[Frage] PoE IP Cam über Telefonkabel

cottec

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Ich suche gerade nach einer Möglichkeit, wie ich meine Klingel etwas smarter machen kann...

Augangssituation:
  • Türklingel
  • Türöffner
  • Je ein Telefon in EG und OG (im OG an einer Trockenbauwand die zum Zimmer mit dem Server geht)
  • Klingeltrafo und (vermutlich) Unterverteilung der ganzen Kabel im Sicherungskasten im Keller
  • Es scheinen überall J-Y(St)Y Kabel zu liegen

Der Plan wäre eine Haustürkamera (irgendwo unter dem Vordach ) die zu einem Shinobi oÄ Docker Container streamt.
Außerdem eine zweite im Garten, die muss aber notgedrungen funken, Strom muss ich mal noch schauen wo der her kommt, evtl mit Solarpanel...
Würde so ein Kombi Gerät a la Ring lieber vermeiden. Mag Open Source, standalone Cams lieber und arbeite im Zweifel dann lieber mit Relais für Klingel und elektrischen Türöffner...


Klingel wäre vermutlich "klassisch" on top noch ganz gut als Backup zu haben, wenn der Server mal nicht läuft.

Jetzt zu den Kabeln...
Kriege ich damit ein netzwerkfähiges Kabel hin, idealerweise mit PoE?
Dann könnte ich im Zuge des Updates der Hauselektrik den riesigen Klingeltrafo aus dem Sicherungskasten rauswerfen und einen separaten Kasten mit PoE Switch installieren und von dort eben auch zum Server zu kommen.

Falls das nicht klappt könnte ich die Haustürkamera wenigstens darüber mit Strom versorgen, den Rest der "Installation" muss dann eben über Wifi laufen.
Vielleicht tu ich mir das mit den Kabel auch einfach nicht an und plane von Anfang an Wifi, dann wäre nur die Stromversorgung interessant.

Am Verbauort der Telefone dann ein Tablet aufhängen und als Dashboard für Homeassistant nutzen und eben damit auch die Haustür beantworten und als Bonus sogar die Tür öffnen?!

Habt ihr Tipps/Bedenken?
 
Mit den Leitungen musst du sehen, wenn du auf Funk gehst, und die Leitungen nur für die Stromversorgung verwendest, würde ich, in deinem Fall, die vierpolige Leitung zu zwei-mal-zwei parallel geklemmten Adern gehen, um den widerstand zu verringern.
Dabei wäre es vielleicht auch ganz sinnvoll, um weitere Verluste zu minimieren, die Spannung nicht auf 5V, oder so zu lassen, sondern auf 24, 32 oder gar 48 Volt hoch zu gehen. damit bekommt man auch über dünne Leitungen einen höhere Leistung 'durch den Draht'. (Bei 48V bekommt man für die gleiche Leistung eines 5v-Gerätes einen fast 1/10 so großen (kleinen) Strom durch die Leitung
bei den Geräten sind dann DC-DC-Wandler, die aus der ankommenden Spannung die für das Gerät benötigte wandeln.

Bei dem Gartengerät daran denken, dass es auch man nicht ganz so viel Sonne gibt, und das gerät arbeiten können soll.
also die passenden Akkus (es gibt auch noch Winter) und die passende Leistung sowie ein, zwei Solarpanele,die so aufgestellt sind, dass sie Schnee selbstständig abgleiten lassen. Solarlader von z.B. Victron können da ein Menge erreichen.
 
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ich hätte mir am sicherungskasten vielleicht ein 48V DC Netzteil mit auf die Schiene gepackt und dann als PoE eingespeist?
 
PoE nach Norm braucht ein (passendes) Ethernet-Kabel das 8-polig ist. Die PoE-Version für 100Mb/s-Leitungen nutzen die bei 100Mb/s-Leitungen freien Adern, also damit sind dann auch dort alle 8 Adern belegt.
 
Bei Fast Ethernet ( 100MBit/s) reichen 2 Paare (4 Leitungen), kann man im Wikipedia Artikel nachschauen: Power_over_Ethernet
Habe ich bei mir im Einsatz um 3 Raspberry Pis direkt vom Switch aus zu versorgen.
 
welche cams wären den zu empfehlen?
müssen wetterfest sein und open source kompatibel
ich glaube das mit dem PoE ist dann gar nicht nötig, dann kann ich auch einfach die Cam per WiFi einbinden und mir über den Klingeldraht die Stromversorgung bauen. Das kann ich ja dann tatsächlich im Sicherungskasten per Klingeltrafo machen, muss dann nur auf Gleichstrom umbauen.

welche Klingel bietet sich bei sowas an?


aktuell klingeln quasi die telefone, die im flur angeschlossen sind, die können aber witzigerweise gar nicht die tür öffnen und nur hören aber nicht sprechen.
 
welche Klingel bietet sich bei sowas an?
an anderer Stelle habe ich eine Rocom Türstation mit a/b-Anschluss Doortel vorgeschlagen.. Habe selbst zwei seit 20 Jahren am laufen, damit können wir sprechen und per Nachwahltaste [3] nur auflegen [3] oder [7] auflegen und den Türschnapper auslösen [7]. hth Demnächst möchte ich die Doortel an die FritzBox anschließen.

CAM und Hausbeleuchtung und Gegensprechanlage in Kombination. open source interessiert mich auch. Eine STEINEL.de Außenleuchte ist eine schicke Sache, leider alles closed, z.B. CAM L625 und der RTSP-Stream wird offiziell nicht supported.
google.SUCHE Mit der eigenen App Steinel CAM 2 funktioniert die Videoübertragung (nur admin, kein Nutzer der nichts verstellen darf). Du möchtest ja basteln. Ich habe bei der L600 aufgegeben, zeichne nur auf SD-Karte auf.
 
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Ich würde mir Basteleien mit Wifi Relais zum Türöffnen und zum Erkennen von betätigter Klingel schon zutrauen.
Die Kamera hätte ich auch gerne nicht an der Klingel, sondern höher, nicht unbedingt im Sichtbereich, montiert.

Von daher brauche ich kein fertiges System...
 
Bei Fast Ethernet ( 100MBit/s) reichen 2 Paare (4 Leitungen), kann man im Wikipedia Artikel nachschauen: Power_over_Ethernet
Nicht mehr wirklich. Die Anfänge vom PoE funktionierten auch bei nur vier Adern, zwei mal paarweise verdrillte Leitungen auf 1-2, 3-5. Dich die dazu bestehende Norm (802.3af) wurde erweitert, auch, weil eigentlich niemand mehr nur vieradrige Netzwerkleitungen verwendet. somit gibt es auch eigentlich weder Splitter noch Einspeise-Geräte zu bekommen.
Auch erst die Erweiterung vom 802.3af ermöglichte Geräte, die prüften, ob die Datensenke auch als Stromsenke arbeitete und schaltete so seine Versorgungsspanung nicht ein, wenn dem nicht so war. die erste Ausführung der Norm würde 'nicht-PoE'-fähige Geräte beschädigen können.
 
Auch erst die Erweiterung vom 802.3af ermöglichte Geräte, die prüften, ob die Datensenke auch als Stromsenke arbeitete und schaltete so seine Versorgungsspanung nicht ein, wenn dem nicht so war. die erste Ausführung der Norm würde 'nicht-PoE'-fähige Geräte beschädigen können.
"Die Erweiterung von 802.3af..." auf was?
Nein, Du verwechselst das mit dem sogenannten passiven PoE, bei dem ganz stumpf eine Speisespannung auf die Adernpaare gelegt wurde. 802.3af ist seit Anbeginn das genau dafür geschaffene Protokoll, welches erst einmal eine unbedenkliche und minimale Spannung auf die Adernpaare (die Paare 1/2 - 3/6 reichen) legte und erst nach Aushandlung mit dem PoE-Client eine höhere Leistung (Spannung/Strom) auf die Paare. Das funktioniert heutzutage immer noch genau so und das 802.3af-Protokoll ist bei weitem nicht veraltet.
Daher ist "akives" PoE mit 802.3af über ein 4adriges Telefonkabel nicht das Problem, es kann problematisch werden, wenn die Nutzdaten nicht mehr fehlerfrei übertragen werden, weil Telefonkabel max Cat3 entspricht...
 
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