Sicherheit von Telefonbanking mit VOIP

Fritzix

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Guten Tag,

inwieweit ist die Sicherheit zu beurteilen, wenn Telefonbanking über VOIP durchgeführt wird?

Welche Sicherheitsmaßnahmen muß der Provider erfüllen?


Schöne Grüße

Fritzix
 
Guten Tag!

Es ergibt sich bei Risokoabwägung natürlicherweise die Notwendigkeit, die Sicherheit umfassend zu beurteilen wenn Telefonbanking über VoIP durchgeführt wird.

Der Provider sollte alle bisher vorgeschrieben und natürlich die in der Zukunft zu stellende Sicherheitsanforderungen umfassend erfüllen.
 
Probiere doch einmal Internetbanking ist viel komfortabler als das Telefonbanking. Die meisten Banken bieten Dir sogar eine eigene Software auf HBCI Standart an benutze bloß nicht das alte Schotterverfahren mit PIN-TAN
mfg Holger
PS ich habe mein Telefonbanking schon vor ein paar Jahren geschreddert.
 
Hi lone star!

Was sind da die Unterschiede zwischen dem HBCI Standart und dem Schotterverfahren?
 
Telefonbanking ist teurer als Internetbanking...

Zur Sicherheit: Transaktionen werden i.a. durch Autorisierung gegenüber einem Berater, der einen persönlich kennt, oder durch PIN-Teile durchgeführt, wobei diese randomisiert ausgewählt werden. Das Abhören von ein oder zwei Transaktionen hilft also recht wenig.

Eine Überweisung Deines gesamten Depots auf die Cayman Islands würde wohl ohnehin ein paar Fragen des Beraters nach sich ziehen ;-) :mrgreen:

--gandalf.
 
Hi gandalf94305!

Diese Randomisierung, erfolgt die dann nach Standart oder Schotterverfahren?
 
Das erfolgt nach dem guten, alten Abfragestandard "wie lauten denn die erste und die vierte Stelle Ihrer PIN". Schotter, Kies oder Sand sind hier nicht involviert.

--gandalf.
 
Habedieehre!

ilmtuelp0815 schrieb:
Der Provider sollte alle bisher vorgeschrieben und natürlich die in der Zukunft zu stellende Sicherheitsanforderungen umfassend erfüllen.
:noidea: Hmmmm, also ich würde da vor allem den Nutzer selbst in der Pflicht sehen, viel weniger den Provider! Warum? Ganz einfach, man stelle sich nur mal folgende Situation vor:

Mister Oberschlau steht am Bahnhof an 'ner Telefonzelle, oder hat sein Händie im Biergarten dabei und "telefonbangingd" (oioioi, was für eine Wortschöpfung). Dabei spricht er ungehemmt seine volle Authentifzierungsdetails (Userkennung inkl. PIN und ggf. notwendiges Passwort und zwar so laut, dass die Umgebung dies alles klar und deutlich verstehen können. Die Daten notieren sich gleich mal ein paar wiefe Mitmenschen und räumen Mister Oberschlau anschließend das Konto leer. Der ist natürlich total erregt und aufgebracht und verklagt erst mal den Provider und anschließend seine Bank, da ja das Telefonbanking total unsicher ist... :o

Der nächste Zeitgenosse tippt auf eine der unzähligen phishingmails beworbenen Seite schön brav seine Daten inkl. der PINs ein und wundert sich, warum plötzlich diverse Überweisungen getätigt werden.

Wieder ein anderer speichert seine PINs und TANs auf seiner ungeschützten Virusspreadingengine, meist besser bekannt als Windows eXPeriment, in der Datei PIN_UND_TAN.TXT ab und wundert sich, warum auch hier plötzlich andere seine doch so wichtigen Daten benutzen - ich sag' nur Trojaner.

Sei mir bitte nicht böse, aber wenn man schon nicht selbst in seiner Filiale seine Bankgeschäfte nutzen kann oder will, dann muss man auch überlegen, wenn man einen der neuen Vertriebswege nutzt, ob das zu den eigenen Sicherheitsbedürfnissen auch passt.

Und nun schließen wir den Bogen zurück in Richtung VoIP:
Fritzix schrieb:
inwieweit ist die Sicherheit zu beurteilen, wenn Telefonbanking über VOIP durchgeführt wird?
Da würde ich mir mal folgende Fragen stellen:
  1. Wo nutze ich VoIP (intern bei mir zu Hause oder auch als Transportweg über einen VoIP-Provider)?
  2. Welche sicheren Authentifizierungsmechanismen bietet mir mein Provider?
  3. Welche Möglichkeiten der Sprachverschlüsselung kann ich nutzen?
  4. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein dritter an meine vertraulichen Daten (gesprochenes Wort) kommen?
  5. Kann ich nicht doch eventuell sicherere Wege für meine Bankgeschäfte nutzen?
Wenn Du Dir vor allem bei den Fragen 2, 3 und 4 unschlüssig bist, dann schau Dir Frage 5 nochmals an und nutze das bereits angesprochene HBCI-Verfahren, z.B. mit moneyplex!

Pfiadebou,
BigChief
 
gandalf94305 schrieb:
Ich sehe auch jedesmal rot, wenn ich wieder lesen muß, daß jemand Standard am Ende mit 't' schreibt.
Es heißt schließlich "Standardisierung" und nicht "Standartisierung".
Letzteres stelle ich mir, sollte es dieses Wort wirklich geben, ziemlich unappetitlich vor, so etwas wie Pfählung ;-)
 
Standard bei HBCI-Banking z.b elektronischer Schlüssel auf externen Medium(Speicherstick oder Diskette). Wobei Du nur die Hälfte des Schlüssels hast andere Hälfte bei der Bank.D.h. Du mußt einmalig einen INI-Brief erstellen wo der Hashwert inhalten ist, damit mußt Du zur Bank latschen und persöhnlich unter Vorlage Deines Personalausweises freischalten lassen, Nachteil bei PIN-TAN Verfahren, da mußt Du darauf achten die TAN nur einmal benutzen und aufn TAN-Zettel abstreichen sonst kommst Du sehr schnell in Kuddel-Muddel. Außerdem mußt Du Dir rechtzeitig Nachschub besorgen wenn Deine TANs zur Neige gehen.Beim externen Schlüssel brauchst Du nichts weiter machen als einmal erstellen eine Sicherungskopie auf einen 2.Medium erstellen, die dann bei Bedarf synchronisiert werden kann falls 1.Medium defekt ist.
Frage was machst Du wenn Du nur über VoIP telefonierst kein Fallback auf Festnetz hast und Dein VoIP-Provider mal wieder Probleme hat kann man ja fast täglich im Forum lesen(VoIPNr. nicht regestriert usw) dann wird es mau mit Telefonbanking bei VoIP-Telefonie- also rennst Du dann wieder zu Deiner Bank - Herzlichen Glückwunsch
mfg Holger
Nachtrag für gandalf94305
bei seriösen Geldinstituten wird ein Limit für Onlinebanking festgelegt. Dieses Limit hat nichts mit Dispo oder der Summe zu tun die Du täglich am Geldautomat kriegen kannst. Wenn Du genug Mäuse auf Deinen Konten hast und Dich innerhalb Deines Limits bewegt, stellt Dein Berater auch keine Nachfragen - ist leider so. Einzige Möglichkeit Du läßt Dein Limit von der Bank heruntersetzen - machen Sie aber leider ungerne.
 
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