[Problem] serielle Konsole - Fritz!Box 6360

b.balo

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Guten Morgen allerseits,

ich hab gestern an meine 6360 einen Pfostenstecker gebastelt, um an die serielle Konsole zu kommen.

Verwendet hab ich dafür einen USB UART Serial Converter mit PL2303 Chip: https://www.amazon.de/dp/B00AVRIDB0/ref=cm_sw_r_awd_bbv.ub1JM5BKZ

Als Software habe ich HTerm bzw Putty versucht.

Aber egal welche Baudrate oder Software verwende, kriege ich nichts über das Terminal angezeit. Nicht beim booten, nicht im Betrieb.....

Hat jemand eine Idee, was ich u.U. falsch mache?

Ich bin wirklich für jede Idee dankbar!

Liebe Grüsse



Ben
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt auf der 6360 schlicht keinen Prozess, der auf der seriellen Schnittstelle arbeitet ... ob während des Bootvorgangs tatsächlich die serielle Schnittstelle als Log-Device verwendet wird, weiß ich nicht mehr.

Das ist die "inittab" der 06.05:
Code:
#
/dev/console::sysinit:/etc/init.d/rc.S

# Start an "askfirst" shell on /dev/console
/dev/console::askfirst:-/bin/sh

# Stuff to do before rebooting
/dev/console::shutdown:/bin/sh -c /var/post_install
Wohin dabei /dev/console (vermutlich dynamisch) gemappt wird, kann ich mangels 6360 nicht mehr prüfen, aber das kriegst Du aus den Support-Daten der Box garantiert heraus. "Normale" Firmware hat jedenfalls in der "inittab" anstelle von /dev/console das /dev/ttyS0 stehen.
 
inwiefern aus den Support Daten?
ich hatte gehofft, ich kann über die serielle Konsole auf die Box zugreifen.
aber er gibt mir nicht einmal ein Bootlog darüber aus. deswegen hab ich die Vermutung, dass da was nicht ganz rund läuft....
 
Moin

/dev/console
Die (Echtzeit) Meldungen leitet ein Skript beim Login auf die Erste /dev/pts/0 um.
Code:
Console Ausgaben auf dieses Terminal umgelenkt
...deswegen "hängt" die auch nach exit.

Deswegen kann ich mir vorstellen, das die Umleitung auch manuell erfolgen kann.
...steht bestimmt in: /etc/profile
Mal nachschauen...
/etc/profile
Code:
####################################################################
echo "ermittle die aktuelle TTY"
tty=`ls -l /proc/$$/fd/0`
tty=${tty##*-> }


####################################################################
#
# Terminal init
#
#########################################################################
echo "tty is \"$tty\""
case $tty in
/dev/pts/0)
stty erase ^H
if [ -z "`pidof avmlogd`" ] ; then
getcons $tty
echo "Console Ausgaben auf dieses Terminal umgelenkt"
fi
;; 
 /dev/pts/*)
stty erase ^H
if [ -z "`pidof avmlogd`" ] ; then
echo "weitere telnet Verbindung aufgebaut"
fi
;;
/dev/tts/*)
stty -F /dev/tts/0 rows 50 cols 132
echo -e "\033[50;132q\c" # Steuersequenz f.r CapiTerm: 50 Zeile, 132 Spalten
echo "Serielles Terminal"
;;
/dev/ttyS0)
stty -F /dev/ttyS0 rows 50 cols 132
echo -e "\033[50;132q\c" # Steuersequenz f.r CapiTerm: 50 Zeile, 132 Spalten
echo "Serielles Terminal"
;;
/dev/ttyS1)
stty -F /dev/ttyS1 rows 50 cols 132
echo -e "\033[50;132q\c" # Steuersequenz f.r CapiTerm: 50 Zeile, 132 Spalten
echo "Serielles Terminal"
;;
/dev/console)
#stty -F /dev/console rows 50 cols 132
#echo -e "\033[50;132q\c" # Steuersequenz f.r CapiTerm: 50 Zeile, 132 Spalten
echo "Serielles Terminal"
;;
*)
echo "unbekanntes Terminal"
;;
esac
...nur das Kommando für die Umleitung seh ich irgendwie nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
hmm...das alles klingt für mich nach "Neuland"
ne, im Ernst: damit kann ich nix anfangen...

andersrum gesagt: ich will die 6360 komplett entbranden und auch telnet haben! (egal wie; die soll auch nicht mehr ins INet)

und ich will auf diese *#$$*##* konsole drauf.....

also, her mit den ideen, wie ich vorgehen könnte.

und btw: wenn der die konsole verlegt, müsste der bootloader wenigstens nicht noch ein oder zwei zeilen anzeigen? ich krieg ja nichtmal nen Punkt oder irgendwas angezeigt....
 
hmm...das alles klingt für mich nach "Neuland" ��
ne, im Ernst: damit kann ich nix anfangen...

andersrum gesagt: ich will die 6360 komplett entbranden und auch telnet haben! (egal wie; die soll auch nicht mehr ins INet)

und ich will auf diese *#$$*##* konsole drauf.....

also, her mit den ideen, wie ich vorgehen könnte.

und btw: wenn der die konsole verlegt, müsste der bootloader wenigstens nicht noch ein oder zwei zeilen anzeigen? ich krieg ja nichtmal nen Punkt oder irgendwas angezeigt....


UPDATE: so, ich hab nun folgendes in ADAM2 versucht:

Code:
[LIST]
[*]quote SETENV bootserport tty0
[*]quote SETENV modetty0 38400,n,8,1,hw
[*]quote SETENV modetty1 38400,n,8,1,hw
[/LIST]

Alle Commands wurden mit einem "Successful" bestätigt.

Aber ich kriege immer noch keine Meldung an der seriellen Konsole. Da wird nicht 1 Bit empfangen...... WARUM?!?!?! Ich checks einfach nicht....
Was macht denn bitte AVM wenn die so ne Kiste zur Reparatur kriegen? Wegwerfen?
 
Hallo,
...ich will die 6360 komplett entbranden ...
Du kannst es einmal mit dem ruKernelTool probieren.
Keine FW auswählen und dann beim Upload das Branding "avm" wählen:
Rainer schrieb:
  • Im Reiter "Upload-Parameters" oben bei "Einstellungen" alle Haken links rausnehmen, bis auf bei "Branding"
  • Zum Reiter "Upload" wechseln und auf "Upload starten" klicken und den Anweisungen folgen. Wenn irgendwas fehlt, sagt Dir das Tool das schon
Ob das
a) funktioniert
b) danach telnet zur Verfügung steht, kann ich nicht garantieren, da noch nie probiert.
 
Ob das
a) funktioniert
b) danach telnet zur Verfügung steht, kann ich nicht garantieren, da noch nie probiert.

Hallo Frank,

ja, das hatte funktioniert.
Aber ohne Telnet und ohne Repeater Funktion.
Und beide sollten in der Firmware, wenn man diversen Blogs/Foren usw Glauben schenken kann/darf, enthalten sein.

Daher war mein Gedanke, sich das Ganze über die Konsole anzukucken... :(
 
Hast du nach dem Debranding auch den Telnet-Daemon per Telefon eingeschaltet (#96*7*)?

Joe
 
Ein einfacher Start des Telnet-Daemons in der Busybox (das ist der, der vom AVM-telefon-Daemon gestartet würde) scheitert auf der 636ß an einem fehlenden Symlink /usr/sbin/telnetd.

AVM modifiziert die Busybox m.W. überall so, daß dieser Link existieren muß ... ansonsten beendet sich der Telnet-Daemon gleich wieder selbst - kann man in den Busybox-Quellen von AVM nachlesen (wenn man durch die absichtliche oder AVM-immanente Verwirrung durchsteigt, wer sich das in den AVM-Quellen anschaut, versteht auch so manchen Unfall an anderer Stelle, wenn das dieselbe Source-Qualität ist). Bei der 6360 existiert er eben nicht im SquashFS-Image ...

Auf der seriellen Schnittstelle gibt der Kernel eben auch nur dann etwas aus, wenn er mit entsprechenden Optionen übersetzt wurde oder diese Anweisung per kernel_args erhält. Wenn man also beim Booten etwas auf /dev/ttyS0 sehen will und das nicht so vorgesehen ist im Kernel (das ist ja nicht zwingend, es gibt auch Geräte ohne serielle Schnittstellen), dann muß man wohl die Kernel-CommandLine entsprechend anpassen. Das sollte auch über die EVA gehen.

Für den Start eines Telnet-Daemons muß man trotzdem auf der 6360 nur ein passendes eigenes Kommando ausführen (es gibt noch einen zweiten Telnet-Daemon (utelnetd) aus der TI-Referenzimplementierung, den Help-Screen dieses Daemons habe ich in irgendeinem anderen Beitrag veröffentlicht, da kann man die notwendigen Parameter sehen) um diesen anderen Telnet-Daemon zu starten (am besten gleich mit /bin/sh anstelle von /sbin/ar7login, dann spart man sich das Login). Anstelle des Telnet-Daemons kann man natürlich auch "nc" und "/bin/sh" nehmen, dann hat man eine Art "rcmd".

Das Ausführen dieses notwendigen eigenen Kommandos (als "command injection" per ar7.cfg) ist auch kein Hexenwerk und wurde für andere Modelle auch mal irgendwo hier von mir beschrieben, als AVM die debug.cfg ausgebaut hatte.

Wenn man die 6360 ohnehin nicht mit dem Netz eines Kabel-Anbieters verbinden will, ist der vorherige Wechsel auf "avm"-Branding mit der Möglichkeit der Internet-Verbindung über LAN1 aber auch keine falsche Herangehensweise.

@koy:
Das "getcons" steht doch in Deiner /etc/profile deutlich drin ... :gruebel:
 
Zuletzt bearbeitet:
so, blöd muss man sein.......Rx und Tx sollte man auch nicht auf Rx und Tx legen sondern auf Tx und Rx......meine Güte......

so, folgendes wirft mir die 6360 beim booten aus:

Code:
<\r>(AVM) EVA Revision: 1.964 Version: 1964<\r><\n>
<\r>(C) Copyright 2005 AVM Date: Jul 16 2010 Time: 13:56:19 (0) 2 0x0-0x243D<\r><\n>
<\r><\n>
[FLASH:] MACRONIX Uniform-Flash 16MB 256 Bytes WriteBuffer<\r><\n>
[FLASH:](Eraseregion [0] 256 sectors a 64kB) <\r><\n>
[SYSTEM:] Puma on 400MHz System on 100MHz<\r><\n>
<\r><\n>
<\r><\n>
Eva_AVM >.............................[prepare_kernel_start] memsize 0x8000000<\r><\n>

und dann ist sie auch schon wieder ruhig.....wie kriege ich sie nun dazu, dass sie die serial nicht stilllegt oder versteckt?
 
Zuletzt bearbeitet:
und dann ist sie auch schon wieder ruhig.....wie kriege ich sie nun dazu, dass sie die serial nicht stilllegt oder versteckt?
Das ist ja ganz offensichtlich nicht der Linux-Kernel, der da mit ttyS0 arbeitet, sondern der AVM-Urlader mit dem schönen Namen "EVA".

Das Spezifizieren einer seriellen Console beim Start des Systems sollte eigentlich kein Problem sein, das geht schon seit Jahren auf dieselbe Art und Weise: https://www.kernel.org/doc/Documentation/serial-console.txt

Ob die richtige Variable im Urlader-Environment der 6360 jetzt "kernel_args" oder "kernel_args1" ist, weiß ich nicht mehr ... aber nur wer wagt, gewinnt.
 
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