Rechnervoraussetzungen für Asterisk

sipgateuser

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Ich frage mich schön langsam, ob nicht mein Gateway-Rechner mit Asterisk zu schwach ist, wenn ich teste. Manchmal klappt es beim nächsten Versuch.

Für meine Tests verwende ich einen Pii 350 mit 192MB RAM. Sind 2 Gespräche mit alaw zu viel, wenn da noch gleichzeit ein fetchmail und amavisd läuft? Load hat der Rechner 2-5. OS Opensuse 10.3
 
du solltest darauf achten, dass bei derartigen rechnern immer alle entgeräte mit dem selben audio-codec kommunizieren, damit kein transcoding gemacht werden muss, dann kannst du sicher auch mehrere gesprächs-verbindungen gleichzeitig aufmachen. natürlich darf der amavis die kiste nicht allzusehr belasten, du kannst ev. versuchen, den amavisd mit einer niedrigeren priorität (nice-level) zu starten.

grüße,
laureen
 
Danke, ich bin ja am testen, wie du dir denken kannst. Produktiv kommt dann ein Celeron 1000 als Gateway zum Einsatz. Beim 350er brauchen die Mails ein paar Minuten länger bis sie durch sind, in der Praxis ist das aber egal.

Bis jetzt hat noch fast alles funktioniert, wenn ich einen 2. Versuche gestartet habe. Auf diese Idee muss man aber auch erst kommen, es noch einmal unverändert zu probieren, wenn man eine Fehlermeldung sieht. Meistens war dann etwas in der Richtung "all channels busy", was im Testszenario sicher nicht stimmte. Da wurde nämlich gar nicht telefoniert.

Warum sipgate zu sipgate im lokalen Netz nur in 1 Richtung funtkioniert, ist mir nach wie vor schleierhaft: http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=172270

Ich kann aber mittlerweile mit manueller Vorwahl (Eintrag mit Vorwahl in kaddressbook) schon die meisten Dinge realisieren, die wichtig sind.

Bei den Audio-Codes bin ich nun dabei zu optimieren. Bandbreite ist kein Thema, deswegen setzte ich die Priorität im Softphone auf alaw.

Damit sollte also keine Rechenleistung für Komprimierung notwendig sein. Außerdem habe ich eingestellt, dass mein Softphone den Audio-Codec vorgibt. Ich frage mich nur, was passiert, wenn das beim anderen Endgerät auch eingesellt ist.
 
wenn du ein gespräch (von "tel1") mit einem anderen telefon/provider (nach "tel2") aufbaust, hast du rein technisch gesehen immer 2 teile, auch "call-legs" genannt:

1. tel1 -> asterisk
2. asterisk -> tel2

sobald tel2 abhebt, schaltet die asterisk die audio-kanäle dieser beiden zusammen ("bridgen"), dabei ist es egal, ob tel2 ein telefon oder ein provider ist.

ist jetzt beim tel1 aus asterisk-sicht nur der alaw-codec erlaubt und bei tel2 auch, so wird nicht transcodiert. das ist die optimal-variante. bei den heutigen bandbreiten spielt der audio-codec bzw. das was dieser dafür braucht, keine rolle mehr, alaw (wie auch ulaw) benötigt netto (ohne overhead) 64kBit, mit overhead sind das so um die 80kBit, das ist auch der breitbandigste codec, der allgemein im einsatz ist.

ist aber jetzt beim tel1 nur alaw erlaubt und bei tel2 nur gsm, so haben wir hier das problem, dass die asterisk beim zusammen-bridgen des gespräches die audio-streams umwandeln muss, was bei einigermassen aktueller hardware keine rolle spielt.

bitte achte immer darauf, dass die asterisk vorgibt, welche codecs verwendet werden dürfen (disallow/allow in der sip.conf oder iax.conf), die algorithmen der codecauswahl in der asterisk versuchen immer den "billigsten" weg zu finden, also gemeinsame codecs zu verwenden.

ich habe auf meinen system alles generell auf alaw und NUR auf alaw eingestellt, wobei es egal ist, was die endgeräte alles können, wichtig ist nur, dass alaw auf diesen aktiviert ist.

alaw war deswegen meine wahl, da auch isdn-karten in europa (euroisdn) mit alaw arbeiten. in amiland wird hingegen das meiste mit ulaw gemacht.

grüße,
laureen
 
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