OT: /proc/bus/usb leer in chroot-Umgebung

cwarlich

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Hallo,

ich wollte "mal eben" den Scanner meines Epson CX3600 Multifunktionsdruckers an der FB in Betrieb nehmen. Da ich sowieso eine Debian-chroot-Umgebung auf der FB laufen habe hatte ich gehofft, dabei auf keine großen Probleme zu stoßen. Aber komischerweise ist /proc/bus/usb in der chroot-Umgebung leer, obwohl ich das /proc Filesystem mit

Code:
mount -t proc   proc   /var/media/ftp/uStor01/debian/proc
in die chroot-Umgebung gemountet habe. Sonst scheint alles aus /proc da zu sein, nur eben dieses Verzeichnis ist leer. Ach ja, und im "echten" /proc der FB sind in /proc/bus/usb auch die erwarteten Einträge:

Code:
/var/mod/root # ls -R  /proc/bus/usb
/proc/bus/usb:
001      devices

/proc/bus/usb/001:
001  002  003  004  006
wohingegen unter/var/media/ftp/uStor01/debian/proc/bus/usb/ gähnende Leere herrscht:

Code:
ls -R /var/media/ftp/uStor01/debian/proc/bus/usb/
/var/media/ftp/uStor01/debian/proc/bus/usb/:
Hat jemand eine Idee, warum der mount "einfach so" ein Verzeichnis vergisst?

Gruß,

Christof
 

RalfFriedl

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Wenn Du Dir mal "cat /proc/mounts" anschaust, stellst Du fest, daß /proc/bus/usb nochmals extra gemountet ist. Das mußt Du auch im chroot machen.
 

cwarlich

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Wow, das war superschnelle Hilfe. Ich sach jetzt lieber nicht "Da hätte ich auch selbst drauf kommen können" ;-).

Vielen Dank,

Christof

P.S.: "mount -t usbfs usbfs /var/media/ftp/uStor01/debian/proc/bus/usb" does the trick.
 
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cuma

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Dieser Fehler tritt bei dir nicht auf: Ticket 159 ?
 

cwarlich

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Hallo cuma,

nein, ich kann (fast) problemlos drucken, und scannen geht jetzt auch :). Meine Firmware ist 54.04.58freetz-devel-2512 (ich sehe gerade, dass ich meine Signatur updaten muss).

Ab und an stürzt die Kiste allerdings beim drucken oder scannen ab.
 

matze1985

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nutzt du zum scannen das debian chroot, oder sane? Was nutzt du unter debian?
 

cwarlich

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Ich benutze sane in der Debian chroot-Umgebung: Einfach mit

Code:
$ apt-get install sane
draufgespielt, den Scanner mit

Code:
$ scanimage -L
device `epson:libusb:001:006' is a Epson CX3600 flatbed scanner
gesucht

und dann probescan gemacht:

Code:
scanimage -d "epson:libusb:001:005" --format tiff --mode color > test.tiff
Richtig schick wird das ganze dann mit saned.

Ansonsten läuft bei mir in der chroot-Umgebung noch fetchmail, postfix und dovecot (IMAP auf der FB), squirrelmail (Webmail von aussen), Apache, syslog und ein aktueller Samba-Server mit User-Verwaltung für die Familie :).

So cool Freetz als Projekt auch sein mag, wie man sieht gehe ich mehr und mehr dazu über, die von mir benötigten Dienste unter chroot laufen zu lassen. Ist einfach besser zu warten .... Selbstverständlich heisst das nicht, dass ich Freetz für überflüssig halte, denn
Boxen ohne Hostadapter können nur so vernünftig (d.h. enegiesparend) erweitert werden. Und ein paar Dinge sind immer noch besser in Freetz aufgehoben oder machen nur dort Sinn, wie z.B. autorun, USB-root, swap, debootstrap, ....

Ein weiterer großer Vorteil der chroot-Umgebung ist, dass sie eher "Lieschen Müller"-tauglich ist: Man gibt einfach einen USB-Stick mit der chroot-Umgebung und eine debug.cfg an technisch nicht Versierte weiter und schon funktionieren die neuen Services. Und wenn Probleme auftauchen, zieht "Lieschen Müller" den Stick einfach ab, bootet neu und hat eine fast originale AVM-Firmware.

Schade ist dabei nur, dass es mit dem Aufspielen der debug.cfg immer noch einen (minimalen) Eingriff in die Firmware braucht. Das wäre nicht mehr nötig, wenn AVM das autorun-Feature von Freetz standardmässig in die Originalfirmware übernehmen würde. Man müsste die Kiste dann nicht mal neu booten!