QoS im Internet

jason-duff

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Hallo Leute,

habe eine Frage die mich beschäftigt.
Ich habe gelesen das QoS(Quality of Service) in IP- Netzen möglich ist.

Aber ich habe gelesen das nur im intranet QoS zugesichert werden kann.
Anscheindend kann im Internet QoS nicht zugesichert werden.
warum nicht? außer man macht Service Level Agreement(SLA)
wie läuft das mit dem SLA? speziell wenn man von einem Unternehmen aus mittels VoIP übers Internet telefonieren möchte und QoS haben will.

Würde mich freuen wenn mit das einer erklären könnte. Da ich diese Fragen bisher nicht beantworten konnte...

Gruss Jason
 
hallo,

also qos beruht auf einer priorisierung der voip-datenpakete gegenüber anderen datenpaketen. diese priorisierung kann daher nur innerhalb des eigenenen netzes (intranet) und eventuell dem netzt des internetanbieters gewährleistet werden, da die priorisierung am router vergeben wird. da das internet an sich aber nicht einem einzelnen anbieter gehört, kann man dieses ab dem übergabepunkt an andere netzbetreiber nicht mehr gewährleisten, da es sein kann das dieser alle datenpakete "gleich behandelt" und die voip-pakete nicht priorisiert. allerdings ist dies meist ein vernachlässigbares problem, da die anbindung der anbieter untereinander meist ausreichend dimensioniert ist, so das dies meist nicht den flaschenhals darstellt, sondern meistens ist das das eigene intranet und die internetanbindung.

ein sla dürfte daher auch nur das netzt des einzelnen anbieters betreffen, nicht aber "das internet ansich". zumindest habe ich bisher nnoch keinen sla gesehen, der qos für sämtliche netze beinhaltet. ein sla macht trozdem sinn, da es da meist um die anbindung des standortes geht und dort macht dies bei knapp berechneten anbindungen definitiv sinn...
 
hallo,

danke für deine Antwort.Hast es mir echt sehr verständlich erklärt.
nur das mit dem sla ist noch nicht 100 % klar. Heisst das, das man mit dem Netzanbieter einen Vetrag abschliessen kann, damit er QoS bietet.und werden dann die Router des Netzanbieters so konfiguriert das die IP Pakete die von diesem Unternehmen kommen priorisiert werden?

grus Jason
 
hallo,

ja so ist es, wobei das geht natürlich nur innerhalb seines netzes bis zu den peeringknoten mit anderen anbieter und das ganze macht natürlich auch nur sinn, wenn du innerhald deines intranets und an deinem "austauschknoten" mit deinem anbieter - also deinem router - qos bieten kannst!

meist wird qos ja nur für voip benutzt, d.h. man priorisiert nur die voip-datenpakete, nicht aber z.b. email-datenpakete, etc!
 
Number on classes of services priorisiertes serielles muxing

astigoby schrieb:
hallo,

also qos beruht auf einer priorisierung der voip-datenpakete gegenüber anderen datenpaketen. ...

Servus astigoby,

wobei man m. E. immer über eine gute Struktur der Klassen insgesamt diskutieren kann (Proposal: email/browsing/TV/moving picture/voice) und man hätte damit derer 5.:D


astigoby schrieb:
ein sla macht trozdem sinn, da es da meist um die anbindung des standortes geht und dort macht dies bei knapp berechneten anbindungen definitiv sinn...

PS: Für einen verbindungsorientierten Mode gibt es zudem noch die Möglichkeit, RSVP einzusetzen,:D was aber aufgrund der mangelnden scalability (steering complexity on network router) und flexibility (loss of seriell link network capability) nicht so populär ist.:mad: Standorte kann man damit vielleicht mal verbinden und ein möglicherweise VPN aufbauen.:D

Einen schönen (Vormittag)Tag:cool:
 
servus!

klar kann man auch weitere daten priorisieren, aber meine erfahrung hat mir gezeigt, das nahezu 100% der firmen die voip nutzen wollen nur qos für voip benötigen. der rest ist meist nur email und websurfen..

und rsvp ist doch nur eine dienstmöglichkeit für qos oder liege ich da falsch..?
 
vielen Dank,
hast mir echt geholfen.

gruss Jason
 
RSVP, DiffServ und andere Unannehmlichkeiten

astigoby schrieb:
und rsvp ist doch nur eine dienstmöglichkeit für qos oder liege ich da falsch..?

Servus astigoby,

sofern man RSVP benutzt und die Verbindung reserviert ist, hat man ein "Anrecht" darauf, dass die Daten, entsprechend der Reservierung übertragen werden.

Dazu gehört u. a.:
-- die Verzögerung (slack term = network crossing delay):-Ö
-- die burstness, also die Struktur der Data Transmission (mal grob: constant bit rate, variable bit rate):-Ö

Geschickerweise setzt man auch noch OSPF (open shortest path first) ein, um zumindest beim slack term eine Optimierung zu erreichen.:D

Nun zu DiffServ:
Hier kann man sich auf nichts berufen.:mad: Aufgrund des network planings sollte man aber das Ganze nicht bis zum Schluß ausreitzen.:idea:

So ungefähr okay:confused:
 
Das QoS ist nur da wirklich hilfreich, wo die Bandbreite für verschiedene konkurierende Anwendungen nicht ausreicht.
Zwischen den Netzen der einzelnen Provider ist das (meist) nicht nötig da dort Bandbreite und Paralellanbindungen satt vorhanden sind.

Der Flaschenhals an dem es klemmt sind die Uploadrichtung derAnschlüsse beim Kunden mit 1000/128 2000/192 6000/578 ...

Da ist dann eine Paketplanung sinnvoll die zB Acknoledgementpakete Voip und andere Zeitkritische Daten bevorrechtigt weiterleitet.

Die nichtprioriesierten Anwendungen (Email, Tauschböresn...) werden dann aber ztw. ausgebremst. Ist aber kein Problem wenn eine Mail zB um 10sec verspätet ankommt.
 
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