt, was zu einer Minderung der Telefonqualität führt, wie soll es dann werden, wenn Du viele Hops und Leitungslängen im Internet vorfindest?
Garantieren kann da die Qualität immer noch keiner, wie ich schon gaaaaaanz weit oben festgestellt habe.
Das war je einer Deiner Aussagen, die wir hier einfach nur ad absurdum geführt haben.
 

der_michl

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Interessante Diskussion - ich erlaube mir, aus Betreibersicht ein paar Punkte zu ergänzen:

* Recoding wird am Medienproxy üblicherweise nicht durchgeführt (zumindest ist mir hier keine Umsetzung bekannt) - kostet zu viele Ressourcen
* Um bei ADSL eine gute QoS zu garantieren, verwenden "manche" Telko-Anbieter bei VoIP-terminierten Kunden bei ADSL verschiedene Circuits für Voice/Video und Internet-Daten. Bei VDSL sinds verschiedene VLANs mit entsprechender Priorisierung. sipgate.de anzupingen ist kein Indiz für gute oder schlechte RTP KPIs wenn IP-Telefonie verwendet wird. Die Fritzbox bietet ja ein Trace-Interface an, deren traces sich dann (hinischtlich Jitter) mit Wireshark analysieren lassen.
* ITU-T G.114 empfiehlt eine maximale Latenz (Mouth-to-Ear) von 150ms. Roundtrip max 250ms
* VoIP in mobilen Netze ist ein Problem - hier kommen ordentlich Latenzzuschläge hinzu - bei VoLTE (next generation mobile, rein IP basiert) muß und wird man das aber lösen. Hier ist der Voteil, dass die SIP/RTP-Infrastruktur direkt beim Mobile-Provider stehen wird. Von "vielen Hops" wird hier nicht die Rede sein müssen.
* Generell kann man Mobile- und Fixed Network Provider Infrastruktur (Stichwort NGN) nicht mit Lösungen von reinen "Internet-angebundenen" VoIP-Providern vergleichen. Es stehen ersteren wesentlich mehr Steuerungsmechanismen bezüglich QoS zur Verfügung. Bei Interesse googelt mal nach "IPX". Eine Präsentation der ITU-T aus dem Jahr 2005 ( http://www.itu.int/ITU-T/worksem/ngntech/presentations/s6-lu.pdf ) zeigt ein paar der Probleme und Lösungen
* Zur benötigten Bandbreite: Mir ist eine Anbindung bekannt, wo im Produktivbetrieb zwei Sprachkanäle über ein 56kbit-Modem geroutet werden. Ist aber eine sehr "exotische" Lösung

lg
der michl
 

Rohrnetzmeister

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Hmm... hier fehlt noch der "Ultra VoIP Gegner". Mal schauen wann er sich zu Wort meldet.
 

scolopender

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Rohrnetzmeister schrieb:
Mal schauen wann er sich zu Wort meldet.
Warum sollte er das tun? Sein Standpunkt ist hinlänglich bekannt. Er würde sich hier nur wiederholen.

G., -#####o:
 

Cnecky

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Wow, die ganzen technischen Begriffe hier sind für mich mehr oder weniger böhmische Dörfer.:)

Ich kann nur aus meinen praktischen Erfahrungen berichten. Seit 2,5 Jahren habe ich keinen Festnetzanschluss mehr,
habe auch schon vorher einige Jahre per VoIP telefoniert. Nach meiner Meinung steht VoIP dem Festnetz in nichts nach.

Mein Gigaset unterstützt HDSP, hat der Gesprächspartner auch solch ein Telefon, ist es fast so, als säße er
auf dem Sofa neben mir. Die Qualität ist wirklich klasse!

VG Cnecky
 
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