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Sind Routerprobleme bei VoIP providerabhängig ?

Dieses Thema im Forum "Grundsätzliches" wurde erstellt von betateilchen, 13 Okt. 2004.

  1. betateilchen

    betateilchen Grandstream-Guru

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    Hallo Forum !

    Nach mehreren Stunden Test mit markbeu, seinem DLINK Router, den Zugangsdaten zu verschiedenden VoIP Providern und einem Siptronic ST100 sind wir zu folgender Frage gekommen:

    Warum können VoIP Provider nicht das, was ein ganz normaler Asterisk Telefonserver in Grundkonfiguration kann ?

    Zum Hintergrund:

    1.) Mark hat sein neues Telefon an seinen DLINK Router angeschlossen und mit nikotel-Zugangsdaten konfiguriert.
    Erfolg:
    Anrufe zwischen Mobilfunk (eplus) und dem VoIP Anschluß funktionierten problemlos
    Anrufe nikotel-intern in "saumäßiger" Sprachqualität
    Anrufe nikotel -> Festnetz genauso schlecht

    Alle Konfigurationsversuche - sowohl am Router wie am Telefon waren erfolglos.

    2.) Mark hat sein Telefon auf Sipgate umkonfiguriert. Alle Einträge zu STUN usw. waren korrekt eingetragen
    Erfolg:
    Anrufe über Sipgate abgehend waren problemlos möglich
    Ankommende Anrufe auf die Sipgate-Nummer wurden auf die Mailbox geleitet, obwohl das Telefon "korrekt angemeldet" signalisierte.

    Alle Konfigurationsversuche - sowohl am Router wie am Telefon waren erfolglos.

    3.) Mark hat sein Telefon auf den Zugang zu meinem Asterisk-Server umkonfiguriert. NAT abgeschaltet, Portforwarding im DLINK abgeschaltet
    Erfolg:

    Anrufe waren PROBLEMLOS und auf Anhieb möglich !

    Dann habe ich ihm einen nikotel auf den Asterisk eingerichtet - plötzlich waren Anrufe ins Festnetz und auf Handy problemlos und ohne Störung der Audioqualität problemlos möglich :!:

    Gut - daß man über Asterisk nicht nikotel-intern telefonieren kann, ist ein bekanntes Problem, das aber scheinbar auch bei Digium niemanden wirklich interessiert. Dieses Thema lassen wir mal außen vor.

    Fazit

    Es wurde das gleiche SIP-Endgerät (Siptronic ST 100) und der gleiche Router DLINK (Typ weiß ich nicht genau) verwendet.

    Da mit dieser Konfiguration das Telefonieren über meinen Asterisk völlig ohne Probleme und NAT-Port-Forwarding-DMZ-Krämpfe möglich war, werde ich in nächster Zeit mal mit der Aussage

    sehr vorsichtig sein, und mich eher der Aussage hingeben:

    Wir haben dieses Phänomen heute nacht nur mit 2 Providern getestet - das stellt keine Wertung gegen diese beiden dar. Aus der Erfahrung mit ähnlichen Tests bei anderen Usern und mit anderen Providern kann ich belegen, daß diese Problematik durch die Bank weg bei nahezu allen Providern autreten kann.

    Also liebe Provider: Schreibt bitte in Euer Hausaufgabenheft "Stabile und einfach herzustellende Verbindung zum Server ermöglichen, ohne dem Kunden die Verantwortung für diese Aufgabe zu übertragen"

    Denn wenn ich mir ein Festnetz-Telefon kaufe, will ich das auch nur in die TAE-Dose stecken und erwarte, daß es funktioniert, ohne daß ich mich vorher damit beschäftigen muß, wie eine T-Com-Vermittlungsstelle funktioniert.
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  2. jochen

    jochen Mitglied

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  3. markbeu

    markbeu IPPF-Promi

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    Noch zur Ergaenzung:
    Bei dem getesteten Router handelte es sich um einen DLink DI 624 ( den mit den 2 Antennen).
     
  4. jochen

    jochen Mitglied

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    Ich glaube nicht daß hier die Provider Schuld sind.
    Wer die von mir genannten Dokumente gelesen hat, muss sich sowieso wundern daß das ganze überhaupt hinter einem NAT-Router funktioniert.
    Hier ist ein Design wie es bei der Fritz!Box vorliegt eindeutig im Vorteil: Der VoIP-Adapter sitzt im selben Gerät wie DSL-Modem und Router, und sitzt logisch direkt hinter dem Modem, hat also diese ganze NAT-Problematik nicht.
     
  5. Cistrix

    Cistrix Neuer User

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    Hallo,

    die NAT-Problematik betrifft leider indirekt sowohl die Hardware als auch direkt die Kompatibilität zu fast allen Providern.

    Lt. unseren Erfahrungen laufen eigentlich eher die höherwertigen Router wie Cisco und Linksys eher problemloser in der Beziehung, als die Produkte die günstig in diversen Handelsketten angeboten werden. Eigentlich erfüllen beide die gleichen Standards, diese werden allerdings von den Providern wohl nicht so konsequent umgesetzt.

    Auffällig ist, daß es Router gibt, die mit einem Provider problemlos funktionieren und bei einem anderen nur Probleme verursachen.

    Insofern können wir nur bestätigen, daß die Provider nacharbeiten müssen um 100% kompatibel zu sein. Wie betateilchen schon erwähnte - plug and play sollte das Ziel sein.

    Schöne Grüße,
    Ihr Siptronic Team
     
  6. LateRunner

    LateRunner Mitglied

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    Hallo,
    den Providern sollte es doch möglich sein eine Hardware kompatibilitätsliste zu erstellen. Die haben doch (zehn)tausende Kunden mit allen möglichen Konfiguration und wahrscheinlich entspreched viele anfragen.

    Ich ärgere mich am meisten über Gesprächsabbrüche. AUch da ist es unmöglich den Schuldigen im Dschungel von Hardware, Firmware, Codec und Provider zu finden.

    VG

    LateRunner
     
  7. jochen

    jochen Mitglied

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    Das ist doch in den obengenannten Dokumenten alles haarklein beschrieben. Es gibt verschiedene Typen von NAT die verschiedene Probleme verursachen. Daneben gibt es optionale SIP Tags sowie STUN-Server, die als Workaround für die Probleme genutzt werden können, vorausgesetzt der Provider UND das Telefon unterstützen sie. Ob es funktioniert hängt also immer von der Kombination Provider-Router-Telefon ab. Es gibt hier kein "Gut" oder "Böse". Bestimmte Kombinationen funktionieren halt, und andere funktionieren nicht. Mir ist unverständlich wie hier ein Hersteller (bzw. sein deutscher Vertreter) mit so ungenauen Formulierungen wie "nach unserer Erfahrung" daherkommt, anstatt die Probleme gezielt zu analysieren. Ein Hersteller von Telefonen sollte dazu eigentlich technisch in der Lage sein, und nicht das Problem auf die Kunden und die Provider abwälzen.


    Ja warum tun dann die Hersteller von Telefonen und Adaptern nichts? Statt rumzujammern müssen sie halt ein vernünftiges Design einsetzen. Statt Workarounds für die NAT-Problematik zu erfinden sollten sie die Problematik lieber ganz vermeiden, indem man Telefone und Adapter baut die VOR dem Router eingesetzt werden können, so wie es Mediatrix beim 2102 macht, oder ein Kombigerät aus Router und Adapter baut, so wie die Fritzbox. Alles andere ist und bleibt Murks.