Problem mit OpenVPN auf Fritz!Box Fon (Routing?)

HMZ

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Hallo allerseits!

Ich habe auf meiner Fritz!Box Fon nach der Anleitung bei Tecchannel einen OpenVPN-Server installiert, über den ich meinen HeimPC (WinXP Home + SP2) mit meinem BüroPC (WinXP Prof. + SP2) vernetzen will. Grundsätzlich funktioniert das auch hervorragend: Ich kann vom Büro aus meinen Rechner hinter der Fritz!Box anpingen, kann telnet-Verbindungen zu ihm herstellen und ihn auch über UltraVNC fernsteuern - alles völlig problemlos.

Leider kann ich aber keine Shares von meinem HeimPC als Netzwerkverbindung auf meinem BüroPC einbinden. Wenn ich "\\[IP-Adresse]\[Freigabe]" im Dialog "Netzwerkumgebung/Netzwerkressource hinzufügen" eingebe und auf "weiter" klicke, tut sich erst mal für mehrere Minuten gar nichts. Dann erscheint folgende Fehlermeldung:
"Der eingegebene Ordner ist ungültig. Wählen Sie einen anderen Ordner."
Der Ordner ist aber definitiv korrekt, denn wenn ich mich über OpenVPN direkt mit meinem HeimPC verbinde (also nicht über den VPN-Server auf der Fritz!Box, sondern über den auf dem PC), funktioniert das problemlos. Die Server.ovpn ist in beiden Fällen gleich. Daher vermute ich mal, dass es sich um ein Routing-Problem handelt.

Meine Fritz!Box hat die IP-Adresse 192.168.178.1, mein PC 192.168.178.21.

Mein Büro-PC hat im LAN die Adresse 10.25.34.195

Hier ist meine Konfiguration:

Server (Fritz!Box Fon)
Code:
dev tun0
dev-node /dev/misc/net/tun
proto tcp-server
port 1194
verb 4
ifconfig 192.168.1.1 192.168.1.2
route 10.25.34.0 255.255.255.0
push "route 192.168.178.0 255.255.255.0"
secret /var/tmp/mein.vpk
keepalive 10 60
ping-timer-rem
persist-tun
persist-key
comp-lzo

Client (Büro-PC)
Code:
proto tcp-client
verb 4
port 443 # Fritzbox leitet auf 1194 um
dev tun
remote mein.dynamischer.account
ifconfig 192.168.1.2 192.168.1.1
secret mein.vpk
keepalive 10 60
ping-timer-rem
persist-tun
persist-key
comp-lzo
route 192.168.178.0 255.255.255.0
push "route 10.25.34.195 255.255.255.255"
http-proxy mein.firmen.proxy

Weiß jemand eine Lösung?

Viele Grüße und Danke
Heiner
 
Sers Heiner,

log Dich mal per SSH auf Deinem Linux-Server ein, wenn Du das VPN über die FritzBox gebastelt hast. Dann zeigt er Dir nämlich an, über welche IP du kommst. Vielleicht ist in der Samba-Config (ich nehme mal an, Du willst auf die "Windows"-Freigaben des Servers zugreifen), Deine IP nicht mit drin. Immerhin mag es Samba bzw. Windows-Netzwerk-Kram gar nicht, wenn geroutet werden müßte, um eine Verbindung zu bekommen. Eine Idee wäre es, mit Putty und einem SSH-Server Portforwards einzurichten, um die Kommunikation in Gang zu bringen.

Szenarien:

1. Roady - OpenVPN - Fritzbox (mit OpenVPN aktiv) - LAN - Server mit Sambashares
Von Roady aus direkt per ssh auf Server -> Portforwards

2. Roady - FritzBox (mit sshd aktiv) - LAN - Server
Per ssh direkt auf Fritzbox mit Portforward auf Server -> Portforwards

3. Roady - FritzBox (mit Portforward 22) - LAN - Server
Per ssh auf Server durchgreifen -> Portforward

4. Roady - FritzBox (mit Portforward 1194) - LAN - Server
Per OpenVPN direkt auf Server -> so mache ich es hier

Sollte alles klappen. SambaShare-Port ist, glaube ich 137 TCP, aber sicher mit ich mir nicht.

Es ist natürlich wichtig, daß der Samba-Server auch auf dem Netzwerk-Interface lauscht, das Du aus dem VPN ansprechen willst. Vielleicht ist auch das der Fehler.

Ups - sehe gerade, Du arbeitest unter Windows XP, lesen sollte man können. Aber trotzdem scheint mir das zuzutreffen, was ich schreibe. Ist der Rechner per ping erreichbar und VNC tut auch, dann kann es kein normales Routing-Problem sein. Dann könnte die SSH-Server und dann Forward-Methode helfen.

Hoffe, das hilft.

Hawedieehre.
Fant
 
Danke für die ausführliche Anleitung zu Linux!
;)

Aber wie und wo mache ich so was denn in WinXP????

Gruß
Heiner
 
Gerne geschehen...was man nicht so alles tippert - vielleicht kann es ja jemand anderes brauchen.

Okay, aber zum Thema:
Es gibt da z.B. die Cygwin-Umgebung, die einen SSH-Server bereitstellt. Guckst Du hier:

http://www.cygwin.com
http://www.linux-magazin.de/Artikel/ausgabe/2002/12/cygwin/cygwin.html
http://www.pl-berichte.de/t_system/cygwin.html

Damit läßt sich dann ein SSH-Zugang einrichten. Du kennst vielleicht die Admin-Konsole der Windoofs > 2000? Das sieht so ähnlich aus, nur halt verschlüsselt (ssh eben) und nicht mit der command.com ;) drauf, sondern mit der bash.

Und dann kannst Du per putty auf das Teil zugreifen:
http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/download.html

Eintragen des Forwards nicht vergessen (siehe unter tunnel: Bsp. Eintrag: 137:localhost:137)

Alternativ natürlich auch durch den Portforward von einem Cygwin-Windows, aus Solaris oder vielleicht (hoffentlich!) doch ein Linux... ;)

Hoffe, das hilft weiter.

Hawedieehre.
Fant
 
Das Problem liegt wohl eher nicht am Routing, da es ja vom BüroPC zum HeimPC funktioniert, umgekehrt aber nicht.

Dieses "Problem" liegt leider am Betriebssystem, da im XP-Home die Netzwerk-Funktionen zu grossen Teilen nicht oder nur unvollständig vorhanden sind. :mad:

XP-Pro ist sozusagen der "König" und XP-Home nur der "Sklave".

... und Könige dürfen immer mit Sklaven sprechen, umgekehrt will das leider der Kaiser (B.G.) nicht so einfach zulassen! :-Ö

Deshalb gibt es auch z.Z. keine legale Möglichkeit, einen mit XP-Home beglückten Rechner in eine echte Domäne einzubinden.


Joe
 
Das Einbinden in eine Domäne sollte meines Wissens auch nicht nötig sein, um XP Home und XP Prof. zu verbinden. Ich habe hier einen Laptop, der unter XP Home SP2 rennt. Und der kann problemlos auf die Shared meines Samba Server über OpenVPN oder direkt über LAN zugreifen. Auch der Austausch von Shares mit meiner Windows XP Prof. Workstation geht ohne Probleme.

Problematisch wird die Windows-Netzwerkerei immer dann, wenn geroutet werden soll. Soweit ich mich erinnere, geht Windows von einer flachen Netzwerktopologie aus. Daher klappt der Broadcast (Hallo, ich bin XY und bin da!) nicht. Deshalb sind auch die Namen der Rechner im LAN nicht verfügbar. Also ist der Zugriff auf \\servername\irgendwas nicht möglich.

Ich habe hier meinen Firewall so laufen (Linux Server), daß die OpenVPN-Clients auf eine interne IP des Server Zugriff bekommen. Meine Netzwerklaufwerke erreiche ich so mit \\<interne IP>\freigabename, dann klappt das alles gut. Und meines Wissens (ich habe mit Windows Server nur ein wenig Erfahrung mit einem alten 2000-Server, den ich auf Linux portiert habe) geht das auch mit den Windows-Freigaben samt OpenVPN auf ähnliche Weise.

Hawedieehre.
Fant
 
Danke für Eure Antworten, aber zwischenzeitlich habe ich festgestellt, dass das Problem überhaupt nichts mit meiner OpenVPN-Konfiguration bzw. dem Routig zu tun hatte:

Da ich vorher die OpenVPN-Verbindung auf meinem PC genutzt hatte, wollte Windows alle Verbindungen zu freigegebenen Ressourcen über das virtuelle TAP-Device auf dem PC schicken und nicht über die Fritz!Box. Nachdem ich das virtuelle Device auf dem PC entfernt habe, hat es problemlos funktioniert.

Gruß
Heiner
 
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